Mi Tu

Wenn man heute irgendwo eingeladen ist, dann finden sich Frauen zusammen und sprechen über die Me-Too-Welle. Doch dieses Thema interessiert offenbar nicht alle Personen weiblichen Geschlechts im gleichen Maße…

Ich beziehe mich hier wieder auf Beobachtungen meiner ständigen Begleiterin. Sie hat festgestellt, dass vor allem Frauen in einem Alter, in dem sie nicht mehr die Knackigsten sind, soll heißen: nicht mehr allzusehr durch jugendliche Attraktivität punkten, sich geradezu begeistert über all die schlimmen Erlebnisse mit mächtigen Männern, die ihnen an die Wäsche wollten (oder gingen), erregen.

Ihre Interpretation nach ist dies wahrscheinlich eine Form von Nostalgie, ein bedauerndes Feststellen, dass die eigene sexuelle Anziehungskraft so weit nachgelassen hat (das Alter eben!), dass kein mächtiger  (und daher attraktiver) Mann sich mehr ihretwegen zum Affen macht und demütigt, indem er einer reizvollen Frau seinen Körperkontakt aufzudrängen versucht… Eigentlich sollten diese Geschlechtsgenossinen doch froh sein, nunmehr die vielbeklagte posterotische Unsichtbarkeit geniessen und sich auf Wesentliches konzentrieren zu können.

Ich selbst kann nur anfügen, dass es natürich auch umgekehrt vorkommt, dass Männer von Frauen, die über ihre Karriere entscheiden können, zu sexuellen Dienstleistungen genötigt werden (das ist ein Aspekt, der in der ganzen Burnout-Diskussion viel zu wenig gewürdigt wird).

86 Gedanken zu “Mi Tu

  1. Zwischen Bestätigung und Belästigung liegt ein gradueller Unterschied. Wenn die Wirkungen der körperlichen Attraktivität in Blicken und Gesten angedeutet werden, mögen Einverständnis und Bestätigung überwiegen. Wenn sie verbal oder körperlich zum Ausdruck kommen, kann es – vor allem im Beruf – zur Ablehnung als Belästigung führen. Hängt jedoch der berufliche Erfolg vom Einverständnis mit der Belästigung ab, könnte Ablehnung das Ende der Karriere bedeuten. In diese Zwangssituation geraten eher jüngere Personen (überwiegend Frauen) zu Beginn ihrer Laufbahn. Sie können unter der erlebten Erniedrigung auch im fortgeschrittenen Alter leiden, und es kostet sie nicht mehr die Karriere, sich darüber zu beklagen.
    Als Mann kann ich mir vorstellen, dass Männer eine solche Zwangssituation als weniger erniedrigend empfinden würden als Frauen, weil von ihnen – aus meiner Sicht – weniger Scham, Ekel und Brutinstinkte zu überwinden wären. Als geborene Jäger sind es Männer gewohnt, bei jeder Gelegenheit bereit zu sein und ihre Gene möglichst breit zu streuen. Bei nahendem Burnout würden sie sich medizinischer Hilfen bedienen und es möglichst lang genießen, das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden zu können.

  2. Das ist aber ein langer Artikel (2). Da brauche ich den ganzen Sonntag dafür.
    Vielleicht darf man auch den künstlerischen Freiraum nicht vergessen – eine Form des Spiels, das manch‘ ein Künstler braucht, um kreativ sein zu können. Was wäre das Leben ohne Eros?

    Und es gibt auch die Freundschaft. Aber auch Freundschaft kann abgelehnt werden! Klar und deutlich abgelehnt werden. Stumm abgelehnt werden.

  3. Facebook: Die meisten Frauen, die ich in ihren Reaktionen auf die Kampagne auf Facebook beobachten konnte, haben ganz vernünftig reagiert. Erschreckend (aber eigentlich auch nicht wirklich) war die Höhe der nachvollziehbaren Übergriffigkeiten.
    Etliche Männer (vor allem aus der Homosexuellenszene) haben beklagt, dass vor allem am Anfang nicht mit besprochen wurde, dass auch sie davon betroffen sind.
    Viele Frauen fanden die Kampagne gleichermaßen problematisch wie wichtig.
    Die Begründungen die Problematik betreffend waren so, wie ich das beobachten konnte, vergleichbar meiner: Ich bin nicht sicher, was so etwas bringen soll und die öffentliche Inszenierung, die bei vielen leider damit verbunden ist, nicht förderlich.

    Einen schönen Sonntag Abend!

