Bild - UmschlagVerlag für systemische Forschung
Doris Wilhelmer

Erinnerung an eine bessere Zukunft

Syntax für eine komplementäre Innovationsberatung

Mit einem Vorwort von Matthias Varga von Kibéd
668 Seiten, Kt, 2009
€ 45,95
978-3-89670-913-4

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Die Auseinandersetzung mit der Unternehmenszukunft ist längst zur Daueraufgabe von Unternehmen geworden. Jüngeren Datums ist ihre Erfahrung, dass sie für zeitgerechte und umsetzungswirksame Änderungsprozesse sowohl fachliches wie auch Prozess-Know-how benötigen. Unternehmensberatung ist im Zuge der Komplexitätssteigerung selbst Teil dieses Phänomens geworden: Ein hoch spezialisierter Beratermarkt produziert unübersichtlich viele Antwortmöglichkeiten, und die seit Jahren unversöhnlich wirkende Zweiteilung in Fach- und Prozessberatung trägt weiter zur Verwirrung bei. Hier setzt die Autorin an und zeigt, wie sich beide Zugänge erfolgreich miteinander kombinieren lassen: Auf Basis der in der Ökonomie entwickelten Innovationstheorien sowie systemtheoretischer Ansätze werden konkrete Innovationsberatungen, bei denen Fach- und Prozessberater miteinander kooperieren, empirisch untersucht. Diese Fallbeispiele bringen lebendige Bilder und lassen den jeweiligen Prozess gut nachvollziehen. Ihre Analyse lädt den Leser zum Beobachten unterschiedlicher Beobachter beim Beobachten ein. Ergebnis davon ist die „Syntax für eine komplementäre Innovationsberatung“. Sie besteht aus einem Paket gut begründeter Hypothesen, die sich an den Anforderungen der Praxis, d.h. des Kundensystems wie auch des Beratungssystems orientieren und dem Praktiker wie dem Theoretiker ermöglichen, sich und sein Handeln zu orientieren. Eine pointiert formulierte Sammlung von Erfolgs- und Misserfolgsspielregeln bringt „lessons learned“ für experimentierfreudige Praktiker auf den Punkt.

„Eine der großen Leistungen dieser Arbeit besteht darin, dass es der Autorin gelingt, mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit zwischen den verschiedenen systemischen Modellen zu wechseln und sie zu integrieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich selten so eine fundierte Dissertation gelesen habe. Sie lässt weder auf der theoretischen Seite noch was den Praxisbezug angeht irgendwelche Wünsche offen.“ Prof. Dr. Fritz B. Simon

„In dieser Arbeit wird ein differenziertes Konzept eines komplementären Ansatzes dargestellt. Es führt anschaulich vor Augen, welches Potenzial durch ein integriertes Zusammenführen von Fach- und Prozessberatung freigesetzt wird. Neben seiner Mehrsprachigkeit, seiner simultanen Intelligenz und dem Gewinn an Information und Umsetzungskraft überzeugt dieser methodische Ansatz auch durch seine pragmatische Nützlichkeit. So wird auch die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen, indem Projektbeispiele und Erfolgs- und Misserfolgsregeln beschrieben werden.“ Dr. Roswita Königswieser

Rezension zu diesem Buch

Mit ihren mehr als 650 Seiten hat die Autorin einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft unternommen. Auch für den nicht wissenschaftlich geschulten Leser erschließt sich dieser neue und doch seit langem diskutierte Beratungstypus sozusagen auf den ersten Blick. Und auch wenn ein 'déjà-vu' nicht allein bleibt, ist dies wohl die gelungenste Arbeit zu diesem Thema und die komplementäre Innovationsberatung wird erfolgreich aus der Erinnerung in die Gegenwart geholt, um die Zukunft zu gestalten. Eine große Gratulation an die Autorin für diesen Beitrag ist nur ein kleiner Ausdruck der Wertschätzung!
Dorothee Dersch (Profile. Internationale Zeitschrift für Veränderung, Lernen, Dialog, 2010)

Dieses Buch bietet dem theorieinteressierten Leser eine stimulierende Reise durch vielfältige ökonomische Innovationstheorien und systemische Modelle, ohne dabei den Praxisbezug zu verlassen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Reinhart Nagel (OrganisationsEntwicklung, 2/2010)

Kenntnisreich, reflektiert und begrifflich fundiert.
Martin Kuzek (Journal Arbeit, Sommer 2009/Nr.1)

Bild - Autor

Doris Wilhelmer

Doris Wilhelmer, Mag.a, Dr., PhD in Organisationsentwicklung, arbeitet seit 2001 als Forscherin und systemisch orientierte Organisationsberaterin in den Austrian Research Centers. Ihre Projekt- und Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Innovationsforschung sowie im Konzipieren und Begleiten von Innovationsmanagement-Prozessen von Industrieunternehmen, übergreifenden nationalen und europäischen Technologieentwicklungskonsortien und -netzwerken. In ihrem neuartigen Ansatz der komplementären Innovationsberatung fließen einerseits ihre langjährigen Erfahrungen als Managerin von Wirtschaftsorganisationen und andererseits ihre Ausbildungen in Gruppendynamik, systemischer Organisationsentwicklung, Familientherapie und systemischen Strukturaufstellungen sowie ihre reichhaltigen Erfahrungen im Trainings- und Beratungsbereich ein.

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