Revue für postheroisches Management

Aktuelle Ausgabe
Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall. Wie reagieren Organisationen, wenn ihre kausalen Erklärungsketten durchbrochen werden? Wie kann man den Zufall, als Platzhalter für die Bezeichnung unkoordinierte Ereignisse, wieder in Strukturen transformieren? Organisationen überleben nur, wenn sie es schaffen, Zufälle zu generieren: Material, aus dem eine variierende, tastende, ausprobierende, spielende, unter Umständen auch reflektierende Reproduktion desselben gewonnen werden kann.
Die kommende REVUE für postheroisches Management widmet sich der Frage, wie man mit Zufällen in unterschiedlichsten Disziplinen und Praktiken umgeht und was man aus ihnen macht, denn Zufälle halten die Schwebe zwischen Störung und Gelegenheit. Philosophen, Soziologen, Physiker, Programmierer, Künstler, Berater und Manager berichten von ihrer Auseinandersetzung mit der größten Großmacht der Welt (Erich Kästner).
Nächste Ausgabe
Mit dem Abschied liebgewonnener Sicherheiten im Finanzsektor gewinnt das Systemische eine beeindruckende Prominenz in den Erklärungsversuchen für die Kapriolen der globalen Finanzmärkte – und zeigt Liebhabern kausal-berechenbarer Zusammenhänge die Grenzen trivialer Erklärungszusammenhänge. Mit der Finanzkrise hat der Begriff "Systemic Risk" Eingang in Wirtschaft und Politik gefunden. Auch wenn der Begriff oft als Alibi für Kontrollverlust und Legitimation von (scheinbaren) Unvermeidlichkeiten benutzt wird: Die Einsicht in die Interdependenzen schwer durchschaubarer Rückkopplungen und sich selbst verstärkender Handlungsmuster komplexer Wirkungszusammenhänge wächst auch in Branchen und Gesellschaftsbereichen, die als Hochburg eines rationalen Steuerungs- und Interventionsverständnisses galten. Dieses Heft greift die aktuelle Diskussion auf, vertieft sie um relevante (system)theoretische Aspekte und führt zugleich aus den Besonderheiten der Finanzwelt hinaus.
Über die Zeitschrift
Die Wirtschaftskrise macht es deutlich: Die letzten Heldenmythen sind ausgeträumt. Aber was kommt danach? Mit der Zeitschrift Revue für postheroisches Management wollen die Herausgeber um Dirk Baecker, Fritz B. Simon und Rudolf Wimmer zeigen, wie Unternehmen und Organisationen mit kollektiver Intelligenz der zunehmenden Komplexität von Vorgängen der Wirtschaft effektiv begegnen, wie man wie man diese Intelligenz erschließt und erhält.
Die halbjährlich erscheinende Zeitschrift richtet sich an Organisationsberater, Personalverantwortliche, Manager, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler.
In jedem Heft wird ein Schwerpunktthema in verschiedenen Formen ausgearbeitet. Über die Themenartikel hinaus wartet das Magazin mit einem breiten kulturellen Angebot auf, von Kolumnen über Film- und Buchbesprechungen bis zu Musikempfehlungen. Zudem präsentiert sich in jeder Ausgabe ein Künstler mit Fotografien oder grafischen Arbeiten.