  4. @ 0: Inwiefern „demütigt [sich] ein mächtiger (und daher attraktiver) Mann […], indem er einer reizvollen Frau seinen Körperkontakt aufzudrängen versucht“ [?]

  5. @6: Wenn man das nötig hat… (so bedürftig, dass er „Unzucht mit Abhängigen“ anstreben muss, weil er es aufgrund seiner persönlichen Qualitäten allein nicht schafft – ein Bild des Jammers…).
    Gewaltanwendung oder -androhung – um noch die Steigerungsform anzuschauen – ist ja immer ein Zeichen der Hilflosigkeit, befürchteten oder tatsächlichen Unterlegenheit, mangelnden Souveränität, letztlich also eigentlich der Machtlosigkeit (=Impotenz – um beim Thema zu bleiben).

  6. @ 8
    Verstehe: Ausnutzung von Abhängigkeit = Ohnmacht und Impotenz

    Hieß es nicht im Ausgangstext: „mächtig“ = „attraktiv“?

  7. @8: Formale Macht, Reputation… die Macht ist mit der Rolle verbunden, nicht mit der Person. Deswegen streben ja so viele Würstchen (siehe Impotenz) nach formaler Macht…

  8. @ 7: Was hätte eine karrierebewusste Frau davon, den Avancen eines machtlosen und impotenten Mannes nachzugeben, den sie in Verkennung der Wirklichkeit für mächtig und daher attraktiv hält und von dem sie sich eine Stellung (im ursprünglichen Sinne) verspricht?
    Da ich es nicht für möglich halte, dass eine Frau so „dumm“ sein kann, ist dieser Mann doch wohl kein Bild des Jammers, sondern ein nimmersattes Raubtier, das um eine rasch erlegte Beute mit allen Mitteln kämpft – auch mit weniger edlen, die da wären: in Anzug und Krawatte mit dem Porsche vorfahren, einen üppigen Strauß roter Rosen überreichen, stundenlang Süßholz raspeln, in die Oper gehen, im Restaurant speisen, ein Wiedersehen am kommenden Abend vereinbaren…

  9. @10: Ihr Bild menschlicher Beziehungen ist wohl zu schlicht. Wer eine Machtposition inne hat, ist attraktiv, so lange er sie inne hat. Danach pinkelt ihn kein Hund mehr an, wenn er nicht „an sich“ Qualitäten besitzt, die ihn attraktiv machen.

  10. Als jemand, der in den 80ern seine Initiationsphase erlebte, kann ich bei den heutigen Medien“problemen“ wie die Mai-Ling-Kampagne (oder wie die heißt ……) natürlich überhaupt nicht mitreden.
    Studentenwohnheit, dann 2 WGs (einmal 3 Jungs und 1 Mädchen – in der 2. war das Zahlenverhältnis umgekehrt), da ging es wirklich saftig zu. Als katholischer Jüngling vom Dorf wunderte ich mich zwar zunächst, dass eine der Frauen auf dem Hin- und Rückweg zu ihren Eltern regelmäßig auch noch jemanden in einer 2. WG in einer Stadt auf halben Weg beglückte, aber nachdem ich von ihr hörte, „ist doch ganz natürlich“, war ich beruhigt……
    In einer WG gabs keine richtigen Türen, 2 der Studentinnen hatten zeitweise schwarzafrikanische Freunde………… holla, die Waldfee,…….da wurde es laut wie im Urwald….
    Man landete bei einer Party mit jemanden – wirklich keine Ahnung wie – im Nebenzimmer auf dem Bett der Gastgeber, bekam Angebote zu Entjungferungen, fuhr im Sommer mit einer Gruppe an Schlamm-Nackt-Baggerseen statt in die Vorlesung,
    im Greyhound-Bus in America (3 Monate „all you can drive“) trieben sie es auf den langen Überlandfahrten auf den Rücksitzen und bei Bedarf auch darunter, ……….

    …..ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass sich jemand beklagt hätte. Wenns nicht taugte oder sich nicht weiter entwickelte, dann ließ man es eben wieder……….
    Ein recht freies Spiel der Kräfte und An- (und Aus-)ziehungen…….

    Wer zu betripst aussah und nicht mithalten konnte, der reiste eben nach Poona zu Bhagwa(h)n und wurde dort gemeinschaftlich im Dunkeln zur Erleuchtung ge-osho-t ……..

