Die Kraft des Zweifels?

… so lautete der Titel eines Kongresses in Heidelberg in der vergangenen Woche – allerdings ohne Fragezeichen.

Mir schien (und scheint), dass das ein Thema aus den 70er/80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist. Denn im Moment haben wir ja gesellschaftlich keinen Mangel an Zweifel. Alles wird angezweifelt: Die Kompetenz der Experten, die Wahrhaftigkeit der Presse, die Statistiken über die Wirtschaftsentwicklung, die Schuld Putins am Elend der Welt, die Schuld der USA am Elend der Welt, und gewählt wird nur noch, wer beweisen kann, dass er von nix die geringste Ahnung hat, usw.

Wir leben offensichtlich in Zeiten, die als unsicher erlebt werden (obwohl es in der Geschichte wohl kaum Zeiten gab, die behaglicher und mummeliger waren…).

Die Erklärung liegt nahe: Jeder redet über jeden Scheiß mit, es gibt Daten en masse, das Internet gibt jedem wild gewordenen Freak die Chance „Wahrheiten“ zu verbreiten und sich auszutoben, die Grenzen sind weit offener als jemals zuvor… die Berechenbarkeit scheint dahin (das war sie zwar vorher auch schon, aber es hat keiner gemerkt).

In diesen Zeiten scheint es mir nicht angebracht, mehr Zweifel für den Umgang mit „sicherem Wissen“ zu fordern, sondern eher zu reflektieren, wie versucht wird, diese Zweifel und die mit ihnen verbundene Unsicherheit los zu werden.

Und da fallen einem natürlich die Mechanismen ein, die auch in anderen sozialen Systemen für Unsicherheitsabsorption sorgen:

Als erstes sind da Programme: Strenge Regeln, die genau vorschreiben, wer was wann tun muss, darf oder auf jeden Fall zu unterlassen hat. Das zeigt sich zur Zeit in hektischen Gesetzesinitiativen, die Massnahmen anpreisen, die meist eh nicht umzusetzen sind…

Das Zweite ist die Forderung nach klaren Hierarchien – Recht und Ordnung, Polizei. In Polen und Ungarn kann man beobachten, dass zunehmend autoritäre Strukturen akzeptiert werden, in Frankreich ist der Ausnahmezustand fast schon Dauerzustand…

Die dritte Methode besteht in der Hoffnung auf starke Personen, die es richten, die versprechen, die guten alten Zeiten wieder zu bringen (Orban, Putin, Trump usw.).

Viertens: Es ist die vertraute Kultur, die Sicherheit gibt. Es ist zweifellos eine der bewährtesten Methoden, Unsicherheit zu bewältigen, sich an den tradierten Lösungsmöglichkeiten, Konventionen, Sitten, Bräuchen und Normen zu orientieren. Daher dürfte die Bedrohung durch Menschen aus anderen kulturellen Kontexten als so dramatisch von etlichen Leuten erlebt werden und das Anzünden von Asylantenheimen als legitim erscheinen lassen.

Das sind zwar alles Konzepte der Unsicherheitsabsorption, die im Rahmen der Organisationstheorie entwickelt wurden, aber sie scheinen mir ganz passend, was die Analyse angeht. Wie man verhindert, dass sie im skizzierten – wie ich finde – problematischen Sinn genutzt werden, ist damit allerdings noch nicht gesagt. Aber man könnte zumindest diese vier Dimensionen als Rahmen nutzen, um alternative Ideen der Unsicherheitsreduktion zu entwickeln.

Angemerkt sollte allerdings noch werden, dass die beschriebene Unsicherheit ja nicht generalisiert ist. Sie betrifft eine Minderheit, und die Mehrheit sollte sich nicht verrückt machen lassen…

45 Gedanken zu “Die Kraft des Zweifels?”

  1. Sie bekommen den Un-Geist des Internet nicht mehr in die Flasche zurück. Die intellektuellen Zauberer von Wissen und Wahrheit können den überall agierenden Lehrlingen nicht mehr helfen. Die „Kraft des Zweifels“, also der Skepsis liegt zunehmend im ruhigen Beobachten und in der Deeskalation der Desinformation.

