Zum Kotzen

Es gibt ja viel zu viele Leute, die heute auf der politischen Bühne eine Rolle spielen, über die ich hier eigentlich gar nicht schreiben will. Aus systemtheoretischer und psychologischer Sicht sind sie nicht besonders interessant; das Phänomen, dass sie gewählt werden und sich irgendwelche Menschen von ihnen eine bessere Zukunft erhoffen, finde ich auch theoretisch nicht sonderlich herausfordernd.

Ich persönlich neige dazu, diese Personen, die man üblicherweise „Populisten“ nennt, nur einfach zu verachten, zutiefst zu verachten, um genau zu sein. Ich finde Leute wie Trump, Erdogan, Orban, Kaczinsky, Gauland, Petry, Farage, Boris Johnson, LePen, die neue Spitzenkandidatin der AfD, deren Namen ich mir aus Gründen meiner persönlichen Neurose nicht merken kann, Höcke usw., usf., und alle die AfD-, NPD- usw. -Pappnasen, wie immer sie auch heißen mögen, schlicht und einfach zum Kotzen…

Mag ja sein, dass mir in Zukunft hier die Themen fehlen werden, wenn ich über all die Popolisten (feinere Umschreibung für die vulgärere Formulierung: Leute, die einem am Arsch vorbei gehen sollten) nicht mehr schreiben werde. Aber ich finde, was ich über diese unanständigen und ekelhaften Typen zu sagen habe, sagen ja schon genügend andere Leute, und die schreiben auch darüber … muss ich nicht auch noch.

Also in Zukunft: nur noch Beschreibungen von Verlagsfesten, Silberhochzeitzen, Verkehrsunfällen und anderen Alltäglichkeiten, die nichts mit dem erbarmungswürdigen geistigen Zustand der Weltwahlbevölkerung zu tun haben…

42 Gedanken zu “Zum Kotzen

  1. Bin ich dabei… Ich habe Schnauze auch voll. Gleichwohl wird es auch immer Missionare geben, die aber auch jede Silberhochzeit für ihr übersteigendes Sendungsbewusstsein trollen werden.

  2. „Aber ich finde, was ich über diese unanständigen und ekelhaften Typen zu sagen habe, sagen ja schon genügend andere Leute, und die schreiben auch darüber … muss ich nicht auch noch.“

    Bitte überdenke das nochmal gründlich. Mitnichten ersetzt das, was andere Leute über Popolisten (kannte ich vorher nicht, wird aber direkt in meinen aktiven Wortschatz übernommen) schreiben, DEINE Äußerungen. Du gilst in meinen Kreisen (die Du gar nicht kennst) als moralische Instanz, was „Fritz“ sagt, hat dort Gewicht! Und soooviel Kluges, Geistreiches, Originelles und vor allem anderen Verständliches kommt leider gar nicht von vielen anderen (im Moment höchstens von Thomas Fischer, der in den Kommentarspalten von Zeit online zur Höchstform aufläuft).

    Deine oftmals systemtheoretisch unterlegten Erklärungen zu Phänomenen, die in Zusammenhang mit AfD & Co. KG beobachtet werden können, sind hoch interessant und helfen mir, besser zu verstehen und klarer zu sehen. Ausserdem möchte ich auch weiterhin Deinen feinsinnigen Humor über die Gauleiter dieser Welt plagiieren können (was ja voraussetzt, dass Du bei denen am Ball bleibst).

    Egoistischst,
    ein treuer Fan

  3. @ 0 + 2 = FBS
    Warum die Augen verschließen vor der Wirklichkeit? Der Popolismus grassiert nicht bloß unter Arschlöchern. Wenn der SPD-Bundeskanzlerkandidat Martin Schulz seinem Genossen Sigmar Gabriel in die Außenministerparade fährt und im „Duell“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Augen von Millionen Menschen aus naheliegenden Gründen den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und „klare Kante“ bzw. eine klare Sprache gegenüber dem türkischen Diktator Recep Tayyip Erdoğan fordert, dann halte ich das für populistische und undiplomatische Kraftmeierei, auch wenn ich keineswegs die mörderischen Machenschaften dieses Neofaschisten gutheiße.
    Wer Populisten und Neofaschisten ignoriert, riskiert deren Sieg.

  4. Manchmal kotzt jeder. Wie beruhigend. Noch nie habe ich Dich hier speiben sehen. Immer die theoretische Ruhe in Person. Da muss noch was anderes passiert sein? Hattest Du einen Wasserrohrbruch? Sind Deine Bücher überflutet? Wenn der Blog hier steht, dann … macht mir das Angst!!!!

  5. @ 6 keine Angst, Andrea.

    Wenn sich „die systemische Ruhe in Person“ einmal so dezidiert persönlich werdend auskotzt bei all dem unsäglichen Mist den er sich über Jahre nicht nur hat ansehen und anhören müssen, sondern vielleicht auch in diesen unsäglich dämlichen Herrschaften so manche Sprüche an
    irgendwelchen ehemals supervidierten Kumpanen wieder erkennt, die sich mittlerweile als Pappkameraden-Einflüsterer verdingen bzw ihr Leben vielleicht dauerhaft -chronisch sekundärtraumatisiert und hundsmiserabel bezahlt mit derart armseligen Gestalten fristen müssen, dann kann einem schon kotzübel werden.

