Seehofer: Luft raus…

Nach dem Besuch von Herrn Seehofer in Österreich und dem Beschluss des Koalitionsausschusses ist von den Rücksendeideen von Migranten der CSU nicht viel übrig geblieben. Herrn Seehofer, der sich drei Wochen lang fürchterlich aufgeblasen hat, ist der Stöpsel gezogen worden, und auch wenn er nicht zusammenfällt, so hat er doch, wie es scheint, an Volumen verloren.

Er selbst hat ja gesagt, er spiele Schach, während alle anderen Mühle spielen. Da mag ja was dran sein. Sein Problem ist aber m.E., dass er nicht vor einem Schachbrett sitzt, sondern vor einem Mühlebrett. Und während er „Schach“ sagt, schlagen die anderen Spieler seine Steine (inklusive des Königs), da sie keinen Unterschied zwischen den Figuren (=Steinen) machen…

197 Gedanken zu “Seehofer: Luft raus…

  1. Ja, da stimme ich ihnen mal ausnahmsweise zu (dass ich das noch erleben darf……):
    Teuflich, diese Zwickmühlen. Wir haben als Kinder bis ins Mark erschüttert, „Jesses, ä Fickmiehl“ gerufen, aber solche offenen Worte wären ja nicht menschenfreudlich und müssten leider, leider, wahrscheinlich gelöscht werden.)

    Wenn der Gegner (wozu ich hassgetrieben nicht nur den Orient und Afrika, sondern auch die EU-„Partner“ zähle) eine hat, gewinnt er fast immer……

    Man wird Zug um Zug dezimiert, bis nix mehr übrig bleibt……

    Aber das würde „die Bevölkerung verunsichern“, darum hat Mutti die Pressekonferenz mit dem Diktator gestern blitzartig abgebrochen.

    „Die Unterschiede liegen in einem anderen Bereich…………jetzt noch schnell ein Foto ………“)

  2. …und dann schnell noch en Burger reinziehen beim Mc …
    ach nee der is jo garnimmi do,
    naja, is awwer a so e Amibud,
    beim Kentucky schreit f … , gell?

  3. Psychoanalytiker bringen es einfach nicht. Und Systemanalytiker erst …
    DA WAR NIE LUFT DRIN!

    Der Schorschi hat das mit der Bühne einfach raus, so was von fesch ja nachgerade repräsentativ, was er ist! Da kommen die Liebhaber von Salonschwachsinn aus dem Staunen nicht mehr heraus. Psst, was wird er wohl als nächstes tun? Au weih, ja wohl doch nicht etwa den Drehhofer, wie vor zwei Minuten erst?

    Der Schorschi kennt sich halt aus, weiß was sich gehört und wann er die Schnautze zu halten hat. Ewiger Ruhm ist ihm sicher.
    https://www.youtube.com/watch?v=suIOnepEKjI

  4. Ich finde ja, man müßte auch über die neuen Sterne am Himmel der Bundespolitik sprechen. Z.B. über Herrn Habeck von den Grünen. Der meinte gestern bei Illner zu Frau Bär: „Ihre Leute sprechen von einem Europa der Vaterländer. Das ist rechter Jargon. Das ist nicht europäisch“.
    Der Mann scheint situativ nicht recht orientiert, zudem mangelt es ihm an politischer Bildung (vielleicht auch in anderen Bereichen, das kann ich nicht beurteilen). Der Begriff „Europa der Vaterländer“ stammt von Charles de Gaulles. Aha, Herr Habeck sagt uns nun, das de Gaulles „rechts“ war („Nazi“ wird er ihn schlecht nennen können, da de Gaulles gegen die Nationalsozialisten gekämpft hat) und „kein Europäer“. Also, von mir aus könnte er ruhig eine schicke Espressobar führen, aber hat der Mann etwas in der Politik verloren?

  5. @5: Habeck ist sehr ok. Er hat gestern eine ziemlich gute Analyse der CSU-internen Dynamik geliefert und Söder, der sich gegen den Multilateralismus ausgesprochen zu recht in die ganz rechte Ecke gestellt (wo er auch hingehört).

  6. Naja, eine Ecke, in der z.B. schon Helmut Schmidt und Charles de Gaulles stehen, ist ja vielleicht gar nicht so übel. In welcher Ecke steht eigentlich Herr Habeck?

  7. @10: Ich glaube nicht, dass de Gaulle oder Schmidt die Politik der AfD kopiert hätten, wie Söder & Co. dies zu tun versuchen. Mir schienen beide ganz anständige Menschen…

  8. @11: … weil wir die intern Frieden stiftende Ost-West-Unterscheidung hatten, und eine gemeinsam gefürchteter Außenfeind integrierend wirkt. Außerdem waren die Nazis und ihre Greuel noch nicht in gleichem Maße vergessen wie heute.

  9. Hauptsache, seine Modelleisenbahn fährt nach Masterplan, ohne ständig zu entgleisen wie ein Vollhorst. Damit könnte er zwar nicht mal einen Flüchtling abschieben – nicht mal bis zur nächsten rechtsfreie Zone -, doch seinem Mastermind kann’s wurscht sein, das schwebt ohnehin in einer mentalen Transitzone.

  10. Die Preisfrage an die herrlich-goldigen Psychoklempner, Weltgemeinschafts-Größtspur-Systemdeppen und Mit-minderjährigen-Flüchtlingen-Hüpfburgenbauer (Vorsicht, nicht auf den langen Bart hüpfen) hier und heute ist, warum die AfD fast gar nichts machen muss:

    Tja, warum nicht?

    https://www.youtube.com/watch?v=H2hGrsExuyc

  11. @12: Nein, damals waren Begriffe wie „Volk“ und „Vaterland“ noch gängige Begriffe, sowohl für Franzosen als auch für Deutsche als auch für xyz-Land und es galt eine bürgerlich-zivile Vernunft. Die heutige Beurteilung des Nationalsozialismus ist geschichtsferner und scherenschnitthafter als diejenige, die damals betrieben wurde. Und damals hat es Politikern genügt, Politik für (!) ihr Land zu machen und nicht für die ganze Welt.

  12. @ 12.: Ausnahmsweise … ganz gegen meine Prinzipien … Zustimmung!

    Ich wünsch mir ein Dutzend neue Parteien, mindestens. Inhalte bzw. Parolen egal, wird sowieso vergessen. Leider hat bei der EU jemand ausgesprochen systemisch gedacht im Sinne Vermeidung von Demokratie und übersichtlicher Stakeholderintegration durch die Lobby-Heinze. Die Prozentklausel ist eine systemische Intervention par excellence … im ganz unschönen Sinne, vgl. Moscovici. https://www.simplypsychology.org/minority-influence.html

  13. Auch ich war von Habeck überrascht durch seine klare und interessante Analyse. Ohne Abwertung, doch sich klar zu positionieren. Wie schon hier von Ihnen, Herr Simon, erwähnt, dass die alte rechts/links Unterscheidung nicht mehr taugt und dass es andere Bruchlinien gibt, die nun fast durch alle Parteien geht, z.B. Europäisch/Nicht-Europaisch. Dass der „Gewinner“ der ganzen Eskalation Herr Dobrindt ist, dem er eine strategische Ausrichtung der CSU im Sinne von Orban (Urbanisierung)bescheinigt. Und dass die CDU so lange erpressbar bleibt, solange das intern nicht geklärt ist. Es ginge nicht innerhalb einer „Partei“ eine europäische und eine anti-europäische Ausrichtung zu haben.

  14. @Lother Eder
    „Die heutige Beurteilung des Nationalsozialismus ist geschichtsferner und scherenschnitthafter als diejenige, die damals betrieben wurde. “
    Wie soll das auch anders sein?
    Früher hätte man auch nicht von „1000 jähriger erfolgreichen deutschen Geschichte“ und von Vogelschiss reden können. Den Begriff „Nazi“ hätte man auch nicht so leicht in den Mund nehmen können. Heute wird er ja häufig zur moralische Disqualifizierung benutzt bzw. als solche wahrgenommen. Ungeachtet der berechtigten Kritik oder Hinweis auf das dahinterliegende Denken mit genau jenen übereinstimmenden Strukturen.
    „Und damals hat es Politikern genügt, Politik für (!) ihr Land zu machen und nicht für die ganze Welt.“
    Naja, eine nette Übertreibung. Gerade in den letzten Tagen ist für mich noch einmal so, so deutlich geworden, dass die Idee globale Probleme mit nationalen Mitteln lösen wollen, zum Scheitern verurteilt ist. Vaterland hin oder her. Oder wie – war es Laschet formulierte – es gibt keinen internationalen Nationalismus. (Gerade Österreich, Ungarn, Italien machten deutlich, was sie von Seehofers Idee der Abweisung gehalten haben.)

  15. @15: Klar: Volk und Vaterland standen bei den alten Nazis, die damals noch die meisten Machtpositionen in Bürokratie und Politik inne hatten, immer noch hoch im Kurs.

  16. @20: Das ist die typische Verwechslung, die heute gängig ist. „Volk“ und „Vaterland“ („patrie“) sind keineswegs Nazibegriffe. Die eigentliche Bedeutung der Begriffe entstand im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jh. (z.B. Herder). Der Begriff des Volkes oder Volksgemeinschaft ist auch keineswegs „rassisch“ gemeint. Die „rassenreine“ Volksgemeinschaft ist tatsächlich eine Erfindung der Nationalsozialisten. Die heutige Ineinssetzung der Begriffe mit der NS-Konnotation setzt ein sehr geschichtsvergessenes Denken voraus. Platt gesagt: nur weil man dunkle Schokolade gern mag oder sich vegetarisch ernährt (wie der Herr aus Braunau), ist man kein Nazi. Bzw. dunkle Schokolade und keine Tiere essen ist nicht nazi.

  17. @23: hm, Einspruch, Bedeutungen bzw. Bedeutungsgebungen sind subjektive und durchaus gruppenbezogene Prozesse – der Empfänger (bzw. die Empfängergruppe) macht die Bedeutung.

  18. @24: Eben: der Gebrauch von „Sender“ und „Empfänger“ (der nicht deckungsgleich sein muss). D.h., wenn ein Begriff wie Volk von den Nazis zur Legitimation ihrer Verbrechen gebraucht wurde, so darf man sich nicht beschweren, wenn man ihn bei eigenem Gebrauch um die Ohren gehauen bekommt …

  19. Da wird inzwischen Deutschland von der ganzen Welt- einschließlich den anderen EU – Ländern – sinnvoll und klug erpresst – sieht sich mit 25 wahnsinns Fickmühlen konfrontiert………

    …….und auch du, Lothar, drehst dich seit 3 Jahren immer im gleichen Kreis. Lässt dich einfangen vom blödsinnigsten Die-Welt-mit-linken-Begriffen-anschauen von Leuten, die dich, zwar pädagogisch, aber eben veräppeln.

  20. Für unsere jungen Zuwanderer – rund 65-85% in den meisten Schulklassen – und für alle Leute, die hier um ihre Existenz ringen (außer 10-12% Habeck-Privilegierte und die 5 Handvoll SPD-Funktionäre) existieren solche „Fragen“ gar nicht.

    In den in „deutschen“ Großstädten entstandenen und sich rapide ausweitenden „Bronx“ geht es um Wesentliches.

    Siehe Link @14.

  21. @Georgy
    Gehen Sie doch mit guten Beispiel voran. Rasieren Sie sich, üben sich in Höflichkeit und Anstand – ich verstehe immer noch nicht, warum Sie immer wieder beleidigen -, hören Sie einfach auf Horrorgeschichten zu erzählen und den normalen Menschen Angst zu machen und schreiben Sie, wo sie preiswert die Margarine erwerben. Volksnah, ihrer Meinung nach!

  22. Laschet und Habeck habe m.E. gestern bei Illner „Muster des Gelingens“ und „Muster des Mißlingens“ bei verzwickten, langwierigen Problemen aufgezeigt. Bei beiden hatte ich nicht den Eindruck, dass sie parteitaktisch oder gar populistisch argumentieren, sondern lösungsorientiert. Habeck hat mehrere starke Punkte gemacht:
    1. Die CDU/CSU, vor allem aber die CSU, muss für sich klären, welche Art von Europa sie überhaupt anstrebt.
    2. Es gilt das Primat internationaler, vor allem europäischer Absprachen („Multilateralismus“).
    3. Anreizsysteme für Kommunen könnten hilfreich sein, womit er im wesentlich die schlauen Ideen des Gerald Knaus https://www.esiweb.org/ aufgreift.

    Laschet ebenso:
    1. Inhaltlich beschreibt der aktuelle Asylkompromiss nichts, was nicht auch schon vor 4 Wochen Konsens war.
    2. Wir sprechen über ca. 5 Flüchtlinge, die täglich an den drei Grenzstationen nach Österreich aufgegriffen werden. Das war Seehofer offensichtlich auch klar und es ist nicht verständlich, warum das derart eskalativ diskutiert worden ist.
    3. Wunderbar (auch schon von Markus Mall aufgegriffen): Nationalistische Regierungen sind sich im Höchstfall über einen gemeinsamen Aussenfeind einig, ihre Einigkeit endet aber, wenn es um die Verteilung von „Lasten“ für ihre jeweilige Nationen geht. Beispiel: Kurz/Österreichs Rückzieher.

    Meine Prognose: Der CSU fliegt ihr Laden in den nächsten Wochen um die Ohren. Ich lese gerade, das Seehofer jetzt auch noch (entweder aus Tölpelhaftigkeit oder aus Narzissmus) in die Brexit-Verhandlungen einsteigt, die CSU-Granden sind einfach nicht fähig, im Rahmen einer (selbst herbeigeführten) Krise besonnen zu agieren. Wir werden wahrscheinlich noch weitere Profilierungsattacken der Herren Seehofer, Dobrindt, Söder, … sehen, die besonneneren Kräfte (z.B. Manfred Weber) werden da nicht ewig zuschauen.

  23. @25: Ich bin immer wieder erstaunt über die Kuriosität derlei Argumentationen. Sie unterstellt, dass derjenige, der das Wort „Volk“ in den Mund nimmt, ihn iS der NS gebraucht. Das ist doch einfach nur Quatsch. Sagt der A „Autobahn“, nennt der B ihn „Nazi“.
    Und de Gaulle war also ein Nazi, weil er vom „Europa der Vaterländer“ gesprochen hat? Ja, sag mal, geht’s noch? Ich glaub, ich muss mal eben an die frische Luft …

  24. Es geht nur noch wenig darum, welche EU (nein, das ist nicht „Europa“) D. „anstrebt“.
    (das waren andere Zeiten)

    Was ist, wenn Italien wirtschaftlich-währungstechnisch taumelt – frühere IWF-Leute aus der Chefetage erwarten das?
    Lesen sie z.B. NZZ (oder andere internationale Blätter), da steht heute schon, was die Jüngelchen von der FAZ erst 1-2 Jahre später kapieren, nachdem man es ihnen 30 mal vorgesagt hat.

    Was ist, wenn Trump………..
    ….nöchste Woche wird es um die NATO gehen…….
    das Elektroauto in China……..
    der deutsche Mittelstand, der lange an der Weltspitze mitgemischt hat ……..
    Orban oder Erdogan oder…….. mal wieder nur in paar von den 10-tausenden pro Tag durchlassen……

  25. Sucht euch einen anständigen Job.
    Euer Gefasel braucht niemand.

    Wir machen heute weniger mit der „Wirklichkeit“, was wir wollen, sondern die deutlich härtere Realität bricht mit Macht in (ehemals) UNSER Land ein.

