Skandal in Dresden

Nein, ich meine, wenn ich von Skandal spreche, nicht die Pegida-Demonstrationen. Ich halte zwar einen großen Teil der Teilnehmer für Idioten, aber das Recht, seine eigene Blödheit öffentlich zu zeigen, würde ich nie jemandem absprechen.
Was ich für einen Skandal halte, ist, dass ein Asylant aus Eritrea tot, in seinem Blut liegend, gefunden wird, und die Polizeit laut Zeugen das Blut wegspritzt und seinen Tod für unauffällig bzw. keiner weiteren Klärung bedürftig erklärt; dass es 30 Stunden dauert, ehe dann doch noch irgendwelche Spuren „gesichert“ werden usw.
Hier scheint sich die Logik der NSU-Ermittlungen fortzusetzen. Das ist ein Skandal.
Und Dresden hat im Moment gute Chancen zur No-Go-Area zu werden – nicht nur für Menschen mit etwas dunklerem Teint.

19 Gedanken zu “Skandal in Dresden”

  1. Skandal setzt Öffentlichkeit voraus.
    Wo bitte haben wir die noch?
    Mob ist zwar auch eine Form von Öffentlichkeit.
    Aber mit der Reflexion hapert es da wohl etwas.

    Die individuell mobilisierbare Intelligenz ist im Rudel bzw. Schwarm doch eher eingeschränkt.
    Und für Reflexion haben wir ihn ja gottlob: den SPIEGEL.
    Der und die anderen Leitmedien der bildungsbürgerlichen Mitte sorgen dafür,
    dass die lieben Leute sich schlicht nicht für das interessieren,
    was sie existenziell betreffen wird.
    Teltschiks Petition der 60 prominenten Kriegsgegner illustriert gerade den Bankrott des hiesigen Bildungsbürgertums gegenüber den Atlantikbrücke-beseelten Meinungsbildnern.
    Solange die Leut mit Kopftuchfragen ausgelastet sind und Sündenböcke für eigene Blödheit angeboten bekommen, läuft alles prima.
    Wen interessiert da irgendeine NATO-Aufrüstung gegen einen Schurkenstaat ostwärts?
    Atomkrieg – kann man das essen?
    Wen interessiert die amerikanische Neuauflage des Reichstagsbrandes?
    Ähnlich wie in der Hypnotherapie lautet die Frage:
    Wo will ich als Politik-Produzent die Aufmerksamkeit haben und wo will ich sie nicht haben?
    Charlie Hebdo, Pegida und was sonst noch alles die Gemüter beschäftigen sollte – in der Zeit, da die aus ihrem Trott aufgestörten RTL-Opfer und Spielkonsolenbedienungsexperten gegeneinander anschreien, werden Panzer an die russischen Grenzen gebracht, werden dank OTPOR! & CO weitere Staaten gezielt destabilisiert, wird TTIP durchgedrückt, werden Übertragungsgeschwindigkeiten erster, zweiter, dritter Klasse durchgesetzt, im Rahmen der Terrorabwehr lückenlose Überwachung durchgesetzt, Internetsperren verhängt, Blogger weggesperrt, da und dort im Namen abendländischer Werte mutmaßliche Terroristen per Fernsteuerung liquidiert.
    Wer soll sich mit all dem auskennen?
    Überlassen wir die Politik doch besser mal hübsch den Profis!

    Ähnlich wie in den 20-ern auf den deutschen Straßen wird es hier folge Verkennung der eigenen Situation = Verantwortung wie in Syrien, den Balkan-Staaten, der Ukraine, Mittelamerika und und und immer leichter werden sein, dass auch die bürgerliche Mitte sich für die unmenschlichsten Ansichten begeistern läßt.
    Denn allein die Digitalisierung – theoretisch eine riesen Chancen statt Bedrohung – wird auch hier Abertausende aus ihren gewohnheitsmäßig für unverletzlich gehaltenen Komfortzonen vertreiben und ähnlich wie derzeit in den USA infolge Versagen der Vorsorgesysteme mittellos machen.
    Was hohen Bedarf an Sündenböcken nach sich ziehen wird, die derzeit ja prompt aus anderen, vordem gezielt destabilisierten Regionen angeliefert werden.
    Die Juden damals, die arabischen Sozialparasiten heute.