    Und da sich diese völlig versyphte Logorhoe in Wahlkampfzeiten in epidemischer Verbreitung immer wieder selbst reinfiziert, sodaß man sich am allerbesten dem totalen Medienentzug widmen möchte, was aber auch nicht so ganz geht, wenn man zumindest die News – Ticker mitkriegen will .
    tja dann?

  6. Wenn diese Stimme wegfällt – und noch einige andere … es macht mir Angst. Doch!
    Wo soll das hinführen? Und dieser Blog ist ein wertvolles Experiment, gerade was Popos angeht. Die einen sind drinnen, die anderen draußen. Und jetzt?

  7. @7: Ach, Andrea.
    … nochmals, keine Sorge!
    Es gibt schon genügend Haken, woran man die Waschlappen für die Popos aufhängen kann.
    Kennst Du das noch nicht aus Deinen klinischen Erfahrungen, vor allem im Umgang mit
    VIPs an Privatpatienten, die zum einen 24/7, sprich ununterbrochenen und ununterbrechbaren Aufmerksamkeit bedürfen, weil alles gleich wichtig und dringlich ist. Zum anderen aber, die allerhöchsten Ansprüche und peinlichste Genauigkeit an Pflege und ein gepflegtes Ambiente im mind. 5 Sterne- Niveau beanspruchen, mit dem entsprechenden Abo an Catering-Service zum ihrem Lieblings-Gourmetlokal, das auch morgens um 1/2 vier Salzburger Nockerln zu liefern versteht.

    Kurzum, wenn da die Haken nicht sitzen und auch ordentlich beschriftet sind, in ihrer Suite im Bad, dann ist aber der Teufel los. Dann steht sofort der Familienanwalt auf der Matte und verlangt Regress. Aber nach US-amerikanischem Recht und nicht nach dem popeligen europäischen oder deutschen Recht.

    Also, solltest Du mal in Verlegenheit kommen, während Deiner Demenzstudien einer der VIP – Person selbst, oder irgendwem seiner Angehörigen in einem kurzen Rundgang erläutern zu müssen, daß alles rundum in bester Ordnung ist, incl. der mit A und G ausgezeichneten Waschlappen-Haken, dann weißt Du unmittelbar, woran Du bist, sofern Du den Betreffenden ganz tief ins Antlitz blickst …
    Auf die Popos kann man dann anschließend verzichten, in der Studie.
    Sie fallen unten Tisch und dienen ohnehin nur
    der irrelephanten Vergleichsgruppe, im Random …
    wie die zwei von der Animal Farm, die sich im Vergleich für unverzichtbar gleicher halten,
    aber für die sich ohnehin keine Sau interessiert. 🙂

  8. @ 0: Sie treffen im Großen und Ganzen auf meine Zustimmung, Herr Simon.

    Nicht in allem, wohlgemerkt, denn das hier

    „Ich persönlich neige dazu, diese Personen, die man üblicherweise „Populisten“ nennt, nur einfach zu verachten, zutiefst zu verachten, um genau zu sein.“

    -mit explizit formulierter Verachtung – wäre mir auf Dauer viel zu aufwendig. Emotional wie auch energetisch.
    Das könnte ich im übrigen auch gar nicht.
    Zum einen kann ich mir schon endlos lange keine Namen merken. Das ging mir schon im Studium und später in der Klinik so, ohne Akte vor der Nase.

    Das damals in Würzburg übliche „Grüß Gott“ hat mir in Würzburg damals sehr geholfen, diese unsäglich peinliche Macke zu verschleiern. Man gilt dann gleich als arrogant und desinteressiert. Dabei hat man die betreffende Person und ihre komplex verworrene Geschichte – wenn es sich nicht gerade um irgendwelche Banalitäten handelte, die sich von selbst wieder einrenkten, ganz klar vor Augen und im Kopf. Hier kann ich aber nur von mir sprechen. In lebhafter Erinnerung bleiben mir Stichworte die Geschichte, die mich irgendwo tief berührt und beeindruckt haben. Und die sind völlig unterschiedlich. Und nicht wenige betreffen den Kontext, in dem wider Erwarten aus einem Gespräch heraus eine Antwort heraus erfolgt, wo ich unmittelbar weiß. JA, jetzt habe ich verstanden, welche einzigartige Haltung hinter der kommunikativen Fassade steckt. Respekt vor dieser Einstellung, in einer so leidvollen Situation. Wie hält ein Mensch so etwas nur aus.

    Es gab/gibt auch andere, die aber eher Verletzungen betrafen aus
    Vertrauensbrüchen. Für tiefe Verletzungen reicht bisweilen, ein Wort, ein Blick, eine kurze Handlungssequenz. Und das war’s dann, irreparabel, sofern darauf in einem angemessenen Zeitraum keine Korrektur und Entschuldigung erfolgt.
    Aber was das geschenkte Vertrauen angeht, das – vor allem als blindes Vertrauen so rasch zerstört werden kann, dazu ist nur zu sagen, wie es Goethe auf den Punkt gebracht hat.
    „Man wird nicht betrogen, man betrügt sich selbst“ .

