Winterkorn

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie scheinen immerhin doch – wer hätte das erwartet – zu mahlen. Gegen den ehemaligen VW-Chef hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Strafverfahren eröffnet. Ich erlaube mir zu Feier des Tages hier noch einmal mein Posting vom September 2015 zu publizieren:

Winterkorn in den Knast!
22. September 2015 von Fritz B. Simon

Ob Herr Winterkorn ein guter VW-Chef war, kann ich nicht wirklich beurteilen. Es ist auch nicht von Bedeutung.

Auf jeden Fall muss er von seinem Amt zurück treten. Andernfalls kann sich VW, vielleicht sogar die deutsche Industrie, dauerhaft in die Reihe der nicht-seriösen Mafia-Unternehmen und die Bundesrepublik und die der Bananenrepubliken einreihen.

Top-Manager werden für Leistungen bezahlt, die sie nicht allein erbracht haben – den ökonomischen Erfolg des Unternehmens – und sie müssen konsequenterweise auch die Verantwortung dafür tragen, wenn das Unternehmen sich zu kriminellen Aktionen hinreissen lässt.

Und eigentlich reicht der Rücktritt nicht, denn Winterkorn ist nicht nur VW-Chef, sondern auch Chef der Entwicklungabteilung, in der man sich diese wundervolle Programmierung zur Täuschung der US-Behörden ausgedacht hat. Das heißt, er wußte, was gespielt wird.