27. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Professionalisierung beginnt mit der dreifachen Antwort auf die Frage: Wozu? Die erste Wozu-Frage betrifft das eigene Handeln: Wozu handele ich, wie ich handele? Hier ist es wichtig, als Professionelle/r zu sehen, dass in dem Augenblick des Handelns nicht zugleich das Handeln reflektiert werden kann. Das Tempo von Interaktion ist dafür zu hoch. Wie gehandelt, d.h. genauer … weiterlesen

26. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

„Verwahrlosung“ wird üblicherweise auf unsere Nutzer/innen bezogen. Ohne Theorien und Methoden aber „verwahrlosen“ wir als Fachkräfte. Wir sind nicht glücklich mit dem irreführenden Begriff „Verwahrlosung“, obwohl er leider sogar noch im Grundgesetz (Artikel 6, Absatz 3) zu finden ist. Allzu leicht werden Laut- und Bedeutungsebene verwechselt oder unbemerkt in eins gesetzt. Was deutet sich sprachlich … weiterlesen

25. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Handle nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz für professionelles Handeln werde. Ihnen kommt der Leitsatz irgendwie bekannt vor? Genau, er ist in seiner Struktur an den kategorischen Imperativ (KI) von Immanuel Kant angelehnt. Dieser lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass … weiterlesen

24. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession.

Haltung bezeichnet eine Selbstfestlegung des Handelns nach normativen Einstellungen. Haltung wird oft übersetzt als „innere Einstellung“, die wir einnehmen und uns aneignen können. Eine Haltung „bewahren“ oder „verlieren“ zu können, zeigt uns an, dass Haltungen stets auch auf Gefühle und Stimmungen bezogen sind. Wir können unter Haltung gleichfalls die eigene Positionierung zu Etwas in der Welt … weiterlesen

23. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession.

Die ersten Hilfebedürftigen sind wir selbst. Für professionelle Helferinnen und Helfer kann dieser Leitsatz ins Gedächtnis rufen, wie voraussetzungsvoll ihre soziale (Kommunikations-)Arbeit ist. Jede soziale Hilfe hat ihren Startpunkt nämlich schon in der Vorbereitung ihres Aufbaus. Bereits vor dem eigentlichen Zusammentreffen der Beteiligten sollten daher die aktuell gegebene eigene Einstellung und Haltung der professionellen Fachkraft … weiterlesen

22. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Postmodern zu sein bedeutet, sich immer wieder neu selbst festzulegen unter vielen immer auch anders möglichen Werten. Postmodern zu arbeiten bedeutet für uns ein Handeln und Denken in radikaler Vielheit, Vielfalt und einem bunten Nebeneinander von Wahrnehmungen, Meinungen, Perspektiven, Theorien und Verhaltensweisen. Dies erfordert einen Gemüts- und Geisteszustand, dem bewusst bleibt, dass er in der postmodern werdenden Gesellschaft … weiterlesen

21. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Das Leben wird leichter, wenn wir dessen Komplexität akzeptieren. Wer aber will das beurteilen, ob es leichter wird? Sicher, die letzte Instanz für die stets subjektiv und sozial geprägte Bewertung einer gelingenden Lebensführung sind die Nutzerinnen und Nutzer selbst. Insofern wir nicht durch einen Schutzauftrag legitimiert handeln sollen, entscheiden diese in allen Hinsichten selbst über die Kriterien eines … weiterlesen

20. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Differenzakzeptanz meint in ihrer anspruchsvollen Form: ein Nein als Chance zu akzeptieren. Differenzen akzeptieren zu können, ist eine beruflich-persönliche Fähigkeit jeder Sozialarbeiterin und jedes Sozialarbeiters. Damit professionelle Kommunikation überhaupt stattfindet, müssen sich die Beteiligten in ihrer Verschiedenheit zumindest akzeptieren und respektieren können. Schnell finden sich Unterschiede im körperlichen Auftreten, in der Bekleidung und in der … weiterlesen

Systemisches Coaching in 16 Zitaten

Kürzlich haben wir, Kerstin Friedrich, Thomas Bierbaum und ich, unseren sechsten Zertifikatskurs „Systemisches Coaching“ in Potsdam beendet. Am Ende der Weiterbildung präsentieren die Teilnehmer/innen gruppenweise einen Teil ihrer Abschlussarbeiten. Dieses Mal konnten wir wieder beeindruckende Kreationen bestaunen, z.B. einen Methodenkoffer für das Systemische Coaching: eine wunderbar zusammengestellte Sammlung von hilfreichen Karten zur Realisierung der Coaching-Phasen sowie zur … weiterlesen

Hayeks Kritik am Konstruktivismus – oder: Die Rettung des Konstruktivismus vor dem Konstruktivismus

Gerade habe ich das Schreiben eines Textes abgeschlossen, den ich für den geplanten Band „Paul Watzlawick 4.0“ der österreichischen Herausgeber Alois Huber und Roland Fürst produziert habe. Beim Schreiben des Beitrags fiel mir wieder mal auf, wie viele Österreicher in unterschiedlicher Weise mit dem Konstruktivismus zu tun haben, neben Paul Watzlawick eben auch Heinz von Foerster oder Ernst von Glasersfeld. Auch der … weiterlesen