    Dass diese sich zunehmend der amerikanischen Volkswirtschaft angleichende Beschäftigungsgesellschaft (im Unterschied zu Wertschöpfungsgesellschaft) außerstande ist, sich zu reorganisieren und die frei werden Arbeitskräfte für die Lösung globaler Herausforderungen einzusetzen, wird immer deutlicher.
    Als Ausgleich wird Geld erfunden und jeder ausgeplündert, der nicht mehr an diese Fiktionen glauben möchte.
    Leidtragende der infolge dieser Strukturkrise ausgetragenen Stellvertreterkriege sind bislang die Bürger in anderen Staaten.
    Deren Standards wurden qua Globalisierung zu unseren Standards.
    So wie die Standards für soziales, mehr oder minder rechtskonformes Verhalten geheimdienstlich engagierter Mitbürger qua Digitalisierung de facto zu unser aller Maßstab für die Ausrichtung kommunikativen Verhaltens geworden sind (nur, dass es leider kaum jemand realisiert hat.)
    1000 Militärstützpunkte weltweit gewährleisten, dass eine idiotische und für die Spezies potentiell suizidale Wirtschaftsweise künstlich am Leben gehalten wird.
    Die Zahl der überfallenen und ausgeplünderten Staaten steigt.
    Was der ganze Hintergrund dafür sein dürfte, dass die Vertreter der BRICS-Staaten plötzlich füreinander derart starke Sympathien entdecken.
    Der Zusammenschluss gegenüber dem cancerogenen US-System mitsamt ihrem Hubschraubergeld erscheint als einziger Ausweg, um selbst nicht wie Libyen und die schier endlose Liste anderer Länder mit Ressourcen bzw. geostrategischer Bedeutung als nächstes von Peacemakern heimgesucht zu werden.
    Dass die Oligarchien in diesen Ländern dabei in erster Linie an sich denken, sei unbenommen.
    In der Richtung dürfte wohl auch die Erklärung auf die nirgendwo gestellte, aber m.E. sehr spannende Frage zu finden sein, wie es kommt, dass den Amerikanern trotz deren massiver psychologischer Propaganda gegen alles und jeden, nicht hochoffiziell deren technisch interessante 9/11-Manöver angekreidet werden.
    Diese Eskalation wollen die Politproduzenten, Regisseure und Schaudarsteller aus den staatstragenden Kreisen derzeit offenbar weder Russland noch China riskieren.
    Stattdessen Geheimdiplomatie, Geklüngel, Rekordumsätze für die Rüstungsindustrie.
    Letzteres ist in all den Leitnationen gleich.
    Aber immerhin, die Aussicht, wie Gaddafi oder Hussein zu enden, scheint allmählich doch dazu zu führen, dass das kleinere Übel und die risikoträchtige Aktion gegenüber den USA gewählt wird.

    All das sind Kontexte und Regularitäten, die sich offenbar weit außerhalb der intellektuellen Möglichkeiten der neuen Verteidiger abendländischer Werte befinden.
    Es ist infolge jahrzehntelangen Versagens von Bildungssystem und Medien einfach keine Immunkraftabwehr verfügbar gegen die Vereinnahmung des öffentlichen Raumes durch zielgerichtet agierende geheimdienstlich organisierte Meinungsmacher.