    Aber das würde die hypnotisierten Kinder hier verunsichern.

    Diskutieren sie noch ein Jahr über Seehofer ……..

    Übrigens: Die Politik von Merkel und Habeck ist hormongesteuert………
    Bei K. Göring-Dings noch nicht mal das……….da kann man von keiner Steuerung mehr spechen ………

  26. @30: Ich bin immer wieder erstaunt, dass Du erstaunt bist, dass jemand, der das Wort Scheiße oder Arschloch in den Mund nimmt (z.B. um Dich zu etikettieren), damit rechnen muss, dass diesem Wort (z.B. von Dir) die Bedeutung zugeschrieben wird, die in der Sprachgemeinschaft üblicherweise zugeschrieben wird…ihm

  27. Deutungen, Umdeutungen und der Kampf um die Deutungshoheit kreieren einen lukrativen Medienmarkt. Umso erstaunlicher, dass Thilo Sarrazins neues Buch über den Islam nicht in seinem angestammten Verlag erscheint, wie dpa meldet.
    „Das Buch heißt «Feindliche Übernahme – wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht» und soll nun am 30. August im Finanzbuch Verlag (Münchner Verlagsgruppe) erscheinen.
    Mit seinem alten Verlag Random House streitet Sarrazin sich inzwischen vor Gericht.
    Der alte Verlag hatte nach eigenen Angaben einen Vertrag mit Sarrazin abgeschlossen, will das Buch aber nicht mehr veröffentlichen. Ein Sprecher betonte aber, man wolle «das nicht angekündigte Buch von Thilo Sarrazin weder stoppen noch seine Publikation erschweren oder verhindern». Weiter hieß es: «Dem Autor steht es frei, sein Buch jederzeit in einem anderen Verlag zu publizieren.»
    Nun ist der neue Verlag am Zug und bringt das Buch heraus. Es soll etwa 450 Seiten umfassen. Sarrazin habe den Koran nach eigenen Angaben vollständig in deutscher Übersetzung gelesen, hieß es. «Er zeigt, dass sich der Entwicklungsrückstand und die ungelösten Probleme der islamischen Länder zum großen Teil aus der Prägung von Kultur und Gesellschaft durch den Islam ergeben», teilte der Finanzbuch Verlag mit.“

  28. *5 Lothar Eder am 6. Juli 2018 um 13:20

    „[…] Z.B. über Herrn Habeck von den Grünen. Der meinte gestern bei Illner zu Frau Bär: „Ihre Leute sprechen von einem Europa der Vaterländer. Das ist rechter Jargon. Das ist nicht europäisch“.
    Der Mann scheint situativ nicht recht orientiert, zudem mangelt es ihm an politischer Bildung (vielleicht auch in anderen Bereichen, das kann ich nicht beurteilen). Der Begriff „Europa der Vaterländer“ stammt von Charles de Gaulles. Aha, Herr Habeck sagt uns nun, das de Gaulles „rechts“ war […]“

    Da orientieren wir uns doch situativ, wie wir das schon in der Schule gemacht haben, bei der Bundeszentrale für politische Bildung:

    „Gegenwärtig findet man die Formulierung »E[uropa der Vaterländer]« häufig in rechtsextrem-nationalistischen Kontexten.*“

    Ueber die situative Seite de Gaulles wird man dort auch leicht faktenfündig, so man denn vergessen hat, was in der grossen West-Ost-Europapolitik ablief, als man mit dem Erasmusversuch des frühen deutsch-französischen Jugendwerks die Baguette direkt aus Frankreich geholt hat.

    https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-europalexikon/176853/europa-der-vaterlaender

    *)Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.):
    Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013.
    Autor des Artikels: V. Conze

  29. @35, duscholux:
    Wer, bitteschön, braucht denn die „Bundeszentrale für politische Bildung“ oder den ARD-Faktenfinder, wenn er sein Wissen (?) aus Quellen wie Tichys Einblicke, dem rechtspopulistischen Blog von Klonovsky sowie unveröffentlichten Shakespeare-Werken bezieht?

    Mir fällt immer mal wieder das Zitat eines älteren Mannes mit weißem Bart ein:
    „Wissen ist eine Form von Lernbehinderung.“

  30. @Georgy:
    Ab und an werden Menschen mit geistiger Zwergenhaftigkeit wie Sie einfach lästig, dann finde ich, müssen sie auch mal wieder gewürdigt werden. Deshalb: Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen. Als kleiner Junge hatten wir für Typen, die sich so verhalten wie Sie (z.B. indem sie rassistisches Zeug zusammenhanglos vor sich hergebrabbelt haben) nur einen Satz übrig (ich entschuldige mich vorab bei allen Omas und ihren fleißigen Pflegekräften dieser Welt): Geh‘ doch heim die Omma baden!

  31. Ich fürchte, dass die Söderhofers am Ende im September doch wieder gewählt werden. Wahrscheinlich zieht die Madche eins auf starke Macker machen einfach – siehe „auf leisen Sohlen ins Gehirn“.

  32. Das Territorialverhalten domestizierter Primaten erscheint mir doch äußerst merkwürdig und rätselhaft… Ständig schreien sie danach, dass jemand doch ihre nationalen Grenzen bewahren müsste und scheitern gleichzeitig an der Gestaltung tragfähiger Beziehungen an ihren individuellen Grenzen. Es werden sog. „kulturelle“ Werte – die zu oft völlig kontextunsensible Heuristiken induzieren – bemüht, statt Fragen von gemeinsamen Interessen und Interessenausgleich formuliert. Sehr dumm, möchte man/frau meinen…

  33. @14: Zum historischen Kontext des in der Bedeutung von Georgy gebrauchten Wortes „Systemdepp“ vgl. auch:
    Oskar Maria Graf: Unruhe um einen Friedfertigen

  34. Ja, natürlich. Die Bundeszentrale für politische Bildung ist eine Instanz. Ich bin keine. Die Bundeszentrale für politische Bildung braucht Lothar Eder ihre Sätze nicht zu erklären. Die Sätze der Bundeszentrale für politische Bildung sind die Sätze einer Instanz, und sie haben daher Geltung.
    Dennoch bin ich – aus persönlichem Starrsinn heraus – der Meinung, dass Sätze, auch wenn sie von der Bundeszentrale für politische Bildung stammen, mir einleuchten müssen. Und diese Sätze der Bundeszentrale für politische Bildung leuchten mir nicht ein. Mir leuchtet z.B. nicht ein, warum eine Haltung, die Politiker formuliert haben oder aktuell formulieren (in Richtung nationaler Integrität), die für Staaten stehen, die gegen Hitler gekämpft haben, nun „rechtsextrem-nationalistisch“ sind, sich also in deutlicher Nähe zu einer Haltung befinden, die Hitler zugeschrieben wird. Wie gesagt, dies leuchtet mir nicht ein. Mir leuchtet zudem nicht ein, dass „supranationale Elemente“ der europäischen Integration per se gut sind und damit einen Fortschritt darstellen. Das hätte ich gerne erklärt. Und zudem müßte ich es spüren. Es leuchtet mir aber weder ein, noch entspricht es meinem Empfinden. Wie gesagt, wahrscheinlich aufgrund eines persönlichen Starrsinns, der bei mir vorliegt.
    Ich gebe zu, dass ich zu den Menschen gehöre, die des Trostes bedürfen. Und wenn ich, aufgrund meines Starrsinns, etwas, das mir eine wichtige Angelegenheit ist, so im Grunde widersprochen und etikettiert vorfinde, wie in diesem Fall von Seiten der Bundeszentrale für politisch Bildung, die innerhalb dieses Akklamationsraumes hier von den Wänden hallt, dann brauche ich Trost.
    Den finde ich z.B. bei Walser (Martin). Da steht dann etwa: „Durch die Schande, die die Nation auf sich geladen hatte, wollten wir mit dem Nationalen nichts mehr zu tun haben . Es war nicht nur Mode, sondern verständlich, daß, was Nation (kursiv) heißt, bei feineren Geistern ganz mies notiert war.“ MW, Über ein Geschichtsgefühl, in ders., Die Verwaltung des Nichts, p. 259.

  35. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ war mal eine Bundeszentrale für politische Bildung. Is over. Wer das noch nicht gemerkt hat … In technischer Hinsicht ist es 1a, was sie machen. Da hat es einen Sprung gegeben. Leider ist dieser Qualitätssprung offenbar damit einher gegangen, dass nunmehr Tendenziöses angesagt ist. Da ist Geld da, da sind echte Profis am Start. https://tacticaltech.org/ Wie gesagt, die Alten schnallen nix mehr und die Jungen wissen noch nicht, was sie da eigentlich anrichten. Hier wird dieser Zusammenhang etwas deutlicher, …

  36. Hier also noch der fassliche, nicht gar zu abgehobene Blog, den Georgy sich gewünscht hat (wohl im Sinne“mehr desselben“); https://peds-ansichten.de/2018/07/pussy-riot-soros-podesta-abramovic-otpor/ Wie gesagt, die Soft Power Fuzzis lachen sich einen Ast über solche Trottel wie die frommen Seelen, welche die Rettung ihres Seelenheils ausgerechnet von Frau Weidel & Co erwarten. Am Ende des Blogartikels findet sich ein Stimmungsbild in diesem Sinne. Aber Refeudalisierung heißt eben auch, dass die Bauern vergessen haben, wie stark sie sein könnten und es den Borgia unserer Zeit extrem leicht machen, sie zu verarschen und ihre utopischen Energien gegen sich selbst zu lenken. Wir finden das gleiche Phänomen der Verbindung von Elite und „Urnenpöbel“ wie zur Zeit der Französischen Revolution und zur Zeit, da die Nazis es verstanden haben, den Bildungsfernen Sinn und Marschrichtung zu vermitteln. Irgendein Stellvertreter-Jesulein wird es schon richten. Die Soft Power Fuzzis spielen mit diesen induzierten Einstellungen wie ein Beschleunigungsjunky am Gaspedal. Verzückt lallt der Massenmensch: „You´re driving me crazy“.

    Was jetzt noch mal das Sommertheater für die zwischen Aufstiegshoffnung und Absturzpanik kataton eingeklemmten Bildungskrüppel der demnächst erst so richtig dahin schmelzenden Mittelschicht angeht, so hat es mich an ein Zitat von Watzlawick erinnert „Heute mache ich meinem Hund eine Freude: Erst schlag ich ihn recht lang und dann hör ich wieder damit auf.“ So in etwas kommt mir die Tanzchoreographie vor. Do it again Schorsch!

  37. @0 Und was passiert, wenn auf ein und demselben Spielfeld Schach und Mühle gleichzeitig gespielt wird?

    Ergeben sich dadurch eben nicht „gefährliche Nachbarschaften“ oder eben eine „gefährliche Nähe“? Und welche kulturellen Kompetenzen braucht es denn nun, damit gut, d.h. schadensbegrenzend leben zu können?

    Zumindest halte ich es für tauglicher, auf herkömmliche politische Modellunterscheidungen gänzlich zu verzichten wie z.B. die Einteilung in Links vs. Rechts und bevorzuge stattdessen andere mir relevanter erscheinende Unterscheidungen. Wie wäre es mit „freiheitlich“ und „repressiv“?

    Dann gäbe es eine freiheitliche Art der Globalisierung und eine repressive. Eine freiheitliche Art der Wertschätzung regionaler und lokaler Eigenheiten und eine repressive. Eine freiheitlich Art im Sprachhandeln und eine repressive. usw.

    „Rechte“ und „Linke“ leben für mich dann nicht mehr weit weg, sondern gleich nebenan und falls ich eventuelle Gemeinsamkeiten zwischen mir und meinen „rechten“ und „linken“ Nachbarn beobachte, gerate ich darüber nicht in Abgrenzungs- und Abschottungs-Panik. Im Gegenteil helfen mir meine neuen Unterscheidungen in realen Gesprächen zu zeigen, dass der fortwährende Weg „zurück zu uns“, gar kein weiter Weg, sein muss, während ich mir immer klarer darüber werde, dass meine eigene lebensgeschichtliche, kulturelle und habituelle Milieueinbettung mich keinesfalls vor einem abdriften bewahrt. Die andere Seite, die repressive, ist eben gleich hier, nebenan, gefährlich nahe. Und sie war es schon immer und wird es immer sein.

    Wenn tatsächlich Schach und Mühle auf ein und demselben Spielbrett gespielt werden, brauchen wir kulturelle Kompetenzen dafür, die noch zu entwickeln sind.

  38. Über linkes und rechtes Denken
    „Mit einem für mich wundervollen Vorschlag von Gilles Deleuze, einem französischen Philosophen aus Paris, welcher 1995 70-jährig gestorben ist. Er hat einmal erklärt, was linkes Denken sei. Er klärte das am Beispiel…

    einer postalischen Adresse:
    Stefan M. Seydel
    Asylstrasse 9
    8032 Zürich

    Schweiz. Wir könnten weiter machen: Europa. Erde. Sonnensystem, Milchstrasse, Galaxy. Keine Ahnung: Dem Postboten ist das glaubz egal.

    Gilles Deleuze macht dann folgenden Gedanken. Er sagt: “Rechtes Denken” geht von oben nach unten: Zuerst Ich. Mein Körper. Mein kleine Familie. Mein Ort, wo ich wohne. Mein Land. Meine Kultur. Meine… Ich, Ich, Ich. Ganz anders: “Linkes Denken”.

    Linkes denken, denkt stets von unten her,
    sagt Gilles Deleuze. Und das meint: Es denkt zuerst ans Universum. An die Um:Welt. Das was “um” die Welt herum ist. Danach an die Natur. Die Luft, das Meer, die Tiere, die anderen Kulturen, die anderen Menschen…

    Soziale Arbeit denkt von unten her.
    Soziale Arbeit denkt stur Links. Nicht im politischen Sinn. Im Sinne von Gilles Deleuze. Soziale Arbeit geht von Weltgesellschaft aus. Nicht von Menschen. Nicht von Körpern. Nicht von Psychen. Von Austauschprozessen. Von Gerechtigkeit. Von Fürsorglichkeit. Von Relationalitäten. Von Beziehungen.

    Wenn Soziale Arbeit von “Emanzipation” und “Ermächtigung” und “Empowerment” und — leider ist es hipp geworden zu sagen — “Partizipation” und was auch immer redet, dann meinen wir damit, dass daran gearbeitet wird, dass sich Menschen zur Minorität entfalten können. Individuell werden dürfen. Wir verlangen, dass eingelöst wird:

    “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”“ Aus:
    https://medium.com/@sms2sms/soziale-arbeit-als-menschenrechtsprofession-fragezeichen-sozialarbeitmr-846c3d56a0ea

  39. @44, Eder:
    „Europa der Vaterländer“ ist
    …der Titel eines Buches eines nach eigener Angabe Neurechten und Identitären
    …ein Kampfbegriff, der sich mehrfach auf den Webseiten der NPD findet (z.B. „Der Brexit wäre das Signal für ein Europa der Vaterländer!“)
    …eine Bildunterschrift („Gemeinsam für Europa der Vaterländer.“), welche die AfD Niedersachsen am 20. April (!) 2016 auf ihrer Facebook-Seite verwendet
    …(gidf)

    Für mich ist es nicht starrsinnig, sondern schlicht unehrlich (vielleicht sogar sich selbst gegenüber), wenn ein offensichtlich belesener Mensch ständig Begriffe und Thesen aus dem rechten Spektrum verwendet, sich dann aber entrüstet zeigt, wenn er mit Leuten/Parteien/Bewegungen aus dem rechten Spektrum identifiziert wird.

    Woran soll eigentlich ein Dritter (z.B. ich) erkennen, dass Sie nicht rechtspopulistisches Gedankengut verbreiten, wenn Sie die Sprache und die Meinung von Rechtspopulisten verwenden?

  40. @46 à propos:
    Wo ist denn eigentlich Uli Wetz abgeblieben?
    Gibt’s den noch?
    Er gehört(e) -für mich- zu den Wenigen Wirklich Aufrechten…
    und versteht auch echt was von Schach,
    ohne gleich farbenblind zu werden …

    High, Uli, bitte melden

  41. @ 49
    Gibt es so etwas wie „Mode-Rechte“? Weil’s gerade schick ist und man dafür erheblich viel Aufmerksamkeit bekommt? So wie es Anfang der 1980er Jahre in bestimmten Kreisen schick war, ein bisschen auf „Punk“ zu machen, in Springerstiefeln rumzulaufen und aggressiv zu glotzen, ohne dass man gleich in Abbruchhäusern und von Ladendiebstählen leben musste, sondern im bürgerlichen Komfort. Die Rechten scheinen heute auf bestimmte Charaktäre den Charme der Revolte auszustrahlen. Das passt auch zusammen mit ihrem angeblichen Wertkonservatismus, dem Beharren auf „ewigen“ Werten und Naturphänomenen, die kurzschlüssig auf die menschliche Gesellschaft übertragen werden (Sozialdarwinismus). Wenn man sich erst einmal in diese Denkmuster verstrickt hat, merkt man nicht mehr, wie elitär, unsozial und menschenverachtend sie sind, denn man wähnt sich im gerechten Kampf zum Wohl der Menschheit, obwohl es eigentlich um die Durchsetzung der „Rechte der Stärkeren“ gegen die Schwächeren geht.

  42. Patriotismus wird in Schland in gewissen brunzdummen Blasen schräg angesehen –
    in den meisten anderen Staaten ist er Bürgertugend.

  43. @47: Ingo D.
    meinen Sie vielleicht Checkers or Draughts?
    Das Mühlebrett (allzuoft die Kehrseite vom Dame-Brett) sieht nämlich völlig anders aus …

    Dame könnte man auf dem Schachbrett gleichzeitig spielen,
    z.B. wenn man für die Bauern anstatt von Figuren die Taler (Spielsteine) benutzt.
    (die Taler, die man auf einem anderen Brett auch für ein Mühlespiel nutzen kann)

    Spielregel:
    Gelangt man mit einem Spielstein auf die letzte Linie der gegenüberliegenden Seite des Spielbretts, so wird ein zweiter Spielstein (Taler) auf diesen gelegt.

    2 Bauern (Spielsteine, Taler) –>1 Dame

  44. Bayerns patriotischer Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Wenn wir Reformen machen wollen, brauchen wir einen Mannschaftsgeist. Und dieser Mannschaftsgeist ist der Patriotismus.“
    „Wir müssen den Menschen zeigen, was uns Begriffe wie Heimat, Tradition, Brauchtum, Nationalhymne und Schulgebet bedeuten.“
    „Wir brauchen eine gewisse Orientierung in der Erziehung und in den Schulen. […] Für die CSU steht fest: In Klassenzimmer gehören Kruzifixe und keine Kopftücher.“
    „Nicht jeder, der in der Welt unterwegs ist, kann automatisch zu uns kommen.“
    „Wir fordern eine massive Begrenzung der Zuwanderung. Ich bin überzeugt, daß die kommen wird. Ebenso werden wir über das Grundrecht auf Asyl reden.“
    Ergänzung: Kauft keine Harley und keinen Whiskey, kauft nicht bei Amazon und nicht bei Apple, geht nicht auf Facebook und nicht auf youtube – geht zu Tante Emma und kauft gute deutsche Butter – überhaupt: Esst mehr einheimisches Obst und Gemüse!

  45. @ 58 https://www.republik.ch/2018/07/09/merkel-machos-und-die-macht?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=republik%2Fnewsletter-editorial-montag-0907, darin:
    „Deshalb, weil sich nach seinem [Seehofers] gescheiterten Putsch eigentlich niemand fand, der seinen Rücktritt bedauert hätte. Der freundlichste Witz lautete noch: «Was unterscheidet den Bundesadler von einem gewöhnlichen Adler? Er braucht keinen Horst.» […] [Merkel] mochte Obama nicht, als ihn alle liebten – sein Pathos ging ihr auf die Nerven. Sie begann ihn erst zu schätzen, als er unbeliebt und müde wurde – seine stoische, nervenstarke Intelligenz imponierte ihr. Obamas Mitarbeiter sagten, dass die enge Freundschaft der beiden auf ihrer inneren Ähnlichkeit beruhte: Sie waren beide Profis. Ihre Treffen müssen beeindruckend gewesen sein – «wie zwei Auftragsmörder in einem Raum». […] Trotzdem bleibt: Angela Merkels Regierungsstil trägt ebenso Züge der illiberalen Demokratie. Zwar nicht in der autoritären Variante, aber in der milderen technokratischen.“

  46. tja, mir scheint, daß die Chemie hier dann doch nicht so ganz stimmt, was?

    „Ihre Mitarbeiter streuten, dass die Chefin als Kanzlerin arbeite wie zuvor als theoretische Chemikerin. Sie rühmten ihre umfassende Neugier, die wissenschaftliche Methode, die Objektivität ihrer Analyse.“

    … bin ja insgesamt schon für das Periodensystem mit Lachgas
    und seh auch nicht wie sich das alles ohne Gundel Gaukelei’s Stecken und Stab doch noch zum Guten wenden ließe, im Zweifel auch via „Saving Mr. Banks“

    … ansonsten gildet halt
    Laß alles beim Alten
    und
    bleib bei braun & schweig
    http://www.spiegel.de/thema/braunschweig/

  47. „Die CSU schadet sich mit ihrer Flüchtlingspolitik laut einer Forsa-Umfrage selbst und treibt der AfD Wähler zu. In einer von Forsa für RTL/n-tv erstellten Erhebung sinkt die CSU in Bayern auf 38 Prozent ab. Wäre am Sonntag Landtagswahl, würde sie die absolute Mehrheit verlieren. Bei der Wahl 2013 hatte die Partei noch 47,7 Prozent erreicht, in der Forsa-Umfrage vor zwei Wochen lag sie bei 40 Prozent.
    […] In der Forsa-Umfrage steigt die AfD hingegen sowohl in Bayern mit 14 Prozent als auch im Bund mit 16 Prozent auf neue Höchstwerte. CSU-Chef Horst Seehofer und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatten sich am Wochenende überzeugt geäußert, dass die Verschärfung der Asylpolitik die AfD schwäche. „In der Tat treibt die CSU der AfD neue Anhänger zu“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.“ https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-07/fluechtlingspolitik-csu-cdu-union-einigung-afd-umfragen

  48. @Theobald Tiger
    Wenn ein Begriff, der vor 60(?) Jahren geprägt wurde, und offenbar verständlich und in Ordnung war, nun, also 60 (?) Jahre später ein Etikett („rechtsextrem“) bekommt, das er damals nicht hatte, dann ist doch zu fragen: wie kommt er zu diesem Etikett, der Begriff? Was ist geschehen? Welche Verschiebungen haben stattgefunden, sodaß dieser Begriff nun in dieser Art und Weise etikettiert wird? Hat diese Etikettierung, die ja ganz offenbar mit einer Verschiebung der Bedeutung zu tun hat, möglicherweise nicht nur etwas mit dem Begriff (dem Etikettierten) zu tun, sondern auch etwas mit dem Etikettierer? D.h. seinen Haltungen, seiner politischen Ansicht etc.?
    Der Etikettenverteiler kommt nämlich in diesem Fall gar nicht vor. Er ist invisibilisiert. Warum? Weil er außer Frage steht? Weil er, im Gegensatz zu dem, was etikettiert wird, von vornherein, ohne sich überhaupt erklären zu müssen, auf dem richtigen Standpunkt steht? Und weil es in Bezug auf diesen Standpunkt nur noch Zustimmung oder Abweichung geben kann – also eine Art Entweder-oder, eine Dichotomie des „Richtig-falsch“?

  49. Der Slogan „Europa der Vaterländer“ erfuhr eine Umdeutung durch die nationalorientierten Gegner der EU wie z.B. der „Europäischen Allianz der nationalen Bewegungen“ sowie folgenden EU-kritischen Fraktionen im EU-Parlament „Europa der Nationen“, „Union für das Europa der Nationen“ und „Europa der Nationen und der Freiheit“: „Der Begriff wird vor allem mit dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Verbindung gebracht, der das Schlagwort als Doktrin der französischen Europapolitik der 1960er Jahre bekannt machte. Unter historischem Bezug auf das Frankenreich schwebte ihm eine Art „Kerneuropa“ vor, das aus Westdeutschland, Italien, den Beneluxstaaten und Frankreich gebildet und von Letzterem geführt würde. Durch seine Ausstrahlung sollte es den Ost-West-Konflikt überwinden helfen und eine Kooperation aller europäischen Staaten ermöglichen („Europa vom Atlantik bis zum Ural“).
    Mit dem Schlagwort griff de Gaulle eine Formulierung auf, die sein Premierminister Michel Debré am 15. Januar 1959 bereits in eine Parlamentsdebatte der Nationalversammlung eingeführt hatte: „l’Europe des patries et de la liberté“ (Europa der Vaterländer und der Freiheit). http://www.gaullisme.net/europe-gaulliste.html
    Etwa in der EU-Finalitätsdebatte wird das Schlagwort heute von Wissenschaftlern und politischen Akteuren – beispielsweise aus der Europäischen Allianz der nationalen Bewegungen sowie den Fraktionen Europa der Nationen, Union für das Europa der Nationen und Europa der Nationen und der Freiheit – aufgegriffen, um einen Standpunkt zu kennzeichnen, der ein Interesse zur Wahrung der nationalen Souveränität betont und insofern eine Opposition oder Skepsis gegenüber der europäischen Integration, der Europäischen Union oder dem europäischen Föderalismus zum Ausdruck bringt.“
    Aus: hatetepees://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Vaterländer

  50. @Eder: Der Gebrauch bestimmt die Bedeutung… und manchmal muss man eben zur Kenntnis nehmen, dass lieb gewonnene Begriffe überwiegend so ge- bzw. missbraucht werden, dass man sie selbst nicht mehr gebrauchen kann, ohne zu sagen, was man eigentlich nicht sagen will… (wenn man es denn nicht sagen will).

  51. Die Väter sind oft gar nicht bekannt…….

    (Ali-mente zahlt ja der Staat mit der Alleinerziehungsförderpauschale)

  52. @ 64
    Nicht bloß die Begriffe unterliegen eines Bedeutungswandels, sondern auch die damit bezeichneten Sachverhalte. Die „Vaterländer“ (Nationen) haben sich politisch und ökonomisch angenähert. Die Ost/West-Konfrontation ist von einem globalisierten und technisierten Universalkapitalismus abgelöst worden. Die Nationen konkurrieren nicht mehr um territoriale, sondern um ökonomische und politische Macht. Auch ethnisch und kulturell sind die Nationen nicht mehr so monothon strukturiert wie früher, sondern pluralistischer und polyphoner. Auf diese Weise sind sich die Nationen in Europa auf vielfältige Weise näher gekommen, sodass eine Fußball-Weltmeister offenbart, wie multikulturell und in dieser Vielheit zugleich ähnlicher die Bevölkerungen (Mannschaften) zusammengesetzt sind.
    Könnte hinter dem Slogan vom „Europa der Vaterländer“ der Wunsch nach Rückkehr zu früherer Übersichtlichkeit, ewig-gestriger Eintönigkeit und gartenzwerghafter Biederkeit stecken?

  53. @66 stimmt!
    so isses halt mit der Matrix…,
    aber wegen dem bißchen Geschirrspüluniversum in der Genealogie braucht man doch nicht gleich seine Mutter umzubringen
    Das Problem kann man schließlich -weiß Gott- den Maschinen überlassen,
    außer Tante Miele kommt mal wieder zu Besuch und erhöht die Preise

    😉

  54. @5, 49, 63, Lothar Eder:
    Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, auf der Basis neu gewonnener (?) Erkenntnisse: Sprechen Sie Habeck weiterhin ausreichende politische Bildung ab, weil er „Europa der Vaterländer“ als rechten Jargon bezeichnet und empfehlen Sie ihm deshalb immer noch, eine „schicke Espressobar“ zu führen, statt Politik zu betreiben?

  55. Alles Rhetorik:
    Waren sie mal in den letzten 5 Jahren in einer Grundschule einer fast beliebigen Stadt im Westen?

    Was soll da „Vaterland“ noch bedeuten?

  56. Dr. phil. Robert Habecks (politische) Bildung: „Habeck legte 1989 sein Abitur an der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf ab. Nach dem Zivildienst beim damaligen „Hamburger Spastikerverein“ – heute „Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein“ – begann er 1991 ein Studium mit der Fächerkombination Philosophie, Germanistik und Philologie in Freiburg im Breisgau, besuchte nach der Zwischenprüfung 1992/1993 die Universität Roskilde in Dänemark und erhielt 1996 einen Magister an der Universität Hamburg mit einer Abhandlung zu den Gedichten von Casimir Ulrich Boehlendorff (1775–1825), über die er ein Jahr später auch ein Buch veröffentlichte. Habeck erhielt ein Promotionsstipendium der Universität Hamburg (1996–1998) und wurde 2000 Doktor der Philosophie zum Themenbereich literarischer Ästhetizität. […] 2009 zog er über die Landesliste der Grünen erstmals in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein. Bei der vorgezogenen Neuwahl 2012 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei an. Zuvor war er von 2009 bis 2012 Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Schleswig-Holstein. Nach der Landtagswahl 2012 amtierte Habeck bis 2017 als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume im Kabinett Albig. Nach der Landtagswahl 2017 wurde er am 28.6.2017 wieder zum stellvertretenden Ministerpräsidenten und zum Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung im Kabinett Günther ernannt. Das Ministeramt füllt er nur übergangsweise aus, gemäß Parteistatut längstens bis September 2018. […] Habeck ist seit dem 27.1.2018 Bundesvorsitzender der Grünen.“ hatetepees://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Habeck
    Zur politischen Einschätzung Habecks: http://www.spiegel.de/spiegel/wie-robert-habeck-die-gruenen-als-kuenftiger-parteichef-dominieren-will-a-1189178.html

  57. @ 72
    Während der Verhandlungen über eine sogenannte Jamaika-Koalition erhielt der „Realo“ Robert Habeck von einem Parteifreund, dem „Fundi“ Jürgen Trittin, den Ratschlag: „Wenn man zwei große Partner zur Wahl hat, dann nimmt man den kleineren, dann hat man mehr vom Kuchen“.
    Diesem möglichen Dreierbündnis mit SPD und FDP erteilte Habeck eine Absage mit den Worten: „Wer Politik zum Machtgeschacher erklärt, verliert jede Glaubwürdigkeit“.
    Wie wir gesehen haben, verhält es sich mit der Glaubwürdigkeit wie mit dem Kuchen: Man kann sie nicht aufessen und gleichzeitig behalten. Daher finden die realo-grünen Kaffeekränzchen weiterhin in der Opposition statt.