    Vor allem betrügt man sich – auf lange Sicht gesehen selbst- , wenn man vom ursprünglichen Vertrauen zur Verachtung, die in meinen Augen nur eine vorübergehende Hilfskonstruktion auf dem Weg, sich mit Vertrauensbrüchen abzufinden, insofern auch zur Selbstheilung ist.

    Nein, der Begriff „Verachtung“ in Zusammenhang mit diesen dämlichen Herrschaften, die sich und ihre Botschaften für unentbehrlich und unsagbar wichtig halten, ist mir viel zu stark. Was nicht bedeutet, daß ich die Stereotypie ihres archetypisch anmutenden Verhaltens nicht binnen kürzester Zeit zu erkennen in der Lage wäre. Bei intellektuellem Quark mit Soße, bei pompöser Verschleierung und sofern es sich darum dreht, die innere Logik zu erfassen, kann es schon auch einmal länger dauern, zu erfahren wie jemand wirklich tickt und was jemand vorhat. Bisweilen auch unter gezielten Provokationstests.

    Aber das nur nebenbei.
    Es haben schließlich alle so ihre eigenen Herangehensweisen, die man weder vermitteln noch empfehlend weitergeben kann. Man kann dies nur erklärend beschreiben.

    Zurück zu den @ 0 zu verachtenden Personen . Ich kenne diese dämlichen Herrschaften nicht. Ihre Präsentationen im öffentlichen Raum und ihr Geschwafel als austauschbare Nummern geht mir insofern auch völlig am A. vorbei.
    Das Einzige, was mich schon zu einer Beobachtung ihres Verhaltens veranlaßt, ist ihr Umgang mit Kritik, insbesondere dann, wenn sie über ihre eigenen Paradoxien stolpern und sich in aller Öffentlichkeit zum Fremdschämen blamieren.
    Das schaue ich mir schon gelegentlich näher an.

    Zum einen zum Amüsement
    (ich gestehe, Schadenfreude hat in meinen Augen – wie auch Entlastungslästern – eine gewiß nicht politisch-korrekte, so doch aber äußerst entspannende Funktion)
    zum anderen aber auch, um gewisse strategische Ansatzpunkte daraus abzuleiten.
    Es ist einfach gut zu wissen, wie man im Zweifel jemanden zur Weißglut bringen kann, daß er/sie das Feld verläßt. Wie diese unsäglich kindische, pseudointellektuelle Frau Weidel zum Beispiel, deren Namen ich mir komischerweise gemerkt habe.

    Kurzum, zurück zu @0

    Das hier, Herr Simon, empfinde ich als den entscheidenden Satz, den ich auch voll und ganz unterschreiben kann.

    “ Aber ich finde, was ich über diese unanständigen und ekelhaften Typen zu sagen habe, sagen ja schon genügend andere Leute, und die schreiben auch darüber … muss ich nicht auch noch.“

    Na, denn man los …
    🙂

  9. @8: Ich kenne diese Leute auch nicht, und insofern beruht meine Verachtung allein auf der Beobachtung ihres Verhaltens. Das ist es, was ich verachte.
    Und vielleicht ist es ja unangemessen, die Bewertung eines Verhaltens auf den Akteur zu übertragen.

  10. Ich habe wenn ich mich recht erinnere mich seit zweieinhalb Jahren immer wieder mal zu Wort gemeldet in diesem Kontext.
    Der erste Anlass war der Mord an einem eritreischen (somalischen?) Asylanten vor über zwei Jahren. Da hast Du Fritz, sofort gemunkelt, dass das Ausdruck einer fremdenfeindlichen Gesinnung sei. Es stellte sich dann aber heraus, dass es ein Landsmann des Eritreers war, es war also kein Brauner sondern ein Brauner, der ihn umgebracht hat. Und was war dann? Kein Wort mehr darüber, kein Rückzieher, nix, nada.
    Dafür wurden gebastelte Gälgelchen bei einer Demo zum „Ausbruch des Faschismus“ hochgejazzt. Wie absurd.
    Ich habe mich immer mal wieder zu Wort gemeldet in der Hoffnung, in Dialog zu kommen, im Austausch Klärungen zu finden, Gemeinsamkeiten. Dabei habe ich viel zu viel Persönliches und verletzliche Seiten von mir preisgegeben (meine eigene Dummheit, niemand hat mich dazu gezwungen). Ich durfte mir nicht nur Diffamierungen und ehrabschneiderische Etikettierungen, sondern auch eine Menge auf mich gemünzter dummer Sprüche und Häme anhören. Das läuft dann hier unter „entspannender Funktion von Entlastungslästern“ – Marionetta Slomka läßt grüßen. Ich habe das eine Zeitlang in Kauf genommen, weil ich nicht glauben konnte, dass es keine Anschlussmöglichkeiten gibt. Now I’m a believer.
    Das scheint der neue Volks- verzeihung – „derjenigen, die schon länger hier leben“-Sport zu sein: HITLERN und HÄMELN (und nebenbei ein wenig „derjenigen, die schon länger hier leben“-Gerichtshof in der Streichholzschachtel“ spielen: „Wir sind die Guten, und Ihr werdet aus der Gemeinschaft derjenigen, die schon länger hier leben, ausgeschlossen“. So spaltet man Gemein- und Gesellschaften).
    Ich jedenfalls habe fürs erste die Schnauze voll. Ich habe, Fritz, auch keine Lust, an Deiner Kotze zu riechen, ich habe mit meiner eigenen genug zu tun!

  11. „Kotzen“ eine Form, nicht Integrierbares (Unverdauliches) zu entsorgen, um ein System zu entlasten. Im Falle der Systemerhaltung kündigt sich dieser Vorgang (i.d.R.) durch Ekel und Übelkeit an und erfolgt in der Umsetzung eher ungeplant und ungesteuert, d.h. die Wahlfreiheit ist konsequenterweise zumindest stark eingeschränkt. Ein sich-dagegen-wehren verlängert dagegen die Zeit der Übelkeit sinnlos. Die Weisheit der Sub-Systeme, welche diesen Prozess in Gang setzen, „pfeifen“ gewissermaßen auf das sich dagegen wehrende „Selbstbewusstsein“ und „entmachten“ es gewissermaßen solange, bis alles – ganz undifferenziert – draußen ist. Keine schöne, eher eine demütigende Selbsterfahrung, mit der jeder allein gelassen ist in seiner Scham. Hinterher stellt sich zwar wieder Erleichterung und Wohlbefinden ein, aber vorher… 😉

  12. @0 Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass „Erbarmungswürdiges“ zu wenig Aufmerksamkeit erhält – im Gegensatz zum „Ekelhaften“.

  13. @14: Ach Lothar… Hast Du auch die Kommentare zu diesem Schwachsinnsvideo gelesen? Wo findest Du so etwas? Suchst Du extra, oder bist Du da in einem Verteiler?

    Hier die Kommentare, soweit ich sie gesehen habe (nur um die Adresse des Autors gekürzt):

    vor 1 Tag
    Naja warum sollten wir denn unsern Adolf Hitler nicht wiederholen wer doch wohl ein Glanz für unser Land du Idiot .wenn ich dich sehen würde , würde ich dir eine hässliche fresse weg klatschen du linkes drecksschwein
    +
    vor 1 Tag
    Was ist das den für ein Fickfehler darf der alleine frei rumlaufen,selten so ein Trottel gesehn aber da ich immer mehr sehe welche Angst sollche Vögel haben bestärkt mich das immer mehr die AFD zu wählen.
    +
    vor 1 Tag
    Selten so etwas dummes gesehen. Straftaten öffentlich zugeben. Obwohl er sicher ungestraft davon kommt, aufgrund von einer starken geistigen Behinderung.
    +
    vor 1 Tag
    Du bist doch so ein Assi, dir Vollpfosten traue ich zu das du die Frauen geschlagen hättest. Komm doch mal bei mir vorbei, dann kannst du bei mir deinen Dropkick versuchen. Nimm aber ne Jacke mit, du bleibst länger draußen als ich.
    +
    vor 1 Tag
    Ist doch schön zu sehen, wie sich solche Schachköpfe in Zukunft auflösen werden.
    Youtube hat er verlassen (müssen) Von der AFD wurde er identifiziert und bereits angezeigt.
    Ist doch eigentlich alles rund.
    Na gut. Selten so einen Trottel gesehen. Aber es lässt doch hoffen. Dieses geistige Potential kann man bei dem Grossteil der Antifa-Proleten erwarten.

  14. Nein, die Kommentare habe ich nicht gelesen, danke fürs Nachreichen, davon wird mir auch nicht wohler.

  15. ja, Kotzen ist ein unwillkürlicher Akt der Selbstreinigung eines Organismus.
    Es dient seiner Autopoiesis, wenn ich das mal auf diese Ebene bringen darf.
    Der Körper hat immer Recht gegenüber dem Verstand. Wenn jemand Anderes wegen meines Verhaltens kotzen müsste, würde mich das sehr nach-denklich machen.

    Als ich letztes Jahr an einem Novembermorgen die Nachricht von der Wahl Trumps lesen musste, war meine spontane Reaktion: ich kann nur noch kotzen. Und mir fiel der Satz Max Liebermanns ein, angesichts des Fackelzugs durch das Brandenburger Tor zur Feier von AH’s Machtübernahme am 31. Jan. 1933: „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“ Davon, dass dieser Satz die Fackelträger nachdenklich gemacht hätte, ist nichts bekannt.