    So ganz dunkel werden manche Folks schon jetzt froh sein, dass der Staat für sie sorgt und der Aldi noch auf Intershop-Niveau Angebote hat für sie.
    Ruhig Brauner, Mutti sorgt schon für Dich.
    Auch dieser Standard und unsere externe Wirtschaftsweise werden am Hindukush und sonst auf der Welt verteidigt.
    Die Indifferenz der Gemüter gibt den Produzenten backstage im Sinne sich selbst erfüllender Prophezeihungen Recht.
    Die Leute werden durch anachronistischen Bildungssystem, Medien und PR-Manöver wie blöd behandelt und verhalten sich leider dann prompt auch so.
    Das alles ist im Sinne strategisch induzierter Confusionstrance schon sehr verwirrend.
    Die sozialparasitären Gammelfleischverkäufer hingegen mit ihren Dönersäbeln,
    das ist schon jetzt was Handfestes.
    Auf solche Attraktoren bzw. Vorzeigebeispiele geglückter Integration wie Bushido könnte ich persönlich zwar in der Tat auch leicht verzichten… geschweige Cem Özdemir, der Beuys politisches Vermächtnis in eine Drückerkolonne des US-Außenministeriums verwandeln möchte.
    Theoretisch sollte für diese Wandler im kulturellen Niemandsland wie für mich Platz sein in einer pluralistischen Gesellschaft.
    Aber das war wohl mal. Damals, als sich die Spin Doctos mit ihren Zersetzungsbemühungen auf Mittel- und Südamerika und Asien konzentrierten.
    Nun werden Afrika und nach jahrzehntelanger Verschnaufpause auch Europa wieder Einsatzort der Schlapphüte und Berufsrevolutionäre.
    Viele der auswärtig um ihren Platz an der Sonne bemühten Paschas, vor denen uns Herr Heinsohn schon gewarnt hat, tun den diversen Spin-Doctors dieser Welt ja auch prompt den gewünschten Gefallen,
    sich medienwirksam für die dämlichsten Doktrinen instrumentalisieren zu lassen.
    Die Muselmänner kommen gerade richtig für die weitere Faschisierung = Neofeudalisierung der Gesellschaft:
    Weitere Einschränkungen bürgerlicher Grundrechte.
    Ersetzung der Netzneutralität durch ein Kastensystem, welches den Zugang zu Ressourcen an Bildung und effizienter Arbeitsorganisation regelt.
    Ungebremste Aushebelung der Gewaltenteilung durch informelle Machtmonopole.
    Ausbau von Monsanto + academi & Co zu Staaten im Staate, vergleichbar der Macht der teils legal agierenden Mafiaorganisationen in Italien, Russland, China, USA etc.
    Damit einhergehende Verschlechterung der Qualität von Infrastruktur und Dienstleistungen.
    Lustig wird das absehbar nicht werden, wenn Nestle darüber bestimmen darf, wer einigermaßen sauberes Wasser trinken darf und wer nicht.
    Desensibilisierung gegenüber krassesten Menschenrechtverletzungen, Außerkraftsetzung der Genfer Konvention etc.
    Vielleicht sogar am schlimmsten: Über all diesen künstlich gemachten Problemen das weitere Verfehlen konstruktiver Ansätze für friedliche Reorganisation der Gesellschaft auf ökologische Anpassungsbedarfe hin.
    Weitere Manöver zur Sicherung der Vormachtstellung des absturzgefährdeten Hubschrauberdollarimperiums, das mit 2/3 des Staatshaushaltes für Militärausgaben demnächst wohl gleich komplett als Staat den Friedensnobelpreis beanspruchen wird.
    So ist denn auch das Timing der konzertierten Charlie Hebdo-Bestürzung tatsächlich bemerkenswert.
    Bemerkenswert, weil es unzählige Todesfälle gibt, leider nahezu täglich, für die sich kein Politiker interessiert – geschweige derart öffentlich und wie auf Kommando derart koordiniert.

