Trumps Ende

Nach allem, was man so aus dem Weißen Haus hört, dürfte der aktuelle Präsident der USA nicht mehr ganz so sicher auf seinem Thron sitzen. Er läuft wütend durch die Gänge, schreit seine Mitarbeiter an, weil die USA nicht so funktionieren wie sein kleines schnuckeliges Familienunternehmen. Nach dem Rausschmiss von FBI-Direktor Comey hat er nun auch noch die Geheimdienste gegen sich, so dass mit einer Flut von peinlichen Indiskretionen gerechnet werden kann. Und die „Fake-News-Press“ wird all das genüsslich publizieren. Ausserdem kann damit gerechnet werden, dass genügend US-Juristen, die befürchten, dass die Institutionen von Checks-and-Balances, auf denen die staatliche Ordnung beruht, durch Trump gefährdet werden, sich Gedanken machen, wie man ihn bremsen kann. Dass gestern bekannt wurde, dass er – „ein Kind im Oval Office“ – bei einem Treffen mit dem russischen Außenmister und Botschafter streng geheime Informationen ausgeplappert hat (so ähnlich wird es in der Presse beschrieben), dürfte ein erstes Zeichen dafür sein, dass die Geheimdienste jetzt aktiv(er) werden, um ihr Territorium zu beschützen.
(Dass mir beides unheimlich ist – das Verhalten von Trump wie auch die Aktivitäten der Geheimdienste – sei hier nicht verhehlt.)

73 Gedanken zu “Trumps Ende

  1. Auch wirtschaftspolitisch spielt er seine Rolle als naiver „absolute beginner“ weiter. Er behauptet sogar, sich das Prinzip und den Begriff „priming the pump“ vor ein paar Tagen selbst ausgedacht zu haben: http://www.economist.com/Trumptranscript
    Auf die wiederholten Fragen nach der Neuverhandlung von Handelsabkommen gibt er kindlich-ausweichende Antworten.

  2. @4: Wenn ich die Berichte in den US-Medien richtig verstanden haben, dann stammten die Daten von „befreundeten“ Nachrichtendiensten im Nahen Osten, und ihre Weitergabe dürfte dazu führen, dass Netzwerke von Geheimagenten auffliegen… (was sicher keine Methode ist, um Freunde und Verbündete zu finden bzw. zu behalten). Auf jeden Fall wird man jetzt vorsichtiger sein, welche Informationen mit den US-Diensten teilt, und – wichtiger noch – was man innerhalb der US-Dienste diesem inkontinenten Präsidenten erzählt (was die Entwicklung, die sowieso stets droht, wahrscheinlicher macht, dass die Geheimdienste zu so etwas wie ein Staat im Staat werden).
    Dass Trump sich nicht strafbar gemacht hat, liegt daran, dass der US-Präsident ziemlich viel tun kann, ehe er sich strafbar macht (er muss auch nicht private, geschäftliche Interessen von denen seines Amtes trennen, d.h. er kann offene Vetternwirtschaft betreiben, ohne straffällig zu werden).

  3. „President Trump’s national security adviser said Tuesday that the president’s decision to reveal highly classified information during a meeting with Russian officials last week was „wholly appropriate“ ..
    „McMaster added that Trump made a spur-of-the-moment decision to share the information in the context of the conversation he was having with the Russian officials. He said that „the president wasn’t even aware of where this information came from“ and had not been briefed on the source.“
    https://www.washingtonpost.com/news/post-politics/wp/2017/05/16/trump-acknowledges-facts-shared-with-russian-envoys-during-white-house-meeting/?hpid=hp_hp-banner-main_trumptweet-banner%3Ahomepage%2Fstory&utm_term=.e76914666acf