  11. @ 9: Ein formal mächtiger Mann, der als Person ein Würstchen (siehe Impotenz) wäre, würde sich lächerlich machen und sich selbst demütigen, wenn er eine attraktive junge Frau mit seinem Würstchen belästigen würde. Er würde (ver)enden wie der „Kleine Herr Friedemann“ von Thomas Mann, der von großmännlichen Neidern wegen seiner scheinbaren Kleinmännlichkeit „Männlein“ genannt wurde.

  12. Ich hab ja nichts dagegen, dass ein paar – wahrscheinlich verblasste, verarmte – Sternchen in ihren mickrigen von Harvey noch ein paar Milliönchen wollen, oder wenigstens die Gage für ihre schaurigen Massage-Enthüllungen in Zeitschriften und anderen Medien……
    aber,

    die Stilisierung als ….., und die SAKRALISIERUNG!! der „Opfer“ halte ich in vielen Fällen durchaus auch für eine äußerst perfide! Gewaltspielart.

    Habt ihr denn nichts Besseres zu tun? Zum Beispiel m–m—m ………..

    Herrgottssakra, lasst mich in Ruhe……….
    (Wenn ich Probleme habe, gehe ich in den Wald und rede mit den Bäumen……..)

  13. @ 12: Sag ich doch: Der mächtige Mann ist attraktiv und wohl auch potent, weil er die Macht hat, über Karriere und Schicksale zu bestimmen. Wenn er diese Machtposition ausnützt, demütigt er doch nicht sich, sondern die machtlose und von ihm abhängige Frau.

  14. Das entwickelt sich hier zu einem ( wie Donald Trump das nennt) Lockerroom Talk, den ich wirklich nicht im Sinn hatte, als ich das Thema hier angesprochen habe…

  15. Fragt sich nur, wer hier was anprobiert. Was für eine Doppelmoral (dieses Thema).
    Ich erinnere mich (das ist nie ein guter Satzanfang) an eine Bekannte, keine Freundin, eine Bekannte, die, als meine Kinder noch klein waren und im Garten spielten, also aus dem Sichtfeld waren, plötzlich und ohne Vorwarnung in meiner Küche ihr Leibchen hochzog, um mir ihre frisch gemachten Brüste zu zeigen. Ich war völlig sprachlos. Ich sagte dann so etwas wie „Na Bumms“ (glaube ich). Dann fragte ich, während sie so in meiner Küche stand, ob „das“ ihre Idee oder jene ihres Mannes gewesen sei. Und sie sagte: „Meine. Ich wollte, dass mir Männer wieder nachschauen. Pfeifen. Na, Du weißt schon…“. Ich denke, seit dieser Begegnung, dass man ruhig offen über alles (!) sprechen kann. Vielleicht nicht in der Zeitung oder im Internet. Aber in Küchen? Zu Hause?

  16. @ 18: Ich lese Ihren Me-too-Thread als eine Art „MANNIfest für die HERRschaftliche Kehrwoche“: Diese bemitleidenswerten, scheinbar allmächtigen Männer werden permanent gedemütigt, da sie selbst als Chefs im Grunde machtlose Würstchen sind; und sie werden noch schlimmer gedemütigt, wenn das Schicksal ihnen eine Frau als Chefin vorsetzt, die sie bis zum Burnout ausbeutet.
    Diese unwürdigen Verhältnisse müsste ein deutscher Donald Trump beenden und den Mann wieder GREAT machen! Jeder Mann sollte Frauen an die Pussy fassen dürfen, ohne sich gedemütigt zu fühlen!

  17. @Michael S.: Sie sind doch ein intelligenter Mensch. Wie kommt es, dass Sie so wenig Sinn für die Vielschichtigkeit menschlicher Kommunikation zeigen? Schlichte Oben-unten-Modelle sind doch eigentlich unter Ihrem Niveau.

  18. @ 23

    Jeder, der die Kommentare von Michael S. liest (und auch jene, die dessen Kommentare nicht lesen), weiß, dass Michael S. „manchmal Schwachsinn“ verzapft.

    Meta: Manchmal? Das würde ich bezweifeln, da Michael S. „wenig Sinn für die Vielschichtigkeit menschlicher Kommunikation zeigt“ und ständig in „schlichten Oben-unten-Modellen“ denkt.

    Richtig! Deshalb kann die These, dass Michael S. „ein intelligenter Mensch“ sei, nicht ganz stimmen.

  19. Ich hab Dir doch gesagt, Du sollst diese Geschichte nicht erzählen, wenn die Kleinen dabei sind! Aber was red ich, auf mich hört eh keiner (außer dem Hund).

