Did you come? Orgasmus und Partnerinteraktion

Der Orgasmus der Frauen beim Koitus sei den Männern wichtiger als den Frauen selber. Während für Frauen der Orgasmus meist als „Bonus“, als „Zugabe“ einer erregenden und befriedigenden Begegnung erlebt werde, sei für die Befriedigung der Männer sowohl der eigene Orgasmus wie der der Partnerin entscheidend. Eine kanadische Studie an jungen Erwachsenen zeigt, dass der männliche … weiterlesen

Nachrichten für Klitoris-Interessierte…..

…gibt es heute zwei, eine für die Fortbildungs-Interessierten, eine für die Anwenderinnen. Eine ganz instruktive App hat die Sexualforscherin Vivienne Cass entwickelt. „The Illustrated Clitoris“ findet man unter „Explore women’s sex“ mit guten Diagrammen, Fachtermini, Tipps und – sehr nett – einem Wissensquiz mit 2×20 Fragen zur Klitoris. Mit schickem Design und grossen Versprechungen (multiple … weiterlesen

Signifikanz und Relevanz

Die Pharma-Industrie mal wieder. Eben meldet Trimel Pharmaceuticals einen tollen Erfolg in der Behandlung weiblicher Orgasmusstörungen. Das Medikament – Tefina heisst es – ist ein Testosteron-Nasenspray. Es wurde nach allen (formalen) Regeln der klinischen Forschung in verschiedenen Dosen bei einer Stichprobe von 256 prä- und postmenopausalen Frauen in Canada, Australien und den USA über 84 … weiterlesen

Vorgetäuschter Orgasmus

Einem nicht ganz unplausiblen On-dit zufolge täuschen Frauen einen Orgasmus vor, um dem Mann zu signalisieren, dass er zu Ende kommen kann, als Exit-Signal sozusagen, wenn es ihr oder ihm zu lange dauert. Dazu gibt es auch Zahlen. Von 453 partnergebundenen jungen US-Amerikanerinnen sagen 54%, dass sie schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht haben. Frauen, die … weiterlesen

Nicht-genitaler Orgasmus

Der Orgasmus ist weniger ortsgebunden als man denken sollte. In einer ausführlichen Fallsammlung berichten Barry Komisaruk und Beverly Whipple, beides ausgewiesene  Sexualforscher, über eine ganze Reihe von nichtgenitalen Stimulationen, die zu einem Orgasmus führen können: Reizung an bestimmten Körperzonen („Zonenorgasmus“): Anus, Hand, Schulter, Brust und Brustwarzen, Mund, Nase, Knie, Prostata, Ohrläppchen, sogar an Phantomgliedern. Leider … weiterlesen

Polygamie in den Genen

 Die Polyamoristen haben ihre Bibel.  „Sex at Dawn“ heißt dieser New York Times Bestseller von Christopher Ryan und Cacilda Jethá. Das Buch attackiert ein dominantes Paradigma der Verhaltensbiologie. Unser heutiges sexuelles Verhalten wird aus dem Steinzeit-Modell der Familie Feuerstein („Flintstonization“) hergeleitet. Was sich bei der sexuellen Partnerwahl durchgesetzt hat, wird als genetische Disposition weitergegeben: Frauen … weiterlesen

Sportlicher Orgasmus

Unter „coregasm“ wird das Phänomen bezeichnet, daß beim Training der Bauchmuskeln (core abdominal muscle) orgasmusähnliche Erlebnisse vorkommen können. Das geistert schon lange durch einzelne Fallberichte. In einer Internet-Studie sind die Sexualforscher Debby Herbenick und Dennis Fortenberry  dem systematisch nachgegangen. Ihr Ergebnis: sportliches Training kann bei Frauen zum Orgasmus führen. Besonders bei Bauchmuskeltraining (über die Hälfte), … weiterlesen

Der unabhängige Orgasmus

Orgasmusschwierigkeiten von Frauen haben – um den Leidensdruck in eine Schublade zu stecken – schon alle möglichen Erklärungen über sich ergehen lassen müssen: Partnerkonflikte, Persönlichkeitsstörungen, hormonelle Defizite, fehlende anatomische Kenntnisse, ungeschickte Männer, Traumatisierungen usw..  Jetzt hat eine großangelegte Untersuchung an australischen Frauen ergeben: Orgasmusstörungen korrelieren mit – nichts. Ein Drittel (35%) der Frauen hatte nie … weiterlesen