  16. „Diese Personen, die man üblicherweise ‚Populisten‘ nennt“, haben es nicht leicht (auch nicht die Linkspopulisten). Sie müssen sich ein dickes Fell zulegen. Sie fühlen sich durch Widerstand in ihrer (Trotz-)Haltung bestärkt. Nicht von ungefähr spricht man auch von „Protest“-Parteien, die eigentlich kein konstruktives Programm durchzusetzen versuchen, sondern sich vornehmlich GEGEN bestimmte Züge der praktizierten Politik wenden, indem sie für simple Lösungen plädieren, z.B. die Todesstrafe für Sexualverbrecher, die Abschottung gegenüber Ausländern, die (Rück-)Besinnung auf die eigene nationale Stärke und Größe (America First).
    Diese Personen scheinen intellektuell sehr simpel gestrickt zu sein und mit der Komplexität der aktuellen Probleme nicht zurecht zu kommen. Hinzu kommt in vielen Fällen das Gefühl möglicher finanzieller Bedrohung durch steigende Anforderungen in der Arbeitswelt (Digitalisierung, Industrie 4.0) und durch zunehmende Einwanderung in die Sozialsysteme. Dieses Gefühl kann sich – wenn es rational nicht bewältigt wird – zu einem Gefühl existenzieller Bedrohung steigern, sodass es diesen Personen gerechtfertigt erscheint, ihre simplen Lösungsversuche mit allen Mitteln durchzusetzen – auch mit unanständigen (siehe Donald Trump).

  17. @ MS: arbeiten Sie mal lieber an der Komplexitätsanreicherung Ihrer eigenen Strickmuster, da sind Sie dann mal eine Weile beschäftigt!

  18. @ 0: „erbarmungswürdiger geistiger Zustand der Weltwahlbevölkerung“

    „Warum hat es bis heute so wenig Glorie, Anhänger der Demokratie zu sein?“

    Daniel Kehlmann in seiner Eröffnungsrede zum Brecht-Festival in Augsburg 2008

  19. Die Zeiten sind brandgefährlich. Aber nicht wg. der Flüchtenden/Migranten – das werden bald noch viel mehr werden; das macht mir kein Sorge (es ist theoretisch genug da – zum Fressen wie zum Kotzen).

    Mir macht etwas ganz anderes Angst; die Verrohung (die sich im Kleinen wie im Großen zeigt)! Ich schreibe hier nur Kommentare, die bald in der Wortflut (Wörterflut – bitte um Entschuldigung!) des Netzes verschwinden; keine Überschriften tragen und in der Menge an Nonames untergehen. Wenn jedoch Fritz in seinem (!) Blog schreibt, dass er bestimmte Denkbewegungen (das ist wahrscheinlich sogar noch nobel formuliert) zum Kotzen findet, dann verstehe ich das. Ich finde eben diese Bewegungen ebenso zum Kotzen – wenn ich auch die Zeitungen nicht auf Französisch oder Italienisch lese, so wie vermutlich Fritz.

  20. @ 0: „Also in Zukunft: nur noch Beschreibungen von Verlagsfesten, Silberhochzeitzen, Verkehrsunfällen und anderen Alltäglichkeiten (…).“

    Das erspart natürlich Diskussionen, die dann trotzdem stattfinden.

  21. Dass Menschen ein Klima nicht einfach „entsorgen“ können, da deren Überleben, zumindest aber Lebensbefindlichkeit, von den laufenden Wettereinflüssen abhängt, hat historisch gesehen seit Menschengedenken immer wieder mehr oder weniger sinnvolle Sorgen um angemessene Vorkehrungsmaßnahmen ausgelöst.

    Insbesondere bei vermehrten Auftreten witterungsbedingter Extreme.

    Die lassen sich auch gegenwärtig beobachten und plausibel prognostizieren, wenngleich die wachsenden Extreme regional unterschiedlich schnell und stark zunehmen.

    Für die rückwärtsgewandten Fragen nach verursachenden (besser auslösenden) Einflüssen (anthropologischer, solarer, sonstiger „Natur“) und deren realistischer Gewichtung in einer (wohl noch lange Zeit) unbekannten Komplexitäts-Gleichung für diese Extreme wurden in vergangenen Zeiten unterschiedliche Mythen und Narrative gefunden.

    Einige suchen in der eigenen Kultur für Verständnis für Fremde zu werben, welche sich vor lebensfeindlichen Extremen in Sicherheit bringend, ihre geliebte traditionelle Heimat verließen und um Zuflucht bitten in vergleichsweise sichereren Zonen.

    Andere widerum versuchten sich anzupassen an die Veränderungen durch ihren Erfindungsreichtum und mittels technologischer Innovationen.

    Wieder andere, der Erbarumung unfähig, ekelte allein schon die Vorstellung einer unvermeidlichen Vermischung von Fremden mit Einheimischen, bei deren Aufnahme. Vor allem jedoch sorgten sie sich um ihre eigene Machtpositionen und Pfründe, die sie würden teilen müssen. Romantisch verklärten sie deshalb ihren Ekel und verfremdeten diesen in eine angeblichen „Sorge um die Volksgesundheit“.

