Hans Lieb

So hab ich das noch nie gesehen

Systemische Therapie für Verhaltenstherapeuten

270 Seiten, Kt, 2. Aufl. 2014 29,95 € ISBN 978-3-89670-701-7 Thema: Systemische Therapie, Psychologie/Psychotherapie Unter Verhaltenstherapeuten genießen die Methoden der systemischen Therapie schon länger hohes Ansehen. Was bislang fehlte, war ein fundiertes Buch, das die Quintessenz der... Weiterlesen

Unter Verhaltenstherapeuten genießen die Methoden der systemischen Therapie schon länger hohes Ansehen. Was bislang fehlte, war ein fundiertes Buch, das die Quintessenz der systemischen Therapie für die Verhaltenstherapie aufbereitet und nutzbar macht.

Der Autor dieses Buches ist in beiden Welten zu Hause: als Mitbegründer des Instituts für Aus- und Weiterbildung in klinischer Verhaltenstherapie in Bad Dürkheim und als Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie Weinheim. Weil es ihm nicht um eine Integration der beiden Verfahren geht, macht er zunächst die Unterschiede in den Erklärungsmodellen, im Vorgehen und in der Haltung des Therapeuten deutlich. Im Hauptteil des Buches werden ausführlich die Rahmenbedingungen, Interview- und Interventionstechniken der systemischen Therapie erläutert. Anmerkungen zur Evaluation und zur Selbstreflexion des Therapeuten runden das Buch inhaltlich ab.

Die ständige Verknüpfung von Theorie und Praxis ergänzt und erweitert das Repertoire von Psychologen, Pädagogen, Ärzten und Hochschullehrern, die verhaltenstherapeutisch arbeiten. Von der kompakten Einführung in die systemische Therapie profitieren aber auch Tiefenpsychologen und Vertreter anderer Schulen.

„Endlich! Auf diese sorgsame und fundierte Grundlegung der systemischen Perspektiven in der Verhaltenstherapie haben wir lange gewartet. Unbedingt empfehlenswert.“
Prof. Dr. Peter Fiedler, Heidelberg

„Sehr zu empfehlen zum Thema Therapieschulenbegegnung – auch für Tiefenpsychologen, Systemiker und andere Therapeuten. Ich kenne zurzeit kein Buch, das so verständlich am Denken von Praktikern andockt und sich mit den Unterschieden im Hintergrund zwischen den Therapien auseinandersetzt. Kompliment!“
Anne Lang, Milton-Erickson-Institut Bonn

Hans Lieb, © Konrad Gös
© Konrad Gös

Hans Lieb, Dr. phil., Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut; Ausbildung in Verhaltenstherapie, NLP, Gesprächspsychotherapie, Systemtherapie. Lehrtherapeut und Lehrsupervisor in Systemischer Therapie (IFW, A&E und SG) und Verhaltenstherapie (IFKV Bad Dürkheim), Gesprächspsychotherapie, NLP. Psychotherapeut ECP. Langjährige Tätigkeiten in Sucht- und psychosomatischen Kliniken, zuletzt als leitender Psychologe. Praxis in Edenkoben (Rheinland-Pfalz) für Psychotherapie, Paar- und Familientherapie, Supervision (Ausbildung/Einzel/Gruppen/Team). Publikationsschwerpunkte: Ausbildungskonzepte für die Psychotherapie; Bibliotherapie Psychosomatik; Therapieschulenbegegnung; Menschenbilder der Psychotherapieschulen.

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  1. Eine Zugfahrt verhalf mir zum Querlesen dieses sehr guten Buches, auf das ich, weil es mich selbst beeindruckte, hinweisen möchte. Hans Lieb beschreibt darin sehr praktisch zunächst die Unterschiede beider Ansätze und dann, wie Verhaltenstherapeuten mit Elementen des systemischen Arbeitens ihre therapeutische Praxis komplexitätsadäquater gestalten können. Das Buch hat viele Fallbeispiele aus der Praxis des Autors, der ja beide Ansätze lehrt. Es läuft dem imperialen Trend ("Was wirkt, muss VT gewesen sein") angenehm und undoktrinär entgegen, z. B.: indem es bezweifelt, dass die dritte Welle der VT ("Achtsamkeit") noch mit den Grundprinzipien der VT vereinbar ist; indem es den Ansätzen zwei entgegengesetzte Erkenntnistheorien zuordnet, die einen kategorialen Unterschied machen, den man verstehen muss; indem es darstellt, dass "Störungsspezifität" und Eingehen auf "Behaviorales" keine Domänen der VT sind.
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