George Lakoff, Elisabeth Wehling: „Auf leisen Sohlen ins Gehirn – Politische Sprache und ihre heimliche Macht“
Die gebürtige Hamburgerin Elisabeth Wehling studierte Soziologie, Journalistik und Sprachwissenschaft und promovierte in Linguistik an der University of California in Berkley. Seit 2013 leitet Elisabeth Wehling am International Computer Science Institute in Berkley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung.
08.11.2016

Elisabeth Wehling zu Gast bei Jörg Thadeusz

Die Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin Elisabeth Wehling gilt als die Framing-Spezialistin der progressiven Politikszene.  Im Carl-Auer-Verlag erschien  der Titel „Auf leisen Sohlen ins Gehirn – Politische Sprache und ihre heimliche Macht“, den sie  gemeinsam mit dem bekannten amerikanischen Linguisten George P. Lakoff verfasst hat. 

Vor kurzem war die Wissenschaftlerin zu Gast in der Sendung THADEUSZ des RBB Fernsehens. In dem absolut sehenswerten Beitrag legt sie dar, wie politisches Denken nicht etwa rational, bewusst und objektiv ist, sondern durch Deutungsrahmen, sogenannte Frames, bestimmt wird. Sie erklärt, wie im Gehirn Wörter verarbeitet werden und zeigt mit anschaulichen Beispielen, wie durch die Verwendung bestimmter Begriffe das menschliche Denken manipuliert werden kann. Wirklich eindrucksvoll sind ihre  Ausführen zu den Begriffen „Flüchtling“ oder „Steueroase“ . Im Gespräch zwischen dem Moderator und Elisabeth Wehling erfährt man sehr entspannt und beiläufig, wie stark unser Denken im Alltag der politischen Einflussnahme ausgesetzt ist.

Carl-Auer-Literaturtipp: 
George Lakoff, Elisabeth Wehling: „Auf leisen Sohlen ins Gehirn – Politische Sprache und ihre heimliche Macht“