  58. Während Horst Seehofer seinen Rücktritt zurückzieht, zieht Boris Johnson ihn konsequent durch. Wer erscheint ehrlicher, glaubwürdiger, wählbarer?

  59. @70:
    Spreche ich Herrn Habeck etwas ab? Ja, in meinem Empfinden fehlt bei ihm etwas. Womöglich ist Bildung nicht der richtige Begriff dafür. Es wäre in meiner Sicht eher so etwas wie ein Gefühl für die Wurzeln der europäischen Bewegung. Bitte, das ist immer subjektiv. Aber wenn ich mir die damalige Zeit in Erinnerung rufe, Personen wie Adenauer und de Gaulles, dann bin ich mir, in meinem ganz subjektiven inneren Empfinden, sicher, dass ihnen angesichts dieser aufgepumpten Brüsseler Blase, in dem ein Großteil der Verantwortungsträger entweder von Goldman Sachs kommt oder zu Goldman Sachs geht, schlichtweg Entsetzen ins Gesicht geschrieben wäre. Das ist wie gesagt, sehr subjektiv.
    Dieser Schnellschuss – „das ist rechter Jargon“ – wird den Wurzeln der europäischen Bewegung in meinem Empfinden nicht gerecht. Ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, dass eine völlige Gleichmacherei nationaler Unterschiede zugunsten einer undurchschaubaren „supranationalen“ Konstruktion im Sinne des damaligen europäischen Geistes gewesen wäre. Undenkbar, zumindest für mich. Und diesen Begriff – Europa der Vaterländer – nun in die Nähe von Hitler und Auschwitz zu rücken, das ist, in meinem ganz persönlichen Empfinden, Ausdruck eines tiefen Unverständnisses. Eigentlich eine Diskursbarbarei.
    Nebenbei finde ich nichts ehrenrühriges an einer Espressobar. Mich haben diese großen Siebträgermaschinen schon immer fasziniert. Und dann diese kraftvolle Gelassenheit, die man in einer italienischen Bar vorfindet. Herrlich.

  60. 67% der Menschen im ehemaligen Deutschgau kennen den Östrogen-Faschisten Habeck nicht.

    Deshalb schreit er nun beim Mittelstrahl-Staatsfunk, bei Maybritt, Tina, Sandra, Anne, ………….. wie ein Besessener:

    „Wolt ihrrr die totaale Buntheit und Vieelfalt!!!!!!?
    Wolt ihrr sie totaaaaaaler und rrrradikaler, als ihrr sie Euch heute überrhaupt vorstellen könnt!!!!!!!!!??

  61. Churchill:
    „Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten.“
    Adenauer:
    „Ich hoffe, daß in nicht zu ferner Zukunft die Vereinigten Staaten von Europa, zu denen Deutschland gehören würde, geschaffen werden,…“
    Kohl:
    „Dieses Europa darf keine Festung werden, in der wir uns vor den anderen abschotten. Es muss offen sein.“
    Strauß:
    „Ein geeintes Westeuropa soll die Vorstufe zu den Vereinigten Staaten von Europa sein“

  62. @78:
    Mit Churchill bin ich zu wenig vertraut, da habe ich keine Vorstellung, welche Haltung er heute hätte. Als Brite aber kann ich ihn mir kaum in einer Haltung vorstellen, welche die Autonomie Großbritanniens aufgibt.
    Und Adenauer, Kohl, Strauß und Habeck zusammen in einer Espressobar – meine Vermutung geht in die Richtung, dass gehörige Unterschiede im Blick auf die eigenen Wurzeln deutlich würden. Vereinte Staaten von Europa – ja, das ist ein Begriff. Aber in welchem Geist war und ist er gemeint, von welchem Geist soll er erfüllt sein? Herrn Habeck mag ich persönlich da nicht folgen.

  63. @Eder: Das Problem ist offensichtlich Dein subjektives inneres Empfinden. Ich hatte mal eine Patientin, die – ganz analog – aus solch einem Empfinden ableitete, dass ihr Professor sie ebenso liebte wie sie ihn… – allerdings ahnte er nichts von „seiner“ Liebe.

  64. Ist Politik die Gestaltung der Zukunft anhand von Ideen vergangener Politiker?
    „Vereinte Staaten von Europa – ja, das ist ein Begriff. Aber in welchem Geist war und ist er gemeint, von welchem Geist soll er erfüllt sein?“
    Vermutlich im Geist der Vereinigten Staaten von Amerika: als multikultureller und multiethnischer Schmelztiegel.

  65. @Fritz: Für wen ist mein subjektives Erleben ein Problem? Für Dich? Ich hatte mal einen Patienten, der sein persönliches Erleben ständig (über)generalisierte. So eine Arbeit gelingt dann, wenn der Mensch bereit ist, seine eigenen Muster zu beobachten und Alternativen in Erwägung zu ziehen.

  66. Das „Gefühl für die Wurzeln der europäischen Bewegung“ scheint politisch unbestimmt zu sein und deutet eher auf kulturelle Inhalte, wie sie sich im Superioritätshabitus der Franzosen als „la Grande Nation“ ausdrücken. Dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle schwebte in den 1960er Jahren eine Art „Kerneuropa“ vor, das aus Westdeutschland, Italien, den Beneluxstaaten und Frankreich gebildet und von Franzosen geführt würde.
    Die politischen Machtverhältnisse in Europa haben sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands zwar zu dessen Gunsten geändert, doch die hiesige Kultur blieb weiterhin provinziell und z.B. die größte Oppositionspartei hinterwäldlerisch. Deshalb wird das nichts mit deutscher Glorie à la „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“.

  67. Im Zweifelsfall frage man: Welche Wege nimmt das Geld? Vielleicht hat die Mafia … haben die diversen Mafias auch schöne Vorstellungen zu „Europa“?

  68. Auch die Mafia und andere kriminelle Vereinigungen sind immer internationaler verflochten. Bei ihnen spielt die ethnische Zugehörigkeit eine größere Rolle als die nationale (siehe oben: „serbische Clans“).

  69. @Eder: Nein, für Dich ist das kein Problem. Es wird zum Problem für Andere, wenn jemand aus seinem Empfinden Wahrheiten über etwas Anderes als sein Empfinden folgert…

  70. @83: was aber, wenn Menschen, vielleicht gar eine größere Zahl von ihnen, ihre „Provinzialität“ und ihr „Hinterwäldlertum“ behalten möchten. Und das so gar nicht benennen, denn es ist ein abwertende Fremdetikettierung. Und angenommen dieses Bedürfnis wäre ihnen vorrangig, sie würden aber ständig darüber belehrt, dass sie falsch fühlen, denken, handeln. Welche Möglichkeiten, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, hätten solche Menschen, zumal in einem Staatswesen, dass sich demokratisch nennt.

  71. @Simon: das ist vielleicht der Unterschied zwischen mir und manch anderem: ich reflektiere mein Empfinden und teile es dosiert mit. Manch andere dagegen hantieren mit den unreflektierten Ergebnissen ihrer Empfindungen. Denn woher sollen politische Präferenzen kommen, wenn nicht aus dem Empfinden? Wäre dies nicht so, würden die Menschen bei politischen Entscheidungen rein faktische Informationen bekommen und keine Stimmungsverabreichungen nach Bernays’scher Methode.

  72. ………na, für die autoritätshörigen, hypnotisierten Prof.-schleimer, Beratungswegelagerer und Geschwätzschwerstethik-Simulanten ist das doch auch kein Problem………

  73. Für euch Asylindustrieprofiteure, Psychos und Komplexitätsidioten entsteht doch Geld, wenn es bewilligt wird – von mehr habt ihr doch keine Ahnung! (Ich allerdings auch nicht :-))

    Geht doch in den Jemen, nach Jordanien, da kann man für 55 Cent pro Tag ein Menschenleben retten.
    Ach so, ihr könnt nix…!?? (Ja, ich auch nicht…..)

  74. Die Mafias als Vorreiter der europäischen Transferunion – denn im Kern ist es wohl vor allem das – , das ist eine Denk … ja womöglich gar Forschungsrichtung, die gefällt. Immerhin, so im Vergleich sind ‚Ndrangheta & Collegen wohl nur kleinere Raubfische im globalen Becken. Großartig ist, wer einen Staatsapparat oder eine Religionsgemeinschaft zu instrumentalisieren vermag, seine Geschäftsinteressen zu wahren, insbesondere Wettbewerber von dem besser Profis vorbehaltenen Geschäft abzuhalten.

    Von der Verflechtung der ökonomischen Transaktionen – bspw. ‚Ndrangheta – Vatikan – abgesehen, gibt es auch eine andere Dimension der Beurteilung dessen, was Europa ausmacht – die Ästhetik. http://www.antoinette-kunst.de/

  75. @ 87
    Die liebenswerte Heinz-und-Hans-Kultur der 1960er Jahre (Heinz Erhardt, Heinz Rühmann, Heinz Schenk, Hans-Joachim Kulenkampff, Hans Rosenthal) findet ihren aktuellen Ausdruck im bezaubernden neuen deutschen Fräuleinwunder mit Helene Fischer, Heidi Klum, Lena Gercke und Alice Weidel. Da kann man nicht falsch fühlen.

  76. Anstatt, dass man hier 100 Mrd in 4 Jahren allein für die „Frauen und Kinder“, die beim ARD-Faktenverschleierer noch 2 Jahre nachdem ca. 800 000 junge Männer aus aller Welt kamen, abgebildet waren.

    Gestandene Männer aus Afrika, die dort ihre Kinder zurückließen und hier in SPD- und Kirchenkreisen Bräute vorgeführt bekommen,

    Leute aus dem Balkan, aus der Türkei, aus Jordanien ……..
    alles „SYRER“ ……..

    Einen Blauen Flüchtlings-Pass kann man seit einiger Zeit bei erstaunlich vielen deutschen Behörden für 2000€ kaufen ………..

    Die eigenen Pässe werden verkauft ……..
    (würd ich auch so machen, wenn ein Land so blöd ist………..)

  77. 55 CENT!! pro Tag in den Nachbarländern von Krisengebieten, wie dieser Tage wieder, wenn 270 000 echt notleidende Syrer fliehen.

    Nee, die können sich keine Schlepper leisten – das kostet nämlich ca. 10 000 USD für den NGO-Shuttle Nordafrika – Italien oder nun Spanien. ……..

  78. Und ihr Deppen redet von Testosteron-Seehofer, vom 22-jähren „Hoffnungsträger“ in der Süddeutschen, dass man mehr ZEIT-schwätzer lesen sollte und irgend einen anderen Quatsch.

    Steckt euch euer verdruckstes Komplextitätsgefasel in den Arsch. Ihr seht doch nicht mal die Hand mit Klopapier vor eurem Gesicht.

    Na, ja – muss mich beruhen. Die Linkspopulisten haben ja nun langsam ausgedient.
    Die stecken sich noch das restliche Geld für „Irgendwas mit Medien“ in die rote Tasche.
    In Berlin werden werden jetzt feministische Pornos gefördert………….
    Da sollte man schnell noch was abgreifen…………

  79. @ 91 http://www.antoinette-kunst.de/, darin zur aktuellen Identitätssuche:
    „Im Zuge fortschreitender Globalisierung sind die kulturellen Wurzeln ganz Europas durch wirtschaftliche und psychologische Umstrukturierungen in Auflösung. Die Menschen sind unterwegs. Die Grenzen werden aufgehoben, die Identitätssuche steht ganz vorne in jedem Menschenleben. Manipulative Wünsche formen uns selbst und die ganze Welt. Die Todsünden sind unterwegs. Und die Welt wird gleichzeitig immer freier, bunter, vielfältiger und differenzierter, Faust und Mephisto gehen Hand in Hand durch die Straßen der Welt.“

  80. Tja, und dann das
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Copyright-Reform-EU-Parlament-weist-Upload-Filter-und-Leistungsschutzrecht-zurueck-4100485.html

    Am besten man bzw. sie zerfleischen sich wechselseitig …,
    dabei gäbe es so viele schöne Lösungen, wenn man nur etwas vom allzuhohen Sockel runtersteigen können würde.

    Wie K.K. schon erwähnte (sinngemäß, aus dem Kopf)
    … „Würde ist eben auch nur die Konditionalform dessen, was einer ist.“

  81. @ 100 http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-droht-spaltung-bei-verhandlungen-zu-neuem-haushalt-a-1186889.html

    Am 9.1.2018 sah die Welt für Sigmar Gabriel noch lustig aus. Derzeit arbeitet Gabriel als Bundestagsabgeordneter für die SPD, das er auch behalten wird, wenn er in Kürze seinen Nebenjob im Verwaltungsrat des deutsch-französischen Zugherstellers Siemens-Alstom antreten wird. Diese Nebentätigkeit bei der Konzernmutter mit Sitz bei Paris bringt ihm jährlich zwischen 55.000 bis 60.000 Euro zusätzlich ein und künftig vielleicht bis zu 114.000 Euro, wie seinen erfahreneren Verwaltungsratskollegen.
    Tja, wer wohl Horst Seehofer nehmen würde? Audi oder BMW?

  82. Nach Stadler hat Ingolstadt sicher Fachkräftemangel. Aber so blöd sind die nun wohl auch wieder nicht. Im historischen Feudalismus hat man derlei Konfektionsgrößen als Armleuchter eingesetzt. Vielleicht nimmt ihn Gerhard Polt als Assistenz … oder wenigstens Nasenbär, wenn die EU oder der honorige Verein von Herrn Weise die Personalkosten übernehmen. https://www.youtube.com/watch?v=hZH1ERoyJXc

  83. Ja, da wacht er auf, der Schläfer Shaw……… das ist immer so bei Schwerstbegabten, die n halbes Jahr verträumt Löcher in die Bank bohren und sich mit der Hand in der Hosentasche Sex vorstellen, bis sie mal einer anschreit……..

    Aber mir gehts um Politik, mein Lieber……..
    kein alles abwertendes Gefasel um des Geschwätzes willen……..

    Freundchen, mir ist es ERNST. (Siehe oben)

    !!!!!

    (Und der Pacing, oder wie der heißt, der kann mich mal ……..)

  84. Heute: … mit dem Smartphone in der Hand Sex anschauen …
    Tja, wenn Sie doch noch im Dienst wären – aber Sie haben ja VR …

  85. @101: „Steckt euch euer verdruckstes Komplextitätsgefasel in den Arsch. Ihr seht doch nicht mal die Hand mit Klopapier vor eurem Gesicht.“

    Ach Du meine Güte…

  86. Wenn sich ein Lehrer Vorstellungen davon macht, was Politik ist! Kein Wunder, dass es Vertretern der AfD und Systemorthodoxen so leicht fällt, miteinander die beiden Seiten von einem dieser berühmt berüchtigten Konfliktsysteme zu bilden. Das Faible für unterkomplexe Komplexitätsreduktionen scheint ähnlich ausgeprägt zu sein. Daher streitet man sich derart gern miteinander. Ich gebe ja zu, dass die Art und Weise wie die Weidel ihre Follower verarscht Unterhaltungscharakter ist, da kommt nicht mal die Petry ran, dieses Chamäleon. Aber ein systemisch relevanter Unterschied ist auch … oder – wenn man so will – erst recht von da aus nicht zu erwarten. Wenn wir … und erst jetzt unsere Unterhaltungskünstler (der Schorschi nimmt schon wieder Anlauf für einen seiner gefeierten Bettvorlegersaltos) … schon alle Theater spielen, wie der gute alte Ervin Goffman meinte, so sollten wir doch immerhin den künstlerischen Leistungen unserer Lieblingsbösewichte die handwerkliche Anerkennung nicht versagen. Mehr als die folge deformation professionelle beeinträchtigte Vorstellungskraft von Lehrern treibt mich aber etwas anderes um.

