Bedrohung durch des Präsidenten Gnade

Die folgenden spon-Zeilen sprechen für sich.

„Frage des Gerichts an das Justizministerium: Gibt es eine reale Bedrohung für die USA? Antwort: Der Präsident hat entschieden, dass es sie gibt. Frage: Wenn es keine aktuelle Bedrohung gibt, worüber reden wir dann hier? Antwort: Ich wollte gerade einige Beispiele nennen. Frage: Aber in den Unterlagen sind sie nicht? Antwort: Nein, Eurer Ehren, das sind sie nicht. Wir diskutieren eine Risikoabschätzung.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-intensive-anhoerung-ueber-einreise-dekret-a-1133600.html

8 Gedanken zu “Bedrohung durch des Präsidenten Gnade

  1. Sensible Menschen spüren Gefahren, bevor es zu spät ist; so wie Tiere weglaufen, bevor ein Vulkan ausbricht.

    Zudem war es ein Versprechen im Wahlkampf – das Trump freilich bloß in jenen Ländern einhält, in denen er keine Hotel besitzt (die könnten ja sonst boykottiert werden).

  2. Herr Sollmann, eine Frage an Sie als Körperleser. Kann mich täuschen, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass die Dünnhäutigkeit des Präsidenten nur Teil seiner (von Steve Bannon orchestrierten) Strategie, Taktik oder inszeniertes Show-Element ist.

    Mich würden Ihre Beobachtungen hierzu (z.B. zur Pressekonferenz) interessieren. Mir ist bewusst, dass ausser Trump kaum ein anderer Auskunft geben kann was wirklich in ihm vorgeht. Nichtsdestotrotz scheint mir das plakative „America-First“-Gerede zunehmend eine „Trump-First“-Inszenierung zu werden. Wenn das so ist, was wird wohl passieren, wenn Trump es sich mit allen Institutionen, bzw. deren Vertreter „verscherzt“ und sich (als Person) selbst immer mehr isoliert und dadurch das „Ansehen des Amtes“ entwertet, bzw. zeigt, dass er dieser Aufgabe nicht gewachsen ist (siehe: Peter-Prinzip)?

    Reporter reagieren in meinen Augen stimmig mit Bestürzung und auch auf Augenhöhe mit dem Präsidenten, nachdem diese vom Präsidenten auf der persönlichen Ebene beschämt werden, so dass diese auf derselben Ebene und auf oppositionelle Weise (Verteidigung/Angriff) reagieren.

    Eskalationen um die Deutungshoheit dessen was „wahr“ und was „falsch“ ist, werden zunehmend auf die persönliche Ebene gehoben und dort ausgetragen. Trump hat das Zeug, die USA in die Bedeutungslosigkeit zu führen. Oder wie sehen Sie das?

    Regenten mit Zockermentalität, die einen gottgleichen Status beanspruchen über ihren Anspruch auf Deutungshoheit gegenüber allen anderen Institutionen, (was im Grunde auf die Umkehrung von Gewaltenteilung, d.h. Totalitarismus hinausläuft) versuchen zwar dadurch den Niedergang eines Reiches aufzuhalten und umzukehren (…make great again), verschlimmbesserten aber die Situation und beschleunigten den Zerfall von Ordnung. Imperien implodieren aufgrund ihrer Überdehnung. Selbst wenn ein solcher Zerfall nicht über Nacht kommt. (Z.B. im antiken römischen Imperium)

    • @ Siggi in meinem heutigen Beitrag habe ich (noch) nichts zu den Trumpschen Verhaltensmustern im Besonderen gesagt. Kann ja noch kommen, wenn ich wieder Zeit habe. Danke für Ihre Anregung, mal wieder genau hinzuschauen. 🙂

  3. Auch ich sehe eine Bedrohung der Demokratie und der Welt durch den US-Präsidenten Donald Trump. Von sich aus wird er nicht aufhören mit seiner Vorgehensweise. Er sich sich für okay. Umso wichtiger ist es, ihm zu zeigen, dass er nicht okay ist. Je stärker der Druck auf ihn wird, desto eher wird er verschwinden.

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