  2. „Wir leben offensichtlich in Zeiten, die als unsicher erlebt werden (obwohl es in der Geschichte wohl kaum Zeiten gab, die behaglicher und mummeliger waren…).“
    Vgl. die goldenen Zwanziger…

  3. „Wie man verhindert, dass sie im skizzierten – wie ich finde – problematischen Sinn genutzt werden, ist damit allerdings noch nicht gesagt. Aber man könnte zumindest diese vier Dimensionen als Rahmen nutzen, um alternative Ideen der Unsicherheitsreduktion zu entwickeln.“
    Die „gefühlte“ Verunsicherung hat mit der Fallhöhe zu tun, die Sie als „Behaglichkeit und Mummeligkeit“ beschreiben, sprich: Wohlstand, Frieden, Freiheit. Je besser es uns geht, desto mehr Angst entwickeln wir, dass wir unseren liebgewordenen Wohlstand, unseren Frieden und unsere Freiheit verlieren könnten. Wer viel zu verlieren hat, verliert leicht seine Unbekümmertheit.
    Beispiel: Im Jahr 2015 ist die Anzahl der Einbrüche bundesweit erneut angestiegen – um 9,9 Prozent auf insgesamt 167.136 Fälle. Einbrecher verursachten dabei einen Schaden von insgesamt 440,8 Mio. Euro, Tendenz steigend. Schmuck, Computer und Stereoanlage sind dann verschwunden, Schubladen und Schränke durchwühlt und die Wohnung verwüstet. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen den Bestohlenen schwer zu schaffen.

  4. Viele versuchen dem Radikalismus zu entgehen, indem sie “die Wahrheit in der Mitte suchen“.

    Das klingt ABGEKLÄRT, ist aber nicht unbedingt AUFGEKLÄRT.

    Denn Notwendiges zu sagen folgt keinen geometrischen Vorgaben. Hier irrt der “ Extremismus der Mitte“.

    Er übersieht, dass entscheidende Einsichten sehr wohl an den Rändern der Gesellschaft angesiedelt sein kann und es _historisch betrachtet_ in vielen Fällen auch war!

  5. @3: „alternative Ideen der Unsicherheitsreduktion“
    Drei Vorschläge:
    1) Wohlstand verteidigen, Frieden verteidigen, Freiheit verteidigen.
    2) Widerstand leisten gegen Diebe, gegen Kriegstreiber, gegen intellektuelle und reale Mauer- und Grenzzäumebauer und Brandstifter.
    3) Die „Systemische Partei“ gründen oder wenigstens die „Systemische Religion“.

  6. Heiner Müller 1994:
    „Für ihn ist klar, dass demnächst in Europa neue Mauern gebaut werden. Weil er historische Analogien liebt, verwendet er den Limes des antiken Rom als Metapher.

    „Es gab keinen Feind mehr. Wenn das Reich des Bösen weg ist, ist der Teufel plötzlich überall. Die Barbaren sind etwas Diffuses, Jugoslawien, Armenien, Georgien, überall gibt es diese kleinen Barbarenstämme. Es gibt das Problem, wie hält man die davon ab, in die Wohnstube zu kommen, in der man sich einigermaßen eingerichtet hat. Man braucht Mauern. Es dauert immer eine Zeit, bis man merkt, was nötig ist. Man kann nicht sofort wieder eine Mauer bauen. Man weiß nur, und erfährt jede Woche neu: Man braucht sie. Aber man kann sie in der Form nicht wieder bauen. Man muss sich Zeit lassen und andere Architekturformen entwickeln. Es darf nicht mehr so einfach aussehen, aber eigentlich braucht man es schon.““
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/heiner-mueller-die-mauer-und-der-4-11-1989-der-teufel-ist-ploetzlich-ueberall/10927354.html

  7. @3 und 6: „alternative Ideen zur Unsicherheitsreduktion“
    Zwei weitere Vorschläge:
    1) Auf dem Recht auf Wohlstand, Frieden und Freiheit bestehen, das jedem zusteht.
    2) Unsicherheitsreduktion durch Toleranz gegenüber Unsicherheit, durch Ich-Stärkung, durch Resilienz-Training – konkret: durch Volksfeste, Kooperationen, Vereine etc., in denen die kulturellen, religiösen und sexuellen Vielfalten gefeiert sowie Offenheit für Pluralität ausgelebt werden.

