63. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Es gibt mindestens zwei bedeutende Tage im Leben von Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen: Der eine Tag ist der, an dem sie es werden. Der andere Tag ist der, an dem sie erkennen, warum sie es geworden sind. Kannst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag nach dem Studienabschluss erinnern? Das Lernen und Reflektieren hatte sich gelohnt, … weiterlesen63. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

62. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Sozialer Wandel beginnt nicht mit einem zustimmenden Ja, sondern mit einem kritischen Nein. Ein Merkmal Sozialer Arbeit ist, dass sie in ihrer Vorgehensweise die sozialen Entstehungszusammenhänge von Problemen der Lebensführung, insbesondere von Exklusion mit einbezieht. Dabei geht es nicht nur darum, Problemzusammenhänge von der individuellen und der gesellschaftlichen Seite aus zu betrachten. Ein solcher Perspektivenwechsel … weiterlesen62. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

61. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Die häufigste Zumutung, die Menschen widerfährt, ist die Vereinfachung ihrer Gedanken, Gefühle und Handlungsimpulse. Es gibt Leute, die einen Mercedes-Motor für ein komplexes Gebilde halten. Warum eigentlich nicht? Weil damit aus dem Blick geraten kann, worum es beim Umgang mit Komplexität geht. Komplexität ist nicht beherrschbar. Komplexität ist auch nicht quantifizierbar, so als ob eine … weiterlesen61. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

60. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Probleme sind nicht einfach da, sondern sie bilden sich, weil wir die „Dinge“ so verknüpfen, dass sie entstehen. Ein Verdienst der systemischen Beratung ist, auf die wechselseitige Abhängigkeit von Phänomenen, Handlungen und Kommunikationen aufmerksam zu machen, die zur Systembildung führen. An solchen Beobachtungen von Beziehungen wollen wir anschließen und darüber hinausgehen. Beziehungen bzw. Verknüpfungen bestehen … weiterlesen60. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

59. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wenn du entscheiden kannst, weshalb machst du dir dann Sorgen? Wenn du der Meinung bist, dass du dich gerade nicht anders entscheiden kannst, weshalb machst du dir dann Sorgen? Sozialpraktiker/innen haben beruflich ständig Entscheidungen zu treffen. Sie entscheiden aus dem sprichwörtlichen Bauch heraus oder viel besser: nach reichlicher persönlicher und/oder sozialer Reflexion mit anderen sowie … weiterlesen59. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

58. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Wer Inklusion für die Lösung hält, hat das Problem nicht verstanden. In der Sozialen Arbeit hat es eine bis zu den Wurzeln der Profession zurückreichende Tradition, Gemeinschaftsfähigkeit, Integration und Inklusion zu beschreiben, zu erklären und zu fordern. Mit Blick auf Personen oder Gruppen, die dauerhaft von der Gesellschaft ausgegrenzt oder ausgeschlossen werden, bleibt das eine … weiterlesen58. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

57. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Zuhause ist nicht nur ein Ort, sondern ein Gefühl, das auf Beziehungen beruht. In Deutschland haben ca. 19 Millionen Personen einen Migrationshintergrund und in der Welt waren nie zuvor so viele Millionen Menschen auf der Flucht wie in diesen Monaten des Jahres 2018. Menschen sehen sich aus den verschiedensten Gründen veranlasst, ihre Heimat und ihr … weiterlesen57. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

56. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Probleme sind keine Hindernisse, die wir zu bewältigen haben, sondern Wegweiser, die versuchen uns etwas aufzuzeigen: die passenden Pfade für die Lebensführung. Lebensführung ist gekennzeichnet durch Handeln, das sich auf bestimmte Ziele richtet. Während wir unser Leben planen und führen, stoßen wir auf Probleme. Ein Problem wäre nicht problematisch, wenn wir es umgehen könnten. Auf … weiterlesen56. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

55. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Die erste Aufgabe von Beratung ist es, Phänomenen den passenden Namen zu geben. Soziale Arbeit reagiert auf soziale Probleme der Lebensführung. Für die sozialarbeiterische Beratung als spezielles Setting gilt im Grunde das Gleiche. Das allgemeine Beratungssystem startet beispielsweise in dieser Weise: B(erater/in): „Was führt Sie zu mir/uns?“ N(utzer/in): „Ich suche die Lösung für ein Problem.“ … weiterlesen55. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

54. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Die eindrücklichste Intervention ist die Person der professionellen Fachkraft selbst. Soziale Arbeit ist unbestritten und bleibt trotz zunehmender Digitalisierung eine interaktionsbasierte Profession. Sie findet zumeist in personenzentrierten Interaktionssystemen statt. Das sind Sozialsysteme, die ihre Grenzen zur Umwelt durch die Differenz von Anwesenheit und Abwesenheit ziehen. Interaktionen zu gestalten ist einer der Kernaufgaben von Sozialpraktiker/innen. Es … weiterlesen54. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession