Ramita G. Blume

Ethik hat keinen Namen

Erziehung als Anthropotechnik bewusster Evolution von Individuum und Gesellschaft

Mit Vorworten von Wolfgang Dür und Thomas A. Bauer
259 Seiten, Kt, 2012
24,95 € ISBN 978-3-89670-951-6 Thema: Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft, Systemische Pädagogik Reihe: Verlag für Systemische Forschung „Mein Versuch ist zu zeigen, dass Ethik implizit strömen kann, ohne explizit zu werden.“ Heinz von Foerster spricht nicht von Moral, sondern zeigt stattdessen die Konstruktionslogik... Weiterlesen

„Mein Versuch ist zu zeigen, dass Ethik implizit strömen kann, ohne explizit zu werden.“ Heinz von Foerster spricht nicht von Moral, sondern zeigt stattdessen die Konstruktionslogik ethischen Beobachtens. Sein „implizites Strömen der Ethik“ verlagert die Sichtweise auf eine Ebene zweiter Ordnung und bezieht den Beobachter in sein Beobachten mit ein.

Die Autorin konstruiert auf Basis der Kybernetik zweiter Ordnung (Heinz von Foerster), der Systemtheorie (Niklas Luhmann), der Gesetze der Form (George Spencer-Brown) und mit Bezug auf die Reflexionsstufen des Bewusstseins (Gotthard Günther) eine operative Ethik zweiter Ordnung, in der schließlich unterschiedliche systemisch-konstruktivistische Konzepte zur Anthropotechnik bewusster Evolution von Individuum und Gesellschaft konvergieren. Dabei kommt der Erziehung als zentraler Referenz gesellschaftlicher Implementation von Ethik eine Schlüsselfunktion zu.

Ramita G. Blume

Ramita G. Blume, Dr. phil., MSc, MSc, studierte Philosophie, Pädagogik, Medien- und Kommunikationswissenschaft und promovierte an der Universität Wien. Masterdiplom in Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung. Sie arbeitet freiberuflich als systemische Therapeutin, Organisationsberaterin, Lehrsupervisorin und pädagogische Leiterin im Aus- und Weiterbildungsbereich.

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  1. Wer sich die tausendunderste Rezeptur für erzieherisches Handeln erwartet, wird im besten Sinne enttäuscht, nämlich davon, der Täuschung aufgesessen zu sein, dass Ethik und Erziehung zwei seien. Gekonnt, konsequent und äußerst klug schließt Ramita Blume ihren Entwurf der Ethik als Erziehung - Erziehung zur Ethik auf: ein großer Wurf. Wer sich in dieses brillante Denkgebäude hineinwagt, wird sich dessen Faszination kaum mehr entziehen können. Zugleich muss man sich dieses erlesene Werkes auch für sich selbst erlesen. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht beginnt sich hier eine Lücke zu schließen, die von einem klassischen Ethik-Verständnis auf eine systemtheoretische Sichtweise umstellt und dies – jenseits vieler sich als „systemisch“ behauptender Publikationen – plausibel und konsistent argumentieren kann. Wärmstens zu empfehlen ist dieses Grundlagenwerk für PädagogInnen/PsychologInnen, für Beratung /Therapie oder im Management, wo Verantwortung als wichtiges Thema gehandelt wird.
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