    Jenseits der Verschwörungstheorien scheint ja die massive Unterstützung dieser Soros-Organisationen – nun auch für das hier beworbene Event pro „Seabridge“ – gelebte Praxis in der Szene diverser Verschwörungspraktiker zu sein. Die journalistische Vorhut der gelben Gefahr vom Kuhdamm hat es den Zusammenhang mal wieder Spotlight gegeben; https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/seebruecke-demos-von-bundesregierung-und-soros-gesponsert-a2489743.html (Die gerade etwas gefährdeten südafrikanischen Farmer dürften bei deren Willkommenskulturhappening wahrscheinlich ebenso wenig gemeint sein wie die ausgemergelten Kinder, welche eigentlich am dringendsten Hilfe benötigen, es irgendwie nie (medienwirksam) jenseits der Sahara schaffen – aber im Rahmen der Rentensicherung eben wohl auch nicht als potentielle Fachkraft zu verkaufen sind.)

    Angesichts der Vielzahl der unterstützten Initiativen all dieser „Harald Welzers“, speziell im klammen Berlin frage ich mich also a), ob es da überhaupt auch noch Intellektuelle gibt, die nicht an den Zitzen von transatlantischen Multis der Coleur Soros plus den Kultur- ja teils schon Staaten bildenden Demokratieförderern der US-Admins hängen?

  87. b) Frage ich mich im Kontext des ohnehin schon demografisch problematischen Stadt-Land-Problems, wann wir ländlichen Intellektuellen mal in den Genuss all dieser Fördermaßnahmen kommen. Im Sinne des philosophisch konsequenten „Geh an die Orte, die Du fürchtest!“ hätte die Soros Stiftung anstatt von Budapest nach Berlin ja bspw. nach Pirna umziehen können. Landschaftlich ist es da im Gegensatz zum hässlichen Berlin um einiges reizvoller. Ohnehin sind da in der preussischen Hauptstadt ja eh schon alle überzeugt davon, dass im Wedding noch schlappe 500 Mio Kulturbereicherer integriert werden sollen. Hier bei uns im ländlichen Sachsen gilt es da schon etwas mehr Überzeugungsarbeit zu finanzieren – zumal hier trotz teilweise 50% Wohnungsleerstand irgendwie keine Fachkräfte aus Afrika nachrücken wollen. (Aus Asien hingegen schon, da gibt es merkwürdigerweise m. E. auch keine Krawalle.) Wenn hier vielleicht jemand mit entsprechenden Verbindungen dem Alexander Soros oder seinem Opa zur Einstiegsorientierung diese Karte weiterleiten könnte? https://www.sz-online.de/sachsen/die-landkarte-des-extremismus-3392374.html Wir Gelegenheitsagitatoren hier auf dem Lande haben in Sachen Politischer Erlebniskulturpädagogik also erheblichen Unterstützungsbedarf! (Schlimm, wie sich die Geschichte wiederholt, zu Zeiten von DDR 1. ging och alles zu die großfressschen Berliner.)

  88. Da kommt jetzt ganz deutlich der Nazis raus. Ich denke, dieses Outing war ja überfällig. Ich denke weiters, dass alle (virtuell*) Umstehenden sind jetzt wahrscheinlich fast ein wenig erleichtert, dass Georgy sich jetzt doch noch getraut hat. Unser AfD-Nazis hat sich echt schwer getan mit seinem Outing. Aber schlussendlich hat er sich doch getraut. Gut gemacht! Wichtig ist, was am Ende rauskommt. Aber ich mein, bei aller Anerkennung für diesen mutigen schritt, zumindest bei mir kommt da auch eine kleine Frage auf.

    Die Jugendarbeit für mehr oder weniger unbegleitete Jugendliche funktionierte bei Adi, Makarenko, aktuell bei Asow und beim IS ja 1a. Seitens der Rotzlöffel gab und gibt es da offenbar nix zu meckern. Absolut kundenfreundliche pädagogische Betreuung in der speziell für männliche Säugetiere so schwierigen Passage des Erwachsenenwerdens. Kann man da so sagen, dass in jedem altgedienten Lehrer vielleicht auch so ganz klein bisschen ein Nazis steckt, also so von Berufs wegen? Muss ein Lehrer mit muselmanischen Followern nicht ab und an Nazis sein können, quasi als unterschwellig abgeforderte Basiskompetenz um sich durchzusetzen? Gewöhnt er sich irgendwann dann vielleicht gar zu sehr an diesen State of Mind? Vielleicht agiert Georgy da jetzt nur quasi die alte negative Energie aus, die externalisiert werden muss, damit seine Seele wieder energetisch frei wird und nach Jahrzehnten notgedrungenen Predigens von Simplify und Moralkeulerei elastisch schwingen kann?

    Womit wir – nachdem nun geklärt ist, dass wir Afrika nächsten Monat über eine Seabridge integrieren – bei einer bislang offenbar vernachlässigten Gruppen von Immigranten wären. Denjenigen, die dank Herrn Draghi und seiner fabelhaften Kollegen demnächst auch noch zu Fachkräften umgeschult werden möchten, damit die Renten sicher sind. Wie integrieren wir diese Immigranten: http://digital-immigrants.ch/ ?

  89. @117: Meine Lehrer in Grundschule und Gymnasium (50er/60er Jahre) waren (mit wenigen Ausnahmen) auch fast alle Nazis. Das muss den Schülern nicht schaden, weil offensichtlicher moralischer Schwachsinn den Widerspruchsgeist fördert (wahrscheinlich auch bei muslimischen Schülern)…

  90. Neulich Gespräch mit einem Lehrer, der in Wedding muslimische Halbstarke mentoriert.
    Hab ja selber ein wenig Erfahrung mit der Klientel, Schwächeln wird da nicht verstanden.
    Aber der Bursche – Chapeau ! – der hatte echt die Ruhe weg, so was Boris Karloff-mäßiges.
    Also mein´s wär das eher nicht. Ich hab mit den Oriental-Faschos lieber über Adi philosophiert. Das ist die Art von Deutschen, welche die Jungs mögen.
    Versteh gar nicht, was man die Osmanen Germania verbietet. Im Hinblick auf das Leitbild von Coudenhove-Kalergi sind die doch ein Musterbeispiel für gelungene Integration, für die Zukunft.
    Was nun damit den Schorsch und sein heutiges Nachladen betrifft, also das hat es natürlich, sein „Ach, da setzt die Kunst keine Grenzen!“

    Der so neurotisch daher guckende Axel Retz hat zusammengerechnet, dass wir noch 7,3 Mio aufnehmen können. https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/axel-retz-wuerde-der-bundeshaushalt-vollstaendig-fuer-fluechtlinge-eingesetzt-koennten-wir-73-mio-menschen-aufnehmen-a2236241.html?text=1 Aber diese Art Kalkulation ist natürlich der falsche Ansatz.
    Wenn ca. 500 Mio Entwicklungshilfe für Europa leisten wollen (diejenigen, welche vor ihrer Frau über´s Mittelmeer abhauen, wollen wir mal vernachlässigen) und wir ca 500 Mio Eurokaner sind, dann kann sich jeder 1 zu 1 um einen Africano kümmern. Is doch machbar, Herr Nachbar.

    Ich selber möchte – wenn es schon sein muss und sich irgend einrichten lässt, eher einen kleinen nehmen. Hab mal einen Häuptlingssohn vom Volks der Dinka betreut. (Kein Klischee, is so.). Lang, länger, am längsten, aus dem Sudan. Wenn man sich mit so einem die Badewanne teilen muss … Kein Wunder, dass die Juden sich da weng zieren. Frauen mögen das anders sehen. Ich aber hätte da also doch lieber einen eher kleinen Afrikano. Gibt es da ja auch. Wenn wir die kleinen und großen Afrikaner alle integriert haben und so richtig schön im Schwung sind, dann machen wir mit den Digital Immigrants weiter, der Rente wegen. (Tolle Begriffsschöpfung übrigens.) Alles in allem gehen wir damit goldigen Zeiten entgegen. Der demografische Überschuss steht in den an Rohstoffen reicheren Gegenden nicht mehr blöde im Wege rum. Kann man die Drohnendichte etwas reduzieren, spart Kosten. Die Fachkräfte sichern bei uns die Rente. Und den Pflegenotstand kriegen wir mit Robotern in den Griff. Wer all das glaubt und schön findet, hat eigentlich das Zeug um Lehrer zu werden. In Sachsen übrigens kann das – wir haben ja die Planwirtschaft abgeschafft – inzwischen fast jeder.

  91. @ 119 „Versteh gar nicht, was man die Osmanen Germania verbietet. Im Hinblick auf das Leitbild von Coudenhove-Kalergi sind die doch ein Musterbeispiel für gelungene Integration, für die Zukunft.“
    Aber bitte nicht in diesem Blog!

  92. @118: Der Widerspruchsgeist und eine angebliche moralische Überlegenheit der 40er und 50er Generation war hauptsächlich Gnade einer späten Geburt, einhergehend mit einem altersphasenbedingten Streben nach Ablösung von der Elterngeneration, einem geborgten Frieden und genügend Butter auf dem Brot.

  93. Kulturbanause auf der Flucht vor Komplexität mimt die drei ignoranten Affen in einer Person. Keine Ahnung von Europa! Hat Mutti nun den Preis bekommen oder hat sie nicht? Herr Kauder ist Zeuge! Im Hinblick auf Europa ist die Beschäftigung – den Zeitgeist muss man ähnlich wie bspw. bei Spengler, Carl Schmitt* in Rechnung stellen – mit diesem frühen Kampagnenführer pro Europa gar nicht so uninteressant. https://archive.org/details/Coudenhove-Kalergi-Adel
    Aber gut, wenn Vollzeitsystemiker mit ihrem Faible für Simplify-mäßige Komplexitätsreduktion sich mit Kulturreflexion auf Mickey-Mouse-Heftchen-Niveau bescheiden wollen, ist das vermutlich kein relevanter Unterschied.

    Zitate; „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.“ (insofern geht die Rhetorik der AfD-Hanseln bzgl. des immer wieder lamentierten Rechtsbruches 2015 bemerkenswert weit an der Realpolitik vorbei und darf als symptomatisch angesehen werden für die geistige Nähe der von Georgy so schülerhaft angehimmelten Partei zur den installierten Vertretern der aktuellen politischen Kultur … – Vgl. zu den Selektionsmechanismen und deren Utilisation auch Robert Michels und C. Wright Mills), „Elite sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt.“:-

  94. Gunthard Weber hat vor 15 Jahren mal gemeint, er freue sich darauf, wenn die 68-er mal entdecken, dass sie nicht daran vorbeikommen, Frieden mit ihren Alterfordern zu machen. Ob er dabei an einen ganz speziellen seiner Kumpels gedacht hat, erscheint mir nicht unplausibel. Dass er dabei nicht gemeint hat, dass diese Kohorte – so wie M-L. Beck, Eckhard-Göring, KZ-Leiter-Sohn Schulz – die Nazis in der Ukraine, die Saudis und andere Diktatoren unterstützen, da bin ich mir sicher. Die Art und Weise, wie diese von Lutz Dammbeck sublim portraitierte „Generation Overgames“ ihr Arrangement zu finden sucht mit den Geistern, welchen sie nun mal ihre Existenz verdanken, ist hinsichtlich der strapazierten Beliefs einerseits völlig verdreht und mit Hippiespießerphrasen kandiert. Sie geht in der Endkonsequenz auf der Handlungsebene andererseits aber dennoch 100% konform mit der Bejahung zum Nationalsozialismus ihrer einst abgelehnten Eltern und Großeltern. Geister wie Stavros Menzhos oder Alfred Lorenzer müssten an derlei artistischer Kompromisbildung – In deutlich abgehobener Gestalt sind wir doch wie Ihr und mit Euch memetisch in dynastischer Eintracht vereint – ihre helle Freude haben. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Borgia in der letzten Saison des Feudalismus dürften auch salbungsvolle Worte bei ihren Volksansprachen gefunden haben, jenseits der sie – darin den ehemaligen Steinewerfern und Charakterkrüppeln wie Fischer und Stoltenberg ähnlich – eine Spur von Grauen und Verelendung hinter sich gezogen haben. Einmal mehr die klare Empfehlung, sich über diese Rekonstruktion der schon in den 60-ern durch Soft Power Fuzzis medial geprägten Ökologie des Geistes den Mindsets bzw. „Psychogrammen“ der Kohorte von FBS & Friends zu nähern; https://www.youtube.com/watch?v=HYU3CtrdJNU Inzwischen ist mit next Kanzler Spahn, Welzer und Böhmermann die nächste Pharisäerkohorte an Funktionseliten angetreten, welche auf der sozialpsychologischen Kulturreflexion der ihren vorher gehenden Schauspieltalente aufbauen kann. Als einen der zahlreichen – ebenso faszinierenden als fatalistisch stimmenden – Aspekte der Refeudalisierung erleben wir Aufstieg und Professionalisierung einer neuen Brahmanenkaste. Die Georgys und Vollzeitsystemiker dieser Welt sind blind dafür wie für die Luft, die sie atmen und ihr eigenes Auge. Unbeschadet ihrer Selbstmißverständnisse sind die infantilen Anbeter falscher Stellvertreter ihrer politischen Verantwortung beeindruckt von der Einbettung ihrer Identitätskonstruktionen freilich so sehr als sie sehen und atmen.

  95. Auf der Suche nach dem verlorenen Nationalgefühl: »Der Leitartikel der linksorientierten Zeitschrift „New Statesman“ sieht im englischen Nationaltrainer „die Anfänge eines neuen, englischen Progressivismus“. Der Fußballhistoriker David Goldblatt schreibt von einer „alternativen Nation“, die Southgates Mannschaft vorstellen lässt. Wie in Deutschland hat diese WM eine Debatte über die nationale Identität ausgelöst. Anders als in Deutschland ist diese Debatte in England voller Hoffnung.« https://www.zeit.de/sport/2018-07/fussball-wm-england-gareth-southgate-identitaet

  96. „Gunthard Weber hat vor 15 Jahren mal gemeint, er freue sich darauf, wenn die 68-er mal entdecken, dass sie nicht daran vorbeikommen, Frieden mit ihren Alterfordern zu machen. “
    Ich will ja nicht unken, aber ich fürchte, das wird der Gunthard nicht mehr erleben (gemeint sind doch die „Altvorderen“?). Ich übrigens auch nicht. Es scheint mir – mit Wilhelm Reich – nicht nur einen Charakterpanzer zu geben, der Faschismus möglich macht, sondern auch einen, der mit moralischer Selbstüberhöhung, resultierend aus der ungelösten Enttäuschung über die Vorfahren, einhergeht.

