14 Gedanken zu “来自列宁格勒的硬汉——普京 Putin”

  1. Wladimir Putin ähnelt in dieser Sitzhaltung seinem neuen Kollegen Donald Trump, der bei seiner Amtseinführung zum Sinatra-Song „My Way“ tanzte. Von 1975 bis 1982 war Putin KGB-Offizier in der Hauptabteilung Auslandsspionage. Er ist ein durchtrainierter Judoka. Beides spricht dafür, dass seine demonstrative Lässigkeit einesteils gespielt ist, um seine aggressive Verbissenheit zu verbergen, und dass sie andernteils sein ausgeprägtes Selbst- und Machtbewusstsein demonstriert, das auf unnachgiebiger Skrupellosigkeit beruht. Ein äußerst unangenehmer Bursche…

  2. Wladimir Putin dankt seinen Eltern sicherlich auf Knien für die harte Erziehung zur Härte, die er „genießen“ durfte. Erst diese Emotionslosigkeit ermöglichte ihm den unaufhaltsamen Aufstieg zu einem der mächtigsten und reichsten Potentaten dieser Welt. Das russische Riesenreich zu regieren, ist nichts für Weicheier und Muttersöhnchen, deren Helikoptereltern die Butterbrot in die Schule bringen und die Hausaufgaben betreuen.

  3. Wladimir Putin dankt seinen Eltern sicherlich auf Knien für die harte Erziehung zur Härte, die er „genießen“ durfte. Erst diese Emotionslosigkeit ermöglichte ihm den unaufhaltsamen Aufstieg zu einem der mächtigsten und reichsten Potentaten dieser Welt. Das russische Riesenreich zu regieren, ist nichts für Weicheier und Muttersöhnchen, deren Helikoptereltern die Butterbrot in die Schule bringen und die Hausaufgaben betreuen.

  4. Wladimir Putin zählt zu den Nachkriegskindern, da er am 7. Oktober 1952 (Alter 64) geboren wurde. Diese Generation wurde von Eltern erzogen, die den Härten des Klassenkampfes und des Krieges ausgesetzt waren und ihren Kindern das nackte Überleben sichern zu müssen glaubten. Folglich übertrieben sie ihre Erziehung zur Härte und Stärke.
    Die damals gültigen Erziehungsratgeber, die weite Verbreitung fanden, betrachten das „Kind als Feind“ (Sigrid Chamberlain). Die Kinderärztin Johanna Haarer forderte, wenn das Kind schreit und auch der Schnuller als Beruhigungsmittel versagt, „dann, liebe Mutter, werde hart! Fange ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen.“
    Bei der von Johanna Haarer empfohlenen Position zum richtigen Halten des Säuglings entsteht ein so weiter Blickabstand, dass das Kind die Mutter nicht fokussieren kann. Deshalb starren diese Kinder ins Leere.
    Siehe: Johanna Haarer, Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, Erstauflage 1934, bislang letzte Auflage im März 1996 (Carl Gerber Verlag, Nürnberg)

  5. @ 3: Der Erziehungsratgeber von Johanna Haarer, Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, Erstauflage 1934, bislang letzte Auflage im März 1996 (Carl Gerber Verlag, Nürnberg) erreichte bis 1987 eine Gesamtauflage von über 1,2 Millionen Exemplaren. Noch in den 1960er Jahren diente es als Lehrbuch in pädagogischen und hauswirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen.

