
Boris Zernikow
Rote Karte für den Schmerz
Wie Kinder und ihre Eltern aus dem Teufelskreis chronischer Schmerzen ausbrechen
Mit einem Geleitwort von Marianne Koch
188 Seiten, Kt, 2009
€ 16,95
978-3-89670-688-1
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Paula ist 12 Jahre alt. Seit vier Jahren plagen sie chronische Bauchschmerzen. Die bisher angewandten Therapien haben ihr nicht geholfen. Paula ist von einem lebenslustigen Kind zu einem stillen, leidenden Mädchen geworden – und Paulas Eltern leiden mit.
Für Kinder wie sie und deren Eltern haben Michael Dobe und Boris Zernikow dieses Buch geschrieben. Sie erklären darin in verständlicher Weise, wie Kinder, Jugendliche und Eltern den Schmerzen aktiv begegnen können.
Auf der Basis ihrer Erfahrungen aus der ambulanten und stationären Kinderschmerztherapie zeigen die Autoren Reaktionsmöglichkeiten bei akuten Schmerzzuständen auf. Viele der Tricks und Verhaltensweisen sind einfach umzusetzen; sie erfordern manchmal ein wenig Mut und Geduld, aber keine aufwändigen Hilfsmittel oder Instrumente.
Das Buch hilft Familien, trotz Schmerzen zu einem normalen Alltag zurückzufinden, in dem Lachen und ein positiver Blick in die Zukunft wieder Platz haben.
Clip zum Buch
Rezension zu diesem Buch
„Rote Karte für den Schmerz“ enthält alles, was Betroffene wissen sollten. Auch Kinder sind in der Lage, das Buch zu verstehen, vielleicht gefällt ihnen sogar, dass Kinder selbst zu Wort kommen und ihre Leiden, aber auch den Ausstieg aus dem Leiden beschreiben. Die klare Haltung der Autoren ist ein weiterer Vorzug des Buches. Sie begreifen die persönliche Not der Kinder und der Eltern und lassen sich nicht vom Weg abbringen. Sie wissen, dass der Schmerz einem gerissenen Händler ähnelt, der versucht, Betroffenen, deren Familienmitgliedern und den behandelnden Ärzten und Therapeuten faule Kompromisse abzutrotzen.
Martina Wittels
(Die Presse, Wien, Spectrum-Literatur, 10.07.2010)
Das Buch vermittelt allen alltagstaugliches Basiswissen, das Hoffnung auf ein gutes Leben weckt. Empfehlenswert.
Aloisia Altmanninger
(bn Bibliotheksnachrichten Österreich, 2/2010)
Meine 14-jährige Tochter leidet unter chronischen Kopfschmerzen. Ich dachte, schon alles zu wissen. Aber dieses Buch hat mir noch manches Mal die Augen geöffnet! Das Tolle ist, dass es auch meine Tochter lesen konnte. Es ist sehr verständlich geschrieben.
Ich kann es zu 100 % empfehlen.
K. Paul
(Amazon, ab 02.05.2010)
Das Buch ist aufgrund seiner lebendigen Fallbeispiele, dem klaren Alltagsbezug, der ganzheitlichen Betrachtungsweise und der besonderen Beachtung von Adaptionen der Umwelt vor allem in der Ergotherapieausbildung zu empfehlen.
Gudrun Zimmermann
(Ergotherapie & Rehabilitation, 04/2010)
Ein sehr guter Leitfaden für betroffene Familien.
Rüdiger Fabian
(G+G-Wissenschaft (GGW), 2/2010)
Fazit: Ein Ratgeber, der chronischen Schmerzpatienten und deren Eltern genau das gibt, was sie brauchen. Das theoretische Wissen, um die Krankheit besser zu verstehen. Fallbeispiele, um eingefahrene Handlungsmuster und Denkfallen zu entlarven. Tipps von Experten und Betroffenen, die helfen, den Schmerz auszutricksen, sowie die Zuversicht, einen Weg zurückzufinden in einen normalen, altersgerechten und glücklichen Alltag.
Heike Littger
(Psychologie heute, Februar 2010)
Chronische Schmerzen beeinträchtigen nicht nur das Lebensgefühl des Kindes, das ganze Umfeld hat mit dem Schmerz zu tun. Helfen kann deshalb nur, wer alle Beteiligten einbezieht. Dafür liefern die Autoren in diesem Buch auf leicht verständliche Weise viele Hinweise, Tipps, Hilfen und Anregungen.
(Dr. med. Mabuse, September/Oktober 2009)
Auch Betroffene, die nur zeitweise unter Schmerzen leiden, können bei der Lektüre viel lernen. Denn die Fallgeschichten machen deutlich, dass Schmerzen nicht chronisch werden müssen, wenn rechtzeitig gegengesteuert wird. So leistet das Buch auch einen Beitrag zur Prävention.
Stephanie Hanel
(Gehirn & Geist. Serie Kindesentwicklung, Nr. 4/2009)
Zum Schluss sprechen Michael Dobe und Boris Zernikow noch einmal das primäre Ziel ihres Buches an: Eltern und dadurch auch Kinder mit Hintergrundwissen und Informationen über hilfreiche Verhaltensweisen bei chronischen Schmerzen zu versorgen. Das Buch sei weder Ersatz für eine professionelle schmerztherapeutische Behandlung, noch sei es zur Selbsttherapie geeignet. Als wirksame Hilfe im Alltag, nicht nur bei Schmerzen, sondern auch bei Stress und Ängsten, kann der Ratgeber jedoch zweifellos betrachtet werden.
Marlies Weissinger
(www.enjoyliving.at, 22.06.2009)
Dieser Ratgeber macht aus hilflosen Eltern und Jugendlichen wieder Akteure.
(Gehirn & Geist. Das Magazin für Psychologie und Hirnforschung, 7-8/2009)
Als ihrer langjährigen Erfahrung in der Kinderschmerztherapie haben die Autoren ein umfassendes und sehr informatives Handbuch für Eltern erstellt, mit vielen praktischen Tipps und Hinweisen. Ein praxis-orientiertes Handbuch, das nicht nur für Eltern, sondern auch für so manchen Therapeuten hilfreich sein kann.
Gerlind Bode
(WIR (Deutsche Leukämie-Forschungshilfe), 2/2009)
Obwohl ich kein chronisch krankes Kind habe, gibt mir dieses Buch zahl- und hilfreiche Anregungen im Umgang mit Schmerzen für mich und meine Kinder. Das Gelernte, im Umgang mit dem „Schmerzgedächtnis“, stärkt mich in meiner Rolle als Mutter und lernt mich Eigenes zu überdenken.
Für interessierte Leser und Eltern, die immer wieder mit den Schmerzen ihrer Kinder (aber auch eigenen) konfrontiert sind, ist dieses Buch ganz klar ein Gewinn!
Anita Huber-Hagmann
(www.elterncoaching.blogspot.com, 17. April 2009)

Michael Dobe
Michael Dobe Dr., ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln. Er arbeitet dort auf der psychosomatischen Station „Leuchtturm“ mit Schwerpunkt Kinderschmerztherapie sowie am Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin. Michael Dobe ist ausgebildeter Familien- sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.
2006 erhielt er den Stefan-Engel-Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin. Zudem ist er als Dozent für Ärzte und Psychotherapeuten im Bereich der Kinderschmerztherapie tätig.

Boris Zernikow
Boris Zernikow, Prof. Dr. med., ist Chefarzt der Abteilung für Schmerztherapie, Palliativmedizin und Psychosomatik der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln - Universität Witten/Herdecke. 2008 erhielt er einen Ruf auf den Vodafone Stiftungslehrstuhl der Universität Witten/Herdecke für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin. Boris Zernikow ist Konsiliararzt für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin am Universitätsklinikum Münster, Abteilung für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie sowie Konsiliararzt für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin am Kinderhospiz „Balthasar“ in Olpe. Daneben hat er die wissenschaftliche Leitung der Dattelner Kinderschmerztage – Kongress für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin, die alle zwei Jahre stattfinden.
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