Berlusconi, Grillo und all die anderen

Hier in Italien sind im März Wahlen, d.h. die unterschiedlichen Parteien laufen sich für die heiße Phase des Wahlkampfs gerade warm. Dabei ist bemerkenswert, dass sich der Partito Democratico, der seit ca. 5 Jahren den größeren Part einer Koalitionsregierung und den aktuellen Ministerpräsidenten Gentiloni stellt, in letzter Zeit mehrfach gespalten hat (wie das ja zur DNA eher linker Parteien zu gehören scheint). Deswegen dürfte die 5-Sterne-Bewegung des Komikers Grillo wohl die meisten Parlamentssitze bei der Wahl gewinnen, nur wenig vor dem Rest-PD und Berlusconis Forza Italia und ihren Verbündeten von der Lega Nord und anderen rechtsgerichteten Parteien.

Berlusconi ist mit seinen 81 Jahren wieder auf der Bühne, frisch operiert, ohne Falten mit erstarrtem Lächeln, wie ein Zombie aussehend und zuversichtlich und von sich überzeugt wie je.

Es ist abzusehen, dass nach der Wahl keine regierungsfähige Mehrheit zustande kommt und Gentiloni auf den Spuren Angela Merkels weiter eine geschäftsführende Regierung führen wird, bis dann irgendwann ausgekungelt sein wird, wer was vom großen Regierungskuchen bekommen wird.

Was alle miteinander verbindet, ist, dass sie den Wählern das Blaue vom Himmel versprechen – was mit Kosten verbunden wäre, die keine Regierung erwirtschaften kann.

Also: Nichts Neues aus Italien…

13 Gedanken zu “Berlusconi, Grillo und all die anderen

  1. Ah, Regierungen „erwirtschaften“…….

    Berlusconi würde bei uns als Minderjähriger Asyl bekommen. Dann könnte er auch direkt nach – oder statt – der Schule Gleichaltrige f…..n.

  2. Und nichts Neues aus der Heimat …(?)
    „Bei unserem heutigen Tempo sind ein paar Jahrzehnte so gut wie nichts. Vor 24 Jahren hat „Der Spiegel“ unter dem Stichwort „Kriminalität“ über einen Stuttgarter „Pizzabäcker“ und dessen „CDU-Spezi“ berichtet. Kommt einem vor wie gestern. Es ging um den späteren Digitalkommissar Günther Oettinger und seinen Duzfreund Mario Lavorato: „Als fröhlicher Wirt arbeitet er in seinem Pizza-Restaurant Da Mario, belieferte gegen stattliches Honorar Feste der CDU-Landtagsfraktion und spendete rund 4500 Mark an die Union. Er legte großen Wert auf seine guten Kontakte zu Polizisten und Politikern.“

    Seine guten Kontakte zur Polizei hat der fröhliche Wirt gerade wohl aufgefrischt: Im Rahmen einer großen Mafia-Razzia wurde er diese Woche anscheinend festgenommen. Hinterher rätselte „Die Welt“: „Ist Pizzeriawirt Mario der Pate von Stuttgart“? ..“
    http://www.flaneursalon.de/de/depeschen.php?sel=20180111

  3. Der Vorreiter in Sachen Punktesammeln für Bürgerrating kommt möglicherweise aus dem Bevölkerungsreichsten Land der Erde:
    https://goo.gl/nHaCv8

    Wie ist, aus systemtheoretischer Perspektive, wohl die langfristige Nützlichkeit dieser Pläne zu bewerten, mit Hilfe monetär-vergüteter Bonusprogramme Anreize zu mehr konformen Wohlverhalten, innerer Sicherheit und Ordnung im System durch die Vermehrungen von mehr Musterbürgern, zu erlangen?

    Z.B. im Kampf gegen Kriminalität, Terror, Korruption usw. ?

    Also: Auch im Osten nichts Neues…

  4. Och, wer wird denn wegen so nem bißchen Schutzgeld-Verführung ein derartiges Faß aufmachen?
    Geht doch auf’s Haus
    Ecco Ia Casa die CarIo
    e piccola ma commoda. *
    😉

    * die Verfasserin ist der neuen italienischen Rechtsschreibung nicht mächtig

  5. @)6: Ja, auf jeden Fall Petra Reski lesen… (nicht nur, wenn man sich für Italien interessiert).

  6. Klonovsky:

    „Jetzt regen sich die Guten und Edlen rund um den Globus wieder mächtig auf, weil unser Donald „Jehova“ resp. „shithole countries“ gesagt hat. Aber genau das sind diese Länder doch, und genau deswegen rennen die Menschen von dort weg – nicht mit dem direkten Ziel, anderswo, z.B. in Merkelstan, dieselben Zustände herzustellen wie dort, wo sie herkommen, aber darauf läuft es letztlich und tragischerweise wohl hinaus. …..

    ….One shithole. In dieser Shitty New World würden auch die Völkerwanderungen aufhören, denn wenn es überall gleich (scheiße) aussieht, kann man auch daheim bleiben.“

  7. @ 9 Nun, Georgy, was wollen Sie uns denn jetzt damit sagen. Mit Zitaten Ihres ominösen Klonovsky?
    Vermutlich auch wieder so eine Flachpfeife aus Ihrer Flachpfeifenpartei, oder?
    Die sich statt braun jetzt auf blau spezialisiert hat.
    Unterlegen Sie Ihre Zitate doch mal mit den entsprechenden Links, damit man wenigstens eine Ahnung hat, was die Herrschaften mitsamt ihren Kleinen so vorhaben bzw. vor sich herzuschieben gedenken.
    Aber erzählen Sie mir bloß nichts von Rosemarie’s next Sugar-Baby,
    das sich gerade so süß im Hilton in Paris auf dem Teppich lümmelt, um
    August von und zu Zuckerberg die nächste Veggie-Kollektion im Stil von
    boeuf bourgignon bzw. à Ia mode schmackhaft zu machen.

    Judith, in Sack und Asche?
    Leinen ist in?
    Wie immer wenn es aufs Frühjahr zugeht.

    Danke!
    Die Croissantstrategie.
    Ist bereits bekannt.
    Die Café au lait – Flecken bleiben.

    Weshalb die Architektonik sich auch bevorzugt in Schwarz hüllt,
    mal abgesehen von ihren grün bespannten Baunetzen und der grünen Minna, die
    man selbst an den Streifen wagen, in Blau umdesignt hat.

    Vermutlich, damit der eingebaute Fettsack als Lachnummer nicht so auffällt.
    https://www.youtube.com/watch?v=OloXRhesab0

  8. DT hat auch vorgeschlagen, dass mehr Menschen aus Norwegen in die Vereinigten Staaten aufgenommen werden sollten. Ob er sich wohl vorstellt, sie in Highland Park, Detroit anzusiedeln oder in Flint, Michigan? Und die jetzige dortige Bevölkerung könnte bei der Gelegenheit gleich nach Haiti umgesiedelt werden. Schön alle reichen, weißen Menschen auf einen Platz und die ganzen Loser und Menschen mit falscher Hautfarbe oder Religion ab in die Dreckslöcher. Zäune und Mauern drum herum, und die Klimakatastrophe erledigt dann den Rest. Die neue Weltordnung des Immobilienhais: Mit Ignoranz und ohne Herz geht alles gleich viel besser.

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