Freie Assoziation

Wenn ich auf die vergangenen Tage zurück schaue, so wird mir deutlich, dass ich mich von freien Assoziationen habe leiten lassen. Mohammed. Jesus, Wiederauferstehung, Recycling, Zirkularität, Selbstbestüglichkeit.

Dass ich von dort zu Psychiaterwitzen komme, ist eigentlich nur logisch. Denn darum geht es dort ja: Tautologien oder Paradoxien der Wirklichkeitskonstruktion, ihre Bestätigung oder In-Frage-Stellung.

Eine Frau bringt ihren Mann zum Psychiater: „Herr Doktor, er spinnt. Er hält sich für ein Rennpferd!“
„Die Therapie wird aber teuer!“
„Geld spielt keine Rolle. Er hat am Sonntag das Derby gewonnen!“

Anderes Beispiel: „Herr Doktor, ich leide so darunter, dass ich so wenig beachtet werde!“
„Der Nächste bitte!“!

Noch eine Geschichte – aus meinem eigenen Leben. Allerdings muss man hier noch die Unterscheidung der logischen Typen nach Whitehead und Russell einbeziehen, um seine Freude dran zu haben.

Ich sitze mit ein paar Leuten in einem Wiener Restaurant, die Speisekarte in der Hand, und frage nach deren langem Studium: „Herr Ober, was können Sie denn empfehlen?“
Er beugt sich zu mir runter und sagt flüsternd: „Ein anderes Restaurant!“
Ich hätte auf ihn hören sollen.

2 Gedanken zu “Freie Assoziation”

  1. Lieber Fritz Simon,
    da ist gerade auch so eine Geschichte in mir – aus meinem eigenen Leben, gewissermaßen, es war letzte Woche in einer Therapiesitzung. Ich hatte einer Klientin in der vorigen Stunde gesagt: ‚Ihr Mann führt Sie da an die Grenzen Ihrer Selbstsicherheit, das wollen Sie jetzt ändern, da können Sie Ihrem Mann auch dankbar dafür sein, damit verändern Sie Ihre Haltung‘. Sie fand das sichtlich nicht so toll. Aber gestern erzählte Sie, dieser Gedanke habe sich doch in ihr festgesetzt, und als ihr Mann wieder ’soetwas‘ gesagt hatte, habe sie daran gedacht, habe sich ganz anders gefühlt als sonst, sie sei ihm plötzlich „aus Versehen“ dankbar gewesen und habe sehr gut reagiert, das sei gut gewesen, bekannte sie lachend. Dann mußte sie noch mehr lachen: „…und das ärgert mich jetzt“.
    Herzlichst,
    Peter Schlötter

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