Es gibt in Europa keine Flüchtlingskrise

In Italien hat der neue Innenminister M. Salvini dem Direktor der Rentenversicherung Boeri gedroht ihn zu entlassen, weil der öffentlich festgestellt hat, dass das italienische Rentensystem auf Migranten angewiesen ist – nicht erst in der Zukunft, sondern auch jetzt schon.

Generell kann man feststellen, dass die paar Flüchtlinge, die nach Europa (es hat immerhin 500 Mio Einwohner) kommen, keinerlei Problem für die betroffenen Volkswirtschaften darstellen, sondern angesichts des Arbeitskräftemangels in vielen Teilen Europas von Nutzen sind oder sein werden – mal ganz abgesehen von den viel zitierten christlichen Werten Europas, auf die sich Leute wie Orban, die CSU und die Piss-Partei in Polen berufen. Europa braucht Migration aus außereuropäischen Gegenden der Welt. Dass wir da nicht jeden reinlassen können/wollen, ist legitim. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die aktuelle Migration kein Problem darstellt, sondern lediglich in höchst unanständiger und verachtenswerter Weise zu machtpolitischen Zwecken missbraucht wird.

Dazu ein Artikel aus der aktuellen ZEIT, den ich Wort für Wort unterschreiben kann:

https://www.zeit.de/politik/2018-07/eu-asylpolitik-fluechtlinge-migration-grenzschutz

 

46 Gedanken zu “Es gibt in Europa keine Flüchtlingskrise

  1. Morgen, Samstag, finden bundesweit Demos gegen die Kriminalisierung der Seenotretter und für die Aufrechterhaltungnder Seenotrettung statt, u. a. in Berlin, München und Heidelberg: https://seebruecke.org/wp/

  2. und das werden die Hotspots der Einsatzzentralen,
    denn derartige Einsätze vor Ort müssen nicht nur finanziert,
    sondern auch entsprechend qualifiziert koordiniert werden,
    https://blockchainhub.net/blockchain-intro/
    damit auch die richtigen Leute zusammengetrommelt werden
    und nicht nur Nepper, Schlepper, Bauernfänger,
    kurzum die Mafia, das Chaos zu ihren Gunsten auszuschlachten versteht
    Der strategische Aufbau ist entscheidend …
    … und Strategien fallen weder vom Himmel und wachsen auch nicht
    bzw. gelegentlich doch auf Bäumen
    … vor allem dann wenn es sich um Bananenrepubliken handelt

  3. @ 1
    Zu einer bemerkenswerten Verbrüderung zwischen Leiharbeitern, Festangestellten und Azubis kam es gestern auf einer Betriebsversammlung bei Opel Rüsselheim. Leiharbeit einzudämmen, das ist eines der Wahlversprechen, das der Rechtsentwicklung und dem überdramatisierten Flüchtlingsstreit der CDU/CSU geopfert wurde.
    Hinter der emotionalen Instrumentalisierung der Flüchtlingspolitik steckt die Absicht, von gravierenderen ökonomischen und sozialen Problemen abzulenken, ob Demografie und Rente, Handelskrieg und Globalisierung, Prekarisierung der Arbeitnehmer und Enteignung der Sparer etc.

  4. Die vielfältigen kognitiven Verzerrungen, deren Schadensbegrenzung durch Fehlurteile und Fehlverhalten meist auf nachfolgende Generationen abgewälzt wird, stellt m.E. die Hauptaufgabe beim gemeinsamen Überleben dar und bereitet mir weit mehr Sorge. Auch eine Folge des Großvaterdaseins. …

  5. Gratuliere zum Großvaterdasein, Ingo.
    Freue mich auch schon drauf -falls das irgendwann der Fall sei wird.

  6. Natürlich nicht! Diese Hysterie ist mir allerdings nicht rätselhaft. Wenn ein Foto von Pink Floyd aus den 80er Jahren (Konzert in Venedig) nun als Foto gehandelt wird, auf dem „Flüchtende“ zu sehen wären, und dieses unscharfe Foto sich in einer Geschwindigkeit im Netz ausbreitet (Fotos sagen eben nichts aus; sie verlangen immer nach einer Interpretation = Bildunterschrift = Konzeptualisierung) … so muss man sich doch fragen, wie man die zunehmende Massenverblödung noch verhindern kann. (Und es wird auch genug geben, die wieder zurück wollen, wenn sich die Situation zuhause verbessert – was ich auch verstehe; als ich in Ö in zwei Pflegeheimen arbeitete, gab es einmal einen Nachmittag, in dem die Mitarbeiter ihre Herkunftsländer vorstellten; es waren Pflegekräfte aus der ganzen Welt – ich habe dort auch unter den „Oldies“ nie eine Form der Abneigung gegen Pflegefachkräfte/Pflegehelfer erlebt, ganz egal wo sie herkamen; eher gegen die Struktur, die Bauweise, die Logik, die Grundhaltung etc. der Organisation; aber nicht gegen die dort arbeitenden Menschen …).