  8. „Das Charakteristikum der Intelligenz ist Ungewissheit“, sagte Henry de Montherlant, französischer Schriftsteller (1896 – 1972). Die „Kraft des Zweifels“ liegt in der Verunsicherung liebgewonnener (Schein)Sicherheiten (links/rechts, gut/böse, Kommunismus/Kapitalismus, Ost/West, Nord/Süd, Christentum/Islam, Rot-Rot-Grün/Schwarz-Schwarz-Grün).
    Verunsicherung und Bezweifelung scheinen momentan nicht nötig zu sein, weil selbst die Sicheren unsicher geworden sind und sich neu zu orientieren versuchen. Deshalb ist es wichtig, die Möglichkeiten zur Beeinflussung der Umwelt zu erhöhen und das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken.

  9. Nehmen wir den Großkapitalisten, sorry: Unternehmer Warren Buffett ernst, denn er weiß, wovon er spricht: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
    ”There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning” im Interview mit Ben Stein, New York Times, 26.11.2006.
    http://www.nytimes.com/2006/11/26/business/yourmoney/26every.html?_r=1

  10. @4. Nochmals: (Es ist so besch. auf einem kleinen Handydisplay in einem noch kleinerem Kommentarfenster Korrektur zu lesen)

    Er übersieht, dass entscheidende Einsichten sehr wohl an den Rändern der Gesellschaft angesiedelt sein können und es _historisch betrachtet_ in vielen Fällen auch waren!

    @0: zu,:
    “die beschriebene Unsicherheit ja nicht generalisiert ist. Sie betrifft eine Minderheit, und die Mehrheit sollte sich nicht verrückt machen lassen…“

    MEHRHEIT sagt gar nichts über Klugheit,
    (Die Mehrheit pennt meistens.)

    Oft genug gilt wegen des üblichen Opportunismus und mangelnden geistigen Fähigkeiten eher das Gegenteil.

    Die dumpfste Hauptstrategie “diese Zweifel und die mit ihnen verbundene Unsicherheit los zu werden“ bestand zu allen Zeiten in der Orientierung an der Meinung der Mehrheit.

    Wollen sie wirklich diese Form der Unsicherheitsabsorption, die gerade so überhand genommen hat, auch noch befördern?

    Zweifel an ihrem “Expertentum“ und ihrer “realistischen Weltsicht“ sind angebracht……

  11. Zweifel enden erfahrungsgemäß in der Katastrophe. Spätestens dann sollte man sich endlich entschieden haben .

  12. Nicht verzagen, FBS fragen! Der hat sich eindeutig gegen die Katastrophe entschieden.
    Also bitte nicht jeden Kommentar in diesem Blog ernst nehmen – viele haben keinerlei systemische Relevanz.

  13. Kein Zweifel:
    Gewalttäter jeglichen Zuschnitts mit allem staatlichen Machtmonopol in die Schranken weisen und verfolgen…

    Dasselbe mit Verfassungsfeinden;
    observieren, anklagen…..etc.

    egal von welcher Seite, selbstverständlich auch die in der AFD. Unbedingt!
    Je konsequenter und schneller, umso besser….

  14. Hetzern jeglichen Couleur, die zu Gewalt aufrufen, muss das Handwerk gelegt werden (extreme Rechte, gewaltbereite. Antifaschisten, Hassprediger in Moscheen des politischen, faschistischen Islam,).

    Bei Pöbeleien sieht’s etwas anders aus, die transportieren nach meiner Erfahrung oft einen wichtigen, beachtenswerten Kern in einem für viele sehr schwer erträglichen Code, der “übersetzt“ werden muss……
    Harmlosere Titulierungen muss eine öffentliche Persönlichkeit aushalten, sei es Erdogan, die Kanzlerin oder Claudia Roth……. 🙂