  97. … Ästhetik ist die Vollendung der Strategie. Von daher ist es bewunderungswürdig konsequent, was Dammbeck unternommen hat. So Zeit bzw. Geld für derlei Späße gegeben, würde ich selbst auch gern schreiben über die so wesentliche Ästhetik der Manipulation, welcher die Kohorte der Hippiespießer ausgesetzt war bis hin zu den Charakterruinen und den Konsequenzen dieser charakterlichen Korrosion auf der realpolitisch bestimmten Ebene der Handlungen und Entscheidungen. Vom Budget und der Lebenszeit für den Luxus solcher Schreibarbeiten abgesehen, ist nur leider auch kein dankbares Publikum zu erwarten. Die Opfer der Soft Power Fuzzis, die Georgys* und Vollzeitsystemiker dieser Welt fallen als Publikum aus, weil sie nicht begreifen, um was es geht. Die Akteure fallen als Publikum ebenfalls aus, weil man ihnen mit einer Kulturreflexion zur Ästhetik der Manipulation ja nichts Neues zu sagen hat. Währendem blüht der Salonschwachsinn in den Überresten der Universität, wird fetter und fetter.

    * Der Beruf des Lehrers ist für viele Geister ja deshalb so interessant, weil er es ihnen erlaubt, ungestraft im Mindset des Schülers zu verbleiben. Der Stilist reflektierter Naivität, Hermann Hesse sprach im Hinblick auf den gemeinen Mann, der vergeblich nach Eigenschaften sucht, von „Kindern“.

  98. ach Gott, der Hesse,
    wann war denn der Schul- bzw. Abilektüre?
    … da bin ich schon eher für Gantenbein

  99. „Moralische Selbsterhöhung“, die alte “ Faschismuskeule“, oder den „Superkomplexitätsjoker“ spielt man, wenn eine sachliche Diskussion vermieden werden soll.

    Wenn man die Fragestellerplagegeister „totschlagen“ möchte, weil man aufgrund der eigenen Unfähigkeit, ja teils Debilität nicht mehr weiter weiß……

  100. @0 Die veränderte Kompaßnadel des Horst Seehofers, vom „C“ zum „I“, ist kein Witz und alles andere als lustig, meint Anna Lutz…

    https://www.pro-medienmagazin.de/politik/abgeschobene-christen-sind-kein-witz-herr-seehofer/

    Ganz normale Schwachsinnige feiern ihre eigenen lustig-fidele Entscheidungen als Zeichen wahrer Stärke mit messbaren Wachstumserfolgen, deren Schattenseiten sich ebenfalls in messbar wachsenden Selbst- und Fremdschädigungsfolgen messen lassen…

  101. Systemanbeter als eine Art AfD-Pendant – da wird eine Partei bzw. Seite der Medaille noch viel Freude mit der anderen haben … Brüder und Schwestern im Geiste sozusagen .. Hauptsache Simplify fahren. Tessenow: „Nicht alles was einfach ist, ist gut, aber das Gute ist am Ende immer einfach.“ Nur wie kommt man – bspw. im Sinne Batesons – zu diesem guten Ende?

  102. @George Bernhard Shaw, Europaskepsis und das Gute.
    „..Carrington gehörte jener Generation an, deren Weltbild durch die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs geprägt war. Sein Mitstreiter, der hochgestellte Diplomat Michael Palliser, brachte dies auf den Punkt, als er auf die Frage antwortete, wann er zum überzeugten Europäer geworden sei: „Auf einem Panzer in den Niederlanden im Krieg.“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/grossbritannien-was-haben-johnson-und-carrington-gemein-15684576.html

  103. Der offenbar von den hiesigen Politikstrategen idiotisch lange (bis Herbst 2016) und gründlich übersehende Machtblock, für den sichtbar u. a. der Herr Mercer steht und für den Trump scheinbar den Alleinunterhalter spielt (so die verblüffend infantile Sicht ausgebuffter Systemanalytiker), orientiert sich hinsichtlich Strategiekalkül ironischerweise ganz im Sinne des heute bereits erwähnten Vordenkers von Europa und Fans der realpolitischen Überlegenheit jüdischen Geistesadels*:
    „Die Friedlichkeit eines Volkes hängt nicht von der Rasse und Identität ab, sondern von den Waffen, über die ein Volk verfügt, und wie man damit umgeht.“. Die transatlantische Hippies haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht und machen sich nun vor Machiavellisten aus aller Welt zum Obst. In Peking, Moskau, New Delhi werden Mundwinkel die Ohren küssen. Da Opfer wie bspw. Georgy und seine Systemischen Lieblingsantagonisten aber eh keine Qualitätskriterien für Realpolitik im Diskurs geltend zu machen vermögen sondern auf die Exegesen von Publikumspolitik verwiesen bleiben, können sich die transatlantischen Funktionäre und Gelegenheitskreuzritter getrost einen einschenken auf diese, für ihre persönliche Lebensweltgestaltung konsequenzarme Schlappe. Wie der Inkassoboy die heutige Debatte in Moskau nachbearbeiten wird, ist damit absehbar. Die transatlantischen Comichelden haben richtig schlecht gespielt. Unser Demokratiefreund Soros: „Ich habe in einer Blase gelebt.“ „Alles, was schief gehen konnte, ging schief.“ Der Konter der Stasitrulla auf den ameropischen Insolvenzverwalter mit dem Connex auf ihre leidvolle Vergangenheit als Systeminsassin der totalitären DDR war heute gleichwohl ein Schmeckerchen für sich. Souveräner kann man die Opfer der Spindocs und Berufsborderliner nicht verspotten. (Außer vielleicht mit einem neuen Ministerium für Staatssicherheit, diskrete Dienste und organisierten Terrorismus von Staats wegen in während der Nachkriegsgeschichte unerreicht monströsen Ausmaßen allzu nah vor aller Augen, dass der Bürger 1.0 dieser Nähe wegen wie mit Blindheit reagiert darauf.)

    * Bevor sich im Zusammenhang mit Semitismus/Antisemitismus wieder jemand folge Reflexdenken an seinem Geifer verschluckt, einfach mal etwas in den – interessanten – Originalen lesen. Ein Teil steht auf archive.org herum; https://archive.org/details/Coudenhove-Kalergi-Praktischer_Idealismus-1925 Alles in allem offenbar ein Denker, der das für Feudalismus charakteristische Denken – mit Machiavelli als Krönung – in intellektueller Hinsicht verstanden hat zu aktualisieren. Damit hätte ich nicht gerechnet.

  104. „Moralische Überheblichkeit“, „Frieden mit den Altvorderen“ usw. – so ein Quatsch!

    Es geht um die Frage bzw. um den Konflikt, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen…

  105. Dieser langweilige Griff in die Fertigfraßkonserve der Argumentation löst das (strategische*) „Humanitätsproblem“, um das es hier in der Tat geht, n i c h t .

    *Systemtheorie i s t Strategie … zumindest in ihrer – noch nicht durch intellektuelle Demenz gegenüber den Quellenvergessenheit bzw. naturbelassenen Hang zur Naivität entstellten – Form. Leitunterscheidung: Geht jemand davon aus, dass ein Phänomen System ist?! versus Geht jemand davon aus, dass etwas System hat?!

  106. Es ist doch immer wieder die eigene Eitelkeit. Und so lange diese Eitelkeiten regieren, wird sich auf dieser Welt nichts ändern. Manche beharren auf einer Meinung. Aus purer Eitelkeit. Nicht, weil sie es nicht besser wissen.

    Wir „lügen“ alle. Dauernd. Weil wir es nicht besser wissen. Weil wir meinen, uns „korrekt“ zu erinnern. Das tun wir aber nicht. Wir spintisieren uns etwas zusammen. Im Hier und Jetzt. In welcher Welt wir leben wollen? In einer offenen Gesellschaft! Nur diese Gesellschaft ist noch nicht einmal im Kleinen, noch nicht einmal bei einer Tasse Cafe, offen. Völlig lächerlich, hier darüber zu diskutieren.

    „Feedback
    17. Juni 2005 von Fritz B. Simon
    Als Versuchskaninchen (Null-Nummer) dieses Blogs stelle ich fest, dass es wenig Sinn hat, seine Gedanken zu ordnen und irgendwo hin zu schreiben, wo es andere lesen können, wenn man keine Rückmeldung von den vermuteten Lesern bekommt. Ja, man weiss nicht einmal, ob es eine Welt da draussen gibt, die wahrnimmt, was man von sich gibt. Eine Übung in Autismus. Das macht wenig Spass, es sei denn man ist eh so egozentrisch, dass die Kommentare anderer eh nur stören würden.
    Ich habe deshalb den Auer-Verlag gebeten, möglichst schnell eine Möglichkeit für Kommentare von Lesern zu schaffen. Ich hoffe, ich komme auch noch in ihren Genuss (? oder das damit verbundene Leid). Auf jeden Fall sollten meine Nachfolger nicht das Gefühl haben, in die Welt hinaus zu rufen, und die Welt antwortet nicht. Jetzt verstehe ich auch, dass im Radio immer mehr Sendungen veranstaltet werden, bei denen die Zuschauer anrufen können. Und warum Harald Schmidt diesen unsäglichen Herrn Andrack an seiner Seite hat, und warum Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartet grossartig war und in seiner nachfolgenden One-man-Show nur einfach peinlich…
    Dass die wirklich guten, vor allem die neuen, Ideen nur zwischen Menschen entstehen und nur selten in ihren Köpfen, ist dabei nur der eine Aspekt. Die wissenschaftlich interessante Frage ist, ob es eigentlich blinde Exhibitionisten gibt …“

  107. Was soll ich damit, Dorothea? Ja, ist gedruckt. Habe ich geschrieben. Hübsches Buch. Aber der Autismus liegt mir nicht. Wenn ich Hoffnung habe, dass es auch wer liest und es irgendeinen Geist erhellt, dann schreibe ich.

    Das ist aber so harte Arbeit für mich und kostet mich solche Anstrengungen, dass ich mich nur aufraffen kann, wenn ich einen Verlag oder dergleichen habe, der das dann auch druckt. Sonst bin ich zu faul dafür!

    Aber bisher hatte ich kein Problem, Verlage zu finden. Es ist eher die Frage, ob Bücher auch wahrgenommen und besprochen werden. Aber mein Bruder meinte, ich muss an meine Bücher mind. 50 Seiten dranhängen. Ich darf nicht so kurz schreiben. Er meinte, ich muss über 100 Seiten schreiben. Immer. Mit anderen Worten: Ich muss blähen und blasen! Mein Bruder ist klug und gut vernetzt.

    Blähen und blasen … naja.

    Guten Abend!

  108. Aber bei Auer ist hier jetzt Schluss! Komm mich in Wien besuchen, Dorothea! Ich schaue hier nicht mehr rein (fingers crossed! At least – ich bemühe mich). Muss meine eigenen Arbeiten vorantreiben. Ciao!

  109. Liebe Andrea,
    Das ist angesichts der faschistoiden Trolle hier sehr bedauerlich, jedoch verständlich.

  110. Herr Scholz, mir scheint, der Herr Simon hat „das“ (den? es? die?) ganz gut im Griff (kann man es besser sagen?). Finde gerade keine bessere Metapher. An den Eiern?

    Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich ………. heiß!

    Guten Abend!

  111. …zivilreligiöse Spiritualität mit fixierter Pubertät?
    mit systematischen Fehlstellungen?
    Das Katholische stark machen …im horstigen Hermann-Verlag?
    na prima

  112. @143 och, Andrea, Du wirst mich doch jetzt nicht im Stich lassen,
    we-bitte?nn jetzt der Hösch kommt

  113. @ 135: „Es geht um die Frage bzw. um den Konflikt, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen…“

    Ergänzung: … und in welchem Blog wir schreiben wollen.
    Denn (1): Bei einigen (wenigen) ahne ich ein ähnlich herablassendes Grinsen wie bei Beate Zschäpe, voller Zynismus und Verachtung für Mitmenschlichkeit, die aus falsch konstruiertem Patriotismus glaubt, bis zur ethnischen Säuberung gehen zu müssen. Eine ähnliche Attitüde spricht aus einigen (wenigen) Posts.
    Denn (2): Bei anderen (wenigen) ahne ich ein ähnlich „großzügiges“ Verdrängen der beängstigenden Realität, die zum eigenen Schutz und hier aus ideologischen Gründen gesellschaftliche Fehlentwicklungen ignoriert wird, obwohl es gilt, sie aufzuklären und zu bearbeiten. Beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Familien der Opfer hat sie umfassende Aufklärung versprochen, nach fünf Jahren Gerichtsprozess ist das Ergebnis eine Enttäuschung. Die wahren Hintergründe, Zusammenhänge und Entwicklungstendenzen des NSU-Netzwerks, das bis in den Verfassungsschutz und die Polizei reicht, werden ebensowenig offensiv und aktiv aufgedeckt wie hier die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ideologischen Hintergründe, Zusammenhänge und Entwicklungstendenzen des falsch konstruierten Patriotismus und des latenten Rassismus aufgedeckt werden, um beides als egoistische Auswüchse des Kapitalismus zu entlarven und ihnen damit die individuelle Spitze als subjektive Empfindungen zu nehmen. Die kulturelle Bedrohung kommt nicht von den Migranten, sondern von den sozialen Verhältnissen, die Migration verursachen: Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung.

  114. @ 149
    »Angriff auf die Mitte der Gesellschaft«: »die Deutschen [haben sich] mehrheitlich nicht von den Anschlägen gemeint gefühlt, haben sich nicht von dem Umstand erschüttern lassen, dass rechtsextreme Terroristen dank staatlicher Vernachlässigung über Jahre hinweg töten und verletzen konnten. Im Gegenteil: Gegen Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten lässt sich hierzulande sehr erfolgreich mobilisieren. Nach 2011 sogar noch „besser“ als davor.« Ein Kommentar von Hannah Pilarczyk http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/urteil-im-nsu-prozess-angriff-auf-die-mitte-der-gesellschaft-kommentar-a-1217606.html

  115. @ 149
    »Es ist eine Bibliothek der Trauer, die einen auf eine grausame, weil einsame Art mit dem eigenen Land fremdeln lässt. Nur unter größter intellektueller Anstrengung ist es möglich, nicht zu verbittern. Nicht zu verbittern über einen Innenminister, der in den vergangenen Wochen zeigte, dass er das Land anhalten kann, wenn er nur will. Wenn es um Flüchtlinge geht, die nicht kommen sollen, weil sie Fremde sind, steht alles still. Als Türken in Deutschland erschossen wurden, ging alles weiter. Dieser Schmerz wird nie aufhören.«
    https://www.zeit.de/kultur/2018-07/nsu-prozess-ausgang

  116. @ 152 Georgy, 12. Juli 2018 um 10:36 „Wenn man keine Kinder hat ……“

    Ich habe Kinder und bin dennoch für Toleranz gegenüber Ausländern, denn wer Hass sät, wird Hass ernten. Entscheidend finde ich es, deren Integration zu fordern und zu fördern.

  117. Kinder zu haben, in deren Namen man glaubt, gegen die Aufnahme von Ausländern sein zu müssen, scheint mir ein zu kurz gegriffenes Argument zu sein, denn als verantwortungsvoller Vater bezahlen Sie Ihren Kindern sicherlich die exklusivste Bildung, sodass die staatlichen Schulen zu Restschulen der sozial Schwachen und Bildungsfernen werden. Also liegt das Problem im selektiven Bildungssystem, in dem soziale Unterschiede zementiert werden.

  118. @80: Was beobachten wir denn hier gerade, wenn nicht Schwellenphänomene einer (immer noch) allzu sehr im Belehren begriffenen Soziologie am tief gründelnden Abgrund hin zur Psychologie?