  7. „dass die paar Flüchtlinge, die nach Europa (es hat immerhin 500 Mio Einwohner) kommen, keinerlei Problem für die betroffenen Volkswirtschaften darstellen, sondern angesichts des Arbeitskräftemangels in vielen Teilen Europas von Nutzen sind“

    Auch wenn der Satz jetzt aus dem Zusammenhang gerissen wurde, so wiederstrebt mir das Wort „Nutzen“. Menschen, die nach Europa fliehen, könnten uns langfristig auch bei unseren demographischen Problemen helfen, wenn es uns gelingt sie zu integrieren. Das ist eine Mammutaufgabe, die auch nur begrenzt leistbar ist. Zunächst müssten wir sie aber als Menschen sehen und nicht als nützliche Objekte. „Sprache schafft Wirklichkeit“

  8. @9: Richtig! Aber der „Nutzen“ nimmt Bezug auf die materiellen Verlustängste, die geschürt werden. Deswegen scheint mir der Hinweis auf ökonomische Bewertungen von „Nutzen“.

  9. Der bemerkenswerte Kommentar in der Zeit bringt die Widersprüchlichkeit auf den Punkt, Zitat:
    „Auch der AfD-Wähler wird sich im fortgeschrittenen Alter damit abfinden müssen, dass womöglich eine Muslima oder ein Muslim seine Windeln wechseln wird und das Abendland trotzdem nicht untergeht.“

    Spahn & Co. wollen jetzt, so lese ich in dem Zeit-Kommentar weiter, im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ (auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums steht: „Wir meinen es ernst!“, offenbar um sich selber Mut zuzusprechen) Pflegekräfte aus Albanien und dem Kosovo anwerben, Staaten, deren Bürger in der Mehrheit Muslime sind.

    Die gesamte Flüchtlingsdebatte dreht sich vorwiegend um Ängste und Gefahren. Die Chancen, auch ökonomische, der Einwanderung werden völlig übersehen. Ohne die wäre aber Deutschland wahrscheinlich nie so wohlhabend geworden (siehe sog. „Ruhrpolen“ Ende des 19. Jhd. oder türkische „Gastarbeiter“ ab den 1960er Jahren).

  10. Kluge Briten: Freier Warenverkehr, beschränkte Kapital- und Personenfreizügigkeit.
    May 👍

  11. @10:Die rein ökonomische Bewertung von „Nutzen“ scheint mir etwas plausibler. Sie könnte die Debatte wieder verflüssigen. Wobei auch hier unterschieden werden sollte. Auch wenn wir „Mittelschichtler“, die wahrscheinlich alle nicht im Niedriglohnbereich arbeiten, Zuwanderung als Chance sehen würden, ist sie für Menschen im prekären Mindestlohnbereich auch ökonomisch eher eine Gefahr (Konkurrenz drückt ja wieder eher die Löhne). Und davon gibt es leider in Deutschland zu Viele. Also paralell zur ökonomischen Chancendebatte auch für höhere Mindestlöhne und eine würdige, sanktionsfreie Grundsicherung unserer Bürger eintreten!

  12. Geld ist genug vorhanden. Die Wirtschaft brummt und die Anzahl an Arbeitslosen auf Tiefststand gesunken. Das zeigt sich auch daran, dass der Anteil an Steuergeldern für Langzeitarbeitslose gegenüber der Finanzierung aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gesenkt wird. Statt dieser Umschichtung müssten die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Und eine sanktionsfreie und entbürokratisierte Grundsicherung würde einige Milliarden an Verwaltungskosten sparen.
    Der Bund will im laufenden Jahr 600 Millionen Euro weniger als bislang geplant für Langzeitarbeitslose ausgeben. Die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II (Alg II) sollen 2018 um 500 Millionen Euro von 20,9 auf 20,4 Milliarden Euro sinken. Auch die Beteiligung des Bundes an den Kosten für Miete und Heizung der Alg-II-Bezieher soll um 100 Millionen von 7,0 auf 6,9 Milliarden Euro abgesenkt werden.