  6. Die Nachkriegsdressur von Kindern gehorchte einer „schwarzen Pädagogik“, die vom Kind „freudigen“ Gehorsam gegenüber den Eltern und Lehrern verlagte. Diese Unterwürfigkeit wurde auch durch entwürdigende Demütigungen erkämpft. Beispiel: Das Baby unbedingt so lange schreien lassen, bis es von selbst aufhört und aufgibt. Solche Kinder kämpfen ihr ganzes Leben lang um ihre Würde oder sie werden depressiv oder drogensüchtig.
    Die Kinderärztin Johanna Haarer schrieb in ihrem Erziehungsratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“, Erstauflage 1934: „Der Deutsche hat hart zu sich selbst und anderen zu sein. Der Deutsche hat opferbereit zu sein.“ Das oberste Prinzip war die Erziehung zur Härte.
    Der Kinderarzt Rudolf Degkwitz schrieb 1946 in seinem pädagogischen Standardwerk „Über die Erziehung gesunder Kinder“: „Die erzieherische Hauptaufgabe während des Säuglingsalters besteht (…) darin, den Säugling zu lehren, dass Unlustgefühle zum Lebenalltag gehören und von ihm ohne Gefühlsausbrüche und ohne die Belästigung seiner Umgebung ertragen werden müssen. (…) Ein brüllender Säugling ist in Gefahr, ein rücksichtsloser und unsozialer Mensch zu werden.“ (S. 31)
    Für den Umgang mit zweijährigen Kindern empfiehlt der Arzt: „Die Zeiten, während das Kind im Laufgitter oder Zimmer sich selbst überlassen bleibt, sollen immer noch länger sein als sein Zusammensein mit Erwachsenen.“ (S. 38)
    Durch diese harte Dressur kann keine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern und kein Vertrauen in das Leben entstehen. Dadurch wachsen Verunsicherungen, Zweifel und Ängste, die in körperlichen Panzerungen (Bodybuilding, Judo, Karate, Boxen) und in aggressivem Protzverhalten à la Putin, Trump und Erdogan überkompensiert werden.

  7. Die deutschen und auch die russischen Nachkriegskinder sind verstrickt und gefangen in ihrer Familienfalle. Denn viele der Eltern haben von ihrem Unrechtsregime profitiert. Wie sollten diese Eltern ihren Kindern erklären, was Recht und was Unrecht ist?
    Doch das Kind spürt, dass hier etwas nicht simmt. Aber es kann nicht benennen, was es ist.
    Das ist das Unheimliche daran. Daran können Kinder psychisch erkranken, vor allem an Depressionen.
    Das ist häufig gerade in dieser Generation der Nachgeborenen geschehen.

  8. „Wladimir Putin: Ein Mann der Widersprüche – Quelle: http://www.ksta.de/1261870 ©2017
    Angela Merkel hat am Sonntag, nachdem Wladimir Putin sich von seinem Parlament die Erlaubnis geholt hatte, im Nachbarland Ukraine einzumarschieren, dem amerikanischen Präsidenten erklärt, Putin lebe „in einer anderen Welt“ . (…) Der Moskauer Politik-Experte Stanislaw Belkowski spricht sogar von „Cäsarenwahn“. Er vermutet, der Erfolg der Winterspiele in Sotschi habe Putin den Kopf verdreht. Putin sei eigentlich ein Mann von defensivem, ängstlichem Charakter, er habe im Grunde selbst geglaubt, dass irgendetwas schief gehen würde in Sotschi, oder dass Russland die Spiele verlieren werde. „Als das nicht passierte, hat er beschlossen, dass er alles kann“.
    (…) Putin ist ein Feind jeglicher Umstürze, Revolutionen, vielleicht sogar jeder abrupten Bewegung in der Politik. Er ist zutiefst überzeugt, das man am besten alles so lässt, wie es ist, und dann weiterschaut. Wenn es sein muss, hilft man auch nach, damit alles so bleibt, wie es ist. Auf den ersten Blick passt dieser Charakter nicht zu seinem raschen Handeln auf der Krim, auf den zweiten schon. Putin hätte sich nämlich gewünscht, dass Viktor Janukowitsch die Aufstände in Kiew früh und mit brutaler Gewalt unterdrückt hätte.
    Das hat er selbst zwar nicht gesagt, aber sein Berater Sergej Glasjew hat es ausgesprochen. Stattdessen hat Janukowitsch Gewalt nur halbherzig eingesetzt, hat schießen lassen, aber den Maidan dann doch nicht geräumt. Das war für Putin eine Enttäuschung, vielleicht ein Verrat.
    Verraten fühlte sich Putin aber auch vom Westen. (…)
    Wer wohlwollend ist, wird Putins Handeln auf der Krim aus diesen gefühlten und tatsächlichen Enttäuschungen erklären. Nichts zu tun, war für ihn keine Option mehr. (…)
    Selbst wenn wir dieser wohlwollenden Interpretation folgen, ist Moskaus Vorgehen zynisch, gefährlich, dumm. Erstens verletzt es das Völkerrecht. Und zweitens verletzt es den Menschenverstand: Wer in andere Länder einmarschiert, sollte sich zuvor zurechtlegen, was genau er erreichen will.
    Putin fehlt überhaupt ein außenpolitisches Konzept, schreibt der Moskauer Sicherheitsexperte Dmitri Trenin: „Moskau war immer gedankenlos, faul und inkohärent, wenn es um die Strategie gegenüber der unabhängigen Ukraine geht. Es hat lieber einzelne Interessen in den Mittelpunkt gestellt: Denuklearisierung, Schwarzmeerflotte, Gastransit und Gaspreise, und so fort.“
    (…) Welche Position nimmt die Moskauer Elite ein, und welche Putin selbst? Er hat in der Vergangenheit auf typisch Putin’sche Art immer widersprüchliche Position bezogen, um alle Seiten zufriedenzustellen.
    (…) absurder Weise hat es in Moskau auch keine ernsthafte politische Diskussion über die Intervention in der Ukraine gegeben. Der Kriegsherr muss sich nicht vor seinen Bürgern rechtfertigen – und das in einer europäischen Großmacht vor unserer Haustür. Nicht Putin ist verrückt, sondern der Machtmechanismus in Moskau, und das sollte uns Angst machen.“
    Quelle: http://www.ksta.de/1261870 ©2017

