Andrea Nahles – eine Wucht

„In die Fresse hauen“, darüber kann man natürlich stilistisch, politisch und medial unterschiedlicher Meinung sein oder gar streiten. Sie wegen dieser Wortwahl medial zu bashen mag eine Möglichkeit sein. Im Politikbetrieb fallen manchmal solche Worte. Menschlich nachvollziehbar, in der neuen Rolle als Fraktionsvorsitzende Ausdruck einer mentalen Vorbereitung und Kampfansage. Opposition muss doch kämpfen. Und kämpfen ist Teil der parlamentarischen Opposition.

Die Aussage spiegelt aber auch ein typisches Ausdrucksmuster von Frau Nahles. Ein solches Verhaltensmuster prädestiniert sie offensichtlich für die neue Rolle. Ob dieses Verhaltensmuster auch für höhere Weihen geeignet ist, wird die Zeit zeigen.

Verhaltensmuster lassen sich, wenn überhaupt, nur schwerlich ändern.

3 Gedanken zu “Andrea Nahles – eine Wucht

  1. aus welchem Buch stammt denn dieses „Portrait“ ?
    Denk ich an die 90%, die man ihr zum Fraktionsvorsitz hat zuteil werden lassen,
    dann ….
    naja, lassen wir das

    • aus meinem Buch „Schaulauf der Mächtigen, was uns die Körpersprache der Politiker verrät2 von 1999. 🙂

  2. ungelenk, unsensibel, ungestüm

    Nun ja, sie ist schon etwas diplomatischer und kompromissbereiter geworden durch das Amt als Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Dort hat sich mehr bewegt als viele ihrer Ministerkollegen und -kolleginnen: Mindestlohn, Mütterrente, Rente ab 63 und kurz vor Schluss das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Doch sie bleibt ein gewerkschaflich-linkssozialdemokratische Wuchtbrumme, die Aussichten hat, im Jahr 2021 als Nachfolgerin von Angela Merkel als Bundeskanzlerinnenkandidatin anzutreten. Chancen hat sie KEINE! Dafür hat sie (als abgebrochene Germanistikstudentin) leider nicht das intellektuelle Format und (zum Glück) auch nicht die machtbesessene Gerissenheit.

Kommentare sind geschlossen.