  13. Zur Frage der Arbeitsaufnahme von Flüchtlingen hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg im Mai 2018 folgende Zahlen veröffentlich. Von den im Jahr 2015 eingereisten Flüchtlingen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren hatten rund 25 Prozent einen Job. Das entspricht den früheren Erfahrungen mit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. Gemäß dieser Erfahrungen dürfte die Beschäftigungsquote dieser Flüchtlinge nach fünf Jahren, also bis Ende 2020, bereits bei rund 50 Prozent liegen. Eine Hälfte dieser Flüchtlinge geht einer qualifizierten Tätigkeit nach. Die andere Hälfte übt Helferjobs in der Gastronomie und Landwirtschaft aus. Dort ist die Anzahl solcher Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren stärker gesteigen als erwartet.
    https://www.iab-forum.de/die-deutsche-wirtschaft-braucht-kuenftig-mehr-fachkraefte-aus-drittstaaten/

  14. „Aide aux migrants : le Conseil constitutionnel consacre le „principe de fraternité“
    Le Conseil constitutionnel a affirmé vendredi qu’une aide désintéressée au „séjour irrégulier“ ne saurait être passible de poursuites, au nom du „principe de fraternité“, et a censuré des dispositions du Code de l’entrée et du séjour des étrangers.“
    http://www.france24.com/fr/20180706-aide-migrants-cedric-herrou-conseil-constitutionnel-consacre-principe-fraternite?ref=fb_i

  15. @19 deaXmac, 8. Juli 2018 um 15:06 (Kommentar wartet auf Freischaltung)

    Es macht schon einen Unterschied, solange Nachrufe noch in Bearbeitung sind, welche Szenen des umfangreichen Opus herausgeschnitten werden, sofern es sich auch um kritische Stimmen dreht.
    Vergleichen Sie bitte einmal die Nummer hinter …videos/

    Hier die letzte Fassung (vor ca. 5-9 min.)
    https://www.arte.tv/de/videos/083723-000-A/nachruf-shoah-regisseur-lanzmann-gestorben/

    Bonus (4 Min.)
    Verfügbar von 05/07/2018 bis 12/07/2018
    Live verfügbar: ja

  16. PS: @19 meinte : @19, chabis, 8. Juli 2018 um 14:51
    da mein Kommentar @22 noch auf Freischaltung wartet, wie auch im Kommentar @23 erläutert.

    Blöd, wenn man auf einmal Geschriebenes/Gesprochenes festgenagelt wird …, da den meisten der Kommentatoren die Aufmerksamkeitsspanne abgeht, Texte/Bücher ganz zu lesen bzw. sich Filme von einer solchen Wucht und Länge ganz anzuschauen …

    Manche machen daraus ein Lebenswerk …

  17. @20 chabis:

    Ja, der Link ist spannend,
    jedoch es ist ja wie immer auf Twitter, es ergibt sich, wie sich die einzelnen Parteien-Vertreter zu übergeben verstehen,

  18. Die nordafrikanischen Schlepper setzen Menschen in Schlauchboote. Diese werden in der Regel mit einem Außenbordmotor in internationale Gewässer gefahren, dort wird der Motor auf ein anderes Schlauchboot umgeladen, die den Motor an die nordafrikanische Küste zurückbringen für die nächste Fahrt.

    Die Menschen an Bord der nun antriebslosen Boote erhalten meist Satellitentelefone mit der eingespeicherten Nummer der Seenotrettung.

    Dann werden sie ihrem Schicksal überlassen………….

  19. deaXmac, 8. Juli 2018 um 15:16
    Könnte ein Missverständnis vorliegen, – habe bewusst den Titel „Hommage..“ mit einem
    anderen Video verbunden ( ca 54 min ), da das von Ihnen verlinkte Nachrufvideo imho
    reisserisch und ziemlich daneben (Schrott) ist.

  20. France24 sendet 24/7, wie Welt 24
    …und dann kommt es halt drauf an, wer sich wann einschaltet bzw. wer wann zugeschaltet wird, von der Redaktion,
    im Zweifel auch als Ticker mit Unterschrift
    i.A., da in Urlaub

    PS: bin mir ziemlich sicher, daß sich etliche Radikalfeministinnen am „principe de fraternité“ selbst in diesem Zusammenhang mal wieder heftigst ereifern werden …
    bin ja ohnehin für mehr Freiräume für Vaterländer im Vatermörder auf ihren Motherboards, um zumindest den noch Toast zu retten,
    bevor man waterboardend baden geht mit dem Double.
    Aber die Russischen Eier mit den gefüllten Tomaten
    sind bitte noch separat in den Kühlschrank zu packen,
    und nicht so direkt mit den Hummerbuletten auf eine Platte,
    das tut den Epauletten nicht so gut …,
    von den Conscrits ohne Sanscrits einmal abgesehen,