    Preisfrage: Welche Kulturen erwiesen sich wohl im Nachhinein, als die Resilienteren und Überlebensfähigeren im Umgang mit langanhaltenden Klimaveränderungen inkl. extremer, lebensbedrohlicher Wetterbedingungen?

    Ein notwendiger „kultureller Klimawandel“ scheint mir die Basis zu sein, um angemessenere, gewaltfreiere Ideen auf die Folgen von Klimawandel und Wetterextreme finden zu können.

    M.E. hat der Ekel vor Ignoranten, welche im Gegensatz dazu kulturelle Regression und Resignation befürworten und fördern auch sein Gutes. Er treibt mich dazu meine Sorge (=Aufmerksamkeit) lieber auf Erbarmungswürdigeres zu lenken.

  22. @ 0: „Es gibt ja viel zu viele Leute, die heute auf der politischen Bühne eine Rolle spielen, über die ich hier eigentlich gar nicht schreiben will. (…)
    Aber ich finde, was ich über diese unanständigen und ekelhaften Typen zu sagen habe, sagen ja schon genügend andere Leute, und die schreiben auch darüber … muss ich nicht auch noch.“

    Ja, Sie haben Recht. Worüber man nicht schreiben will, sollte man schweigen.
    Das wäre doch wohl auch zu viel verlangt – eine Zumutung an jeden freien Geist…

    Sie sind auch deshalb völlig im Recht, weil „diese unanständigen und ekelhaften Typen“ Ihre Zuwendung gar nicht verdient hätten – nicht mal Ihre negative. Das wäre, wie Perlen vor die Säue zu werfen. Und diese braunen Säue – diese schwarzen Schafe unserer Demokratie – sollen doch fressen, was sie vom gemeinen Volk, der vox populi, vorgesetzt bekommen: Hass, Angst und Verzweiflung!
    Diese kreidefressenden Alternativen für Hitler halten sich für „das patriotische Band, das unser Volk in Zeiten von Demokratie und Freiheit zusammenhält“, wie einst Roland Koch im „Focus“ schrieb, doch diese Feindschaft provozierenden Fundamentalisten, sind sowohl die Brandstifter als auch die (verkleideten) Biedermänner, die diesen Brandstiftern die Tür öffnen.

  23. Das Schlimmste an der Konfrontation mit „diesen unanständigen und ekelhaften Typen“: Ich gerate in Versuchung, rechthaberisch und selbstgerecht zu erscheinen, weil ich mich in der überlegenen Position wähne.

  24. „Diese Leute, die einem am Arsch vorbei gehen sollten, (…) diese unanständigen und ekelhaften Typen“ sind nach der neuesten Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ übergewichtig, psychisch krank, für die PKW-Maut und Single. Außerdem fürchten sie die Gefahr einer Immobilienblase, gehen nie zum Friseur, nehmen ihr Smartphone mit in den Urlaub und möchten unbedingt wissen, ob sie später an Alzheimer erkranken. Sie würden gerne als Tourist ins Weltall fliegen, wären aber bei größeren Ausgaben sofort pleite und irgendwann in ihrem Leben von Fußpilz betroffen.
    Genau so hatte ich mir diese Typen auch vorgestellt.

  25. Populisten gibt es selbst im aktuellen Bundestag: die CSU und die“Ganz extrem stupiden, trotteligen und albernen Personen aus Ostdeutschland“ (Gestapo), siehe den Thread: AfD, Terroristen und andere alberne Leute, 21. Juni 2017 von Fritz B. Simon.

  26. Gegenrede: ‚der rechte Rand war in den Jahrzehnten vorher in Westeuropa viel
    stärker, speziell in Deutschland, zahlenmässig geht der Rechtspopulismus eher
    zurück, alle Parteien die bisher da waren, sozialdemokratisieren sich mehr oder weniger..‘
    Aus „Statements und Gespräche zum Leitmotiv „Vorsicht Volk“: Werk X, Wien, Mai 2017
    Hier Klaus Theweleit https://www.youtube.com/watch?v=Hquh9nRU2g0

  27. @11:
    OMG, Sie erfüllen wirklich so ziemlich jedes meiner Klischee eines AfD-Jüngers, so dass ich doch leicht in Wallung gerate.

    Verteilen die irgendwelche bunten Pillchen bei den AfD-Veranstaltungen? Dann sollten Sie vielleicht auch mal nicht nur zu den Downers, sondern auch zu den Uppers greifen. Oder die AfD verwendet irgendwelche depressiv-machenden Trance-Induktionen. Wie auch immer: dass in jeder Talkshow, in jedem Debattenbeitrag und in Kommentaren wie dem Ihren zu beobachtende gemeinsame Muster ist zusammengefasst: Wir Biodeutschen sind OPFER!

