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Carole Gammer

Die Stimme des Kindes in der Familientherapie

Aus d. Englischen v. Theo Kierdorf
Mit einem Vorwort von Wilhelm Rotthaus
351 Seiten, Kt, 2. Aufl. 2009
€ 29,95
ISBN 978-3-89670-538-9

Verwandte Links:
Homepage von Carole Gammer, sowie Ihrer beiden Institute in der Schweiz und Deutschland

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Was geschieht mit dem Kind in der Familientherapie? Wie soll die Therapie auf das Kind ausgerichtet sein? Mit diesen Fragen beginnen Carole Gammers Ausführungen über die "Stimme des Kindes in der Familientherapie". In ihrer Arbeit stellt die international renommierte Familientherapeutin das Kind konsequent in den Mittelpunkt.

Das Kernstück des Buches bilden ausführliche Darstellungen und Erklärungen spezifischer Behandlungsmethoden, wie Rollenspiel oder die Arbeit mit Metaphern, die dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst werden. Zahlreiche praktische Erläuterungen für die Arbeit mit Kindern jeder Alterstufe machen Gammers Vorgehensweise Schritt für Schritt nachvollziehbar. Die Behandlung ausgewählter Probleme, wie schwierige Geschwisterbeziehungen oder Hyperaktivität, wird an konkreten Sitzungsverläufen erläutert. Zum Abschluss werden zugrundeliegende theoretische Aspekte erörtert.

Eine Fundgrube für Familientherapeuten: zur Erweiterung des Repertoires und als Denkanstoß für die tägliche Praxis.

"Das Buch reflektiert auf jeder Seite den großen Erfahrungshintergrund der Autorin als Therapeutin und Supervisorin." Wilhelm Rotthaus

Weitere Titel

  Kindorientierte Therapie - Buch

Rezension zu diesem Buch

Gammer gelingt mit ihrem Buch eine Erweiterung unseres systemtheoretischen wie systemtherapeutischen Denkens. Durch eine Fülle von Praxisbeispielen stellt es außerdem einen Fundus von verschiedenen Techniken und Methoden zur Verfügung, die dem familientherapeutisch arbeitenden Leser die Vielfalt von Handlungsmöglichkeiten vor Augen führen. Eine sehr bereichernde Lektüre.
Peter Dillig (Erziehungsberatung aktuell, 1/2008)

Gammer wählt für ihr Buch eine besondere Gliederung: Zunächst werden ausführlich verschiedene Methoden in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und ihren Familien vorgestellt, erst danach kommt der ’theoretische Überbau'. Dies hat den Vorteil, dass sich Lesende, die nur begrenzt an (system-)theoretischen Erörterungen interessiert sind, direkt von der Praxis der Autorin inspirieren lassen können. Und gerade in diesen ersten, praxisnahen Kapiteln – dies sei vorweg genommen – liegt die große Stärke des Buches.
Nach der Lektüre dieses Buches kann man nur hoffen, dass dazu bald ein Nachfolgeband erscheint.
Elisabeth Jürgens (Verhaltenstherapie mit Kindern & Jugendlichen. Zeitschrift für die psychosoziale Praxis, 2/2008, 4. Jg.)

"Ich möchte hier schlicht meine Karten auf den Tisch legen" (S. 333) schreibt sie bei dieser Theroriediskussion. Diese Anschauung kennzeichnet das ganze Buch. Carole Gammer legt sehr anschaulich ihre Karten auf den Tisch. Von der ersten Seite an gibt es eine Fülle praktischer Anregungen; ihre riesige Erfahrung als Therapeutin und Supervisorin ist deutlich spürbar. Fazit: Ein rundum empfehlenswertes Buch.
Lothar Unzner (Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 6/2008)

Das Buch ist sehr praktisch angelegt. Der Leser taucht ein in die Werkstatt der Familientherapie. Bei mir kamen viele Erinnerungen an die Ausbildung mit den sehr lebendigen szenischen Darstellungen, die Carole Gammer so liebt und meisterhaft beherrscht. Sie zeigt auf, wie Kinder in das Geschehen aktiv einbezogen werden können (...) Das Werk ist eine wahre Fundgrube für in der Praxis tätige Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten und für Familientherapeuten. Die 29,95 lohnen sich wirklich.
Gerhard Gutscher (Kontext. Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie., 2/2008 (Mai))

Ein Buch für die Praxis, fast schon ein Leitfaden, wie Kinder nicht nur als Teil eines Familiensystems wahrgenommen werden können, sondern im Rahmen eines dezidiert familientherapeutischen Vorgehens als Akteure Gehör finden, ohne ihre Stimme erheben zu müssen.
Fazit: ein empfehlenswertes Buch, das endlich die Überlegungen der bekannten amerikanischen Familientherapeutin allgemein zugänglich macht. Mit ihrer eigenständigen Entwicklung eines kindorientierten familientherapeutischen Vorgehens ist sie in der Gesellschaft von Systemikern wie Rotthaus, Bonney und Wilson zu sehen.
Peter Luitjens (Systhema, 1/2008)

Das Buch ist von einer überaus erfahrenen Praktikerin für die Praxis geschrieben.
Dadurch, dass es sehr praxisbezogen und unprätentiös – auch mit zahlreichen Fallvignetten – geschrieben ist, liest es sich auch flüssig für jemand, der nicht primär systemisch orientiert oder vorgebildet ist. Auch nicht vorrangig psychotherapeutisch vorgebildete Kollegen und Kolleginnen werden das Buch wegen seiner Praxisorientierung und lebendigen Darstellweise schätzen lernen. Ein ausführliches Literaturverzeichnis am Ende erlaubt bei Bedarf eine Vertiefung der Thematik.
Insgesamt ist es ein lesenswertes und engagiertes Buch, dem eine breite Verbreitung in den unterschiedlichen Berufsgruppen zu wünschen ist.
Jochen Gehrmann (Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 3/2007 (Oktober))

Die Autorin Carole Gammer zeigt sich als ausgewiesene Vermittlerin zwischen der wissenschaftlichen Forschungsarbeit und dem therapeutischen Praktizieren bzw. Lehren und Supervidieren. Ihre Stärke: äußert konzentriert einzelnen Themen eine spezifischen Raum zu geben und Potentiale für therapeutische Haltungen und Interventionen zu bieten.
Möge dieser Titel seinen Stammplatz im Chor systemischer Titel bekommen, auch wenn er nicht durchgehend die erste Stimme abgeben wird. Schließlich wird es darauf ankommen, dass die Stimme der Kinder gehört wird.
Detlef Rüsch (www.amazon.de, 18.07.2007)

Bild - Autor

Carole Gammer

Carole Gammer, Dr. phil., Dipl.-Psych., war als klinische Psychologin in der kinderpsychiatrischen Abteilung der Harvard-Universität tätig. Seit 1980 lebt sie in Paris und bildet systemische TherapeutInnen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Spanien aus. Sie lehrt und supervidiert in multiplen kinder-, jugend- und
erwachsenenpsychiatrischen Kliniken, Beratungsstellen, Jugendämtern, Suchtkliniken und ähnlichen Institutionen.

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