  9. „Wladimir Putin: Ein Mann der Widersprüche
    Angela Merkel hat am Sonntag, nachdem Wladimir Putin sich von seinem Parlament die Erlaubnis geholt hatte, im Nachbarland Ukraine einzumarschieren, dem amerikanischen Präsidenten erklärt, Putin lebe „in einer anderen Welt“ . (…) Der Moskauer Politik-Experte Stanislaw Belkowski spricht sogar von „Cäsarenwahn“. Er vermutet, der Erfolg der Winterspiele in Sotschi habe Putin den Kopf verdreht. Putin sei eigentlich ein Mann von defensivem, ängstlichem Charakter, er habe im Grunde selbst geglaubt, dass irgendetwas schief gehen würde in Sotschi, oder dass Russland die Spiele verlieren werde. „Als das nicht passierte, hat er beschlossen, dass er alles kann“.
    (…) Putin ist ein Feind jeglicher Umstürze, Revolutionen, vielleicht sogar jeder abrupten Bewegung in der Politik. Er ist zutiefst überzeugt, das man am besten alles so lässt, wie es ist, und dann weiterschaut. Wenn es sein muss, hilft man auch nach, damit alles so bleibt, wie es ist. Auf den ersten Blick passt dieser Charakter nicht zu seinem raschen Handeln auf der Krim, auf den zweiten schon. Putin hätte sich nämlich gewünscht, dass Viktor Janukowitsch die Aufstände in Kiew früh und mit brutaler Gewalt unterdrückt hätte.
    Das hat er selbst zwar nicht gesagt, aber sein Berater Sergej Glasjew hat es ausgesprochen. Stattdessen hat Janukowitsch Gewalt nur halbherzig eingesetzt, hat schießen lassen, aber den Maidan dann doch nicht geräumt. Das war für Putin eine Enttäuschung, vielleicht ein Verrat.
    Verraten fühlte sich Putin aber auch vom Westen. (…)
    Wer wohlwollend ist, wird Putins Handeln auf der Krim aus diesen gefühlten und tatsächlichen Enttäuschungen erklären. Nichts zu tun, war für ihn keine Option mehr. (…)
    Selbst wenn wir dieser wohlwollenden Interpretation folgen, ist Moskaus Vorgehen zynisch, gefährlich, dumm. Erstens verletzt es das Völkerrecht. Und zweitens verletzt es den Menschenverstand: Wer in andere Länder einmarschiert, sollte sich zuvor zurechtlegen, was genau er erreichen will.
    Putin fehlt überhaupt ein außenpolitisches Konzept, schreibt der Moskauer Sicherheitsexperte Dmitri Trenin: „Moskau war immer gedankenlos, faul und inkohärent, wenn es um die Strategie gegenüber der unabhängigen Ukraine geht. Es hat lieber einzelne Interessen in den Mittelpunkt gestellt: Denuklearisierung, Schwarzmeerflotte, Gastransit und Gaspreise, und so fort.“
    (…) Welche Position nimmt die Moskauer Elite ein, und welche Putin selbst? Er hat in der Vergangenheit auf typisch Putin’sche Art immer widersprüchliche Position bezogen, um alle Seiten zufriedenzustellen.
    (…) absurder Weise hat es in Moskau auch keine ernsthafte politische Diskussion über die Intervention in der Ukraine gegeben. Der Kriegsherr muss sich nicht vor seinen Bürgern rechtfertigen – und das in einer europäischen Großmacht vor unserer Haustür. Nicht Putin ist verrückt, sondern der Machtmechanismus in Moskau, und das sollte uns Angst machen.“
    Quelle: http://www.ksta.de/1261870 ©2017

