Wirklichkeit übertrifft die Fiktion

Hab mich manchmal gefragt, was ich hinsichtlich der aktuellen Ereignisse, und wenn ja, wie kommentieren könnte: sei es der Schrecken der Menschen an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien, sei es das NPD-Verfahren beim Bundesverfassungsgericht, seien es die ansteigende Zahl von Übergriffen von Rechten, sei es der tiefere Gap zwischen Arm und Reich. Konnte mich einfach nicht entscheiden, alles scheint schlimm genug zu sein und macht mich sprachlos.

Gleichzeitig erinnere ich mich an ein Graffiti an der Wand eines Hauses in Paris im heißen Frühjahr 1968. Hieß es doch dort einfach nur: „Wirklichkeit übertrifft die Fiktion“. Das Ungeheuerliche der Zeit schien mir damals auf eine so einfache Art und Weise  in Sprache gebracht worden zu sein. Und das Schreckliche der Zeit schien mir durch die Einfachheit und Kürze der Worte am besten gewürdigt worden zu sein.

Damals wie heute.

 

 

2 Gedanken zu “Wirklichkeit übertrifft die Fiktion

  1. Lieber Herr Sollmann,

    schreiben Sie doch bitte einmal etwas über die Körpersprache von Herrn Trump. Wie äußert sich Dummheit gepaart mit Dreistigkeit in der Körpersprache? Kann man Intoleranz, Rückwärtsgewandtheit und Hirnlosigkeit an der Körpersprache erkennen?

Kommentare sind geschlossen.