NRW

Ich sollte ich hier ausführlich über die Wahl in Nordrhein-Westfalen schreiben, aber das ist mir zu langweilig (obwohl ich Langeweile durchaus zu schätzen weiß, weil sie ja auch als Synonym für Zuverlässigkeit verstanden werden kann). Die drei Spitzenkandidaten waren alle drei Langweiler: Kraft, Löhrmann, Laschet, nur Frau Merkel ist noch langweiliger, und deswegen hat die CDU gewonnen, wahrscheinlich weil eine große Sehnsucht nach Langeweile/Berechenbarkeit besteht.

17 Gedanken zu “NRW

  1. Naja, dafür gewinnt jetzt das Null-Toleranz-System …
    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/bundestagswahl-merkel-warnt-deutschland-davor-sich-auszuruhen-15016665.html
    Langeweile ohne Pause.

    Was aller Voraussicht nach bedeutet, daß als Nächstes das Testbild im Design reanimiert wird;
    „Rouge et Noir“, wie nicht anders zu erwarten war, the same procedure as every year
    Rotes Hemd, rote Schuhe …
    http://www.tcm.com/mediaroom/video/294764/Saturday-Night-Fever-Movie-Clip-Open-Stayin-Alive.html

  2. Die Veränderungen des Regierungspersonals in NRW holt die versäumten Veränderungen des Regierungspersonals in der als katastrophal empfundenen Bildungs- und Sicherheitspolitik nach. Doch keine Sorge, ändern wird sich dadurch nichts – lediglich wird die aus dem Ruder gelaufene Ordnung wieder hergestellt.
    Ähnlich in der Bundespolitik: Nachdem Frau Merkel ihre als chaotisch empfundene Flüchtlingspolitik wieder dem Mainstream angepasst hat, steuert sie zielsicher auf ihre vierte Kanzlerschaft zu.
    Doch bevor Sie aus purer Langeweile vor Langeweile sterben: Sorgen Sie endlich dafür, dass notorische Langeweiler hier nie wieder langeweilige Kommentare abgeben!

  3. …dann wäre es nicht mehr ganz so langweilig. Martin Schulz, Cem Özdemir, Christian Lindner und Alexander Gauland sind ja (leider) keine Volkstribune wie einst Franz-Josef Strauß, Willy Brandt, Gerhard Schröder und Joschka Fischer oder seit Kurzem der neue ÖVP-Chef und Bald-Bundeskanzler Sebastian Kurz, sonst wäre die deutsche Politik kontroverser, konfliktuöser und spannender. Doch niemand traut sich, und wir müssen mit der provinziell anmutenden Angela Merkel leben und froh sein, dass in der Arena der Weltpolitik Typen wie Trump, Putin, Erdogan und Kim das Kommando führen.

  4. Sebastian Kurz ist mit seiner neuen „Liste“ ohne allzu viel Kompetenz ein smarter „Macher“ (Stichwort Geilomobil), der durchschaut hat, wie man sich selber „hoch bringt“ (was aber den NEOS durchaus gefährlich werden kann).

  5. Was meinen russische Literaten zur Langenweile? Sie sei ein Anzeichen der Hölle.
    Dem Teufel fehle jedes schöpferische Prinzip.
    Bei Dostojewskij sagt der Teufel zu I.Karamasow: „Diese Entwicklung wiederholt sich doch schon zum unzähligsten Mal, immer auf die gleiche Weise, bis ins letzte Detail. Eine höchst unschickliche Riesenlangeweile.“
    Dieser Blogggg ist genau so langweilig wie Frau Merkel. Sie erinnert mich zumindest noch an einen apricotfarbenen Plüschsessel. Der Prof. an einen römischen Feldherrn, Aber wohl doch nur wegen des Paßbildes rechts oben.
    Restlebennachhaltigkeitsglauben..

  6. @ 10: …und ich dachte, der Prof. sei der Schulleiter, die „Verlinkten“ die frankFrischen Oberlehrer und die „Schwarzen“ die besserwisserischen Klassenprimusse, die aufmüpfigen Klassenkasper und die verschworenen Cliquen kichernder Gören… Laangeweiliges, altbackenes Muster…

  7. Aber es gibt noch etwas langweiligeres als diesen Blog. Nordseestrand.
    Die deutschen Landesfarben hätten so gestaltet werden sollen. Graublau wie das Wasser, grau wie das Watt und grünbraun wie die Wiesen hinterm Watt. Wie kommen die nur auf schwarz- rot- Gold?

  8. Das hat etwas mit Machtsymbolik zu tun und mit der machtpolitischen Einheit.
    „In der Entstehungszeit der Heraldik im 12. Jahrhundert wurde es üblich, in einen kaiserlich-goldenen Schild den schon seit der Antike als Reichssymbol verwendeten Adler in schwarz zu setzen. Das erste Reichswappen dieser Art ist auf einem Silberpfennig Kaiser Friedrich Barbarossas zwischen 1172 und 1190 belegt, die erste farbige Darstellung in schwarz-gold unter Kaiser Otto IV. zwischen 1198 und 1218.
    Ab dem 14. Jahrhundert wurden Fänge und Schnabel des Reichsadlers rot tingiert. Dieses nun dreifarbige Wappen hat seinen frühesten Beleg in der um 1300 entstandenen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) auf einem Bild Kaiser Heinrichs VI. Auf diese Farbgebung (im goldenen Schild ein schwarzer, rotbewehrter Adler) im Wappen des Heiligen Römischen Reiches wurde später oft Bezug genommen, wenn es darum ging, den Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold zu erklären.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold

  9. „Die Langeweile ist die qualitätslose Wahrnehmung der Zeit, mancher erträgt kaum ihr Nettogewicht.“ meint Ernst Jünger, nachdem er seine Projektionen, zusammengestückelt aus literarischen Funden, erkannte und „der Stein wieder zum Stein ward“ ,aus dem er zuvor eine spannende GOLDENE Schlange hat kriechen „sehen“.

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