19. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Neue Perspektiven entstehen nicht zwischen Gleichdenkenden, sondern zwischen Andersdenkenden. Die Kunst ist es, sie nicht wieder zu zerstören. In der Praxis treffen wir zuweilen auf den sogenannten Teamgeist. Das Team sei das Maß aller Dinge! Wenn wir uns alle gut verstehen, einen Konsens erzielen, so die Annahme, dann gelingt Kooperation. Wir sind erfolgreich, weil wir uns … weiterlesen

18. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Das Eine zugleich für das Andere halten zu können, ist eine besondere Fähigkeit von postmodernen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Das Eine als das Eine zu erkennen und nicht für das Andere zu halten, ist wichtig. Nehmen wir das Beispiel der eigenen Profession. Die Profession Soziale Arbeit gilt es zu unterscheiden von Psychologie, Kriminalistik oder Juristerei. Ihre … weiterlesen

17. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter agieren sinnvoll, wenn sie gezielt zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit pendeln. Hier ist der Doppelte Blick der Sozialen Arbeit angesiedelt. Die Ermöglichungsprofession Soziale Arbeit richtet sich an der unauflösbaren Ambivalenz von Wirklichkeit und Möglichkeit aus. Dazu könnten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gezielt mit dem sogenannten Doppelten Blick arbeiten, den eine Fachkraft allein (etwa zur Selbstreflexion) oder im … weiterlesen

16. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Ambivalenz sollte in die Liste der wichtigsten Bildungsgüter aufgenommen werden. Diesen Leitsatz könnten wir an unterschiedlichen und zahlreichen Beispielen aus der Sozialen Arbeit veranschaulichen, wir wollen hier die Ambivalenz von Inklusion und Exklusion herausgreifen. Soziale Arbeit beschäftigt sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen Gesellschaft und Individuum, beobachtet diese und interveniert, um Teilhabe(wieder) zu gewährleisten. In der … weiterlesen

Das Erleben des Dekans und der nächste Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften

Vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2017, also eine Amtsperiode von vier Jahren war ich Dekan des Fachbereichs Sozial- und Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam. Meine Erfahrungen in diesem Amt habe ich in zwei Aufsätzen reflektiert, zum einen in dem Beitrag „Das Erleben des Dekans“ (erschienen in: „Die neue Hochschule“, Heft 2/2015, S. 58-61) … weiterlesen

Die 11 Kategorien und die ersten 13 Leitsätze. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wir systematisieren unsere 128 Leitsätze einer systemischen Sozialen Arbeit bzw. der postmodernen Ermöglichungsprofession in elf Kategorien: Erkennen Ambivalenzen balancieren Haltung zeigen Theoriebasiert reflektieren Methodisch handeln Intervenieren Gesellschaft beachten Formal organisieren Sozial arbeiten Evidenz bezweifeln Fehler anerkennen Die ersten 13 Leitzsätze sind der Kategorie „Erkennen“ zugeordnet; hier sind sie noch einmal zusammengefasst: Die Welt ist nicht wie … weiterlesen

15. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Die Ambivalenz von Ambivalenz ist, dass Ambivalenz fallweise entweder eine erwünschte oder eine unerwünschte Mehrdeutigkeit bezeichnet. Ambivalenz, begriffen als Mittel der Entfaltung und Eingrenzung von Sinn, ist selbst nicht frei von Ambivalenz. Einerseits ist sie fallweise erwünscht, andererseits fallweise unerwünscht. Sie ist für uns wertvoll, weil sie wie eine eingebaute Unruhe, wie ein Motor, das in Rede stehende … weiterlesen

14. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wir können die Ambivalenz nicht abschaffen, indem wir sie ausblenden; wir können aber mit ihr umgehen lernen. Nutzerin bzw. Nutzer Sozialer Arbeit: „Es ist wie es ist. Da kann man nichts machen.“ – Sozialarbeiterin bzw. Sozialarbeiter: „Mal angenommen, dass Sie doch etwas machen könnten, nur mal angenommen …  Was würde das für einen Unterschied für unser weiteres … weiterlesen

13. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wenn Du sagst, Du weißt, meinst Du damit, dass Du weißt, dass es auch anders sein könnte? Etwas zu wissen verweist gewöhnlich darauf, eine Antwort oder Erklärung eines Sachverhaltes gewonnen zu haben oder für sich in Anspruch zu nehmen. Nie zuvor in der Entwicklung der Menschheit wurde so viel Aufwand betrieben, um Wissen zu produzieren. Nie zuvor … weiterlesen

12. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wir nehmen Abstand von Theorien biologischer Veranlagung, um menschliches Verhalten zu erklären und betrachten die sozialen Kontexte, die Verhalten sinnhaft rahmen und herausfordern.  Sonntagvormittag. Ein Kinderspielplatz: „Gib die Schaufel zurück. Ja, Du bist ein braves Kind!“ „Kommt der Johann nicht ganz nach Papa?“ „Guck mal, ist sie nicht begabt!“ „Hör sofort auf! Bist Du jetzt lieb?!“ Kommen Ihnen Aussagen wie diese bekannt und sogar … weiterlesen