    OPFER krimineller Nicht-Biodeutscher, die sich als syrische Flüchtlinge tarnen und unsere Kultur unterwandern
    OPFER der die Verfassung brechenden Bundeskanzlerin, die insbesondere Ostdeutschland verraten hat
    OPFER der verleumderischen Lügenpresse, die bekanntermaßen staatlich gelenkt ist
    OPFER greiser Verleumder, die den Verdacht äußern, dass Flüchtlinge Opfer von Gewaltexzessen verängstigter befreundeter Biodeutscher sind, obwohl doch bekannt ist, dass die Flüchtlinge sich alle untereinander totschlagen
    OPFER der moralisierenden Gutmenschen, die uns Biodeutsche ausgrenzen und sich anmaßen, uns AfD-Jünger öffentlich abzuwerten
    OPFER spalterischer SSK-Kommentatoren, die sich ähnlich wie die böse Frau Slomka zu unserer armen gedissten Frau Dr. Summa cum laude Weidel auch noch sadistisch, schadenfreudig und besserwisserisch äußern und dass dann noch beschönigend „Entlastungslästern“ nennen
    OPFER von diktatorischen Sprachpolizisten, die uns übelnehmen, dass wir gerne wieder „völkisch“ sagen würden, aber dann ja auch wieder nur OPFER von Häme (siehe oben) würden
    OPFER von all denjenigen, die uns HITLERN (aus welchen Kreisen stammt denn diese Wortschöpfung eigentlich?) und nur nicht verstehen, dass Kameraden wie Höcke die Sorge um unsere Volksgesundheit und unsere Reputation als Kulturnation umtreibt, wenn er vor dem Reproduktionsverhalten der Afrikaner warnt oder von einem Denkmal der Schande spricht
    OPFER von gemeingefährlichen Linksterroristen, die AfD-Wahlplakate abreißen und mit ihren Aktionen die Öffentlichkeit gegen die AfD aufwiegeln (immerhin wurde das Video schon 60x aufgerufen)

    Das kann einen selbst und auch seine Umwelt auf Dauer ziemlich runterziehen!

    Was wollen Sie denn eigentlich mitteilen, außer, dass Sie sich als OPFER (sogar als Ihr eigenes, weil Sie sich nach eigenen Angaben viel zu verletztlich gezeigt haben, wovon ich unsensibler Klotz allerdings nichts mitbekommen habe) betrachten? Ich habe dazu zwei Hypothesen: Entweder ist Ihre zum Ausdruck kommende Haltung nur das Imitieren der typischen AfD-Strategie und dient dem allseits beliebten Bilden von Freund-/Feind-Schemata oder aber Sie fühlen sich wirklich als OPFER. Bei ersterem empfehle ich (ungefragt) eine ernsthafte moralische Selbstprüfung, ob der Zweck wirklich die Mittel heiligt, bei letzterem empfehle ich Ihnen einen Blick in Ihren Kühlschrank, Ihren Vorgarten und Ihre Garage sowie auf Ihr Bankkonto und gleiches bei Ihren biodeutschen Freunden und Verwandten. Und dann vergleichen Sie mal und unterhalten Sie sich mal alle darüber, wie es an diesen Orten vor 40 Jahren ausgesehen hat, damals, als höchstens im Ruhrgebiet türkische Gastarbeiter islamischen Glaubens Ihre biodeutsche Idylle getrübt haben.

    Kommen Sie doch endlich mal mit Argumenten, verteidigen Sie Ihre Positionen argumentativ und hören Sie auf zu jammern, persönlich zu werden, Nachfragen auszuweichen oder gar nicht zu beantworten oder sich als Opfer zu stilisieren, weil Sie für Ihre AfD-freundlichen Kommentare verbal Prügel beziehen. Sie und die monothematische AfD haben sich eben auf ein Thema fokussiert, bei dem grundlegende ethische Fragen berührt sind: wie gehen wir mit Menschen um, die weltweit vor Krieg, Hunger, Krankheit, Verfolgung, Armut fliehen? Und das alles vor dem Hintergrund einer immer komplexer werdenden (oder als immer komplexer erkannten) Welt dadurch beantworten zu können, dass Rezepte aus der Mottenkiste der deutschnationalen Parteien aus der Weimarer Republik wieder ausgepackt werden, daran kann doch ein gebildeter Mensch nicht wirklich glauben? Wir reden nicht darüber, ob das Elterngeld beim zweiten Kind um weitere 3 Monate verlängert wird oder der Pflegebeitrag steigen soll oder nicht, sondern es geht um Grundlegendes, und das rechtfertigt m.E. auch, dass mal einer kotzt, sich politisch inkorrekt im Ton vergreift, kurz: dass es auch hoch hergeht. Das zeigt doch nur, dass das Thema wichtig ist, eben Relevanz hat. Wenn Sie bei so einer Sache (zumindest mir) nicht klar darstellen können, worum es Ihnen und Ihren politischen Freunden in der Sache geht, es stattdessen aber mit dem Teilen eines lächerlichen Videos versuchen, dann verstehe ich Ihre Frustration als Ausdruck eben dessen: Sie finden in der Frage des Umgangs mit Flüchtlingen keinen (zumindest von mir wahrgenommenen) Anschluss an dieser SSK-Community. Im Grunde haben Sie das ja so ausgedrückt (Now I’m a believer“). Ich persönlich finde das bedauerlich, weil ich einem systemisch Interessierten (das nehme ich von den Besuchern der Kehrwoche an) per se unterstelle, dass er über methodische Fähigkeiten verfügt, einen gelingenden Diskurs mitzugestalten.

    tldr; Endlich aufhören zu jammern, stattdessen Argumente liefern!

