Wilhelm Rotthaus: „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“
Foto W. Rotthaus © Foto Heers, Bergheim
02.11.2016

Neuerscheinung „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“

Anlässlich der  8. Kindertagung „Hypnotherapeutische und Systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Kindheit 2.0 – Aufwachsen im digitalen Zeitalter“ in Heidelberg vom 03. bis 06. November 2016 erscheint im Carl-Auer Verlag das neue Buch von Wilhelm Rotthaus: „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“. Immer häufiger machen Fälle von Cyber-Mobbing mit tödlichem Ausgang Schlagzeilen. Aber auch jenseits dieses besonderen Problemkreises stellt suizidales Verhalten von Kindern und Jugendlichen Therapeuten vor größte Herausforderungen.

Fast jede Woche stirbt in Deutschland ein Kind unter 15 Jahren durch Suizid. Bei jungen Menschen ist die Selbsttötung die dritthäufigste Todesursache (bei jungen Männern um 20 Jahre sogar die zweithäufigste). Nach Schätzungen der Beratungsstelle Neuhland kommen auf jeden vollendeten Suizid von Kindern und Jugendlichen bis 25 Jahren etwa 20 bis 30 Suizidversuche. 

In jugendpsychiatrischen Kliniken zählen Suizidabsichten und Suiziddrohungen zu den häufigsten Aufnahmeanlässen. Dennoch ist spezielle Fachliteratur kaum verfügbar. Wilhelm Rotthaus füllt mit diesem seit Langem überfälligen Buch zum Thema Suizid bei Jugendlichen eine Lücke.

Dabei nimmt der Autor eine ungewöhnliche Perspektive ein: Er geht von der Paradoxie aus, dass suizidales Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zwar den eigenen Tod zum Ziel hat, im Grunde genommen aber von den Jugendlichen „nur“ ein anderes Leben begehrt wird. Das Buch gibt einen umfassenden Überblick zum Thema. Es regt Therapeuten an, sich mit ihren eigenen Ängsten und Wertvorstellungen im Hinblick auf Suizidhandlungen auseinanderzusetzen mit dem Ziel, Zugang zu den Kindern und Jugendlichen in suizidalen Krisen gewinnen und ihnen Halt vermitteln zu können. 

Wilhelm Rotthaus war langjähriger Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Rheinischen Kliniken Viersen. Im Carl-Auer Verlag erschienen u.a. die Titel  „Wozu erziehen“ (7. Aufl. 2010), „Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ (4. Aufl. 2013) und „Ängste von Kindern und Jugendlichen“ (2015). 

Die 8. Kindertagung im Kongresshaus Stadthalle Heidelberg wird von der Trenkle Organisation GmbH veranstaltet. Die Liste der Referenten liest sich wie das  Who’s Who der hynotherapeutischen und systemischen Szene, darunter auch viele Autoren des Carl-Auer Verlags, wie Reinhold Bartl, Danie Beaulieu, Hiltrud Bierbaum-Luttermann, Daniel Bindernagel, Wiltrud Brächter, Ben Furman, Stefan Hammel, Reinert Hanswille, Woltemade Hartman, Ingo Hodum, Eleonore Höfner, Karl Ludwig Holtz, Anita Jung, Daniel Kohen, Andrea Lanfranchi, Anne M. Lang, Ingrid Meyer-Legrand, Siegfried Mrochen, Peter Nemetschek, Annalisa Neumeyer, Barbara Nigitz-Arch, Rainer Orban, Franz Pfitzer, Eva Pollani, Claudia A. Reinicke, Rüdiger Retzlaff, Dominik Rosenauer, Gunther Schmidt, Albrecht Schmierer, Gudrun Schmierer, Detlef Scholz, Susy Signer-Fischer, Birgit Steiner-Backhausen, Zita Stoltenberg-Zehnder, Bernhard Trenkle, Manfred Vogt, Gabi Wiegel, Charlotte Wirl und Sivia Zanotta, u.v.a. 

Carl-Auer-Literaturtipp:
Wilhelm Rotthaus: „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“ Neuerscheinung!
Detlef Scholz: „#Familie – Entspannter Umgang mit digitalen Medien“ Neuerscheinung!
Wilhelm Rotthaus (Hrsg.): „Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“
Wilhelm Rotthaus: „Ängste von Kindern und Jugendlichen“