  4. Der Politologe Peter Neumann, Terrorismusexperte und Terror-Sonderbeauftragter der Sicherheitsorganisation OSZE, vermutet, dass die von Donald Trump an Sergei Lawrow verratenen Spione aus einem arabischen Geheimdienst stammten – Saudis oder Jordanier. Dass Trump am Dienstagmorgen mit dem jordanischen König telefoniert habe, hätten Beobachter so interpretiert, dass er sich bei diesem entschuldigen wollte. Eine andere Theorie laute, dass es sich um saudische Geheimdienste handle, da diese sehr gut aufgestellt sei. Auch gebe es aus ihren Kreisen viele IS-Kämpfer, sodass es leichter für die Saudis sein müsse, Agenten einzuschleusen.
    Neumann meint, dass Trump einfach nur mit seinem Wissen angeben wollte. Doch die Aktion zeige, dass sich Donald Trump seiner Rolle als mächtigster Mann der Welt, der über Krieg und Frieden entscheidet, nach wie vor nicht bewusst sei.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/trump-leaks-trump-ist-naiv-15018481.html

  5. Habe den Eindruck, die Antitrump Kampagne ist überdreht, man stellt Trump als kindischen Idioten dar oder dämonisiert ihn, und übersieht dann Wesentliches, Gefährlicheres. Mir wurde in den 60igern von einigen Lehrern der Gröfaz als inkompetenter verrückter Teppichfresser vorgestellt, dabei war aber das Regime einige Jahre „erschreckend erfolgreich“:
    „Baecker: Armin Nolzen konnte von der Partei-Kanzlei der NSDAP unter Martin Bormann zeigen, dass hier Entscheidungen nicht-hierarchisch, dezentral, chaotisch-kompetent, lose gekoppelt, lernfähig, beschleunigbar und innovationsfähig getroffen wurden. Das kam mir mit Blick auf die Managementphilosophien der letzten Jahrzehnte bekannt vor. Und in der Tat, wenn die drei Hauptregeln nationalsozialistischer Organisationen lauteten, immer der Bewegung, mindestens aber der Partei zu gehorchen, möglichst nichts zu juridifizieren (Hitler war bekannt für seine Ablehnung von Juristen und seine Verweigerung von Verfassungen) und immer dem Führerwillen zu entsprechen, bevor dieser auch nur ausgesprochen ist, landet man in den assoziativen Organisationen, die Erich Gutenberg als Ausnahmefall kannte und die ziemlich genau dem Führungsstil entsprechen, den Charles Handy als „postheroisch“ beschrieben hat…“
    https://www.zu-daily.de/daily/tiefenbohrung/2013/Vom-unausgesprochenen-Fuehrerwillen.php

  6. Das finde ich – abgesehen davon, dass ich Trump nicht mit Hitler vergleichen würde, mit Stalin ja! – einen wichtigen und guten Hinweis. Allerdings verstößt er gegen das unausgesprochene nachkriegsdeutsche Gebot, den Nationalsozialismus keineswegs historisierend oder hermeneutisch zu betrachten (wie es z.B. Nolte tat). Dabei wäre kontingenztheoretisch oder systemdynamisch einiges dazu zu sagen, was über kausal-lineare Erklärungen hinausweist.

  7. @ 12: Das FÜHRERprinzip wurde als postHEROisch beschrieben…
    Abendland = postabendländisch
    Bürokratie = postbürokratisch
    Dialektik = postdialektisch
    Eliten = postelitär
    Frauen = postfeminin
    Geld = postmonetär
    Gott = postgöttlich
    Kühe, Schweine, Hühner = postcarnisch
    Männer = postmaskulin
    Post = postpostisch
    Romane = postliterarisch
    Systemtheorie = postsystemisch
    Welt = postweltlich
    Zustand = postzuständig

  8. @ 13: [Trump] „verstößt (…) gegen das unausgesprochene nachkriegsdeutsche Gebot, den Nationalsozialismus keineswegs historisierend oder hermeneutisch zu betrachten“ [?]