  21. @27, chabis, 8. Juli 2018 um 15:34

    … das dachte ich mir schon
    🙂
    und dies darüberhinaus auch, wenn man bedenkt, was sich in von Mittelhochdeutsch geprägten Landen so alles abspielen kann, wenn man sie denn läßt,

    und so zwischen Beinwell und Farewell, die Gedanken sprießen läßt,
    Mein Gott, Walter,
    der kann ja auch grad schalten und walten, wie er lustig ist,
    …und dachte Bein mit Beine

    😉

  22. @25: So entsteht ein System aus NGOs, Schleppern und der „echten“ Seenotrettung, die sich die Augen reibt, wie sie seit vielen Jahren mehr und mehr als Teil der Schlepperindustrie eingespannt wird und deren Anweisungen nicht (mehr) befolgt werden.

    Nordafrikanische Länder werden klugerweise wohl auch keine Asylzentren akzeptieren, nicht nur weil dort extreme Probleme zusammenballt würden, sondern auch weil sie sicher sind, dass zusätzliche ANREIZE geschaffen wird.

  23. „…..libanesische, kurdische oder serbische Familienclans führen den Staat vor und tyrannisieren die Gesellschaft. Notärzte werden beleidigt, bespuckt, gebissen und geschlagen. Selbst in beschaulichen Städten wie Lüneburg und Hameln mußten Spezialkräfte der Polizei anrücken, um Krankenhauspersonal zu schützen. Der jüngste spektakuläre Fall datiert vom 22. Juni, als die Mitarbeiter der Uniklinik Köln stundenlang unter Polizeischutz standen. 200 Mitglieder einer serbischen Großfamilie drohten, das Gebäude zu stürmen. Ein Mitglied des Clans wollte den Chefarzt lynchen. Anlaß war der Tod eines sechs Jahre alten Mädchens, das eine komplizierte Herzoperation nicht überlebt hatte….“

  24. #33 Georgy am 9. Juli 2018 um 22:02
    „…. Der jüngste spektakuläre Fall datiert vom 22. Juni, als die Mitarbeiter der Uniklinik Köln stundenlang unter Polizeischutz standen. 200 Mitglieder einer serbischen Großfamilie drohten, das Gebäude zu stürmen. Ein Mitglied des Clans wollte den Chefarzt lynchen. Anlaß war der Tod eines sechs Jahre alten Mädchens, das eine komplizierte Herzoperation nicht überlebt hatte….“

    Plötzlich war mein Kardiologe weg. Nicht mehr da. Mir schwante Serbisches. Habe recherchiert:

    er trotzt dem BREXIT und praktiziert jetzt im Vereinigten Königreich zu besseren Bedingungen als hier in einem städtischen Krankenhaus. Inzwischen hat er deutsche Krankenschwestern nachgeholt.

  25. @34 duscholux: bei soviel Dummheit und einem riesengroßen Brett vorm Kopf wie bei Georgy, nutzt vermutlich auch Ihr Kommentar, der mich zum lachen bringt, nichts mehr. Es ist zum heulen…;-)

  26. „Mit Milliardensummen werden afrikanische Staaten als neue Grenzschützer etabliert. Entwicklungshilfe wird an Bedingungen geknüpft: Nur wer Europa bei der Migrationskontrolle beisteht, bekommt Geld. Profiteure dieser Politik sind Rüstungs- und Sicherheitsfirmen. In zwölf Ländern haben die Autoren der Dokumentation erkundet, wie Europa heute seine Grenzen durch Afrika zieht.“
    https://www.arte.tv/de/videos/078195-000-A/tuersteher-europas/
    Live verfügbar: ja, 11/07/2018 Letzter Tag !

  27. @40, Ingo Damith:
    Kraftvoller Beitrag von Norbert Blüm gegen entmenschlichende Sprache und die Bedeutung des „C“ im Namen der Unionsparteien! Ich hoffe auf weitere distanzierende Äußerungen insbesondere von Kirchenvertretern und Unionspolitikern.

  28. „Da bleibt einem die Spucke weg…“
    https://www.youtube.com/watch?v=aH35wMpbMBU

    …btw. die phänomenalen tatsächlichen bis vermeintlichen Überhitzungen natürlichen und gesellschaftlichen Klimatas mit entsprechenden Brandwirkungen offenbaren das doppelgesichte Janusgesicht menschlicher Intelligenz.

    Die unentscheidbare Frage, die fortwährend zu beantwortet ist scheint mir zu lauten:
    „Ist die helle Seite der menschlichen Intelligenz, der dunklen Seite überlegen oder umgekehrt, wenn sich Populationen aufmachen um sich notwendigerweise an die vorhandenen Ressourcen hinreichend anzupassen?“
    🙈 🙉 🙊

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