  15. Ja, Georgy, richtig.
    ‚Jeder redet über jeden Scheiß mit, es gibt Daten en masse, das Internet gibt jedem wild gewordenen Freak die Chance „Wahrheiten“ zu verbreiten und sich auszutoben.‘ Zitat F.B.Simon
    Das ist so. Mich erinnert das Internet an Amerika 16.-19.Jahrhundert.Eine ziemlich gesetzarme Ballung von unterschiedlichsten Leuten aus unterschiedlichsten Nationen.
    Klare Gesetze müssen für’s Internet kommen .Das das unsere herkömmliche Polizei personalmäßig nicht umsetzen kann, ist klar.
    Also wird es eine Art Internetpolizei geben müssen ,Anbieter sozialer Plattformen müssten sich an die Gesetzlichkeiten der Länder halten, in denen sie ihre Dienste anbieten (somit wäre auch das z.T unerträgliche Zeugs aus den Kommentarspalten Facebooks oder Twitter oder wie sie alle heißen.
    Da muß doch was zu machen sein !
    Denn so, wie es jetzt noch ist, ist das WWW eher anarchisch. Das muß aufhören.Die Parallelgesellschaftsform benötigt klare, humane Regelungen.
    Der Zweifel, ob das Internet eher schadet oder eher nützt ,würde mit der Bewerkstelligung solcher Maßnahmen meiner Ansicht nach schrumpfen , und der Kopf wäre wieder frei für mehr Klarheiten. Zumindest bei unseren Kindern und deren Kindeskindern .

  16. Und bitte von keiner Seite ein Empörialismus!

    …….ein Herdertrieb, der jedes noch so vernünftige Argument attackiert, sofern es von der “falschen Seite“ geäußert wird.

  17. `Harmlosere Titulierungen muss eine öffentliche Persönlichkeit aushalten, sei es Erdogan, die Kanzlerin oder Claudia Roth……` Zitat Georgy
    Ja, wenn es die Würde des Politikermensches nicht außen vor lässt .

  18. @19: “und der Kopf wäre wieder frei für mehr Klarheiten.“

    Da habe ich einige Bedenken, was “Klarheiten“ betrifft:

    Auch hier im Blog wurden schon so viele Stereotype und unzulässige, haarsträubende Vereinfachungen verwendet:
    Die Muslime, die Ostdeutschen, die AFD, TrumpOrbanErdogan, das Volk, WIR, DAS Internet,……

    Es gab für mich erstaunlicherweise auch von Gebildeten Anklänge von faschistoiden, undemokratischen Denkstrukturen….. ..

  19. Womöglich haben wir es weniger mit der „Kraft echten Zweifels“, als mit der „Kraft des Post- (oder Trans-) Faktischen“ zu tun. Allerdings bin ich der Ansicht, dass was „Post-Faktisches“ genannt wird, immer schon existierte, wenngleich als andere Begrifflichkeit.

    Was ist gefragt als komplementäre Ergänzung zur digitalen Realitätserfindung? z.B.:
    – Your Preception ist your Reality.
    – intersubjektive Stabilität und Kontinuität als Ergebnis von Wiederholungen von Ritualen bzw. Kommunikationsmuster, welche von den Protagonisten zumindest zeitweise, oder vorübergehend akzeptiert werden.
    – interkulturelle Sprachvermögen und -Kompetenz
    – usw.

