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Nils Greve  (Hrsg.)
Thomas Keller  (Hrsg.)
Helm Stierlin

Systemische Praxis in der Psychiatrie

Mit einem Vorwort von Helm Stierlin
Online-Ausgabe 2010
€ 14,95
Dateigröße: 3.7 MB
978-3-89670-644-7

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Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Systemische Arbeitsformen wurden ursprünglich in der Arbeit mit schweren psychiatrischen Störungen entwickelt und eignen sich für die Psychiatrie aus mehreren Gründen in besonderer Weise: – Sie sind ausgesprochen ökonomisch im Hinblick auf das Verhältnis von zeitlichem Aufwand und Ergebnis. – Sie lassen sich flexibel auf die Arbeit mit Einzelpersonen, mit Paaren und Familien sowie mit größeren Systemen anwenden. – Sie sind gut kompatibel mit anderen Therapiestilen und Ideensystemen.

Die Beiträge dieses Bandes zeigen auf vielfältige Weise die Chancen auf, die systemisches Arbeiten in der Psychiatrie eröffnet. Das Buch führt dabei Praktiker aus Deutschland, Italien, den skandinavischen Ländern und den USA zusammen und vereinigt auch dadurch Perspektiven aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Rezension zu diesem Buch

Anhand zahlreicher Beispiele, gut nachvollziehbar und spannend beschrieben, geben die Autoren einen tiefen Einblick in die therapeutischen Sitzungen mit Einzelpatienten, Paaren oder Familien vor dem Hintergrund systemischer Prinzipien und Handlungsstrategien.
Michael Horn (www.buch-sozial.de , 2003)

… ein Buch für alle, die sich von der Routine und der oft scheinbar ergebnislosen psychiatrischen Alltagspraxis erdrückt fühlen, oder für diejenigen, die dafür sorgen wollen, dass es nicht so weit kommt.
Bettina Wittmund (Psychiatrische Praxis, Heft 3)

Gerade für diejenigen, die Gefahr laufen, in ihrem psychiatrischen Alltag von Routine und Ergebnislosigkeit erdrückt zu werden, könnte dieses Buch ein Tonikum sein. Es könnte vermitteln, dass systemisches Arbeiten, gemessen an anderen therapeutischen Bemühungen, nicht nur erstaunlich erfolgreich sein kann, sondern dass es auch Spaß macht.
Helm Stierlin

Dieser Sammelband steht unter dem Motto ‚Ver-handeln statt Be-handeln‘. Als Grundfragen werden das Verhältnis von Systemtherapie und Sozialpsychiatrie und der Krankheitsbegriff in der Psychiatrie behandelt.
Liane Schülke (Psychotherapie im Dialog, 3/2002)

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Nils Greve

Nils Greve Dipl.-Psych., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Vorsitzender des Psychosozialen Trägervereins Solingen und der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland (AGpR). Arbeitsschwerpunkte: Integration von Klinik- und Gemeindepsychiatrie, Aufbau Gemeindepsychiatrischer Verbünde, psychotherapeutische Arbeit in psychiatrischen Kontexten, bedürfnisangepasste Behandlung psychischer Störungen und Psychopharmaka-Behandlung. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenbeiträge, Mitautor des Buches „Umgang mit Psychopharmaka“.

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Thomas Keller

Thomas Keller Dr., Psychiater und Psychotherapeut, Pionier der systemischen Arbeit in psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Einrichtungen, arbeitet nach vier Jahrzehnten in institutionellen Einrichtungen heute in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Einzel-, Paar- und Familientherapie, Beratung und Organisationsentwicklung sowie in der therapeutischen Aus- und Weiterbildung. Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Arbeiten, Vorträge und Seminare im In- und Ausland.

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Helm Stierlin

Helm Stierlin, Prof. em., Dr. med. et phil., geb. 1926 in Mannheim, arbeitete zwischen 1955 und 1974 an verschiedenen psychiatrischen Kliniken und Forschungsinstituten, vor allem in den USA, wo er zum Psychoanalytiker ausgebildet wurde. Dazwischen nahm er Professuren und Gastdozenturen an verschiedenen amerikanischen Universitäten sowie in Neuseeland und Australien wahr. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1991 war er ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: psychotische und psychosomatische Störungen, der Ablösungsprozess der Adoleszenz, systemische Familientherapie, psychohistorische Studien. 1985 erhielt er den renommierten Distinguished Professional Contribution to Family Therapy Award der American Association for Marriage and Family Therapy.
Helm Stierlin war Mitbegründer und bis 1995 Mitherausgeber der Zeitschrift „Familiendynamik“. Daneben veröffentlichte er über 280 wissenschaftliche Arbeiten und dreizehn Bücher, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden, darunter „Nietzsche, Hölderlin und das Verrückte“, „Krebsrisiken – Überlebenschancen“ und „Gerechtigkeit in nahen Beziehungen“.

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