65. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

Hilfsbedürftigkeit informiert darüber, dass die Möglichkeiten, die mit jeder Lebenslage einhergehen, aktuell nicht eingeblendet oder nicht genutzt werden können.

Soziale Arbeit kann als ein gesellschaftliches System beschrieben werden, in dem Hilfeleistungen für Individuen, Familien, Gruppen oder ganze Gemeinwesen zur Verfügung gestellt werden, die als bedürftig gelten. Soziale Arbeit reproduziert sich über die Kommunikation von Hilfsbedürftigkeit. Hilfsbedürftigkeit ist ein soziales Konstrukt, ein Beobachtungsresultat und eine ambivalente Zuschreibung. Wer Personen, die wir auch selbst sein können, als hilfsbedürftig bewertet, schreibt ihnen zu, dass ihnen in der aktuellen Situation die Mittel fehlen und sie nicht in der Lage sind, eigene Probleme selbstständig zu lösen. Deshalb „sind“ sie zwar auf Hilfen angewiesen, zugleich aber auch berechtigt zum Hilfebezug.

Das Entstehen und Andauern von Hilfsbedürftigkeit wollen wir jedoch nicht einseitig bewerten als Problem eines einzelnen Individuums, sondern als Versagen der Kopplungen mit den sozialen Systemen in der Umwelt von Personen und ihren Familien. Eine Aufgabe für systemisches Arbeiten ist daher, die individualisierenden Zuschreibungen infrage zu stellen. Denn die „individuelle“ Hilfsbedürftigkeit ist systemisch erklärbar durch den Blick auf die einschränkenden oder ermöglichenden sozialen Umwelten. Soziale Arbeit interessiert sich demnach für sozial mit bedingte Hilfsbedürftigkeit. Sie reagiert auf ein breites Spektrum von als problematisch beschriebenen Lebensführungen von Individuen, Familien, Gruppen oder den Lebenslagen in ganzen Gemeinwesen.

Die Beobachtung von Hilfsbedürftigkeit ist aber kein alleiniges Kennzeichen Sozialer Arbeit, sondern selbstverständlich auch für die Alltagskommunikation in Familien, unter Freunden und Nachbarn relevant. Nur im Anschließen an die dortige Problemkommunikation entsteht die Möglichkeit, auch die Definitions- und Problemlösekompetenzen seitens der Nutzer/innen Sozialer Arbeit als Experten ihrer eigenen Lebensführung zur Problemlösung heranzuziehen.

 Wie wird Hilfsbedürftigkeit in diesen sozialen Systemen kommunikativ adressiert? Welche Lebensentwürfe suchen die Nutzer/innen zu realisieren? Welche Aufträge haben sie demgemäß an uns? Welche Formen der Lebensführung, z.B. unter Bedingungen von Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit halten wir aus sozialprofessioneller Hinsicht für problematisch? Welche Ressourcen werden dahingehend konstruierbar bzw. sind nutzbar? Systemtheoretischer ausgedrückt: Welche Arrangements von Inklusionen und Exklusionen könnten hilfreicher sein, um die eigenen Lebensentwürfe zu realisieren?

Damit stellt sich die Frage, wie die Zugänge zu folgenden Ressourcen der sozialen bzw. gesellschaftlichen Teilsysteme verbessert werden können, vor allem:

  • persönliche Liebe,
  • wirtschaftliches Auskommen (insbesondere Erwerbsarbeit),
  • Rechtsschutz,
  • Wohnraum,
  • Erziehung und Bildung,
  • medizinische Behandlung und Gesundheitsversorgung,
  • Glaubensbestätigung,
  • politische Beteiligung an gesellschaftlicher Gestaltung,
  • den Nachrichten der Massenmedien und nicht zuletzt
  • den sozialen Netzwerken im virtuellen Raum.

Hier setzen die umfangreichen Beratungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit ein. Das Wissen um Formen und Bedingungen der Inklusion und Exklusion, von Karriereverläufen und entsprechenden Risiken ist sehr vielfältig. Es erfordert jedoch beständig Achtsamkeit, