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Tonius Timmermann
Astrid von Geyso

Klingende Systeme

Aufstellungsarbeit und Musiktherapie

Online-Ausgabe 2010
€ 9,95
Dateigröße: 4.0 MB
978-3-89670-775-8

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Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Die Aufstellungsarbeit im therapeutischen Kontext gewinnt durch die Kombination mit musiktherapeutischen Elementen eine neue Dimension. In Improvisationen mit einfachen Instrumenten, Stimme und Bewegung folgen die Teilnehmer inneren Impulsen, die nach außen drängen, sich dort gestalten und Wandlungsprozesse initiieren. Den Stellvertretern in Aufstellungen wird dabei sinnvolle Gleichzeitigkeit im nonverbalen Ausdruck ermöglicht. Die Musik gibt Zwischentönen und Unaussprechlichem Raum, lässt Zugehörigkeit sinnlich erlebbar werden. Der Lösungsprozess vollzieht sich wie das allmähliche Stimmen eines Instruments. Fallbeispiele aus Einzel- und Gruppenarbeit veranschaulichen diese besonderen Vorgehensweisen und den Umgang mit ihren Wirkungen. Sie bieten Anregungen und Einsichten für eine differenzierte Weiterentwicklung der Aufstellungsarbeit, insbesondere im Rahmen der künstlerischen Psychotherapien. Eine nachträgliche Befragung über Kurz- und Langzeitwirkungen ergab interessante Rückmeldungen von Seiten der Klienten; ihre Perspektiven runden das Bild ab. Formen der Aufstellungsarbeit, die allen Beteiligten viel Spielraum lassen, sind ein hervorragendes Forschungsinstrument für seelische Prozesse und Gesetzmäßigkeiten. Daraus entstehen neue Impulse für ein Denken und Handeln, das über das therapeutische weit hinausreicht.

Rezension zu diesem Buch

Das Buch gibt Anregungen für eine Weiterentwicklung der Aufstellungsarbeit.
Liane Schülke (Diakonie Report, 1/2005)

Neue Dimensionen der Aufstellungsarbeit eröffnen sich unter Einbeziehung von Musik. Sichtbar und hörbar wird, wie jedes Familienmitglied mehr ist als ein Konglomerat seiner Erfahrungen - die synthetische Deutung dessen, was sowohl jeder Einzelne als auch alle anderen erlebt haben. In der musikalischen Aufstellung entsteht in der gemeinsamen freien Improvisation der aufgestellten Familienmitglieder im Zusammenspiel die ganz eigene Melodie andere Klangfarbe hat.
Liane Schülke (Lebens/t/räume Das Magazin für Gesundheit und Bewusstsein, Nr. 2/04 Jg. 3)

Tonius Timmermann ist der richtige Autor für dieses Thema. Er ist nicht nur ein erfahrener Gruppen-, Selbsterfahrungs- und Ausbildungsleiter, also ein für systemisches Denken prädestinierter Praktiker, sondern auch ein berufspolitisch engagierter Kämpfer und ein versierter Musiker, also ein Anwalt der Musiktherapie.
Es ist Timmermann in diesem wichtigen und gut lesbaren Buch gelungen, die Musiktherapie in die Aufstellungsarbeit einzufügen. Mit seiner starken Sprache wirken die aufgegriffenen Zusammenhänge fast suggestiv.
Ich wünsche mir, dass die Praktiker neuer musiktherapeutischer Möglichkeiten nicht hinter den größeren und trendverwöhnten Schulen verschwinden, sondern neue psychotherapeutische Interventionstechniken in das goldene Handwerk mit der Musik integrieren können. Das war doch auch die Absicht von Timmermann.
Fritz Hegi (Musik und Gesundheit (Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie), 7/2004)

Neugierde ist ein Motiv, ein Buch weiterlesen zu wollen. Tonius Timmermann, Pädagoge und erfahrener Musiktherapeut, weiß diese Neugierde in seinem Vorwort zu wecken. Dort bringt er auf den Punkt, was die Besonderheit der Musik für ihn im therapeutischen Kontext bedeutet: Musik ist das Medium, das ohne Begrifflichkeit auskommt und auch nicht der Rückführung auf eine sprachliche Ebene bedarf.
Petra Kirchmann (Praxis der Systemaufstellung, 2/2003)

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Tonius Timmermann

Tonius Timmermann, Dr. rer. biol. hum, Jg. 1950, Studium der Pädagogik und Ausbildung zum Musiktherapeuten (Universität Wien). Zur Zeit Aufbau eines Master-Studiengangs an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg; Lehrtätigkeit und Seminare im In- und Ausland. Arbeitet in München in eigener Praxis. Seit 2004 Professor für Musiktherapie an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg, zahlreiche Bücher, Artikel und musikalische Produktionen.

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Astrid von Geyso

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