    Was die Skandalfähigkeit der offenbar ziemlich breiten Masse im schönen Sachsen anbelangt nur als Vignette …
    Gestern im Supermarkt an der Kasse zwei Kopftuchträgerinnen.
    Also, ich mein: in Görlitz.
    Argwöhnischer, lauter werdender Tonfall der Kassiererin.
    Irgendein Problem beim Bezahlen.
    Die Irritation konnte trotz wechselseitigem Unverständnis aufgelöst werden.
    Gekicher der beiden Mädels, die wirkten, als so sie einen Ausflug in unvertraute Gefilde riskiert hätten.
    Freundlichen Tones abgegebener Kommentar zweier gemütlich wirkender Gewohnheitssüffel:
    „Na ja, DIE kriegen ja GENUG Geld.“
    Die Leute von da, die Leute von hier sind hinsichtlich ihrer interkulturellen Kompetenzen einfach aufgeschmissen.
    Sollen sie wohl auch.
    Und letztlich, das ist wohl erst der Anfang.
    Wenn all die Supertypies erst einmal von einer fürsorglich vermittelten politischen Mission erfüllt sind, wird es zur Abwechslung von Tittytainment wieder Progrome geben.
    Jahrzehntelang BILD, Star Wars-Pädagogik und RTL-Bildungsinitiativen.
    Das bleibt nicht ohne Folgen.
    Infolgedessen kann man den Leuten einfach alles verkaufen.
    Wer hat denn schon mal Fotos von Gaskammern in Ausschwitz gesehen?
    Herr Jazenjuk erklärt dem deutschen Bildungsbürgertum die Geschichte.
    Ohne, dass irgendjemand von zig Tausenden Akademikern, was dagegen zu melden hätte.
    Die Biedermänner machen, was sie sollen.
    Was bleibt ihnen besseren Wissens übrig?
    Die wählen auch, was sie sollen.
    Die Grünen. Die Piraten. Die AfD. Demnächst vielleicht die Schlümpfe.
    a) Können die Werte und Ziele dank der mehr als willfährigen Medien durch die bewährten parteilichen Volksvertretungen leicht übernommen werden. Die CDU ist auch für den Umweltschutz. Wozu FDP, wenn die SPD jetzt auch schon so fortschrittlich liberal eingestellt ist.
    b) Können relevante Gruppen leicht unterwandert und wahlweise instrumentalisiert werden. Die Grünen sind ein Beispiel dafür.
    c) Durch Kombination von a und b ist gewährleistet, dass sich strukturell nix ändert und die Politik, welche eine auf Inklusion und Integration bauende Gesellschaft dringend bräuchte, verhindert wird.
    Im Rahmen repräsentativer Demokratie ist die breite Masse der Bevölkerung, die scheinbar sonst keiner braucht, immerhin für das Abgeben ihrer Stimme gut, soweit sie nur das Loch für den Wahlzettel findet.
    So kommt sie denn nun wieder die Zeit,
    da die durch irgendwelche Doktrinen aufgehetzten Massen aufeinander einschlagen werden.
    Die Flüchtlinge, die selbst aus Gebieten kommen,
    da diverse Fraktionen ideologisch und militärisch aufgebaut und aufeinander gehetzt wurden,
    bieten sich als Blitzableiter an.
    Nix mehr mit Dichtern und Denkern.
    Von einer Hölle in die nächste.
    Wie ernüchternd das sein muss,
    dass sich die als Leitkultur angesehene Veranstaltung als Irrenhaus narzisstisch Degenerierter entpuppt!
    Immer schön durchmischen die Folks.
    Dann sind sie beschäftigt und nerven nicht mit schwierigen Infragestellungen.
    Die nicht nur ein bisschen vermögenderen Leittiere haben mit unterschiedlicher Rasse, Religionen, Sitte noch nie ein Problem gehabt.
    Nur Krethi und Plethi haben das nicht geschnallt und werden das offenbar nicht schnallen, dass dies gewiss nicht die Kernbotschaft ihrer Religionen etc. ist, einander wie Außerirdische oder Vieh anzusehen.
    Und die gelahrten Bildungsbeauftragten, die Selbstaufklärung vermitteln sollen, sind vor lauter Mummenschanz offenbar selbst damit überfordert, die sozialen Aufgeregtheiten dem zugehörigen geostrategischen Kalkül und bewährten Strategien der Kontrolle zuzuordnen.