  9. @13 bis: Was haltet Ihr von Mussolini und nicht Hitler oder Stalin?
    LG – Gitta

  10. @18 perfekt 😀

    @14 ein wenig verstehe ich die Liste noch nicht, aber „postliterarisch“ erscheint mir doch so einiges heute 😉

  11. @ 19: „@14 ein wenig verstehe ich die Liste noch nicht, aber „postliterarisch“ erscheint mir doch so einiges heute 😉“
    Anything goes (vgl. Trump): postfaktische Fakten eines postpubertären Pubertierenden im posttraumatischen Trauma schlagen postwendend auf diesen zurück…

  12. „Putin sagte über die Kontroverse in Amerika, dort entwickele sich eine „politische Schizophrenie“. (…) Er könne Lawrow eine „Rüge“ aussprechen, weil der wiederum die angeblichen Informationen nicht an ihn und die russischen Geheimdienste weitergegeben habe. Lawrow habe „diese Geheimnisse nicht mit uns geteilt – weder mit mir noch mit den Vertretern der russischen Geheimdienste. Das ist sehr böse von ihm“, sagte Putin auf der Pressekonferenz unter dem Gekicher von Anwesenden.“ http://www.faz.net/aktuell/politik/geheimdienstinformationen-putin-bietet-mitschrift-des-gespraechs-trump-lawrow-an-15020220.html

  13. @ 23: Zirkulär wie die Zirkuspferde jonglieren wir mit Begriffen, Begriffshülsen und täuschend echt aussehenden Nachbildungen von Begriffshülsen wie ein postdemokratischer Präsident mit News, Fake-News und Geheim-News, dem alles erlaubt zu sein scheint, was mir als Blogger mit abgrundtiefer Verachtung verwehrt ist.

  14. fragt sich nur, wer jetzt besser flußaufwärts laichen kann ..
    ich baue mal auf das next gelegene Skand-
    tälchen
    im
    👙
    # Toll 😊

  15. @25: Ich finde, die Mitteilung von Verachtung hat eine wichtige politische Funktion!

  16. Funktioniert jedoch nicht bei Dickköpfen wie Trump, sondern stachelt solche Typen weiter auf – nach meiner Erfahrung.

  17. Nach Trumps Ende gibt es keinen Grund zur Schadenfreude. Dann tritt der republikanische Plan B in Kraft: Mike Pence, der ultrakonservative und ultrareligiöse evangelikale Christ, der als Gouverneur von Indiana mit menschenverachtenden Methoden gegen Drogensüchtige, Homosexuelle und schwangere Mädchen vorgegangen ist, weil sie nicht in sein heiles Weltbild passten.
    Im Vergleich zu Trump, der (bildlich) einem Hundehaufen auf einem Ventilator gleichkommt, ähnelt Pence (metaphorisch) einem Hundehaufen in der Tupperdose.

  18. da bleibt offenbar nichts anderes übrig, als die Büchse der Pandora, alias Tupperdose,
    etwas zu lüften, wahlweise auch zu liften, um zu erfahren, ob noch Hoffnung besteht.
    Vielleicht sollte man dem Fettnäpfchen-Meister mit etwas leicht erregbaren und überschüssigem Temperament doch mal raten, vor dem Lupfen des Deckels zuerst den Ventilator abschalten.
    damit ihm das nicht gleich wieder passiert:
    „dass er – „ein Kind im Oval Office“ – bei einem Treffen mit dem russischen Außenmister und Botschafter streng geheime Informationen ausgeplappert hat (so ähnlich wird es in der Presse beschrieben), dürfte ein erstes Zeichen dafür sein, dass die Geheimdienste jetzt aktiv(er) werden, um ihr Territorium zu beschützen.“

    Man weiß ja, zu was Scheiße in der Lampenschale führt,
    und ähnliches gilt auch via Ventilator als Dispersion auf die Scheinwerfer verteilt.

