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Mädchenzentrum Jgiya Bon Bamako, Februar 2017
Mehr zu den Projekten unter http://www.haeuser-der-hoffnung.org

„Null-Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung“.

Am 6. Februar ist „Internationaler Tag Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“. Laut der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ hat sich die  Zahl von Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen in Deutschland innerhalb von knapp 20 Jahren fast verdreifacht. 2017 lebten mehr als 58.000 betroffene Frauen und mindestens 13.000 gefährdete Mädchen unter uns, 1998 waren es 21.000 Betroffene und 5.500 Gefährdete.  „Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Migration aus Ländern, in denen es zur Tradition gehört, Mädchen zu beschneiden, muss dringend mehr in Aufklärung und Prävention investiert werden“, erklärt die Bundesgeschäftsführerin der Organsiation. Sie fordert deshalb verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder, einschließlich einer Untersuchung der äußeren Genitalien.

Freunde des Carl-Auer Verlags kennen seit Jahren das besondere Engagement des Herausgebers Gunthard Weber im Bereich Gesundheit, Selbstbestimmung und Bildung von Mädchen und junge Frauen in Mali, „Häuser der Hoffnung“. Die Initiative ist nur ein Beispiel für gelungene Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie von Organisationen wie „Terre des Femmes“ gefordert werden.

Zwar hat sich Guthard Weber aus dem Vorstand aus Altersgründen zurückgezogen, die Entwicklungsarbeit in Mali  ist ihm jedoch nach wie vor ein großes persönliches Anliegen. So gehört er zu den Initiatoren des Gesundheitsunterrichts im Mädchenzentrum in Bamako: Dort klärt Frau Dr. med. Oumou Traoré, eine engagierte Ärztin, während des Schuljahrs regelmäßig Schülerinnen über Themen der Hygiene, Gesundheit, Schwangerschaft und Sexualität auf. Wie Sie „Häuser der Hoffung“ unterstützen können, zum Beispiel  durch eine Spende oder den Kauf von fair produzierten Gütern, erfahren Sie auf der Website des Projekts.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung, unter deren gesundheitlichen und psychischen Folgen Betroffene ein Leben lang leiden. Probleme beim Urinieren, der Menstruation oder bei der Geburt von Kindern sowie beim Geschlechtsverkehr quälen die Frauen und Mädchen Tag für Tag. Projekte wie „Häuser der Hoffnung“ können nicht die Welt verändern, aber es sind diese Tropfen, die auf Dauer hoffentlich den Stein zu höhlen vermögen.