
Ronald Grossarth-Maticek
Krebsrisiken – Überlebenschancen
Wie Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken
224 Seiten, 16 Abb., Kt, 3. Aufl. 2006
€ 22,50
ISBN 978-3-89670-534-1
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Dieses Buch führt zwei namhafte systemische Forscher aus unterschiedlichen Gebieten zusammen. Helm Stierlin und Ronald Grossarth-Maticek bündeln hier ihre Erkenntnisse aus der systemischen Familientherapie bzw. aus der systemisch orientierten Epidemiologie zu neuen, übergeordneten Konzepten. Dabei geht es um die Interaktion von psychischen und physischen Risikofaktoren bei der Entstehung von schweren Krankheiten. Die Autoren stützen sich unter anderem auf Ergebnisse aus sogenannten prospektiven Interventionsstudien, die sich z. T. über 30 Jahre erstrecken. Bei diesen Studien wurden die Daten vor dem klinischen Ausbruch von Krebserkrankungen erfaßt, und gleichzeitig wurden experimentell Interventionen durchgeführt. Die Tatsache, dass in den präventiv behandelten Gruppen bedeutend weniger Menschen erkrankten als in den nicht behandelten Kontrollgruppen, verleiht diesem Buch seine Brisanz.
Rezension zu diesem Buch
Ein gut fundiertes Buch, mit Zahlen solide untermauert.
Josef Karl (Naturheilpraxis, Januar 2006)
Obwohl in dem Buch sehr viele Informationen enthalten sind und es einen hohen wissenschaftlichen Anspruch hat, ist es leicht lesbar und gibt hilfreiche Anregungen für den Umgang mit chronisch Kranken und Krebspatienten. Es richtet sich gleichermaßen an Therapeuten und interessierte nichtmedizinische Leserinnen und Leser. Aufgrund der dargestellten ermutigenden Ergebnisse, die beweisen, dass Gesundheit durch wissenschaftlich begründete Verhaltensänderung gelernt werden kann, ist es auch als Lektüre für betroffene Patienten empfehlenswert und motivierend.
Beate I. Kreisel (GPW, )
Dieses Buch ist methodisch bahnbrechend und wird in Theorie und Praxis eine große Bedeutung bekommen. Entsprechend wendet es sich nicht nur an Ärzte, Therapeuten und Wissenschaftler, sondern auch an den Zeitgenossen, der wissen möchte, wie er möglichen Erkrankungen vorbeugen kann oder eine bereits eingetretene überwindet.
Stephan Wehowsky (Neue Zürcher Zeitung, 18. 11. 1998 Nr. 268)
Wie hilflose Verhaltensweisen geändert werden können, wird in verständlicher Form und mit Beispielen belegt. Handlungsanleitende Grundannahmen und eine empirisch begründete Typenlehre erlauben es dem Leser, eine persönliche Beziehung zu der Fülle an informativem Material herzustellen, ohne in rein wissenschaftliche Abhandlungen verwickelt zu werden. Der Verlag hat gemeinsam mit den Autoren das Kunststück vollbracht, die mehrfachen Ebenen des Erfahrungsmaterials der beiden empirisch arbeitenden Wissenschaftler in wohltuender Übersichtlichkeit darzustellen, so dass – ohne dass die Seriosität der Darstellung leidet – die Lektüre nicht ermüdet, sondern dem Titel gerecht wird und zu einem Verständnis beiträgt, wie Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken.
Rainer Frentzel-Beyme (Arzt und Umwelt, 1998 /4(11))
Herausragend ist die Arbeitsweise Grossarth-Maticeks in verschiedener Hinsicht. Er verfügt über eine solide wissenschaftliche Basis, eine transparente und exakte Methodik und umfangreichstes Datenmaterial. Das ermöglicht ihm, auch zu sehr speziellen Fragen statistisch relevante Aussagen zu machen. Vor allem aber schafft er es, modernste neurobiologische Erkenntnisse mit psychologischen und soziologischen Ansätzen zu verbinden und somit den Autismus des reinen Spezialisten zu überwinden. Die Ergebnisse haben unter den Spezialisten zu innovativen Diskussionen geführt und werden die Ursachenforschung noch auf Jahre hinaus beeinflussen. Wie in der Branche üblich, sind seine Arbeiten zwar nicht unumstritten, an ihrer methodischen Seriosität lässt sich jedoch kaum zweifeln.
Bruno Kesseli (Weltwoche, 02. 03. 2000)

Helm Stierlin
Helm Stierlin, Prof. em., Dr. med. et phil., geb. 1926 in Mannheim, arbeitete zwischen 1955 und 1974 an verschiedenen psychiatrischen Kliniken und Forschungsinstituten, vor allem in den USA, wo er zum Psychoanalytiker ausgebildet wurde. Dazwischen nahm er Professuren und Gastdozenturen an verschiedenen amerikanischen Universitäten sowie in Neuseeland und Australien wahr. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1991 war er ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: psychotische und psychosomatische Störungen, der Ablösungsprozess der Adoleszenz, systemische Familientherapie, psychohistorische Studien. 1985 erhielt er den renommierten Distinguished Professional Contribution to Family Therapy Award der American Association for Marriage and Family Therapy.
Helm Stierlin war Mitbegründer und bis 1995 Mitherausgeber der Zeitschrift "Familiendynamik". Daneben veröffentlichte er über 280 wissenschaftliche Arbeiten und dreizehn Bücher, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden, darunter "Nietzsche, Hölderlin und das Verrückte", "Krebsrisiken – Überlebenschancen" und "Gerechtigkeit in nahen Beziehungen".

Ronald Grossarth-Maticek
Ronald Grossarth-Maticek Dr. phil., Dr. med. sc., studierte Soziologie, Psychopathologie, Kriminologie und Medizin an den Universitäten von Heidelberg bzw. Belgrad. Er ist Professor für postgraduierte Studien und Direktor des Instituts für Präventive Medizin, politische Wirtschafts- und Gesundheitspsychologie am Europäischen Zentrum für Frieden und Entwicklung/Universität für Frieden der Vereinten Nationen.
oder in den Warenkorb Bücher/AV-Medien (CD und DVD)
und werden getrennt voneinander bearbeitet. Eine gemischte Bestellung von Büchern und elektronischen Artikeln in nur einem Warenkorb ist leider nicht möglich.

