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Michael E. Harrer: „Hypnose und Achtsamkeit – Zwei Schwestern auf dem Tandem“ Neuerscheinung!
Tobias Conrad, Carola Timmel: „Ängsten gelassen begegnen – Achtsamkeitsmeditationen für Kraft, Mut und Zuversicht“

Überentspannt – Können Achtsamkeitsübungen schaden?

In der nachrichtenarmen Zeit, im sogenannten Sommerloch, schaffen es immer wieder Themen mit wenig oder ohne erkennbare Relevanz in die Schlagzeilen. Und obwohl es für das Sommerloch aktuell noch etwas zu früh ist, überraschen manche Titelgeschichten ob ihrer Nichtigkeit denn doch. 

So meinte die SZ kürzlich „Zuviel Meditation ist auch nicht gut“ und machte sich recht unbekümmert daran, Achtsamkeitsmeditationen – insbesondere am Arbeitsplatz – kritisch unter die Lupe zu nehmen. Dabei beruft sich die Zeitung auf die Studie .Mindfulness Meditation Impairs Task Motivation but Not Performance“ von Andrew C. Hafenbrack und Kathleen D. Vohs. Die gibt es online  als Abstract , woraus die SZ wiederum ihr Fazit herausfiltert. Das lautet so: „Die Entspannungstechnik reduziere nämlich die Motivation, Aufgaben anzupacken – egal ob diese lästig oder angenehm seien. Und auch entspannte Menschen brauchen Antrieb, wenn sie nach der nächsten Sprosse auf der Karriereleiter greifen wollen.“

Zum Glück aber hat die Redaktion sich noch daran erinnert, dass es inzwischen zahlreiche Studien zu den messbaren Effekten der Meditation auf die Gehirntätigkeit gibt und auch die umfangreiche Literatur zur Achtsamkeit gewürdigt. So kommt der Artikel am Ende doch zu folgendem positiven Ergebnis: „Achtsamkeit erhöht die Neigung zu prosozialem sowie ethisch korrektem Verhalten und schleift dem Führungspersonal offenbar ein paar unschöne charakterliche Kanten ab.“

Carl-Auer-Literaturtipps: 
Michael E. Harrer: „Hypnose und Achtsamkeit – Zwei Schwestern auf dem Tandem“ Neuerscheinung"
Tobias Conrad, Carola Timmel: „Ängsten gelassen begegnen – Achtsamkeitsmeditationen für Kraft, Mut und Zuversicht“