  10. Der Journalist Hubert Seipel kennt Russlands Präsidenten Wladimir Putin aus der Nähe. Er hält ihn für „menschlich sympathisch“: „(…) er kommt fast immer zu spät. Einmal waren wir um 19 Uhr verabredet, und er kam nachts um halb zwei, ließ sich dann aber bis vier Uhr früh interviewen. Und er wirkte durchaus entspannt. (…) er sagte zu mir, er habe noch eine wichtige Sache. Ich war natürlich gespannt, und er antwortete halb ironisch: „Sie wissen, dass Sie etwas Gefährliches tun.“ Da war ich zunächst perplex. Danach fragte ich: „Kommt die Gefahr von Ihnen?“ Da lachte Putin lange, bevor er entgegnete: „Sie machen etwas über das Böse, und damit werden Sie selbst als Teil des Bösen angesehen werden.“ (…) Erstaunlich war, wie offen er über seine Kindheitserlebnisse berichtete, die Gefühlskälte der Eltern, sein Leben im Hinterhof von St. Petersburg. (…) Putin ist ein Medienprofi. Er hat mich bei einem der Interviews wegen einer meiner Fragen ausgelacht, 20 Sekunden lang ohne Unterbrechung. Man darf sich dadurch aber nicht verunsichern lassen, sondern muss einfach ruhig weiterfragen. Dann antwortet er auch sehr präzise. (…)
    ZEIT: Putin ließ bei einem Treffen mit Merkel seinen Hund ins Zimmer, weil er wusste, dass sich die Kanzlerin vor Hunden fürchtet.
    Seipel: Diese Geschichte wird seit Langem kolportiert: Merkel hat Angst vor Hunden, und der einstige Geheimagent Wladimir Putin hat sie gezielt in Angst und Schrecken versetzt. Ich halte das für ziemlich schlichtes Kino. Ich war bei dieser Szene nicht dabei, aber ich kenne immerhin den Hund. (…) Conny heißt der Hund, ein Labrador. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es ein Weibchen. Ein ganz freundliches, unaggressives Tier. (…) Das Leitmotiv in Putins Haltung zum Westen ist die Frage: Wie ernst werden Russland und ich genommen? Ein Beispiel: Was hatte der deutsche Außenminister Westerwelle bei den Demonstranten auf dem Maidan in Kiew zu suchen? Das fragt sich Putin. Er traut dem Westen keine Ehrlichkeit mehr gegenüber Russland zu. Er hat das Gefühl, vom Westen nicht mehr ernst genommen zu werden. Das nimmt er teilweise auch persönlich. Das trifft ihn.
    ZEIT: Ist Putin in der Lage, Fehler zuzugeben?
    Seipel: Ja, das ist er. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Putin liebt die Machtpose, er liebt Zeremonien, Paraden, all das. Er ist aber kein hemmungsloser Nationalist. Dafür ist er zu rational.
    ZEIT: Haben Sie ihn jemals unbeherrscht erlebt – oder wütend?
    Seipel: Nein, er hat sich im Griff. Er bleibt gelassen. (…)
    ZEIT: Würde Putin auch eine Frau als journalistische Begleitung akzeptieren?
    Seipel: Ich kenne westliche Korrespondentinnen in Moskau, die Putin spüren lassen, wie unerträglich sie seine Macho-Show finden. Diese Journalistinnen haben bei ihm kein Bein auf den Boden bekommen. Ich kenne aber auch weibliche Führungskräfte der russischen Wirtschaft, die von Putin äußerst respektvoll behandelt werden. Bei diesen Frauen habe ich nicht feststellen können, dass Putin sie anders behandelt als Männer.
    ZEIT: Sobald Putin spürt, dass jemand seine Machtposen ablehnt, verweigert er sich.
    Seipel: Da ist er nicht anders als Gerhard Schröder. Als Schröder vor vielen Jahren Putin während einer internationalen Konferenz kennenlernte, fühlten sich beide eher als Außenseiter, beide sprachen damals schlecht Englisch. Beide waren ruppige Figuren, die sich plötzlich auf dem diplomatischen Parkett bewegen mussten. Inzwischen kann Putin durchaus französische Weine von italienischen unterscheiden.
    ZEIT: Mögen Sie Wladimir Putin?
    Seipel: Eine wunderschöne Fangfrage. Antworte ich darauf mit Ja, habe ich gute Chancen, dass mich die ZEIT oder die Süddeutsche Zeitung als Putin-Versteher des Jahres vorschlägt. Auch wenn ich nur die Ausschnitte kenne, die Putin mir von sich zeigt: Der Mann ist mir menschlich nicht unsympathisch.
    ZEIT: Eine vorsichtige Antwort.
    Seipel: Er ist mir menschlich sympathisch.“
    http://www.zeit.de/2014/22/putin-hubert-seipel