    Was die mehr oder weniger systemisch reflektierten Horizonte der Akteure anbelangt:
    In der DDR wurde natürlich auch zersetzt.
    Das war teilweise schon Volkssport bei 189 000 informellen Mitarbeitern.
    Damals war der Arbeitsrahmen aber im Wesentlichen Face 2 Face definiert.
    Das heißt, das Geschäft der Zersetzung war relativ aufwendig und im Wesentlichen auf eingrenzbare Gruppierungen von Leuten konzentriert, die einander als Verbündeter oder Meinungsgegner zu kennen glaubten.
    Daher auch die Zahl an IM, auf gut deutsch: Spitzeln.
    Noch über Jahre dauerte das Wundern nach der Wende an, wer denn alles bei „der Firma“ war.
    Und wie viele Vorzeige-Oppositionelle ein Doppelleben hatten!
    Dank a) Digitalisierung und b) der offenkundigen moralischen Bereitschaft der Gewohnheitsempörer bzw. Journalisten, sich als Mitarbeiter des Außenministeriums bzw. diverser Geheimdienste führen zu lassen, kommt man nun mit einem Bruchteil der Leute aus.
    Der BND, als in der Zeit nach dem letzten Krieg auch dank CIA aufgebautes Anhangsorgan hat lt. rtdeutsch offenbar ca. 7000 Agenten am Laufen.
    Im Hinblick darauf, wie lethargisch bis vereinnahmungsbereit die bürgerliche Mitte der „alten Länder“ auf die sich in den Leitmedien ungebremst austobende psychologische Kriegsführung reagiert, kann man wohl davon ausgehen, dass die Bereitschaft, sich als IM zu beteiligen bei den westdeutschen Brüdern und Schwestern nicht geringer ausgeprägt sein dürfte als in der DDR.
    Bedeutet: wir können heute nicht mehr nur einzelne Gruppen, Netzwerke, Milieus zersetzen sondern ganze Gesellschaften.
    Im Hinblick auf diese Macht waren die Nazis geschweige unsere Stasi ein Amateurverein.
    Wichtige Stationen auf der „Kellertreppe der Entzivilisation“ (Vgl. Glasl) dürften sein:
    a) Die um Jahre hinausgeschobene Verkündigung des Kriegszustandes und die damit einhergehende Außerkraftsetzung der verfassungsgemäß garantierten Grundrechte. Die Aufrüstung auch im innenpolitischen Bereich dürfte dementsprechend einzuordnen sein.
    b) Nachdem sich ein Teil der Intelligenzia im Netz als Ketzer geoutet und nahezu alle kritischen Stimmen daran gewöhnt haben, sich webbasiert Gehör zu verschaffen, werden die im Namen der Terrorabwehr veranlassten Netzsperren die Opposition effektiv mundtot machen. Stimmungsmäßig rechne ich mit sowas wie der Stille nach GoldmannSachs – es haben zwar viele Geld verloren, aber keiner sagt Aua. Die Masse der Bürger ist außerstand und bleibt technisch und intellektuell außerstande, sich gegen ökonomische und propagandistische Manipulation zu wehren. Theoretisch könnte man Internet als Mittel zur Völkerverständigung ja noch einmal neu erfinden. Aber nix da. Infolge der vordem realisierten Vorratsdatensammlung hat man damit die ganze Opposition gleich mit einem Male im Sack.
    c) Wenn die deutsche Regierung als Teil der NATO Krieg gegen Russland führen wird und nicht länger vermeiden kann, auch offiziell Kriegsrecht auszurufen und oder wenn auf den Straßen bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, weil wie – einst bei Straßenkämpfen zwischen Kommunisten / Nationalsozialisten – gegeneinander aufgebrachte Massen einander für Versorgungsengpässe verantwortlich machen, dann wird es auch nicht auffallen, wenn im Namen von Freiheit und Demokratie Leute verschwinden. Wenn wir schon jetzt, da fast alle Möglichkeiten für Information und Austausch noch offen stehen keine kritische + aktionsbereite Öffentlichkeit mehr haben, dann wird dann gar nichts mehr an Öffentlichkeit vorhanden sein, die dagegen Bedenken anmelden würde.

    Von daher werden wir alles in allem wohl leider noch viele Inländer wie Ausländer mit Duldung sachgerecht instruierter Behörden in ihrem Blute liegen sehen.
    Wichtiger noch als alle anderen Religionen mit ihren historischen gewachsenen Legitimierungen ist ein ganz bestimmter Glaube, der weltweit von allen Regierungen mit großer Übereinstimmung an ihre heilsversessenen Bürger vermittelt wird: Es wird immer nur die anderen treffen. Du kannst mit gewinnen Junge! / Mädel! Du musst nur lieb sein und zur richtigen Zeit am richtigen Ort Schnauze halten … besser aber noch: mitmachen. Also ich finde, das muss man auch anerkennen. Da hat man eine klare Orientierung. Wer ist der liebste unter uns? Ich mein, wenn wir in der DDR knapp 200 000 200 %-Überzeugte hatten, da werden wir gesamtdeutsch schon noch auf eine ordentliche Zahl staatstragender, Recht schaffender Bürger kommen. Wie aber das unentwegt forcierte Russland-Abenteuer ausgehen mag?