  20. @ 7 und 23: Mir geht es weniger um Kommunikations- und Herrschaftsmodelle, als vielmehr um meine Erfahrungen mit Frauen, die viel zu stolz wären, mit Belästigungs- oder Vergewaltigungsvorwürfen an die Öffentlichkeit zu gehen, um sich mit mächtigen Männern brüsten zu können, oder die sich ihre Brüste operieren lassen, damit Männer endlich wieder einmal hinter ihnen herpfeifen. Obwohl ich keine solche Frau kenne, würde ich mich nicht über sie lustig machen, weil ich nachempfinden kann, wie ambivalent das Gefühl sein muss, ein Opfer seiner femininen Attraktivität zu sein und später ein Opfer seiner nachlassenden Attraktivität zu werden. Beides liegt m.E. daran, dass einigen Mädchen eingeredet wird (weniger von deren Eltern als eher von den Medien), ihr „Wert“ hinge von ihrer Attraktivität für bestimmte Männer oder von ihrer sexuellen Gefügigkeit ab.
    Ich möchte mit meinen Kommentaren zu diesem Thema dem falschen Eindruck vorbeugen, irgendjemand in diesem Blog würde männlich-chauvinistisch denken.

  21. Andreabelle, ach Andreabelle,
    Du bist so herrlich intellektuell,

    Früher war ich ahnungslos wie ein Huhn,
    Doch sie erweitert mein Bewußtsein nun,
    Und diese Bewußtseinserweiterung
    Ist für mich die schönste Erheiterung.

    Und seit jenem Tag gehör‘ ich nicht mehr zur Norm:
    Denn ich trage jetzt die Nonkonstruktivisten-Uniform.

    Heut‘ sitz‘ ich vor ihr und hör‘ mit offenem Mund,
    Wenn sie für mich doziert, Theorien aufstellt und
    Ich wünsche, diese Stunden würden nie vergehen,
    Ich könnt‘ ihr tagelang zuhör‘n, ohne ein Wort zu verstehen.

    Andreabelle, ………..

  22. @40 Sag, Michael, hast Du schon einmal von „Lipstick-Feminism“ gehört?
    Das erotische Spiel mit der Attraktivität wird von Männern und Frauen gespielt.
    Das geht durchaus sehr selbstbewusst und ohne jede Form von Abwertung, im Gegenteil, und es macht auch im Business wirklich Spaß.

  23. Sind vier nicht alle ein bisschen Weinstein??

    „Barley und Nahles meinen, die Frauen könnten genauso gute Politik machen wie die Männer. Sie würden nur nicht ernst genommen. Kann ja sein. Schwedische Machos meinen, das Gegenteil sei im vorigen Winter bewiesen worden. Weil Umfragen ergeben hatten, dass Frauen bei Schneeglätte am liebsten zu Fuß gehen, während Männer lieber Auto fahren, wurden bevorzugt Bürgersteige statt Fahrbahnen gestreut. Die Folgen waren katastrophal: Ganz Schweden versank im Schneechaos. Na, bitte, sagten die Machos. Sie vergaßen: Der Zivilminister, der die öffentliche Infrastruktur organisiert, ist ein Mann. Freilich mit Migrationshintergrund.“

    aus:
    http://www.achgut.com/artikel/in_jedem_von_uns_steckt_ein_kleiner_weinstein

  24. @ 44: Ich habe bei der Lipstick-Feministin Silvia Bovenschen Germanistik studiert und während der 1970er- und 1980er-Jahre in der Frankfurter Studenten-Bohème gelebt (Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer und Konsorten), doch ich habe nie zu den engeren Kreisen gehört, weil ich auf dem Dorf sozialisiert wurde – leider äußerst nachhaltig.

  25. Ja, Lothar,

    genauer betrachtet ist Weinstein das Ergebnis einer natürlichen Reifeentwicklung ……., bei der ein Teil der natürlichen Attraktivität zu Weinstein auskristallisiert.

    Weinstein beeinträchtigt die Qualität in keiner Weise….

    Die Weinsteinbildung ist von Jahrgang zu Jahrgang unterschiedlich…

    Was kann man gegen Weinstein tun?
    Gar nichts! Es sei denn, man möchte allerhand ins Spiel bringen …

    Es gibt zwar Möglichkeiten, die Weinsteinbildung zu verhindern, wir lehnen diese Form der Schönung jedoch strikt ab und lassen uns lieber die natürliche Entwicklungsmöglichkeit….

