Ulrike Borst, Bruno Hildenbrand (Hrsg.)

Zeit essen Seele auf

Der Faktor Zeit in Therapie und Beratung

237 Seiten, Kt, 2012 24,95 € ISBN 978-3-89670-826-7 Thema: Psychologie/Psychotherapie , Systemische Therapie Das Feld von Beratung und Therapie ist gleich in mehrfacher Weise von zunehmender Beschleunigung betroffen: durch Klienten bzw. Patienten, die entsprechende Krankheitsbilder... Weiterlesen

Das Feld von Beratung und Therapie ist gleich in mehrfacher Weise von zunehmender Beschleunigung betroffen: durch Klienten bzw. Patienten, die entsprechende Krankheitsbilder aufweisen; durch die Beschleunigung, die Kostenträger bei Beratungs- und Therapieprozessen erwarten; und nicht zuletzt durch Therapieformen, die von sich behaupten, rascher als andere zu arbeiten.

Das Buch bietet Antworten in diesen drei Bereichen: Es zeigt auf, welche Folgen veränderte Zeitstrukturen und verändertes Zeiterleben für Individuen, Paare, Familien und Organisationen haben; es erörtert Konsequenzen für Therapie und Beratung; und es hilft dem therapeutischen Feld, ein Verhältnis zum Thema Zeit in der Spätmoderne zu finden.

Mit Beiträgen von: Ulrike Borst und Silvia Dinkel-Sieber, Luc Ciompi, Peter Fraenkel und Skye Wilson, Peter Heintel, Urs Hepp, Bruno Hildenbrand, Joachim Küchenhoff, Andrea Lanfranchi, Irmgard Plößl, Hans Ritter.

Ulrike Borst

Ulrike Borst, Dr. rer. nat., Fachpsychologin für Psychotherapie und Klinische Psychologie (FSP), Lehrtherapeutin und Lehrende Supervisorin (SG). 1989–2007 in den Psychiatrischen Diensten Thurgau (Schweiz) als Psychotherapeutin, in Oberarztfunktion und als Organisationsentwicklerin beschäftigt. Seit 2006 Leiterin des Ausbildungsinstituts für systemische Therapie und Beratung in Meilen/Zürich. Eigene Praxis für Einzel-, Paar- und Familientherapie in Zürich. Mitherausgeberin der Zeitschrift Familiendynamik. Arbeitsschwerpunkte: systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie, Supervision, Team- und Organisationsentwicklung in der Psychiatrie und in anderen Organisationen des Sozial- und Gesundheitswesens. Veröffentlichungen u.?a. „Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen“ (mit Andrea Lanfranchi, 2011).

Bruno Hildenbrand, © www.mrdreamor.de
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Bruno Hildenbrand, Prof. i. R. Dr.; war bis zum Eintritt in den Ruhestand 2015 Professor für Sozialisationstheorie und Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich Schiller Universität Jena und bearbeitet jetzt als Gastwissenschaftler an der Universität Kassel ein Projekt über die Bewältigung von Krisen im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen in sozialen Diensten. Bis 2015 war er Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung Meilen in Zürich. Er lebt in Marburg. Veröffentlichungen u. a.: „Unkonventionelle Familien in Beratung und Therapie“ (2009) sowie „Einführung in die Genogrammarbeit“ (4 Aufl. 2015); gemeinsam mit Rosmarie Welter-Enderlin u. a. Herausgeber von „Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände“ (4. Aufl. 2012).

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  1. Wie lange sollte ein Beratungs-, ein Therapiegespräch dauern? Wie oft? Und über welch langen Zeitraum? Muss das Gespräch immer gleich lang dauern? Dürfen verschieden lange Unterbrechungen im Beratungskontext sein? Man wird nach der Lektüre noch einmal ganz anders mit dem Faktor Zeit in Beziehung treten und sich genauer überlegen, ob schnell und intensiv den Erfordernissen der Klienten tatsächlich gerecht wird. Die Intention des Buches, die Konsequenzen veränderter Zeitstrukturen und des veränderten Zeiterlebens für die individuelle Lebensführung zu diskutieren, ist vollends gelungen. So ist dieses Werk eine tolle Anregung, sich Zeit zu nehmen, über seine Beratungsarbeitszeit und der Klienten Lebenszeit intensiver und bewusster nachzuspüren und gegebenenfalls eingespielten Zeitstrukturen andere Regeln zu geben! Vielleicht wird man dann Zeit UND Seele satt und genug haben!
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