Ernst von Glasersfeld
Wie wir uns erfinden
Eine Autobiographie desradikalen Konstruktivismus
250 Seiten, Kt, 4. Aufl. 2010
€ 24,95
978-3-89670-580-8
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Zwei ältere Herren, einer Biophysiker, der andere Psychologe, treffen sich, um über die Vergangenheit zu sprechen. Im Verlauf des Dialogs erkennen sie sich in den Augen des jeweils anderen wieder. In und über die erzählte Geschichte offenbart sich eine ungeahnte Geistesverwandtschaft. Das könnte eine ganz alltägliche Geschichte sein. Allerdings handelt es sich bei den beiden Protagonisten um die Väter des Radikalen Konstruktivismus. Der Bitte ihres Verlegers, ein Tonband mitlaufen zu lassen, kamen sie gerne nach. Ein Glücksfall, wie sich im Nachhinein herausstellt. In einem ungemein spannenden, quicklebendigen Dialog werden komplexe wissenschaftliche Fragen auf allgemeinverständliche Weise thematisiert: Was haben Kurzwellen und Kühe gemein? Warum vergräbt das Eichhörnchen eine Nuss? Was verbindet diese Frage mit der folgenden: Was kommt erst: Sprache oder Bewusstsein?
Ernst v. Glasersfeld: Radikaler Konstruktivismus 1/2
Rezension zu diesem Buch
Einerseits eine lebendige und unterhaltsame Lektüre. Andererseits eine wirklich inspirierende Belebung des Genres des philosophischen Gespräches. Ein Buch voller interessanter Geschichten.
Falko Wilms
(SEM RADAR – Zeitschrift für Systemdenken und Entscheidungsfindung im Management, 02/2005)
Espritgeladenes Dinner For two!
Liane Schülke
(Das Dosierte Leben, Nr. 31 2003)
… lebendig und unterhaltsam, biografisch und anekdotenreich …
Komplexe wissenschaftliche Fragen werden elegant, quasi im Vorübergehen thematisiert. Wissenschaft wird begreifbar, weil erlebbar und nachvollziehbar. Auch für denjenigen, der mit dem radikalen Konstruktivismus bislang nichts zu tun hatte, ist dies eine lebendige und unterhaltsame Lektüre.
Liane Schülke
(Gnostika, Juli 1999)
Insgesamt handelt es sich um ein Buch voller interessanter Geschichten, in denen Wissenschaft als verantwortungsvolle Tätigkeit beschrieben wird.
Joachim Hesse
(Systhema, 2/2000)
Dieses Buch ist eine interessante Neubelebung des Genres des philosophischen Gespräches. Erkennen und Wissen wird anhand von Biografie spannend und unterhaltsam aufbereitet.
Heike Schader
(Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, Juli 2001)

Heinz von Foerster
Heinz von Foerster (1911–2002) war nach dem Studium der Physik in Wien in verschiedenen Forschungslaboratorien tätig, bevor er 1949 in die USA übersiedelte. An der Universität von Illinois gründete er das inzwischen legendäre Biologische Computer-Laboratorium – die Wiege jener Erkenntnistheorie, die später unter der Bezeichnung „Konstruktivismus“ für Aufsehen sorgen sollte. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter: „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker“ (zus. mit Bernhard Pörksen), „Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus“ (zus. mit Ernst von Glasersfeld) und „Teil der Welt. Fraktale einer Ethik“ (zus. mit Monika Bröcker).

Ernst von Glasersfeld
Ernst von Glasersfeld, 1917 als Österreicher in München geboren, arbeitete bis 1962 als Journalist in Italien. In den Jahren zwischen 1970 und 1987 wandte er sich als Professor für Kognitive Psychologie an der University of Georgia (USA) der Entwicklung der von Piaget begründeten konstruktiven Wissenstheorie zu. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter „Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken“.
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