    Naja, Rampensäue im Rampenlicht haben es einfach nicht so ganz einfach.
    Vielleicht sollte man das erst einmal neidlos anerkennen. Zumindest spielt seine Rolle
    als etwas deplatziertes „enfant terrible“ so schlecht garnicht, wenn er nur notdürftig in Tupperdosen zurückgehaltene streng geheime, aber dennoch offene Geheimnisse ausplaudert.
    Wie das halt so ist mit der Notdurft…
    Was raus muß, muß raus. Irgendwann.
    🙂

  19. und sofern es sich (@ 0)
    darum drehen sollte, offenzulegen, was wirklich unheimlich ist,
    andererseits aber auch die Packenden offenlegt für einen ganz
    anderen Umgang mit dem Thema

    Dieser exzellente Film,
    http://nationalbirdfilm.com/
    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=66666

    und der gestern abend in Anwesenheit der Regisseurin in KL (wegen Ramstein)
    aber gleichzeitig auch bundesweit gestartet ist,
    legt den Finger exakt in Wunde.

    Und das wird vermutlich auch das Packende sein, worüber -vielleicht noch nicht einmal Trump-, aber doch der noch aus den vorhergehenden Präsidentschaften
    der -keineswegs verdeckt agierende -, sondern finanzpolitisch gesteuerte
    miltärisch-industrielle Komplex langfristig auch zu fallen droht.
    https://www.youtube.com/watch?v=8pwD4J35-i8

    Und dies nicht nur -unter der Decke gehalten evidence based and peer group reviewed, sondern -leider durchgängig – entsetzlich banal.

  20. Er sitzt ja angeblich auch im Bademantel dort herum. Wenn ich mir das so vorstelle. Dann blättert er die Magazine durch, schaut, ob er sich irgendwo findet, twittert, während er sich zwischen die Zehen greift, ein paar Sätzchen „Ich kann sagen, was ich will. Ich kann mir auch zwischen die Zehen greifen, wann ich will. Das ist mein absolutes Recht.“ Dann steht er auf. Geht etwas auf und ab. Setzt sich wieder. Fragt einen Berater, worum es eigentlich gerade geht. Steht wieder auf. Versteht nicht, was da eigentlich passiert. Setzt sich wieder. Greift sich wieder zwischen die Zehen. Brüllt „Scheiße“, als er die Reaktionen auf seinen tweet liest. Es folgt der obligate Griff zwischen die …. . Er würde ja im Bademantel bleiben, wegen Melania. Wie ihn das alles stresst. Er wollte doch nur ein paar Millionen in Werbung „für sich“ („für die Sache an sich“) investieren. Man gönnt sich ja sonst nichts. Dann ist das komplett aus dem Ruder gelaufen. Das ist alles nur ein Betriebsunfall. Ein Selbstläufer. Ein SichselberzwischendieZehengreifer.

  21. @ 32: Plötzlich poppt seine Life-Balance-App auf mit folgendem Hinweis: „Du hast dir gerade zwischen die Zehen gegriffen. User, die sich zwischen die Zehen greifen, kratzen sich auch am Arsch und am Sack. Wir raten dir, sofort deine Pfoten zu waschen – bevor Melania kommt und du ihr an die Mxxxxx* greifst!“
    *Aus Tugendschutzgründen zensiert.

  22. Herr S., nachdem Sie Ihrem Versprechen gemäß erst mal weg waren, dann aber – wie eigentlich voraussehbar – doch wieder auftauchten, lasen sich Ihre Beiträge erst einmal ganz passabel.
    Jetzt aber scheinen Sie rasant wieder an das gewohnte Tiefstniveau anschließen zu wollen.
    Hört das denn nie auf??
    quos usque tandem…?

  23. Missbrauche ich Ihre Geduld? Mit Tiefstniveau? Gilt hier nicht die systemische Floskel: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus, um auf Höchstniveau zu reden: Quid agatur in silvam ad illud respondet.
    Doch ich lasse heute mal Zehen gerade sein und lege mich nicht mit einem geduldlosen Geistes-Goliath an.