  20. @16: Konstruktivismus sozialer und psychischer Systeme.
    Sozialkonstruktivismus bezeichnet eine Metatheorie in der Soziologie, die auf dem 1966 erschienenen Buch „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ (Originaltitel: The social construction of reality) von Peter L. Berger und Thomas Luckmann basiert. Der Schwerpunkt des Sozialkonstruktivismus liegt darin, den Wegen nachzuspüren, wie die soziale Wirklichkeit und einzelne soziale Phänomene konstruiert werden. Die damit verbundene soziologische Methode untersucht, wie Menschen gesellschaftliche Phänomene erzeugen, institutionalisieren und diese durch die Weitergabe an neue Generationen in Traditionen überführen. Dabei geht es um die Beschreibung von Institutionen, um soziales Handeln usf., weniger aber um die Suche nach Ursachen und Wirkungen. Soziale Wirklichkeit wird als etwas dynamisch Prozesshaftes angesehen, das ständig durch das Handeln von Menschen und durch deren darauf bezogene Interpretationen und ihr Weltwissen produziert und reproduziert wird. Viele spätere Forschungsrichtungen wie die Gender Studies und Cultural Studies beziehen sich auf Konzepte des Sozialkonstruktivismus.
    Gegen den Sozialkonstruktivismus und gegen postmoderne/poststrukturalistische/neoliberale/systemtheoretische Tendenzen in der Wissenschaft insgesamt wird die „Sokal-Affäre“ angeführt. Dabei wird argumentiert, dass Alan Sokal mit seinem 1996 in der Zeitschrift „Social Text“ veröffentlichten Aufsatz „Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity“ in Form eines wissenschaftlichen Witzes bzw. einer Parodie demonstriere, dass auch der Sozialkonstruktivismus selbst nur sozial konstruiert wäre. Damit wäre wie auch beim radikalen Konstruktivismus das Risiko eines inneren Widerspruches vorhanden: So würde die Allgemeingültigkeit des Grundsatzes „Wirklichkeit ist die Wirklichkeit, die wir uns konstruieren“ als objektive Wahrheit definiert, da aber genau deswegen keine Erkenntnis über die wahre Natur der Dinge gewonnen werden könnte, wäre auch diese „objektive“ Definition selbst nicht möglich. Alan Sokal deutet auf diesen Zirkelschluss des Konstruktivismus hin und versucht anhand mehrerer Beispiele nachzuweisen, dass das soziale Umfeld zwar eine (meist nur temporäre) Wirkung auf die naturwissenschaftliche Theorie haben kann, dass aber die weitaus wichtigeren und einflussreicheren Kriterien für oder gegen wissenschaftliche Theorien grundsätzlich aus wiederholbaren Experimenten und Beobachtungen stammen. Dem entgegnete Karin Knorr-Cetina 1984, dass die Konzeption, Umsetzung und Bewertung von Experimenten allerdings von Wissenschaftlern durchgeführt wird, die ebenfalls soziale Wesen sind und damit die Möglichkeit gegeben wäre, dass auch die Naturwissenschaften in einer „Zirkularität des Kategorialen“ gefangen sein könnten, was ganz und gar der Systemtheorie entspräche.
    (alles aus Wikipedia kopiert)

  21. Unsichere Geheimdienste in unsicheren Zeiten
    „..Denn schon die Ausgangslage, daß jeder überwacht werden müsse, weil jeder potentiell verdächtig ist oder werden kann, heißt ja, daß keiner unverdächtig ist, also in Konsequenz jeder ein möglicher Terrorist. Dann ist keiner mehr kein möglicher Terrorist, also ist der – schwallader, schwallader – unmarked space leer…“
    https://differentia.wordpress.com/2010/12/10/wie-man-in-zukunft-geheimnisse-fur-sich-behalten-kann/#comment-11303

  22. @ 28: Naja,

    1) gilt schon immer:
    Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei
    und
    2) MAN muß halt schier unendlich Ge(h)Duld haben,
    wenn man das Nord-Süd-Gefälle bedenkt
    um von B kommend über HH den Stau
    aus dem Hannoveraner Zuchtstuten-Stall
    großräumig zu umfahren, um sich als Schausteller
    entsprechend aufzustellen und
    dann auch noch rechtzeitig
    zur Auer Dult in Munic anzukommen.

    Host me?

    denn kaum is dort unne un kaum hat mer mit Ach und Krach sei Stand grad uffgebaut
    dann mer ne glei widder abgebaue.
    Denn schließlich muss mer a dabber noch e paar Plätzjer backe,
    (Cookies in Form von Brownies nenne se jetzt, denne ehr schwarzbrauner
    Dreck midde Hasselnüß drin)
    dodebai deden fer Nürnberg a ää Sort Spritzgebäck midde bissje Bittermandel-Öl
    wie vunn denne Marzipan-Brote von sellemools, do vunn denne do owwe
    an de Ostsee-Waterkant aus Lübeck
    un a paar Platte an uffgeschnittenem Berliner Brot grad a als lange.

    Och her’n mer doch uff, Nürnberger Brotwerscht kriesche jetzterd
    aA im Internet. Do brauchsche der net erscht dein eigne A… platt se hocke,
    um do ennuner zu kutschiere, ins „Bratwurst Glöckle ..“ o.ä.

    „Hüftgold“ mit „lovehandels“ nennt mer des heit se tags
    was de dodevunn und dodefor kriesch

    Mann oh Mann,
    kee Ahnung vun nix…
    awwer glei uff die Bien wolle, wo de Bär allsert steppt.
    Was ferre Uffwand un des nor fer DSDSS un wege some Schrott wie
    „Deutschland sucht de SuperStar“.

    „Kee Arsch in de Hosse, awwer La Paloma peife …
    un dann glaawe mer het jetzerd die blaue Maritius gefun…
    des ded mei Alter dodezu sage.“
    un weiter
    „Eich kenn se noch doch noch aus de Vorphilatelie
    wo mehr als noch net geklebt hat als fer sei Rentier-Dasein, später.
    Des war’n noch Zeite … wo se noch rumgefuggert han middem Thurn un
    de Taxe.

    Awwer heitse tags derfsche noch net emoo mer ’s Gloria aastimme,
    do werd der des glei als aageBUGGERE ausgelehnt…

    Un des A-wort darfsche a nimmi in de Mund nemme,
    weil -des als de alt Groszvater schunn gewißt und gesaah hat:
    “ Ei wann de noch emoo so wüschte Wörter saascht,
    dann scheißt der s Chrischtkinnsche was“

    So ist des jetzt endlich KLAR,
    was passiert,
    wenn mer dann die AnArchie mit der AnOmie kombiniert?
    Dann kracht’s halt irgendwann gans gewaltig.
    .. halt immer so um Silvester rum

    Un wer dann noch ken Hörsturz hat, weil er immer bei offenem Fenster schläft,
    um den Ruf net zu verpassen…. kann/muß/soll halt warten bis er schwarz wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=u2v5Dd9wJkY

    … wenn sie zwischenzeitlich net als Rohrkrepierer deppert gestorben sind,
    dann leben sie vll noch heute.
    :-9

  23. „Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.“

    Douglas Adams

    (ebenda gefunden)

  24. @0
    1) Es gibt in D. und in A. keine Anzeichen für einen „starken Mann“
    Eher eine durch Schuldgefühle erpressbare Gesellschaft.

    2) Orban scheint z.Z. eine größere europäische Integrationsfigur zu sein als Merkel.
    Ungarn hat historisch enorme Probleme mit Migranten gehabt und will u.a. das nicht
    wiederholen.

    (Ebenso Frankreich: Wenn ich vor vielen Jahren sehr oft Schüleraustausche und
    Begegnungen durchgeführt habe, waren zu meinem Erstaunen und Erschrecken alle Schulen
    mit Stacheldraht und übermannhohen Zäunen und Mauern gesichert: Nordafrikaner ……

    3) Scholl-Latour hat schon vor ca. 8 Jahren gesagt, die Türkei ist in 5 Jahren ein islamischer
    Staat mit diktatorischen Strukturen. Der politische Islam mit seiner Nichttrennung von
    Religion/Recht/Politik steuert darauf zu.

    (Solche Entwicklungen überwiegend mit „Unsicherheitsabsorption“ erklären zu wollen, geht
    am Kern vorbei.)

    4) Es sei ihnen gegönnt, dass sie persönlich es noch nie so schmuggelig hatten, aber die
    Gefährdung bzw. das langsame Wegbrechen der Mittelschicht allem Anschein nach
    innerhalb einer Generation ist es nicht. Das Primat der Ökonomie in allen Bereichen (außer
    mit Professorenpension und sonst noch einigem …….) ist für sehr viele eine Zerrreißprobe.

    Vom (zukünftig noch stärkeren) Kampf in der Unterschicht ganz zu schweigen ………

    5) Mir geht es wahrscheinlich wie ihnen: ich mag auch keinen abrupten umsturzartigen
    politischen Wechsel, das wäre sehr gefährlich und fast sicher ein gewaltiger Rückschritt.

    Doch die Erkenntnisse des Nicht-Mainstreams zu ignorieren

    (damit ist nicht der EXTREME linke und rechte Rand gemeint, sondern einfach Erkenntnisse/Bedenken, die gerade noch nicht zur allseits geglaubten „Wahrheit“ gehören, es aber wenige Wochen/Monate/Jahre später sind),

    das ist ebenso gefährlich!

  25. @40: Die Herrschaften haben Wichtigeres zu klären: „In seinem jüngst erschienenen Buch „Ein Präsident dürfte so etwas nicht sagen“ lästert François Hollande über Merkel, Gabriel & Co.: „Mon dieu, seit ich weiß, daß diese unerträgliche Labertasche im Auftrag Gottes unterwegs ist, bin ich für die Säkularisation in Frankreich dankbarer denn je.“ (über Joachim Gauck). „Der Typ ist so bescheuert, der löscht erst den Browserverlauf – und guckt dann Pornos.“ (über Sigmar Gabriel). „Das Schlimmste, was Frankreich seit Hitlers Blitzkrieg passiert ist.“ (über Daniel Cohn-Bendit). „Geht halt auch gar nicht. Einfach nur behindert, ey.“ (über Wolfgang Schäuble). „Na ja.“ (über Angela Merkel). http://www.titanic-magazin.de/newsticker/

  26. Der Begriff „postfaktisches Denken“ meint m..E. DEN GLAUBEN.
    Dem vermutlich DAS WOLLEN zugrunde liegt.
    Wenn ich z.B. glaube, dass jeder Syrer ein schlechter Mensch ist, de rdie Deutschen oder den europäischen Kapitalismus schädigen möchte, dann WILL ich doch etwas erreichen mit diesem Glauben. Den möglichen Feind von mir fern halten, tippe ich mal. Fakt könnte aber sein, dass 98 von Hundert Syrern weder die Deutschen noch den europäischen oder internationalen Kapitalismus schädigen wollen. Nun werfe ich 100 Syrer aus dem Land, und bringe mich selber um Kontakte zu 98 guten Leuten, weil ich GLAUBE, dass die 100 Syrer Schaden bringen möchten. Dabei wollten faktisch nur 2 Schaden bringen und das vielleicht nur im geringen Maße (vielleicht mal was in einer Boutique mausen ) Mein Glaube an die Boshaftigkeit aller Syrer kann ,so ich „Mitglaubende „finde, 100 Syrern Unrecht tun. Wenn von diesen 100 Syrern 3 dabei sind, die nun glauben, dass alle Deutschen glauben, dass die Syrer böse Menschen sind, und Mitglaubende finden, ist der Weg frei für Krieg und Terror.
    Gegen GLAUBEN hilft nur eins, WISSEN.
    Und das ist das Problem, was die Politiker so gerne heraufbeschwören. Sie verkaufen gern GLAUBEN als WISSEN.
    WISSEN wäre ja auch der längere Weg. Sich die Mühe machen, jemanden erst mal kennenzulernen, anstatt ihn gleich zu blockieren erscheint wohl anstrengender. Daran sind schon Kain und Abel gescheitert. Da glaubte einer der beiden auch, der andere würde von Gott mehr geliebt sein.
    Ob Hitler auch so dachte?
    Das die Juden die von Gott auserwählten SIND, und deshalb weg müssen ?

  27. Wenn sich diese blöden AFD´ler mal auf den Weg machen würden, um WISSEN über die Flüchtlinge zu erlangen, könnten sie auch irgendwann einmal WISSEN, ob diese Flüchtlinge zu überleben sind oder nicht. Die AfD sitzt aber lieber unkend in ihren Politstübchen und pflegt ihren WAHN. Und forstet das Land nach ZWEIFLERN (Wissensunwillige-oder unfähige) ab,die diesen Wahn aufsaugen und wie einen Virus weiterschleppen.
    Fatalerweise kann so etwas die Leistungsbereitschaft mancher Flüchtlinge erhöhen. Wer von denen will schon als schlechter Mensch dastehen….Begründet sich das Wirtschaftswunder BRD nicht zu Teilen auf Menschen, die beweisen wollten, dass sie in Ordnung sind? Wie war das noch mal mit den türkischen Migranten dazumal . . . ? Oder noch etwas eher mit den Vertriebenen ? Die arbeiteten besonders hart, um ihren Stand als „Kartoffelkäfer “ bei den Einheimischen los zu werden .

  28. deaxmac, pfälzer Bauern muß es auch geben, aber lasst ’se um Himmels Willen nicht polisch wählen !!!!! 😉

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