  26. @52: Wenn in dieser Viererbande alles in einen gemeinsamen Topf kommt (rein monetär natürlich), bin ich temporär einverstanden. Du kannst ja einstweilen mit Hillary kuscheln (oder mit Obama. Oder mit Ralf Stegner).

    oder mit Claudia Roth.

  27. Mal wieder köstlich -mit Sinn und Verstand- aus dem Bauch heraus geplaudert 🙂

    „Eigentlich sollten diese Geschlechtsgenossinen doch froh sein, nunmehr die vielbeklagte posterotische Unsichtbarkeit geniessen und sich auf Wesentliches konzentrieren zu können.“

    Wie wahr! Dazu kann ich nur sagen, es ist ungeheuer erleichternd und entspannend, das „Früher“ als abgehakt hinter sich lassen zu können,
    um -befreit von fast jedem Zweck – nur noch …“und“…
    zu sein. (und sich fortan auch allen wesentlichen und wesensfremden
    Beklopptheiten widmen zu können)

    Herzliche Grüße an @0 ’s „ständige Begleiterin“ für dieses Schmankerl.

    Wobei selbstverständlich der Schlußsatz @0
    – erweitert durch @12@10 –
    unter SIC! und Q.e.d.
    als nochmals gesondert zu würdigen gilt.
    🙂

  28. Von der Meditation bekommt man über die Jahre angeblich diese vielbesagte All-Liebe. Das ist doch schrecklich. Es muss nahezu unerträglich sein. Der Kosmos, jeder Mensch, und sei er noch so schiarch, wirkt dann womöglich liebesdurchflutet. Plötzlich stehen nackerte Frauen in Küchen herum und wollen geliebt werden, man selber beginnt womöglich dickbäuchige, alte Frauen zu lieben, ebenso alte, runzelige Säcke. Man sollte nicht auf die Leere den Fokus richten! Schon gar nicht über Jahre.
    Die Meditation, frafri, macht alles – so ist Uschis Theorie – nur noch schlimmer!

  29. @ 60: Die „Liebe“, die Sie in und vor allem nach der Meditation spüren, brauchen Sie sich nicht als körperliche Liebe vorzustellen – eher wie die Stimmung des Frischverliebtseins.

  30. 61) Ah geh her –
    Fritz Simon hat hier einmal (wer weiß wo?) nach Meditation gefragt. Frafri hat geantwortet. Nur man darf auch nicht vergessen, wo das u.U. hinführt. Auch das Denken kann in schreckliche Sackgassen führen, absurde Irrwege können sich auftun – Sie sind ja hier manchmal ein gutes Beispiel, Michael!

  31. @ 62: „das Denken kann in schreckliche Sackgassen führen, absurde Irrwege können sich auftun“

    Genau! Davor bewahrt Sie Meditation.

  32. „Gegen die dürre Sinnlichkeitsfeindschaft, die viele Achtundsechziger pflegten, gegen alles Dogmatische und Stramme, hat Bovenschen immer schon auf Schönheit und Stil gesetzt.“

    http://www.taz.de/!5458405/

    „Ich habe das Meine getan“
    Ästhetisch, nüchtern und klug.
    … mehr geht nicht.

  33. @20: Als die Zugführerin eine Pause machte, setzte sich im österreichischen Bahnhof Neumarkt-Kallham der leere Personenzug in Bewegung und rollte 20 Kilometer weiter zum Bahnhof Haiding. Dort wurde ein anderer Personenzug evakuiert und als Prellbock genutzt. Unglücksursache ist eine nicht angezogene Bremse.

    http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/zugkollision-101~_v-videowebl.jpg

    „Na Bumms“, kann man da nur sagen …….
    (soll nun wissenschaftlich untersucht werden…..)

  34. @ 67: …und die Schauspielerinnen, die sich jetzt – nach vielen Jahren – über Weinsteins Macho-Verhalten beklagen, sind möglicherweise nicht mit den liebesuchenden, liebessüchtigen Marilyn Monroe, Brigitte Bardot und Romy Schneider zu vergleichen – die hätten wohl keinen Lärm um Nichts gemacht.
    Also, selbst schuld?

  35. Ja, der Missbrauchsskandal in England:

    Über 16 Jahre hinweg wurden mehr als 1400 Kinder und Jugendliche eingesperrt, misshandelt, vergewaltigt und den von Tätern an Freunde zum weiteren Missbrauch weitergereicht.
    Den verantwortlichen Behörden waren die Vorgänge seit Jahren bekannt. Sowohl Polizei als auch Jugendämter schauten tatenlos zu. Immer wieder wandten sich die Missbrauchsopfer hilfesuchend an die zuständige Polizei, nur um mit Ignoranz und Abwiegelungen abgespeist zu werden.
    Wie konnte es in einer westlichen Demokratie dazu kommen, dass eine Bevölkerungsgruppe, die offiziell besondere Rücksicht und Förderung erfährt – nämlich Kinder, Mädchen -, jahrelang Qualen durchleben mussten?