    „@Eder: Das Problem ist offensichtlich Dein subjektives inneres Empfinden. Ich hatte mal eine Patientin, die – ganz analog – aus solch einem Empfinden ableitete, dass ihr Professor sie ebenso liebte wie sie ihn… – allerdings ahnte er nichts von „seiner“ Liebe.“

    Beschreibend könnte man -mit etwas Einblick in die Zunft der in Psychfächern Ge- und Befangenen- erwähnen, daß es sich hierbei ganz verdichtet um Schellen an Innen/Außen-Bereichen dreht, die -vor allem im professionellen Rahmen mit erheblichen Verboten belegt sind. (neuerdings sogar ganz streng im Sinne der DSGVO)

    …. und in diesen heiklen Bereichen wird es dann eben mit der Liebe extrem gefährlich mit Regress-Forderungen, selbst in systemisch ausgebildeten Bereichen, die auf „Liebe als Passion“ aufbauen.
    Dilemmata sind üblich und zwar nicht nur rational, sondern vor allem emotional. Der Umgang mit solcherart Dilemmata erfordert allerdings schon die Überwindung besonderer Härten und Schwierigkeiten, die -wie Goethe bereits erwähnte wachsen, je näher man seinem -ins Auge gefassten – Ziel kommt.
    Dilemmata bedürfen -speziell in diesem Bereich- eines Eingeständnisses eigener Hilflosigkeiten, will man sich auf diesem Gebiet nicht zum Narren potentiellen Mißbrauchs machen bzw. machen lassen (insbesondere auch nicht unter #metoo-Aspekten, nachträglich).

    Speziell in Grauzonen-Bereichen, in denen sich vage Gedanken beim Reden zu verfertigen scheinen, um quasi präpubertär erst bis zur -nicht (mehr) anhimmelnden Entscheidungsreife (noch) hilfloser Personen heranzureifen, stellen sich die allergrößten -üblicherweise mit Schweigen belegten- Hürden dort, wo es sich um ein Befördern (ggf. auch des gezielten) Vorantreibens einer einvernehmlichen Aufforderung hin zu „Willst Du Dein Herz mir schenken…“ dreht. Hier zum kanonischen Vorgehen in geheimen Akten

    https://www.youtube.com/watch?v=EOopiFa643M

    Mit einem sich -prä- hin zu postpubertär- erweiternden Aktionsradius stellen sich an dieser tief in Innerste führenden sowie dramatisch sich aufbäumenden und dramaturgisch schwer zu inszenierenden Schwelle -insbesondere für den Werbung aussendenden Part – ungleich größere Schwierigkeiten, als für den/die EmpfängerIn derart gelagerter Botschaften (sofern Empfänger -ihr Einverständnis voraussetzend- diese überhaupt jemals empfangen können bzw. auch dürfen). Vom Wort zur Tat zu schreiten -und dabei alle möglichen Feuerproben zu bestehen- scheint jedenfalls wesentlich schwerer und auch mit viel größeren Beschwernissen behaften, als gleich den riskanten Weg eines faites accompli zu beschreiten. Ob einem das Ergebnis anschließend nun gefällt oder nicht, steht bekanntermaßen auf einem anderen Blatt.

    Denn in diesen transitorisch geprägten Schwellenbereichen muß immer -von beiden Seiten, wohlgemerkt- auch das Risiko eines eindeutig negativen Bescheides im Sinne einer Ablehnung mit einkalkuliert werden, was selbstverständlich – allzu oft sogar, sofern es sich um Formen pubertärer Auflehnung dreht- in einer Aufkündigung mit absoluter Total-Demontage des ursprünglich vereinarten Geschäftsmodells enden kann, das sich aus einem abgeschlossenem Vertrag zur allmählichen Verfertigung der Gedanken beim -sowie qua und via- Reden zwischenzeitlich stillschweigend erweiternd selbst konstituiert hat.

    Solche Aussichten können selbstverständlich auch äußerst existentiell bedrohliche Züge annehmen, und zwar vor allem dann, wenn der Kanon Null = “ Ko-Produktion“ durch Verweigern weiterer Ko-Operationen selbst in Frage gestellt zu werden droht.

    Um mit derartigen Mißgeschicken, deren Umwelt nahezu in toto von mißbräuchlichen Handlungen umgeben zu sein scheint, umgehen zu können, bedarf es allerdings nicht unbedingt einer professoral basierten Habilitation, sondern viel eher einer entlastenden Aufklärung im Rahmen einer Re-Habilitation u.a. mit differenzierten Erläuterungen zur Unvollständigkeit und Unwissenheit (im agnostischen Sinne) der von „Ignoramus, Ignorabimus“ umfangenen und geprägten Eingeständnisse. Vertrauensbrüche mit inbegriffen.

    Und dies, wohl wissend, mit welch schwankenden Gestalten und instabilem Gestaltungswillen gefühlsbetonte, zum reinen Glück aufstrebende und statistisch von der Wahrscheinlichkeit des höchst Unwahrscheinlichen geprägte verbale wie non-verbale Äußerungen, auch Entscheidungen beinhalten, die -auch unter größtmöglicher Vermeidung von nachfolgenden Trennungen und Scheidungen- dennoch mit derlei Risiken behaftet einhergehen können. Was jedenfalls allen gemein ist und so auch bleibt, sind die Rest-Risiken, die trotz eingehender Beobachtung tödlich enden können. Ganz einfach deshalb, weil der Tod als Schwellenphänomen und als conditio sine qua non zum Leben dazu gehört. Fragen, die sich in Nähe dieser Schwellen stellen, können nicht auch nicht prospektiv beantwortet werden, im Sinne von, wa kommt danach, sondern allenfalls im Sinne von, wie geht man bis dahin mit dem Unausweichlichen möglichst sanft und nicht in toto zerstörerisch um. Auch im erinnernden Gedenken …

    Verständlich, Man(n) hat es angesichts all dessen nicht einfach, auch aus Tradition mit Fronterfahrung.
    Mann hat es neuerdings sogar noch im Rahmen Nebenkriegsschauplätze eröffnender, kämpferischer Amazonen vermutlich ungleich schwerer, sich irgendwie und -wo noch zu behaupten. Vor allem dann, wenn er -umgarnt- verstrickt zu werden droht, ohne die Handarbeiten nach Mustern gängiger Strickliesel-Manier von Grund auf zu beherrschen.
    Abschotten -im Potenzgehabe alleine- reicht jedenfalls nicht mehr. Wie schnell dabei die Luft raus ist, sieht man jedenfalls exemplarisch am aktuellen Fall.
    Wobei ergänzend zu erwähnen bleibt, auch kämpferisch rein auf Aufstieg programmierte Amazonen, können und werden -auf der absoluten Höhe ihrer Macht angelangt- nur noch verlieren. Und zwar nicht nur ihre Macht, sondern vor allem ihr Gesicht und ihre Glaubwürdigkeit, die anzufordern und auf diese zu pochen, Mächtige allzusehr geneigt sind. Nicht bzw. in nicht genügendem Maße bedenkend, daß dieses 1/multipel ad indinitum Spiel auch immer nur mindestens zu zweit geht und einem „unmarked space“ gegenübersteht, der gegen +1 immer einsamer und enger wird.

    Einen schönen Tag noch -im Carpe diem-,
    denn wer weiß schon, was ein Morgen -aus ungewissen Umwelten- einen zu ereilen und bringen vermag.

    Als Nicht-Jungfrau und auch Nicht-Unschuld vom Lande, muß ich über diese Form von Mysterien -gefangen in Relationen von 1 durch Unendlich- nicht schweigen,
    sondern darf das -auch klar und eindeutig -, im Sinne perfekter Beinhaltung auch sagen ,
    – 1 ist möglich. Und -auf Basis der Beobachtung des gesamten Spektrums zwischen Plus- und Minuspol nicht nur höchstwahrscheinlich, sondern auch völlig erwartbar und normal.
    Nur mit einer Einschränkung zur Gunst bzw. Mißgunst der Stunde
    im Sinne von „mors certa, hora non certa“.
    Ansonsten gilt LW, TL-P, in Perfektion ab 6.423
    „Vom Willen als den Träger des Ethischen kann nicht gesprochen werden. Und der Wille als Phänomen interessiert nur die Psychologie“ ff.

    Insofern -sofern es sich um Wille und Willi (Willy) handeln sollte,
    seid erst mal willkommen …
    wie ein gepflegter Umgang zu gestalten wäre, der auch beiden Seiten Genüge tut und gefallen könnte, darüber können wir uns nach dem Krieg -ab 6 – unterhalten

    😉

  119. Sie sitzen mit Angela Merkel, Horst Seehofer und einem halbverhungerten Flüchtling am Ufer der Spree. Seehofer und Merkel sind auf der anderen Seite zum Essen verabredet. Da der Wellengang zu stark ist, können Sie das Boot, das Ihnen zur Verfügung steht, nur mit genau zwei Personen besetzen. Erschwerend hinzu kommt, dass Sie Seehofer nicht allein mit dem Flüchtling lassen dürfen und Angela Merkel auf keinen Fall mit Seehofer in einem Boot sitzen will. Außerdem darf der Flüchtling nicht mit Merkel auf die andere Seite gelangen, das gibt schlechte Presse. Wie lösen Sie dieses Dilemma?

  120. @153: … zur Toleranz, die Hass säht und Hass erntet, bleibt nur zu sagen.
    Grenzen zu ziehen, gegenüber Hass ist eine Notwendigkeit

    „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ Goethe

    und dies gilt gegenüber allen hassgetriebenen Extremisten, gleichgültig unter welcher Couleur bzw. welchen rechts- oder links-gerichteten Fahnen und Parolen diese autreten mögen.

    Dazu gehören u.a. auch Vertreter die sich unter Deckmänteln der Friedensbewegung -im Mimikry getarnt- verstecken.
    „Fighting for peace is like fucking for virginity“ ,
    auch die Kreuzzüge der Moderne, die unter der Flagge der christlichen Nächstenliebe als zur Perfektionierung in „ora et labora“ über zwei Jahrtausende herangereiftes Unterdrückungs-Instrument lassen grüßen.

    Hassgetriebene suchen ihr Gegengewicht allzu gerne in Ausübung ihrer durch Machtmißbrauch geprägten sadomasochistischen Praktiken.
    Je nach Schwere einer solchen Täter-Opfer-Täter-Verkettung bedarf es während des Transits schon gesonderter Behandlungen und Maßnahmen unter Einzelfall – Beobachtung.

    … und wie hinreichend zu beobachten ist, sind die Mächtigen in der Trance ihrer Machterhalts eben nahezu absolut unbelehrbar und beratungsresistent im Hinblick auf Facetten und Auswirkungen ihre eigenen, rein interessengeleiteten Ohnmacht.

  121. @149 … und was den Ausgang des NSU-Prozesses angeht, sind jetzt erst einmal zur weiteren Erklärung mitsamt der Bemessung des Strafmaßes die Juristen dran.
    Sie haben Position zu besitzen und sich zu erklären.
    Die vielbeschworene Unabhängigkeit des Richteramts hat aber auch in aller Öffentlichkeit zur Debatte stehen zu müssen. Vor allem, daraufhin, inwieweit bereits voreingenommene Parteilichkeiten bei der Besetzung dieser Ämter eine Rolle spielt. Im Sachsen- wie auch im Bayern-Filz. es dürfte genügend Whistleblower geben, um Seilschaften zu identifizieren, deren Karriere-Wege mit Leichen im Keller gepflastert sind.

    Und zum Umgang mit Psycho- und Soziopathen in den Grenzzonen der Zurechnungsfähigkeit hin zur Psychiatrie und Forensik sind wohl die wenigsten Juristen hinreichend ausgebildet. Wer traut sich denn schon von den Juristen aus dem kausal-juristischen, ideologisch gefärbte Beweismodalitäten rauszuspringen.
    Entsprechend beeinflußbar verhalten sie sich auch, in Nichtunterscheidung der von Ansätzen in formal- technokratischem Kalkül vorgebrachten, auf Verzögerungstaktik bauenden zynischen Rechthabereien diverser supercleverer Juristen-Schlauberger an Angeklagten. Aktenvernichten braucht eben auch Zeit, während die Verdunklungsgefahren weiter wachsen.

    Um gegenüber diesem Schlachtfeld, der haftungsbegründenden und haftungauslösenden Kausalitäten die nötige Distanz zu wahren, hält man sich am besten an Ludwig Thoma:
    „Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand“
    Kalkulieren -im Sinne der Ermittlung von Kosten-Nutzen-Relationen- können Juristen nämlich in der Regel auch nicht.
    Weshalb sie demnächst auch noch absehbar Krach mit den auf Staatshaushalte spezialisierten Ökonomen kriegen werden.

  122. Huhuhuhu………..

    Ich geh ganz alleine weg………

    Der h h h See… h ….. ..Seehofer ist schuld, wenn ………
    Ääääääähhh!!!!

    Und dann nehm ich noch das Boot…….. und daran seid IHR schuld ……

  123. Da hat man dich mal verehrt und geliebt….. u . u. …und A. … ALLES, buchstäblich A L L E S für dich gemacht………

    …und nun ……

    Da siehst dus. …….

    Dabei wissen sie es doch besser…….
    ….also die …..

  124. Die Welt ist so …..h. h. .. traurig. Ja, t r a u r i g!

    Traurig, hab ich gesagt!!

    Wegen denen ……..jawoll, nur wegen denen ……!

  125. @160
    tja, Herr Eder, auch wenn es zynisch klingt, da wüßte ich auch nicht so genau, ob ich dieser zum grenzenlos abwartenden Aussitzen neigenden Ostsee-Pflanze nicht so zwischenurch den nötigen Wellengang bereiten würde, bei dem sie beim gemeinsamen Kentern im Zweifel auch über Bord geht …

    Soweit bekannt sind selbst ausgebildete Lebensretter nicht dazu verpflichtet, das Leben anderer zu retten, wenn sie sich selbst in Lebensgefahr befinden, um -solange die Kräfte reichen- noch alleine das nächste Ufer zu erreichen. Hier gilt der Grundsatz „ultra posse nemo obligatur“.

    Die geübte und langjährig erfahrene Bankenretterin, muß sich dann im Absaufen schon selbst um ihre eigene Rettung bemühen. Von einer ergonomischen Dosierung im physischen Einsatz der Kräfte scheint sie -nach allem was über die Jahre ihrer auf vorantreibenden Führung zu beobachten ist- wenig Ahnung zu haben. Disziplinen besetzt von Marathonläufern, Triathleten bis hin zum Ironman brauchen ein völlig anderes Trainings-Regime als das von hohlen Sprüchen geprägte und hochgelobte „Wir schaffen das“ – Sprintmuster.

  126. Abgesehen davon dürften seit 1945 halbverhungerte Flüchtlinge eher die Ausnahme sein. Zudem: der Horschti würde den Flüchtling bestimmt auf eine Maß Bier einladen, ihm ein Paar Weißwürste und eine gescheite Brezn (oder zwei) spendieren und am Ende vielleicht sogar sagen „mia Schwoazn miaß’ma doch z’sammhoidn“. Bei Angela bekäme er allenfalls ein Selfie.

  127. @Andrea 142 ff:
    In der Hoffnung, daß Du das noch liest und nicht ganz verschwunden bist:

    Dich in Wien besuchen, das mach ich, sobald ich meine Pflichten hierzulande annähernd erledigt, sprich auf den Weg gebracht habe …,
    das dürfte nicht allzulange mehr dauern.

    Im übrigen, Publikationen noch weiter aufzublähen macht wenig Sinn. Wer soll das denn alles lesen, um einigermaßen anwenderfreundlich zu bleiben?
    Da hat Dein Bruder auch Unrecht in seinem Ratschlag an Dich, wenn ihm auch große Hochachtung beim Zusammentragen seiner umfangreichen Enzyklopädie gebührt.