  24. Als Dank für die Geduld, die Sie für mich aufgebracht haben, warte ich geduldig auf einen Kommentar Ihrer Gleichgesinnten, Frau Backes, in dem sie deutlich macht, dass ich hier nicht länger geduldet werde. Dann werden alle Geduld- und Humorlosen von dieser Geduldsprobe, die ich für sie darzustellen scheine, erlöst. Geduld zahlt sich eben aus – beziehungsweise Ungeduld.

  25. Ich beobachte bei Ihnen einen gewissen Hang zur Nachahmung – aber Mimikry, nicht Mimesis. Und das finde ich einfach schade – für Sie und für die community hier.

  26. Was für eine blödsinnige Diskussion. Ich bin zwar einiges gewohnt hier, aber so ganz kann ich der Selektion der Beiträge nicht folgen.
    Muß hier eigentlich jeder Dreck aus der Tupperdose gepostet werden? Nur um auch noch die allerletzten Ventilatoren irgendwo in den Pampas zu erreichen? Reicht es nicht, wenn Amazon das schon im Selbstverlag bis vor die Haustür liefert, incl. der Pampers, derer es bedarf, diesen gesamte geistigen Dünnschiss zu lesen?
    Bin ja mittlerweile ohnehin mehr fürs streamen.
    Hab gestern ein paar Links zu Filmen gepostet, die nun wirklch keine linken Dinge enthielten, sondern absolut glaubhaft und plausibel erschienen, aber gerade die werden nicht freigeschaltet.
    Und diese Form von Zensur finde ich zum 🤢, genauer gesagt, zum Übergeben.
    ( nicht nur mich)
    Stets Ihre Ergebenste und auch weiterhin Treueste
    Maschinenverwertungslogik 🤓

  27. sorry, die Trennschärfe fehlte mal wieder,
    mußte @41 natürlich heißen:
    die …… log i(!) stik.

    Sonst kennt sich ja mal wieder keine Sau aus, wer jetzt der/die/das Verfasser sind/waren.

  28. @ 38: Danke für Ihre Beobachtungsgabe und Originalität.
    Wer bestimmt eigentlich die Zugehörigkeitsbedingungen zu dieser „community“?
    Ritter fraFri als Hüter des Heiligen Grals?

  29. @ 42 community? das ist doch ganz einfach, das sind alle die, die hier mehr als ein oder zweimal posten, also auch Sie.

  30. @ 42: Ich habe mal nachgezählt und kam sogar auf drei…
    @ 38: Mimikry-Künstler sollten Sie nicht unterschätzen. Immerhin macht sein Schwanz ein Drittel der Gesamtgröße des kleinsten Chamäleons der Welt aus: Körperlänge 16 mm ohne, 24 mm mit Schwanz. Daher sein ewig hängendes Tiefstniveau…

  31. @ 44: Zu blöd zu allem – nicht @ 42, sondern @ 43.
    Frage an Höchstniveauler: Stummelschwanzchamäleon = Brookesia micra (Brookesiinae). Warum eigentlich „Stummelschwanz“? Aus purem Neid.

  32. Uschi schweigt besser vornehm. Aber sie hat nur eine harmlose Sequenz aus dem Leben Donald T.s erzählt. Mit der Konfabulation rundherum hat sie nichts zu tun.

  33. Michaels Ende

    Ob der Michel heute still
    Wohl bei Tische sitzen will?“
    Also sprach in ernstem Ton
    Der Frafri zu seinem Sohn,
    Und die Backes blickte stumm
    Auf dem ganzen Tisch herum.
    Doch der Michel hörte nicht,
    Was zu ihm der Frafri spricht.
    Er gaukelt
    Und schaukelt,
    Er trappelt
    Und zappelt
    Auf dem Stuhle hin und her.
    „Michel , das missfällt mir sehr!“

    Seht, ihr lieben Kinder, seht,
    Wie’s dem Michel weiter geht!
    Oben steht es auf dem Bild.
    Seht! Er schaukelt gar zu wild,
    Bis der Stuhl nach hinten fällt;
    Da ist nichts mehr, was ihn hält;
    Nach dem Tischtuch greift er, schreit.
    Doch was hilft’s? Zu gleicher Zeit
    Fallen Teller, Flasch’ und Brot,
    Frafri ist in großer Not,
    Und die Backes blicket stumm
    Auf dem ganzen Tisch herum.