  28. Gerade reingekommen:

    https://www.welt.de/politik/article168489086/Alice-Weidel-will-Veroeffentlichung-rassistischer-E-Mail-stoppen.html

    Ich bin sicher, dass man nicht lange suchen muss, um ähnlich rassistisches Geschwurbel von anderen AfD-Spitzenpolitikern aufzudecken. Meine Prognose: nach einem Jahr Bundestag, werden 20 % AfD-Abgeordnete wegen typischer Ausfälle, Streitereien, Unfähigkeit usw. ihre Partei- und Fraktionsmandate niedergelegt haben (aber im Bundestag bleiben wg. der Versorgung).

  29. Versteht jemand diese AfD-„Wahlkampf-Strategie“?

    „«Unter dem Banner der AfD stören Rechtsextreme fast alle unsere Veranstaltungen», sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). «Diese selbsternannten Patrioten sind in weiten Teilen Rechtsextreme, die mit der einen Hand AfD-Plakate schwenken und die andere zum Hitlergruß heben.»

    Merkel berichtete, ihr begegneten auf Wahlveranstaltungen viele «von der AfD und der NPD, einfach mit dem Ziel, andere Menschen beim Zuhören zu stören». Man könne unterschiedlicher Meinung sein. «Aber sich nur hinstellen und schreien, das finde ich, ist zu wenig.»“

    http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/angela-merkel-ruegt-rechte-wahlkampfstoerer-15191781.html

  30. „…Jetzt geht es um den Blues der Konservativen in der Union, die ein Thema nach dem anderen, das ihnen lieb und teuer war, im Abraum der Geschichte verschwinden sehen. Schäuble ist da ganz unsentimental und stellt fest, dass sich die Gesellschaft unglaublich verändert habe. Damit ist der Wandel auch abgehakt, hätte Schäuble nicht noch hinzugefügt, wenn ihn eines Tages einer bei der Bemerkung erwische, dass früher alles besser gewesen sei, solle man ihn endlich hinausschieben. Sein Rendezvous mit der Realität ist noch nicht vorbei…“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-die-spaetzle-connection-schwarz-gruene-paartherapie-15192802.html

  31. @ 37: Die CDU/CSU könnte wegen der GroKo Wählerstimmen an die AfD und die FDP einbüßen, doch trotzdem locker die meisten Stimmen erhalten. Ähnlich könnte es der SPD gehen, die wegen der GroKo Stimmen an Die Linke abgeben wird. In der Klemme sitzen die Grünen, weil sie beide Lager hofiert und sowohl bei einer Jamaika-Koalition als auch bei einem hellrot-blutroten Bündnis mitmachen würde.
    Doch wie es derzeit aussieht, dürfte es bei der GroKo für weitere vier Jahre bleiben.
    Eine vergleichbare wurde gestern in Norwegen entschieden: „Konservative Regierung gewinnt Wahl in Norwegen“. Es gab keinen Wechsel.
    https://www.merkur.de/politik/konservative-regierung-gewinnt-wahl-in-norwegen-zr-8675461.html

  32. @ 38: In Norwegen ist an der Regierung aus die die rechtspopulistische Fortschrittspartei beteiligt, die es 2013 erstmals in die Regierung geschafft hatte. Sie verlor 0,9 Prozentpunkte und kommt auf 15,4 Prozent. In deren Jugendorganisation war der ausländerfeindliche Massenmörder Anders Behring Breivik früher Mitglied.

  33. Hat was:

    „In meiner Umgebung ärgern sich viele über die AfD, eine Partei, die auf der Suche nach Alternativen für Menschlichkeit und gesunden Verstand ist. Wenn diese Menschen an die Macht kommen, wo sollen wir dann auswandern? klagten gestern meine Freunde bei einem Tischgespräch. Ich finde die Sache halb so schlimm. Alle europäischen Länder haben ihre Dumpfbacken in den Parlamenten, warum soll Deutschland eine Ausnahme sein. Besser sie sitzen im Plenarsaal, als wenn sie schreiend auf der Straße laufen, Bomben im Keller basteln oder Flüchtlingsheime anzünden. Keine Angst vor bösen Buben, wir bleiben im Gespräch. Russisches Sprichwort dazu „Kein Wolf ist so schlimm wie die Angst von einem Wolf gegessen zu werden“
    (Wladimir Kaminer)

  34. @ 41: Die „Partei, die auf der Suche nach Alternativen für Menschlichkeit und gesunden Verstand ist“ wird sich selbst zerlegen – selbst wenn mehr als 10 Prozent der Wahlberechtigten sie wählen. Niemand mit politischer Intelligenz wird ihre dreckige Arbeit verrichten wollen. Deutschland ist viel zu schlechte Erfahrungen mit nationalistisch-rassistischen und revanchistischen Populisten wie den AfD-Aktivisten gemacht.

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