    Ein Grund für dieses scheinbar unerklärliche Verhalten war die Angst der Verantwortlichen. Nicht die Angst vor den Tätern.
    Angst vor der Öffentlichkeit, als RASSISTEN dazustehen, wenn sie die Täter öffentlich benennen:
    Die Täter kamen mehrheitlich aus Pakistan.

  36. Wenn die Lücken zwischen Realität und Political Correctness – Regeln offensichtlich werden und Berichterstattung oder politische Appelle im Nachhinein als Täuschungsversuch erlebt werden, sind die Rückschlageffekte immens.

    Menschen wollen nicht bevormundet und nicht betrogen werden. Sie reagieren äußerst empfindlich auf derartige Versuche………..

  37. The times they are changing – selbst im Showbizz (sogar ältere Herren denken um): „But, as we’ve seen since the election — and in entertainment stories like our great R. Kelly coverage and most of all the Weinstein scandal — the crucial stories sit at the intersection of entertainment, culture, politics and media. The holes in our Weinstein coverage made clear that we needed to change the way we cover entertainment to put ourselves in a position to tell great stories. Our audience wants to see how changing social norms, gender dynamics, and political issues are being reflected in their culture and entertainment“ http://blogs.faz.net/deus/2017/11/02/sex-missbrauch-und-radikalisierung-4717/

  38. Für mich und alle ähnlich Denkenden in meinem Umkreis hat sich die öffentliche „Berichterstattung“ (hihi….) politisch allerspätestens seit dem arabischen Frühling, mit dem idiotischen Obama-Hype und der Ukraine-Krise erledigt…..
    (UvdL. sprach z.B. von „Vorne-Präsens“ statt von massiven Truppenverlegungen bis direkt vor die russischen Grenze entgegen aller früherer Sicherheits-Partnerschafts-Abkommen).

    Seit Köln können Feministinnen nie wieder von sich behaupten, in irgendeiner Form für die Rechte von Frauen zu kämpfen!!!!

    Wenn tausend weibliche Opfer systematisch begrapscht, bestohlen, vergewaltigt werden, wenn Frauen von Gruppen von Männern eingekesselt und ihnen Finger in verschiedene Körperöffnungen eingeführt werden und die zunächst vertuschte und dann später losbrechende Diskussion geht nicht darum, wieso überhaupt auch im 2. Jahr 1000 gewaltbereite Nordafrikaner systematisch zu diesem Platz kamen, sondern ob man NAFRI sagen darf…..

    Bei Brüderles Kennerblick wurden in einer Woche 57 000 Nachrichten geschrieben, bei der jetzigen Hetzjagd vermutlich noch ein paar Millionen mehr……

  39. Es kommt offensichtlich viel mehr auf das Täterprofil an als auf die eigentlich Tat.
    Die öffentliche Empörung folgt mehr und mehr nur noch nach der Passung zur PC-Ideologie mit klaren „Opferhierarchien“.

    Die ursprüngliche Idee für eine bessere Welt anzuschreiben, verkehrt sich ins Groteske.

    Diskriminierung im Namen der Antidiskriminierung.
    Vorurteile im Namen der Vorurteilsfreiheit.

    Das ist so absurd, dass sich nicht Medien- und Facebook-Verblödete mit Grausen abwenden…….

  40. Frau wünscht sich insgeheim, dass zu ihr mal jemand sagt: „Du bist so heiß, deinetwegen verfehlen wir die Klimaziele!”

  41. „Aber ein Fluidum! Heiße Nacht
    à la Reiseprospekt und
    die Ladies treten aus ihren Bildern:
    unwahrscheinliche Beauties
    langbeinig, hoher Wasserfall
    über ihre Hingabe kann man sich gar nicht
    erlauben
    nachzudenken.

    nun alles abgesunken
    teils-teils das Ganze
    Sela, Psalmenende.“

    http://www.gedichte.vu/?teils-teils.html

  42. @ 82

    „die Damen unbefriedigt
    wenn ihre Sehnsucht Gewicht hätte
    wöge jede drei Zentner“

    …wie sich die Zeiten geändert haben…

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