    Nun ist Michel ganz versteckt,
    Und der Tisch ist abgedeckt.
    Was der Frafri essen wollt’,
    Unten auf der Erde rollt;
    Suppe, Brot und alle Bissen,
    Alles ist herabgerissen;
    Suppenschüssel ist entzwei,
    Und die Eltern stehn dabei.
    Beide sind gar zornig sehr,
    Haben nichts zu essen mehr.

  34. @allmächt…, und Pods Blitz,
    Jesses, Maria un Joseph, i glaab
    grad i bin do im falschen Film ..

    Dabei hab i mir denkt,
    i käm un wär hier auf de Auer – Duld.
    Jetzerd machen die glei en Tatort draus.

    un dös noch net amo in em feinen Burgunder Glasl,
    nee, nee diese familiären Bandeln schaun mer nach Unterfranken aus,
    die über Niederbayerm nach Oberösterreich wollen.

    Solln sie zamraufe, die Zwockel,
    mit ehrm Einheitsgstell..
    no net amo e gscheits Model känns Schicke
    zm Danze…
    dabei sitzn’s grad awegs ann der Quelle.

    Patent!
    MaGent .. a we schee,
    un laafe duuds a scho, des Madl
    wenn a nur kurz und wackelig
    im Umgang middem Kompass
    http://kundencenter-kompass.telekom-dienste.de/

    Nix middem Feuer, Appassionata,
    nix mid roll over Beethoven,
    nur so lächerlich rollendes RR
    fer Grünschnäbel, die noch net trocken hinter den
    Ohren sind.

    Sea U buy BECKs
    am RATh.us Egg .

    :-()

  35. Es sind die Idioten, die sich für weise und Andere für Idioten halten.
    Der Genuss diesen Irrtums ist nur für kurze Zeit möglich.
    Die Weisen, wissen um ihre eigene Idiotie und die Idiotie anderer.
    Der Genuss diesen Wissens ist Lebenskunst.

    Wünsche ein schönes, heiteres Wochen-ENDE

  36. @48 *lacht* „nee diese familiären Bandeln“ – Ich wollte ja schreiben: „(snip: Oberlehrer an) Selbst hier kann Mensch nicht anders, als sich gegenseitig in Gesellschaft zu regulieren (snip: Oberlehrer aus)“, aber Deins ist auf jeden Fall besser, liebe DeaXmac.
    @47 Lieber Michel: Einfach atmen und atmen lassen, man muss ja nicht mit jedem spielen.

  37. @49 Guten Halbmittag, lieber Siggi, was ist jemand, der sich für einen Idioten hält, andere aber nicht?

  38. Hi Michael,
    lass bloß de Kopp net hänge,
    weje denne Hannoveraner Ferz, gell.

    ei wann de eefach emmo rüwwer kumme detsch,
    dann kennt ich der aa zeige, wo de Bartel de Moscht herholt.
    Des is awwer vum Feinschte, was es so gewe duut.
    An kurzem Prozeß gemacht,
    Eefach Patsch & works,
    un Fettich is die Laube.
    .. laaft wie e Eens,
    ohne die ganze LMAA-Löcher..
    Kee Vollposchte, nix.
    Nur wunnerscheen Lichtunge,
    fer Lesunge in de freie Natur
    .. we unser Herrgott se halt schaffe losse dut.
    Bärenstarke, on … Trucks.

  39. PS: mein KOMMENTAR
    @32 und @33 wartet immer noch auf Freischaltung.
    vermutlich weil die Links zu sehr auf
    Ami, go home justiziarisiert sind
    anstatt auf Labelle de Jour,
    Mme Bovary, ma belle ami.

