
Arist von Schlippe (Hrsg.)
Jochen Schweitzer (Hrsg.)
Coaching für Eltern
Mütter, Väter und ihr "Job"
288 Seiten, Kt, 2006
€ 29,95
ISBN 978-3-89670-513-6
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes versuchen, mit Eltern maßgeschneiderte, oft sehr individuelle Wege für die Lösung ihrer Erziehungsprobleme zu finden. Das Buch stützt sich dabei auf drei besonders wirksame und aktuelle Konzepte: * Das Konzept der "elterlichen Präsenz" überträgt Ideen zum gewaltfreien Widerstand in den Erziehungsalltag. Es vermittelt Eltern eine neue Haltung und alternative Verhaltensmöglichkeiten. * Das "Marte Meo"-Konzept hilft Eltern mittels videogestützter Entwicklungsberatung, Kompetenzen für die Interaktion mit dem Kind zu erkennen und systematisch auszubauen. * Methoden aus der systemischen Familientherapie, aus der hypnosystemischen Therapie und der Aufstellungsarbeit wurden für die "Stärkung" der Eltern und für die Verbesserung ihrer Kooperationsmöglichkeiten mit den Lehrern ihrer Kinder weiterentwickelt. Mit seinen vielfältigen Beispielen aus dem Erziehungsalltag bietet das Buch eine wirksame Alternative zu eindimensionalen Lösungsversuchen à la Super-Nanny.
Mit Beiträgen von: * Maria Aarts * Peter Bünder * Olaf Düring * Andrea Ebbecke-Nohlen * Ulrike Eisentraut * Susanne Flath * Petra Girolstein * Michael Grabbe * Jürgen Hargens * Christian Hawellek * Cornelia Hennecke * Robert Hennes * Wolfgang Loth * Barbara Ollefs * Haim Omer * Karl-Heinz Pleyer * Wilhelm Rotthaus * Elfriede Schnitzspan * Marion Scholz * Irit Schorr-Sapir * Annegret Sirringhaus-Bünder * Gunthard Weber * Uri Weinblatt
Rezension zu diesem Buch
Das Buch ist eindeutig aus einem systemischen Blickwinkel geschrieben. Die Autoren sind überwiegend Lehrtherapeuten der renommierten systemischen Institute in Heidelberg bzw. Weinheim. Dadurch dass es sehr praxisbezogen – auch mit zahlreichen Fallvignetten – gestaltet ist, liest es sich aber auch flüssig für jemand, der nicht primär systemisch orientiert oder vorgebildet ist. Im Anschluss an jedes Kapitel findet sich ein prägnantes Literaturverzeichnis.
Insgesamt ist es ein lesenswertes und engagiertes Buch, dem eine weite Verbreitung in den unterschiedlichen Berufsgruppen zu wünschen ist.
Jochen Gehrmann (Zeitschrift für Individualpsychologie, 1/2008)
In einer Zeit, in der wöchentlich bis zu fünf Millionen Zuschauer auf einem Privatsender mitverfolgen, wie die Super Nanny' ungezogene und tyrannische Kinder scheinbar bändigt, bietet das übersichtlich gestaltete Buch auch professionellen Beratern ein ausgewogenes Kontrastprogramm, um erziehungsunsichere Eltern nachhaltig zu unterstützen.
Ein lesenswertes und engagiertes Buch.
Jochen Gehrmann (Zeitschrift f. Kinder- u. Jugendpsychiatrie u. Psychotherapie, März 35 (2) 2007)
Das Buch beinhaltet neunzehn hochkarätige Aufsätze, in denen verschiedene Bereiche des Coachings von Eltern gut lesbar, sehr niveauvoll und zugleich praxistauglich beschrieben werden. Die Autoren gehören unbestritten zu den führenden Köpfen im Bereich der systemischen Therapie/Familientherapie und der systemischen Pädagogik. Es finden sich beim Lesen viele interessante und anregende Beispiele aus dem beruflichen Alltag und Methoden und Techniken systemischen Alltags.
Das Buch bietet einen hohen Lesegenuss und kann bei Bedarf auch lexikalisch eingesetzt werden. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Darstellung der systemischen Perspektiven und Grundannahmen.
Maria A. Schriegel (ID:EAS, Januar 2007)
Nun also noch ein Buch zum Thema. Aber ein wichtiges. Wer einen weiteren Ratgeber in der Art Zehn Schritte zur glücklichen Familie' erwartet, wird von diesem Band sicher enttäuscht sein, denn er liefert keine Patentrezepte, die, heute angewendet, morgen schon greifen.
Es geht darum, das System Familie zu verstehen und das eigene Verhalten darin als professionelle Herausforderung zu begreifen. Anstatt Familien starre Konzepte überzustülpen, an die sie sich zu halten haben, hilft das Buch Eltern zu erkennen, wie Konflikte entstehen und wie eine positive familiäre Atmosphäre geschaffen werden kann.
Eva Tenzer (Psychologie heute, Februar 2007)
Coaching für Eltern' ist ein Sammelband mit einem wahren Fundus an Anregungen für das eigene therapeutische Handeln!
Joachim Hackler (Sprachrohr Lerntherapie , 2/2006)
Im Orchester der sich ständig neu entwickelnden Programme und Trainings für Eltern wird dieses Buch keine oder (hoffentlich) eine schräge Stimme spielen.
So unterschiedlich und facettenreich die verschiedenen Beiträge und Kapitel sind, so haben sie doch einen gemeinsamen roten Faden: Jede Situation und jede Familie ist unterschiedlich, daher kann es keine Rezepte geben. (Notwendig ist vielmehr, mit den Beteiligten herauszuarbeiten, was das Ziel sein soll und welche Schritte dazu hilfreich sein sollen.)
Ich finde das Buch hervorragend, weil es eindringlich klar macht, dass Rezeptlösungen nicht lösen.
Unbedingt ein Buch für Fachleute und vielleicht auch für Eltern!
Jan-Cort Mensching (Systhema, Heft 3/2006)
Leserinnen und Leser, die berufsbedingt bereits gewisse Erfahrung in der Arbeit mit erziehungsauffälligen Kindern und Jugendlichen haben, finden hier eine Orientierung über den aktuellen Stand ihres Arbeitsfeldes und gute Hinweise für die Erweiterung ihrer Arbeit.
Klaus-Günther Beck-Ewerhardy (www.sandammeer.at, ab 23.09.2006)

Cornelia Tsirigotis
Cornelia Tsirigotis, systemische Familientherapeutin und Supervisorin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Redakteurin der familientherapeutischen Zeitschrift Systhema.

Arist von Schlippe
Arist von Schlippe, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut. Inhaber des Lehrstuhls "Führung und Dynamik von Familienunternehmen" an der Privaten Universität Witten-Herdecke, davor 23 Jahre im Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück tätig. Lehrtrainer am Institut für Familientherapie Weinheim, Ausbildung und Entwicklung e.V.; 1999-2005 Vorsitzender der Systemischen Gesellschaft (Berlin). Autor zahlreicher Fachbücher.

Jochen Schweitzer
Jochen Schweitzer, Prof. Dr. rer. soc., Dipl.-Psych., Professor für Medizinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.
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