  2. Das is mir jetze zu lang, aber zu Öffentlichkeit kurz: die wird ja gerade durch solche Kommentare hergestellt, wie groß auch immer sie dann ausfällt. Darauf aber könnte man achten: das sie so groß wie möglich ausfallen kann.

  3. SIC! @ 1: „Weitere Manöver zur Sicherung der Vormachtstellung des absturzgefährdeten Hubschrauberdollarimperiums, das mit 2/3 des Staatshaushaltes für Militärausgaben demnächst wohl gleich komplett als Staat den Friedensnobelpreis beanspruchen wird.
    So ist denn auch das Timing der konzertierten Charlie Hebdo-Bestürzung tatsächlich bemerkenswert.
    Bemerkenswert, weil es unzählige Todesfälle gibt, leider nahezu täglich, für die sich kein Politiker interessiert – geschweige derart öffentlich und wie auf Kommando derart koordiniert.“

    Als Impact trefen sich chaostheoretisch zwei Zeitachsen – en kairo- ..
    Von Zufall kann long string X shortstring kann aber nicht die Rede sein.
    Die Kunst der Rekursionen dürfte ohne in der Kommasetzung bestehen. .., auch um den Traffic adhoc u.a. 1234 zum Archiv umzuleiten…

    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP00915_130115.pdf
    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP01015_140115.pdf
    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP01115_160115.pdf
    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP01215_180115.pdf

  4. Gibt es im Hintergrund einen solventen Wohltäter, der die Höhe seiner Spenden an den Umfang Ihrer Beiträge gekoppelt hat?

  5. Riskant, riskant! Erst äußern Sie sich despektierlich über die Exzellenzhauptstadt Deutschlands und dann so was. Ich mein, ich würde mich ja mit Ihnen freuen, wenn Ihnen dieses „Zu viele Buchstaben …“ nicht dereinst als verdeckte Handlungsaufforderung zu terroristischen Aktionen ausgedeutet wird. http://www.rtdeutsch.com/9576/international/hexenjagd-in-frankreich-ueber-50-festnahmen-wegen-terrorfreundlicher-aussagen/ Denn es ist ja bekannt, dass Sie ausgiebig in islamistischen Ländern unterwegs gewesen sind. Vielleicht sollten Sie schon mal Beweise sammeln, dass Sie da nicht zufällig als psychologischer Berater in irgendwelchen Ausbildungscamps supervidiert haben. Soll es ja geben bei so Psychos. Zum Schmöken oder Bethelkauen werden Sie hoffentlich nicht dagewesen sein. Und viel anderes als Rauschgift nehmen und Kriege führen kann man da offenbar ja nicht machen. Oder?

  6. Tagesschau-Beitrag heute Abend, sinngemäß zitiert: Zunächst hatte die Polizei Fremdeinwirkung ausgeschlossen. Die Obduktion ergab dann: Messerstiche im Hals und im Brustbereich. – – (Gedanken(!)-Striche: So was sieht man ja nicht gleich, neiiiin, noch nicht mal, nachdem man das Blut entfernt hat. – Bitte, darum geht es.

  7. Isch fühl mich jetzt aber ni so ritschdsch ernst genommen.
    Abor wass sollmor von dä ignorandn Wessis och ärwardn!
    Hier for allä, die ni ordndlisch läsn känn unn die Stellfordrädrkriesche fiers wischdischsde von dor Wäld haldn: https://www.youtube.com/watch?v=uHE3uVDpPSA#t=2737
    Man bemerke: innerhalb von 6 Tagen schauen sich 109 000 Leute so ein Video an.
    Auf gut deutsch: Derzeit fahren Panzer Richtung russischer Grenze und wir reden über
    Furcht vor Islamisierung.
    Eine der wichtigsten Aufgaben für systemische Praktiker wäre wohl gewesen, Lösungen zu entwickeln, wie Communities schlauer werden.

  8. ein Skandal ersten Ranges. Und was kommt nach dieser Erkenntnis? Nur Zeitungsberichte?