  11. „Wenn Putin von den Feinden des russischen Volks spricht, denkt er grundsätzlicher, tiefer. Die Mächte, denen er den Kampf angesagt hat, trachten nicht nur danach, ihren Einflussbereich immer weiter nach Osten zu verschieben, sie greifen nach der russischen Seele (…) ein ideologischer Kampf, den Russland aus Sicht seines Präsidenten kämpft: gegen die Oberflächlichkeit des Materialismus, gegen den Verfall der Werte, gegen die Verweiblichung und Verweichlichung der Gesellschaft, die mit der Auflösung aller traditionellen Bindungen einhergeht, kurz: gegen alles Unrussische (…) Putin ist nicht Postkommunist, er ist Postfaschist (…) Da ist der Körperkult, die pathetische Rhetorik der Selbstbehauptung, die Abwertung des Gegners als verkommen und degeneriert, die Verachtung der Demokratie und des westlichen Parlamentarismus, der übersteigerte Nationalismus (…) Man hat die Gesetzgebung gegen Homosexuelle in ihrer Bedeutung nicht richtig verstanden, als sie vor einem Jahr auf den Weg gebracht wurde. Heute sieht man, dass sich hier zum ersten Mal das neue Russland zu erkennen gab (…) lupenreiner Faschismus.“

    Nun müsste man sagen, Jan Fleischhauer, der dem freiheitlich-demokratischen Affen hier auf „Spiegel online“ Zucker gibt, hat ganz recht, wenn er nicht auf eine Weise halb recht recht hätte, die ihn schon wieder unrecht haben lässt, und nicht nur dann, wenn er sich zwischen „Faschist“ und „Postfaschist“ nicht entscheiden kann und einen Nationalismus insinuiert, der als nicht übersteigerter vorstellbar wäre.

  12. @ 11: Warum sollte er „lernen“, ein freundliches Gesicht zu machen?
    Freundlichkeit ist ein Zeichen von Unterlegenheit.
    Wenn ein Hund im Zweikampf unterliegt, zeigt er seine zusammengebissenen Zähne und legt seine Kehle frei, auf das der Sieger sie durchbeiße.
    Bloß Schwächlinge lächeln.

  13. Eine Witzfigur wie „The Donald“ zu werden, wäre für Putin die größte Schmach. Er möchte auch nicht seine Frau und seine Kinder in die Öffentlichkeit zerren, was in den USA zur gesellschaftlichen Akzeptanz beiträgt. Russische Männer pflegen dagegen Männerfreundschaften wie zu dem Macho Gerhard Schröder. Dass Putin mit „The Donald“ Freundschaft schließen wird, halte ich für unwahrscheinlich. Putin will nicht geliebt, sondern geachtet, wenn nicht gar gefürchtet werden. Er bezieht seine Autorität aus autoritärem Verhalten.

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