(Selbst-)Führung von Professorinnen und Professoren

„Zu wissen, wo es lang geht, zu wissen, was der Fall ist, und damit die Ansicht zu verbinden, man habe einen Zugang zur Realität und andere müßten dann folgen oder zuhören oder Autorität akzeptieren, das ist eine veraltete Mentalität, die in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr adäquat ist.“ (Niklas Luhmann, 1987.) Ein befreundeter Kollege erzählte … weiterlesen

Sozial oder liberal? Vielleicht beides zugleich? Oder doch keines von beiden?

Am 3. September 2016 wurde ich von eingeschenkt.tv, einem alternativen Internetsender interviewt. Das Gespräch ist jetzt im Netz zu sehen, und zwar hier: https://www.youtube.com/watch?time_continue=4099&v=1JO0F2znPU0. Thomas Schenk, Produzent und Kameramann des Senders, sowie der Interviewer des Kanals, Marco Helmert, besuchten mich an einem Samstagnachmittag im großen Hörsaal im Fachhochschulgebäude am Alten Markt in Potsdam. Auf den … weiterlesen

Die politische Aufgabe der Sozialen Arbeit – die Vision einer Paradoxie

Die paradoxe politische Aufgabe der Sozialen Arbeit könnte darin bestehen, Menschen dabei zu unterstützen, dass sie es schaffen, ihren auf die Politik gerichteten hoffenden Blick auf sich selbst zurückzuwerfen. Denn schon lange dürfte klar sein, dass Politik das nicht kann, was viele Bürger/innen von dieser immer noch einfordern: die Gesellschaft zum Wohle aller Menschen zielgerichtet … weiterlesen

Thomas Szasz – der libertäre Therapiekritiker

Der aus Ungarn stammende und 1938 in die USA emigrierte Psychiater, Psychiatriekritiker und Psychoanalytiker Thomas Szasz (1920-2012) ist im deutschen Sprachraum insbesondere durch seine radikale Kritik am Konzept von psychischen Erkrankungen bekannt geworden. Sein frühes Buch Geisteskrankheit – ein moderner Mythos, das 1961 in der Erstauflage in den USA erschien, wurde 2013 im Carl Auer … weiterlesen

Die Liebe in der nächsten Gesellschaft

Die nächste Gesellschaft ist eine These von Dirk Baecker,* die er im Anschluss an den Managementtheoretiker Peter Drucker formuliert hat. Demnach befinden wir uns derzeit in einer Übergangszeit von der modernen zur nächsten Gesellschaft. Die moderne Gesellschaft ist eine sachlich geordnete Bibliotheksgesellschaft, die nächste Gesellschaft ist eine verlinkte Netzwerkgesellschaft. Die moderne Gesellschaft ist geprägt vom … weiterlesen

Systemtheorie und (Neo-)Liberalismus

Tom Levold bewertet meinen Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Familiendynamik (https://www.familiendynamik.de/journal/fd_2016_03) als „überraschend“ und als „nicht unproblematisch“ (siehe hier: http://systemagazin.com/systemische-sozialarbeit-freiheit-und-verantwortung-im-individualismus). Denn ich stelle eine positiv bewertete Verbindung zwischen Systemtheorie und (Neo-)Liberalismus her. Die Überraschung habe ich erhofft. Da sie vielleicht eine Diskussion anregt und damit eine Intention des Beitrags realisiert. Dass mein Text auf viele … weiterlesen

Die Sozialpädagogisierung der Gesellschaft

Potentieller Klient der Sozialen Arbeit: „Ich habe doch kein Problem!“ Sozialarbeiterin: „Sehen Sie, genau das ist ihr Problem, dass sie dieses nicht sehen wollen!“ Wir leben in einer funktional differenzierten Gesellschaft. Das heißt, dass sich die Gesellschaft aus unterschiedlichen Funktionssystemen zusammensetzt, die ihre eigenen Blicke auf die Gesellschaft spezialisieren und ausdehnen. Aus der Perspektive der … weiterlesen

Soziale Arbeit und Wirtschaft

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Soziale Arbeit (Heft 8/2016, S. 282-288) widerspricht Norbert Wohlfahrt meinen im Aufsatz „Die Wirtschaft der Soziale Arbeit“ (Soziale Arbeit, Heft 4/2015, S. 122-128) geäußerten Thesen vehement. Er bewertet zahlreiche meiner Positionen als „falsch“, zeigt sich offen „verärgert“ über meine Beschreibungen, Erklärungen und Bewertungen. Wie schon Mechthild Seithe in ihrer … weiterlesen

Zwischen Erleben und Handeln – oder: die systemische Haltung

Fritz B. Simon hat in seinem Blog „Systemische Kehrwoche“ ein fragendes Statement der Leserin Gitta Peyn veröffentlicht (http://www.carl-auer.de/blogs/kehrwoche/frage), das sich auch an die systemische Soziale Arbeit richtet. Frau Peyn geht es um die Problematik, dass die Systemtheorie eine grundsätzliche Offenheit der Weltwahrnehmungen beschreibt und erklärt; denn diese ist für die Systemtheorie veränderbar durch die Art … weiterlesen

Gewalt – oder: Das Anhalten der Welt

Angesichts der aktuellen und äußerst überraschenden Gewaltausbrüche – Attentat von Nizza, Putschversuch in der Türkei, Axt-Attacke im Regionalexpress bei Würzburg – zeigt sich bei mir ein Phänomen, das Carlos Castaneda in die Reise nach Ixtlan (Frankfurt/M., 1975, S. 12 f.) das Anhalten der Welt nennt: „Wenn die Welt anhält, dann ist die Realität des alltäglichen … weiterlesen