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Scheitert die Inklusion in Deutschland am Geld?

Die Zahl verhaltensauffälliger Kinder mit entsprechendem Förderbedarf ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Lagen die Zahlen 2005 noch bei gut 46.000 Schülern, so stiegen sie im Schuljahr 2015/16 auf über 85.000. Das sagt zumindest die aktuelle Statistik der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Die Ursachen sind  vielfältig. Ausschlaggebend für den Anstieg sind nicht zuletzt die besseren Erfassungsmodelle, die heute herangezogen werden. Dies ändern aber nichts am offenbar dringenden Handlungsbedarf.

„Die Lehrkräfte brauchen Unterstützung durch multiprofessionelle Teams", sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Aus den Berufsfeldern Sozial- und Sonderpädagogik, Familientherapie und Schulgesundheitsfachkräfte könnte mehr Beistand kommen. Oft aber übersteigt der Bedarf vor Ort die Zahl der verfügbaren Fachkräfte. Es fehlen nicht nur zusätzliche Pädagogen und Spezialisten. An den Schulen seien auch neue Raumkonzepte nötig, die individuellen Unterricht und Kleingruppenförderung ermöglichen. Insgesamt habe Deutschland im internationalen Vergleich bei der Inklusion noch „viel Luft nach oben". Dafür sind nach Berechnung seines Verbandes allein in Nordrhein-Westfalen 7.000 zusätzliche Sonderpädagogen erforderlich, sagte Beck der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Carl-Auer-Literaturtipp:
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