Systemische Pädagogik
Aktuelle Ausgabe
Heft 2 (Ausgabe 1/2012) nimmt sich folgender Themen an:
• Im Beitrag „... und ich dachte, Kafka pack‘ ich nie. Lernen und wachsen lassen – systemisch-konstruktivistische Lernarrangements in der gymnasialen Oberstufe“ stellt Angelika Beck Rahmenbedingungen und Praxis eines Projekts vor, in dem Schülerinnen und Schüler den Unterricht übernehmen.
• Holger Lindig geht der Frage nach, wie „Entwicklungsgespräche mit Eltern ein förderliches Instrument Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu gestalten“ werden können.
• Matthias Ohler und Raimund Schöll beschäftigen „Feine Unterschiede, starke Wirkung – zur Idee Atmosphärische Intelligenz“.
• Kristin Kodura zieht in ihrem Beitrag ein Resümee ihrer – von der DGsP geförderten – Magisterarbeit, Systemische Beratungen mit Menschen, die als geistig behindert bezeichnet werden.
• Anett Renner stellt ein Modell systemischen Aggressionsmanagements vor, (Acht-SAM-keit von Anfang an – Umgang mit Aggression in der Systemischen Pädagogik).
• Rainer Hölzle präsentiert unter dem Titel: „... sich auf die Reise begeben. Phantasiereisen: Geschichten für eine Reise zu sich selbst“ den ersten Teil eines in der schulischen Beratungsarbeit eingesetzten Zyklus an Geschichten zur Selbstfindung.
Die Kunst im Heft verantwortet Bettina Follenius, eine Künstlerin aus Berlin.
Nächste Ausgabe
Heft 3 (Ausgabe 1/2013) widmet sich u. a. folgender Themen:
Henriette Schildberg beschäftigt sich in ihrem Beitrag „Systemisch-lösungsorientierte Beratung als Schlüsselqualifikation von Schulleiterinnen und Schulleitern?“ mit der Frage, wie unterschiedliche Wirklichkeitskonstruktionen so koordiniert werden können, dass in gemeinsamen Verhandlungsprozessen Lösungen erarbeitet werden können.
Günter Engel erläutert in seinem „Erfahrungsbericht aus dem Schulleiterbüro“, wie er lernte, „Konflikte begrüßen zu lernen“. Ausgehend von den klassischen Konflikt- und Konfliktmanagement-Theorien zeigt er die Möglichkeit auf, einen Konflikt als „Kampf unterschiedlicher Wirklichkeitskonstruktionen“ zu verstehen.
Christa Hubrig widmet sich in ihrem Beitrag der Frage nach dem Zusammenhang von Hirnforschung und Unterrichtspraxis.
Stefanie Neubrand berichtet, dass in der über hundertjährigen Geschichte der Empathie-Forschung der Blick immer nach außen, auf ein Gegenüber gerichtet war. Ihre Frage ist, ob sich Empathie nicht ebenso auf ein Selbst bezogen werden kann, es also eine Ich-bezogene Empathie – eine Impathie – gibt?
Sandra Aßmann berichtet aus ihrer Promotion, wie schulisches und außerschulisches Medienhandeln systemisch betrachtet werden kann.
Für die Kunst im Heft verantwortlich ist Judit Hölzle-Kuhn.
Über die Zeitschrift
Systemische Pädagogik als Grundlage pädagogischer Praxis findet sich zunehmend in unterschiedlichen Bereichen wie u. a. Früherziehung, Schule, Erwachsenenbildung, Forschung, Lehre, Sozialarbeit. Doch systemisch-konstruktivistischen Denkweisen verpflichtet, weiß sie um die Relativität der jeweils eigenen Konstruktion – und um die Notwendigkeit, diese je eigenen Konstruktionen immer wieder neu auf den Prüfstand zu stellen: Das allzu oft Gesehene und Gehörte neu und lustvoll infrage zu stellen, um gemeinsam aus unterschiedlichen Sichtweisen erlebte pädagogische Welt-Konstruktionen neu zu entdecken und zu erfinden, ist Sinn und Ziel der Zeitschrift „Systemische Pädagogik“.
„Systemische Pädagogik“ lädt ein, bei diesem Erfindungs- und Entdeckungsprozess konstruktiv mitzuwirken – durch theoretische Beiträge, durch Berichte aus einer systemisch-konstruktivistischen und für eine systemisch-konstruktivistische Praxis, durch all das, was Menschen bei der Umsetzung dieser Ideen für mitteilungswert halten. Insofern ist die Ankündigung dieser Zeitschrift verbunden mit einer Einladung zur Mitwirkung.
Herausgegeben wird die Zeitschrift von der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik e. V. (DGsP eV), einem Dachverband für alle, die im Bereich der systemischen Pädagogik engagiert sind: lehrend, forschend, arbeitend, lebend.
In jedem Heft geben wir einer Künstlerin/einem Künstler Gelegenheit, sich und ihre/seine Arbeit vorzustellen. Kunst als Element systemisch-pädagogischer Wirklichkeitskonstruktion kann sensibilisieren, kann den Blick öffnen für neue Sichtweisen und helfen, andere Ausdrucks- und Kommunikationswelten in pädagogischen Räumen zu etablieren.
Ferner gibt die DGsP in jeder Ausgabe Einblicke in ihre Arbeit, stellt Projekte und Tagungen, aber auch die Arbeit ihrer Mitgliedsinstitute vor.


