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Niklas Luhmann

Einführung in die Theorie der Gesellschaft

Hrsg. v. Dirk Baecker

336 Seiten, Kt, 2. Aufl. 2009
€ 29,95
978-3-89670-477-1

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Die Bedeutung von Niklas Luhmanns Systemtheorie als Form gesamtgesellschaftlicher Analyse ist unbestritten. Seine Gesellschaftstheorie bildet zusammen mit seiner Organisationstheorie, politischen Theorie und Wissenssoziologie sein herausragendes Werk. Mit seiner letzten Vorlesung an der Universität Bielefeld verfolgte Niklas Luhmann das Ziel, der modernen Gesellschaft eine Theorie zur Verfügung zu stellen, die ihr neue Spielräume und „Navigationsmöglichkeiten” eröffnet. Durch Rückblenden auf ältere Gesellschaften, ihre Strukturen und ihre Denkweise, arbeitet Luhmann heraus, worin sich die moderne Gesellschaft von allen bisherigen unterscheidet. Parallel dazu beschreibt er die heutige Gesellschaft mit Hilfe von Begriffen, die der Soziologie bis dahin eher fremd waren vornehmlich aus der Systemtheorie aber auch aus der Biologie, aus der Kybernetik oder aus der Kommunikations- und der Informationstheorie. Luhmann richtet seine Theorie dabei an konkreten empirischen Phänomenen aus – seien es die internationalen Finanzmärkte, Politik, Sprache oder moderne Kommunikationsmedien – und macht sie dadurch plausibel. Im Verlauf der Vorlesung gelingt es ihm so, bestehende Erkenntnis- und Denkblockaden aufzulösen und den Blick auf den Charakter und die Form der gegenwärtigen Gesellschaft freizugeben.

Impressionen von der x mess 2011

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Rezension zu diesem Buch

Vieles von dem, was da steht, lässt sich unerwartet einfach verstehen! Das überrascht und ist ungewohnt. Die Lösung des Rätsels: Dieses Werk gehört nicht in Luhmanns „Gutenbergwelt“. Es handelt sich um die Abschrift einer Vorlesung nach Mitschnitten. Auch Luhmann trug seinen Hörern „seinen Stoff“ anders vor als seinen Lesern. Nun kann sich endlich ein jeder davon überzeugen (...)
Luhmanns Vorlesung breitet vor dem Leser in einem einzigen furiosen Durchgang die komplexe Welt seiner Gesellschaftstheorie und seines Denkens aus. Das Zuschauen bei der Verfertigung seiner Gedanken ist sicher das, was den unwiderstehlichen Reiz des Buches ausmacht. Der Leser wird von Seite zu Seite mehr und mehr von dem Eindruck beschlichen, vor ihm werde das Weltbild und Wissen eines Enzyklopädisten und Universalgelehrten ausgebreitet.
Harald Wasser (Information Philosophie, Juni 2007)

Diese spielerische und zugleich sich selbst dabei kontrollierende Form, in der sich die luhmannsche Theorie hier präsentiert, darf man getrost als ein vorletztes Zeugnis genuiner Theoriearbeit lesen. Sie offenbart sich mehr als in den thematischen Leitfiguren in den Nebenbemerkungen, und sie zeigen den Theoretiker auf der Höhe seines Wissens und das heißt: selbstironisch.
Andreas Göbel (Soziale Systeme, 12/2006, Heft 1)

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Niklas Luhmann

Niklas Luhmann (1927–1998) zählt zu den bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts und überraschte immer wieder auch durch Stellungnahmen zu zeittypischen Phänomenen. Von 1968 bis 1992 hatte er den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bielefeld inne.

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