  9. Wie sind eigentlich die aktuellen Umrechnungkurse von Mordopfern – ausgedrückt in: mediale Aufmerksamkeit, Aufklärungsdrang, strafrechtliche Konsequenzen?
    z.B. Mauertoter – Asylant, Redakteur – Drohnenopfer…

  10. @ 6: Würde die Regierung des Bundeslandes Sachsen noch auf dem Boden des Grundgesetzes agieren, hätten die beteiligten Polizisten doch längst vom Dienst suspendiert werden müssen. Zumindest das. Und eine funktionierende Staatsanwaltschaft hätte ein Verfahren gegen sie eingeleitet. Dass davon bisher nichts zu vernehmen war, deutet darauf hin, dass die Republik an dieser Stelle ein gewaltiges Problem hat. Es ist wohl kein Zufall, dass sich diese so genannten Patrioten jeden Montag in der sächsischen Landeshauptstadt breitmachen, wenn es da im Staatsapparat solch eklatantes „Versagen“ gibt.

  11. Was wir jetzt unbedingt noch brauchen, sind noch die von diversen (unprofessionellen) Verschwörungstheoretikern vorhergesagten Straßenschlachten. Schon der Sportlichkeit halber. Die Leute haben dafür schließlich in den letzten Jahren intensiv trainiert in den Stadien. Das Gelernte will man ja auch mal anwenden. Außerdem würde ich meinen, soll man sich bei aller Aufgeschlossenheit für Neues auch ab und an mal an das Bewährte erinnern. Wann hatten wir das letzte Mal so richtig Randale in „unseren“ Straßen? (Die Gänsefüßchen, weil ein Teil der hiesigen deutschen Infrastrukturen ja pfiffigerweise schon an fabelhafte amerikanische Konzerne verkauft wurden und teils nur noch geliehen werden können.) Ich mein also jetzt nicht Love Parade insofern völkerverbindendes interkulturelles Gedankengut die dramaturgischen Linie stören könnte. Ich mein auch nicht so was wie 1953, da im Westen keiner auf die Idee zu kommen scheint, dass die USA sich im Unterschied zu Russland noch immer als Besatzungsmacht und Deutschland als ihren Verfügungsraum verstehen, der notfalls als Startrampe für Raubkriege (Vgl. Brzezinskis honnette Ansichten zu einer angemessenen Aufteilung Russlands („Fläche für ein Land allein ohnehin viel zu groß.“), http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/05/brzezinski-eu-kann-mit-sieg-in-der-ukraine-weltmacht-werden/) bzw. Schlachtfeld für die Durchsetzung eigener wirtschaftlicher Interessen instrumentalisiert werden kann. Was ich also meine, sind solche Straßenschlachten, wie sie sich Ende der 20-er auf den Straßen austobten. Als Kriegsvorbereitung hat sich das prima bewährt, so dass man da wieder sehr schön anknüpfen kann. Warum sollen die Urenkel intelligenter als ihre Urgroßväter und Urgroßmütter sein (Hitlers Wahlsieg ist offenbar auch wesentlich der Damenwelt zu verdanken.)? Da die kommunistischen Terroristen, die in den letzten Jahren Baden Baden, den Kuhdamm etc. mit ihren Spionagetripps im örtlichen Einzelhandel unsicher gemacht haben, hinsichtlich ihrer finsteren Absichten enttarnt worden sind, demnächst den Kuhdamm, die Stadien, die bayrischen BMW-Werke, das Label „Made in Germany“ an sich reißen zu wollen, ist es ja nicht allzu schwer, die vor lauter Islamisierungsfurcht gegeneinander aufgebrachten Menschenmassen noch mit ein paar, durch die russische Gefahr bedingten Versorgungsengpässen anzuspornen. Ähnlich wie bei den historischen Schlachten, die anlässlich von Gedenktagen so gern nach gestellt werden, kann man in den nächsten 12 + x Jahren dann wie ein einem historischen Labor sozusagen noch einmal in Echtzeit nachvollziehen, wie die deutsche Geschichte damals abgelaufen ist. Wer von den übrig Gebliebenen dann die geschichtliche Lektion nicht begriffen hat, dem ist wahrscheinlich in diesem Leben nicht zu helfen.

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