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Fritz B. Simon

Tödliche Konflikte

Zur Selbstorganisation privater und öffentlicher Kriege

319 Seiten, 14 Abb., Kt, 2., erw. u. korr. Aufl. 2004
€ 24,90
ISBN 978-3-89670-427-6

Es vergeht kein Tag, ohne dass uns Nachrichten von Konflikten in unserer näheren oder weiteren Umgebung erreichen, die sich zutreffend nur als Krieg bezeichnen lassen. Krieg kann als ein Konflikt verstanden werden, bei dem die beteiligten Parteien ihr Überleben riskieren. Das gilt nicht nur für Konflikte zwischen Nationen, sondern auch für andere soziale Einheiten wie Firmen, Organisationen, Stämme, Banden usw., ja, auch für Individuen. Beispiele sind das Duell oder die manchmal in Mord und Totschlag endenden Konflikte zwischen Ehepartnern. In diesem Buch werden die Entstehungsbedingungen von Kriegen aus systemtheoretischer Perspektive analysiert. Der Autor bezieht dabei sowohl biologische und psychoanalytische Modelle als auch soziologische Erkenntnisse ein. Ergebnis ist, dass solche Kämpfe im allgemeinen nicht um irgendwelcher wirtschaftlicher oder triebhafter Interessen Willen ausgefochten werden, sondern dass es um scheinbar so antiquierte Werte wie Ehre, Stolz und Status geht. Kriege sind nach Auffassung des Autors deshalb als Fortsetzung des Sports mit anderen Mitteln zu verstehen und, nicht zu vernachlässigen, als ultimative Form des Entertainments – zumindest für die nicht direkt beteiligten Beobachter.

Rezension zu diesem Buch

Ein sehr dichtes und erhellendes Buch zum Phänomen Krieg.
Michael Hartmann (Bibel und Kirche Organ der Katholischen Bibelwerke, 4/2005)

Der Autor versucht eine neue, umfassendere Definition des Kriegsbegriffes und belegt mit einfachen, aber überzeugenden Modellen den Weg zum Krieg.
... ein ausgezeichnetes Buch mit einer Fülle von Einsichten.
(Österreichische Militärische Zeitschrift, 2/2003)

Das Besondere und Außergewöhnliche in diesem Buch sind die allparteilichen Herausarbeitungen von Entstehungsbedingungen von Kriegen aus systemtheoretischer Perspektive.
Karl-J. Kluge (Biblio-Kom, September 2001)

Die Schärfe von Simons Beobachtungen macht aus dem Fachbuch einen spannenden Krimi. Beinahe beiläufig erfährt man Grundbegriffe aus der Systemtheorie – praktisch angewandt. Die Erkenntnisse seiner Untersuchung lassen sich auf militärische Auseinandersetzungen übertragen, sie nehmen einem – zumindest zeitweise – das Gefühl von Handlungsunfähigkeit.
Carmen uterholzer (Netzwerke ÖAS Österreichische Arbeitsgemeinschaft f. systemische Therapie u. systemische Studien, 5/2001)

Ein sehr interessantes Buch über Konflikt-, Kriegs- und Kriegsvermeidungsmuster, das endlich eine Grundlage für einen neuen, systemisch-konstruktivistischen Zugang zu Konflikten bietet.
(Lernende Organisation, Juli/August 2001)

Es ist das Verdienst Simons, rein politische oder psychologische Analysen des Krieges um systemische Aspekte erweitert zu haben und dadurch Zugang zu ganz neuen Interpretationen gefunden zu haben.
Karsten Trebesch (OrganisationsEntwicklung, 3/2001)

Fritz B. Simon gehört zu den beneidenswerten Zeitgenossen, die in der Lage sind, todernste Themen mit bitterer Witzigkeit, einem gehörigen Schuss Sarkasmus und mit einer Sprachgewandtheit darzustellen, die den Leser veranlasst, ihm bis zur letzten Zeile zu folgen.
Der Autor versteht die Protagonisten auf der politischen Bühne besser als sie sich selbst.
Hubert Mackenberg (Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, Juli 2002 Jg. 20(3))

Ich weiß nicht, ob ich mich heute noch einmal trauen würde, dieses Buch so zu schreiben. (Fritz B. Simon)
(Rhein-Neckar-Zeitung, 01. 10. 2001)

Aufschlussreich und empfehlenswert, zumal es auch interessante Einblicke in uns fremde Kulturen anbietet. Durch die Fülle und die gründliche Ausführung hebt es sich von solchen Publikationen ab, die allein auf die mittlerweile bekannten Ideen zur symmetrischen Eskalation verweisen.
Hans-Georg Pflüger (Systhema, 3/2001)

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Fritz B. Simon

Fritz B. Simon, Dr. med., Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke. Systemischer Organisationsberater, Psychiater, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut. Mitbegründer der Management Zentrum Witten GmbH und der Simon, Weber and Friends, Systemische Organisationsberatung GmbH. Autor bzw. Herausgeber von ca. 240 wissenschaftlichen Fachartikeln und 25 Büchern, die in 13 Sprachen übersetzt sind.

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