    Naja, die @vokaten halt..

  40. @ 50:
    Gitta
    Meine Helferin in der Not
    Meine Gigantin des Geistes
    Mein Herz aus Gold
    Mein Fixstern in der Dunkelheit

  41. @51 Hallo Gitta,

    „Was ist jemand, der sich für einen Idioten hält, andere aber nicht?“

    Ein Komplementär zu Ersteren:
    Idioten, die sich für idiotisch und Andere für weise halten, vergessen ihr Wissen wie genießen geht.

  42. @59 bei solch großen Komplimenten kommt ja irgendwann mein Ego nicht mehr durch die Tür, lieber Michael 🙂

    @60 „Idioten, die sich für idiotisch und Andere für weise halten, vergessen ihr Wissen wie genießen geht.“ – das gefällt mir ganz außerordentlich. Danke. Und vielen Dank für die Grafik, Siggi!

  43. PS: A propos Idiotie. Wem danach ist, mag sich doch bitte die o.g. Filme (@33 und @34)
    „National bird“ ist ein hochsensibler Film darüber, was Cyberwar, ein über Drohnen geführter Krieg, nicht nur bei den Opfern, sondern vor allem auch mit den -indirekt zur Tätergruppe -gehörenden SoldatInnen macht an posttraumatischen Belastungsstörungen, als Sekundärtraumatisierung.
    Dieser Film wäre auch als Lehrfilm für das bevorstehende Symposium „Was der Fall ist“ geeignet.
    Unglaublich und
    ganz ganz tief berührend.

    Die Distanz und die Dissoziation bewirken offenbar, Hemmschwellen viel leichter fallen zu lassen,
    Was man ja durchaus an der Zunahme von „hate speech“ , Mobbing und Stalking im Internet bemerkt.
    Und diese Verrohung muß ein Ende haben, unter Einführung
    (Re-Entry) gepflegter Konversations-und Umgangsformen.

    Erhoffe ich mir, wenigstens

  44. Tom Wolfe im Interview
    „..Gute Politiker müssen gute Entscheidungen fällen können, so einfach ist das, denn daran werden sie gemessen. Mit Intellekt hat das oftmals weniger zu tun als mit Bauchgefühl und Weitsicht. Viele meiner Freunde sagten mir am Abend nach der Präsidentschaftswahl, mit Amerika sei es nun vorbei, aber ich bin dafür, Trump eine Chance zu geben, so wie man Obama damals eine Chance gab. Ich weiss nicht, ob ihr Europäer das versteht, aber der Wille, alle vier Jahre alles hinzuschmeissen und neu zu beginnen, liegt in der amerikanischen DNA. Es ist ein Erbe unserer Entstehungsgeschichte. Es gibt keinen Grund für die Hysterie. Wenn ich allerdings in die Zeitungen blicke, wird mir schlecht…“
    https://www.dasmagazin.ch/2017/05/19/wir-schaemen-uns-fuer-unsere-dummheit/

  45. @ 65: Danke für den Link.

    Obgleich die Dandy-Allüren von Tom Wolfe vermutlich Vielen nicht sonderlich sympathisch sein dürften, vor allem dann, wenn er Noam Chomsky, den -in der Tat- „Säulenheiligen“ der eher linken Intellektuellen kritisiert, so trifft er m.E. damit den Nagel auf den Kopf.

    „Haben Sie Trump je getroffen?

    Nein. Trump lebte zwar sein ganzes Leben in New York, gehörte aber nirgends dazu, nicht zu den Bankern, den Intellektuellen, auch nicht zu den Celebrities. Vielleicht zeichnet ihn das auch aus: Er ist unabhängig, aber auch ein wenig einsam, so wirkt er jedenfalls auf mich. Ich würde ihn das gern fragen: Herr Präsident, Mr. Trump, sind Sie ein einsamer Mensch? Trump war sein Leben lang Immobilienspekulant, das darf man nicht vergessen. Ich habe über solche Typen ein Buch geschrieben («Ein ganzer Kerl», Anm. d. Red.) und viel Zeit mit ihnen verbracht. Sie haben eine ganz spezifische Mentalität, die sie von Chefs grosser Unternehmen wie IBM unterscheidet.

