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Zum Internationalen Tag der Jugend

Heute Jugendliche_r, morgen wahlberechtigt. Und übermorgen? „Die Jugend ist unser wichtigstes Kapital!“, darin scheinen sich alle einig. Da ist es doch wichtig und richtig, die Jugend zu fördern und zu unterstützen, wo es nur geht, sollte man meinen. In der Schule zum Beispiel. Wie es in Schulhäusern aussieht, ist allerdings meist Eltern, Lehrenden und den Schülern selbst zu verdanken. Von der Mittelverteilung seitens der Politik ist nämlich immer häufiger so gut wie nichts zu erwarten. Ein bemerkenswerter Widerspruch … „Ich schaff´s!“ in der Schule liefert Ideen dazu, wie man in Sachen Eigenwirksamkeit an Schulen noch weiter kommen kann. Basis dafür ist das 15-Schritte-Programm von Ben Furman. Menno Huber zeigt in Schulen agil gestalten, entwickeln, führen, wie man sich im Dschungel der widersprüchlichen Erwartungen und Beteiligungen (Behörde, Schulleitung, Verwaltung) Räume schaffen kann, die eigene Entscheidungen ermöglichen. Beides wird denjenigen nützen, um die es geht: Schülerinnen und Schülern. Das Potenzial der Jugend zu entdecken und für sich zu nutzen, das gelingt (leider) im Besonderen populistischen Bewegungen und Parteien – z. B. in Frankreich, wo Marine Le Pen in der Altersgruppe unter 25 Jahren im Vorfeld der letzten Präsidentenwahl die meiste Zustimmung erfuhr. Aber auch in Deutschland kümmern sich die Populisten sehr aktiv um die Gruppe der angehenden Wähler. Jugendorganisationen waren schon in früheren Zeiten sehr beliebt – und, was die Bindung an Überzeugungen und daran gekoppelte Handlungen betrifft, waren sie erfolgreich … Im September und Oktober stehen in Deutschland drei Landtagswahlen an: in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Die Anleitung zum Populismus macht klar, worum es dabei geht. Eigentlich sollte diese Schrift auf allen Marktplätzen direkt neben den Parteien-Werbeständen ausliegen. Vorsicht beim Lesen: sehr einsichtsfördernd, im besten Falle wahlentscheidend …!