    Im praktischen Umgang mit einem derart großen Umfang an Wissen, wie ihn Dein Bruder zu liefern imstande ist, erweist es sich im Gegenteil als hilfreich und vonnöten, daß der gezielte Einsatz dessen, was im Hier und Jetzt je nach Kontext und nach Bedarf -auf den wesentlichen Kern reduziert- erforderlich ist und weiter führt.

    Wie man im Einzelfall mit zum Blasen geneigten Überblähungen -insbesondere auch mit diversen Fürzen im Hirn- umzugehen hat, weißt Du ja selbst.
    Präventiv wie therapeutisch ist es – aus physiologischen Gründen- enorm wichtig, sich an den je aktuellen Befunden zur Compliance (=Lungenfunktion) zu orientieren. Und dabei auch zwischen Befunden zu unterscheiden, die auf eine dysfunktional wirksame Restriktion und/oder Obstruktion verweisen. Das gilt speziell auch für die Psychologie, um zur rechten Zeit und an gegebener Stelle auch die entsprechenden Marker zu setzen.

    Denn:
    „Die große Schwierigkeit bei psychologischen Reflexionen ist, dass man immer das Innere und Äußere parallel oder vielmehr verflochten betrachten muß. Es ist immerfort Systole und Diastole, Einatmen und Ausatmen des lebendigen Wesens; kann man es auch nicht aussprechen, so beobachte man es genau und merke darauf.“

    woraus sich eben auch und immer noch allzuoft bewahrheitet, was Karl Kraus bereits im vergangenen Jahrhundert tiefsinnig erkannte:
    „Psychoanalyse ist eine Krankheit, für deren Therapie sie sich hält“

    PS:
    Treffe mich hoffentlich heute abend oder auch demnächst mit einem Meister
    Holz- und vor allem Blechbläser – Kunst. Nicht nur im klassischen Metier, sondern auch ein Jazz-Saxophonist erster Güte. Er weiß genau, wie neben dem Fingerspiel auch die Atmung zu dosieren ist.

    Das sind nun exakt die Bereiche, wo sich Mathematik/Physik über die Physiologie mit der Kunst treffen. „Die Kunst der Compliance“ weiterhin anwendungsgerecht im funktional ausgerichteten, begleitenden Beschreiben auszubauen, das ist das, worum ich mich bemühe und wozu ich Dich zum Beitragen gerne einladen und ermutigen möchte, liebe Andrea.
    Du hast das Zeug dazu, das hast Du nun zur Genüge unter Beweis estellt.
    Und wenn Dir das zusammenhängende Zusammen-Schreiben schwerfällt, erzähl es doch und laß es Andere machen, in Ko-Produktion. Das entspräche einem ergonomisch ausgerichteten arbeitsteiligen Vorgehen.
    Wie wäre denn das?

    Herzliche Grüße nach Wien derweil,
    DM

    🙂

  128. PS: @Andrea
    …diesen Weg hin zum Unabänderlichen eines auch in Würde und Freude gelingend abschiedlich gelebten Lebens zu ebnen, daran arbeitest Du schon lange.
    Dieses Lied, aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach fasziniert mich seit meiner Kindheit. Und wenn und wem es gelingt, diesen Weg individuell zu begleiten, dann verliert auch der Tod seinen Schrecken.

    https://www.youtube.com/watch?v=x5r_fZ98514

    Der Geist der Verbundenheit bleibt, so viel weiß ich aus meiner Erfahrung zu berichten. Zum Glück zeigen sich immer mehr Menschen offen für diese Botschaften, die es jedoch -ohne Patentrezept- jeweils selbst zu auszugestalten gilt.

  129. SEHR viele Bücher und Texte sind viel zu aufgeblazen.

    Akzeptiers.
    Machs Beste draus.
    Geh auf Omma und Oba ein, auch wenn die nicht mehr wissen, wie viele Zehen sie haben.

  130. @171: -im Übrigen, und das ganz speziell an die Adresse der immer noch im richtigen (rechten) Linken-Bewußsein auftretenden, die sich gerade von den absolut indiskutablen Rechten -in gewohnt national-sozialistischer Funkktionärsmentalität- unterlaufen lassen…

    Wenn man diese Sonderspezies beobachtet so sind das alles nur einseitig vorprogrammierte und halbseiden dialektisch vortrainierte, mit ideologischer Kriegs-Rhetorik ausgestattete Hosen-Schisser, deren blödes Gewäsch schwätzende Weiber (endlich) stolz sind, via Gleichstellungsquoten bevorzugt die Hosen anhaben zu können.

    Außer vorgeblich kapitalbasierten Formal-Kalkulationen, wie unter ökonomisch auf vorverbildeten a la Alice Weidel findet sich von tiefergehendem Verständnis in systemisch und dialektisch basierte Zusammenhänge des Kapitals keine Spur.

    Die Ergebnisse dieser KampfgenossInnen münden keineswegs in demokratisch tragbare Alternativen, wie sie zu propagieren vorgeben, sondern in eine ideologisch verbildende und eine rein elitär von Lobbyinteressen geleitetete rassistische und von daher auch absolut unanständige geschmierte Propaganda.

    Es erscheint zwar völlig sinnlos, sich mit einer solchen Brut über ihre Vorstellungen von Demokratie zu unterhalten. Dennoch erweist es sich vermutlich als sinnvoll, sich ihren Argumentationen im Einzelfall zu stellen, um ihnen exakt dort zu begegnen, wo sie fortgesetzt -unter grandioser Verschleierung und Vertuschung bevorzugt in die eigene Tasche wirtschaften.
    Diesen Drecksjob dürfen aber gerne bereits wieder umprogrammierte Steuerfahnder erledigen, die auch genau wissen, wo sie die Verschiebepraktiken bei Wohnsitzen von Angeordneten z.B. in der Schweiz zu packen haben.
    Transparency also, im Durchleuchten von Abgeordneten und ihren Nebenverdiensten im öffentlichen Diskurs.
    Damit auch -ohne wenn und aber- klar wird, wer verdient was er/sie verdient.

  131. Ist die Form dieses von prima Trivialisierungen – und den sich daraus Komplexitätsinadäquatheit ergebenden Problemen bzgl. Problemlösung in der Praxis – befeuerten Diskurses nicht selbst ein bisschen „fascho“?

  132. à propos Toleranz und Intoleranz im Zusammenhang mit Bildung
    Hier in aller Kürze hervorragned definiert aus der soziologischen Perspektive von Armin Nassehy

    https://www.br.de/mediathek/video/toleranz-in-der-soziologie-prof-dr-armin-nassehi-av:585dc7ea3e2f290012a8e4a2

    Auch Intoleranz gegen absoluten „no-goes“ kann und darf man lernen.
    Insofern keine Toleranz mehr gegenüber dem Parasiten Epistoschwafel“, der lediglich misamt seiner Epigonen die Dauer-Besetzung des geistigen Luftraums anstrebt.
    Wie dieser sich in all seinen linguistischen Falschprogrammierungen mitsamt allen grammatikalischen Mißgeburten darstellt, ist vielfältig bei Heinz von Foerster nachzulesen.
    Aber auch bei Niklas Luhmann, vgl. GdG

    Lernen lernen als eine Form der Bildung, die unsere Kultur stets auch als eine Kultur unter vielen begreift, das entspricht auch dem kybernethischen Ansatz und der Vielfalt der angedeuteten Wege Heinz von Foersters, den ich eindeutig persönlich favorisiere. Zumal die Biologie -auf Basis der Autopoiese- ihre Gesetze selbst zu schreiben hat.

    Wie herrlich dämlich es erscheint, sich als lernresistent zu erweisen, sich dabei unentwegt -geblendet von den eigenen Macht- und Karrierevorstellungen- selbst im Weg zu stehen und sich damit auch auf lange Sicht gesehen dieEntfaltung der eigenen Möglichkeiten zu verbauen, indem man sich in aufgrund der eigenen Sturheit in ideologische, moralisierende Sackgassen verrennt, sieht man ja jetzt hervorragend an dieser unsäglichen Schmierenkomödie, die ganz auf dem üblichen Parkett in miserabelster Inszenierung die Torheit der Regierenden (Barbara Tuchmann) der gesamten Weltöffentlichkeit paradigmatisch und stereotyp vorführen.

    Eigentlich sollten sie sich ihrer vernagelten Blödheit schämen, was ihnen aber nicht gelingt, da die Scham -über lange Jahre gefälligster Bespiegelung- die Bodenlosigkeit ihres Auftretens (noch) außerhalb ihres Gesichtsfeldes liegt.
    Wo die Einsicht fehlt, passieren eben solche Mißgeschicke ganz unwillkürlich.

  133. im übrigen, eine Frage an die Organisatoren
    Gibt es schon einen Termin mit Einladung der Carl-Auer Akademie wie bei der Formen-Tagung angekündigt zu einem Workshop, Tagung (oder was auch immer) mit Prof. Armin Nassehi?

    Sollte eigentlich im November stattfinden, oder ist das erst im nächsten Jahr?

  134. @ 158
    Steigen Sie mit dem Geflüchteten ins Boot, profitieren Sie von dessen Erfahrung auf See und schauen Sie vom Wasser aus zu, wie die hungrige Kanzlerin ihren Innenminister grillt, tranchiert, filetiert und schließlich aufisst. Sie und der Flüchtling nehmen dafür die Essenseinladung auf der anderen Uferseite wahr.

  135. Herr S., schreiben sie lieber die FAZ ab, oder zitieren sie meinetwegen die bildungspolitischen Weisheiten des SPD-Ortsblatts Dachziegelshausen….

  136. @77 FBS, danke für der Hinweis. ich nehme gerne daran teil und warte auf die Übersendung der Anmeldungamodalitäten.

  137. Nachdem bei Horst Seehofer die Luft raus war, kam er in seinem Keller unter eine Modelleisenbahn. Markus Söder nutzte diese Chance zum überfälligen Wechsel der Schwesterpartei: von der CDU zur AfD.

  138. https://www.youtube.com/watch?v=0khKL3tTOTs&list=RD0khKL3tTOTs&start_radio=1

    Vielleicht muss ich hier noch etwas ergänzen, denn das klingt so beliebig – und gerade die Beliebigkeit ist ein sehr unangenehmes Zeitgeistphänomen (das „Zusammenspintisieren“ von „Fakten“). Das Hier und Jetzt ist keineswegs beliebig. Zudem kann man es festhalten, auf Videos, Tonbandaufnahmen, mitstenografieren … etc. die Perspektiven sind auch nicht beliebig; man kann sie doch sehr genau und ausreichend präzise beschreiben. Das schriftlich Festgehaltene (oder Digitalisierte) bewahrt mE vor der Beliebigkeit. Die Erinnerung des singulären Subjekts kann beliebig sein –
    Vielleicht ein ausreichender Grund zu schreiben. Aber die Dynamik zweidimensional (schriftlich auf einem Blatt Papier) zu beschreiben, das ist tatsächlich eine Herausforderung. Ich arbeite daran. Vielleicht besser Tag und Nacht.

  139. @184 „…Dynamik zweidimensional (schriftlich auf einem Blatt Papier) zu beschreiben…“
    …wird entweder zur Dichtung – oder zu einem Film – oder…

    Die Dynamiken des Lebendigen mögen zwar nicht beliebig sein. Gleichwohl sind sie (semantisch) mehrdeutig. Sie verlassen die syntaktische Eindeutigkeit mathematisch-formaler Beschreibbarkeit. Lebensdynamiken sind verletzungsanfällig durch unanständiges Verhalten, welche sich der Mehrdeutigkeit bedient…

  140. Im Hinblick auf die planwirtschaftlichen Vorgaben ist hier offenkundig etwas schief gelaufen.

    Aus meiner eher persönlichen Erfahrungen kann man Kriminalitätsstatistiken in der Regel den Hasen geben. Ich hab Sachen erlebt, die wirklich handfest waren, die aber nie in irgendeiner Statistik auftauchten. Die juristische Praxis ist reine Realsatire. Für die künftigen Opfer, aber genau betrachtet für die Täter selbst, ist das mehr als schädlich. Das Ausmaß der Entsprechung zur Realität erinnert mich an die Planziele der DDR. Hätte nie gedacht, dass ich mal Sympathien für die „Bullizei“ entwickle. Wenn die Konfliktspannung ordentlich hochgefahren wird, natürlich auch nicht zu hoch, dann stellt immerhin keiner mehr blöde Fragen.

    Welch schönes Szenario, die Völker rücken zusammen! http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html

    Die sich den Debattanten für gewöhnlich nicht erschließende Ironie ist die, dass die „im Guten“ wie „im Bösen“ forcierte Migration eben gerade nicht – wie behauptet – zur Vermehrung kultureller Diversität führen wird sondern zu einer Mc-Donaldisierung, zu einer Verödung der Vielfalt, vergleichbar der zurückgehenden Biodiversität.

  141. Bei den Systemanalytikern ist offenbar auch mal wieder die Luft raus. Ist denn kein für systemische Binsenweisheiten uneinsichtiger a) Idiot oder b) Nazi in Sicht, über den man sich, den Gardinenagentinnen und Marktweibsen gleich ein wenig ereifern könnte? Aber Moment, war da nicht mal was … vielleicht lassen sich ein paar systemische Präzisionsanalysen der Vergangenheit wieder recyceln? Wenn der Skandalsystemiker Trump Pause macht und nix liefert, dann kann ja der Hitler an unser’r Ostfront mal wieder zu Ehren kommen. https://www.heise.de/tp/features/Bill-Browder-und-seine-Geschichte-vom-Tod-des-angeblichen-Whistleblowers-Magnitski-4108672.html

  142. Ach was …,
    so was kann aber nur Hermann, dem Hesse einfallen.
    Wer liest denn sowas noch?
    Außer vielleicht als Titel für ne Band

  143. @0 Mir scheint dass da (leider) noch viel „heiße Luft“ drin ist, wann immer es um’s Ego, oder um’s Geld, oder um Beides geht, bei jenen, die das Hohe-Lied der Illusions-Kon-Trolle spielen…

    Vielleicht so: kon-ZEN-trieren… kon-SENSieren… kon-FORMieren, kon-ZERtieren,…?

    Wenn wieder von Abkürzungen nach Art von „KonZENtrierten ZENtren“ geträumt wird, egal ob für Aids-Kranke, oder Migranten, oder andere Sündenböcke, ist es Hohe-Zeit, ein anderes Lied anzustimmen.

    Andernfalls finden sich immer genug Idioten, welche die Illusion in vorauseilendem Gehorsam wörtlich nehmen. Die Folgen unheilvoller Abkürzungen, stecken bei mir als Kriegsenkel, zu tief in „Mark und Bein“, als dass ich dazu schweigen kann…

    Da halte ich es schon lieber mit Madeleine Albright, die jüngst, in einem Interview im dlf, bzgl. ihres aktuellen Buches „Faschismus. Eine Warnung“ sagte: „Ich habe nicht vor, mein Leben schlecht gelaunt zu beenden.“

    goo.gl/A6PKsZ

    youtube.com/watch?v=LPkaXoV4lY8

  144. Wo ist eigentlich die Kommentarserie zum Themenkomplex „Fußball, Schwachsinn, Linguale Diversität als Erfolgskriterium im Fußball etc.“ hingekommen? Gelöscht?

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