    Nämlich?

    Jeder Tag ist ein Spiel, es ist wie ein Rausch: draufloshauen und dann geschickt die Scherben einsammeln. Man erkennt den Immobilientycoon in Trump an der Art, wie er sein Einreiseverbot kommunizierte: mit der Abrissbirne und durchaus dilettantisch. Da sassen dann Tausende von Menschen auf der ganzen Welt in Flughäfen fest, nur weil Trump nicht warten wollte. Dazu kommt bei Trump eine unglaubliche Portion Eitelkeit. Im Gegensatz zu anderen prahlt er mit seinem Geld und seinen Erfolgen und würde nie etwas Schlechtes über sich sagen. Das ist beinahe kindlich, hat aber auch etwas Charmantes, weil es so ehrlich ist.

    Sie halten Trump für charmant?

    Trump hat etwas Entwaffnendes.

    Mit dieser Meinung sind Sie unter Amerikas Autoren in der Minderheit.

    Er ist jedenfalls nicht so verklemmt wie die Linken. „

  46. @ 65 + 66
    … es ist in der Tat die Ehrlichkeit, die entwaffnet.

    und hier kommt dann auch der Unterschied zwischen „kindlich“ und „kindisch“ zum Tragen ( diesen wesentlichen Unterschied erwähnt im übrigen auch GSB in einer seiner Fußnoten).

    Die anderen wesentlichen Unterschiede finden sich in der (fehlenden) Scham und
    der „elaborierten“ Verklemmtheit.

    Alles halt etwas überschüssig barock …
    is halt alles ein bißchen wie
    „auf Schalke“

    und diese Form von „Irrlicht und Feuer“ mögen nicht Alle,
    die ein bißchen etepetete sind

    https://www.youtube.com/watch?v=xD07fVUXBrk

    That’s it …
    hat halt seinen eigenen Brieftauben-Charme
    … ebend.
    😉

  47. Die relative Ruhe bei den Republikanern deutet auf einen freiwilligen Rückzug Trumps rechtzeitig vor den Kongresswahlen am 6.11.2018 hin, bevor es für ihn zu brenzlig wird und er rausgeworfen wird (Modell Nixon).
    Trump hat seine entscheidenden Ziele erreicht: sich an Obama für die öffentliche Demütigung zu rächen, indem er möglichst viel von dessen Arbeit zerstört, und seine „Marke“ in der Geschäftswelt – einschließlich seiner Familie – noch wertvoller zu machen (Saudis spenden 100 Millionen Dollar an Ivanka Trumps Hilfsfonds).

  48. Eines ist sicher: Trump’s Ende kommt so oder so (wie auch das Ende eines jeden anderen).

    Die interessante Frage ist eine andere: „Wie wird Trump enden und wen nimmt er dahin mit?“

    Welcher Hand, wird also Trump, auf dem Weg zu seiner eigenen totalen Ohnmacht, noch seinen Stempel aufdrücken und welche Hand wird sich ihm auf diesem Weg dorthin verweigern?

    Ein Bild ganz ohne Worte:
    https://giphy.com/gifs/ONR3IaukkLIze

  49. „Die kleinen Leute hat Gott erschaffen, und die großen Bengel wachsen im Wald.“

    Läuft gerade auf ARTE: „Trump, mein neuer Präsident“

    Doku über fünf Menschen durch die ersten 100 Trump-Tage als Präsident.
    Handwerker, Polizisten, Sozialarbeiter, Hausfrauen und Angehörige von Minderheiten teilen ihre Sicht über Trumps Entscheidungen und Ansprachen. Trumps Worte und Taten und ihre Wirkungen auf das Leben „kleiner Leute“

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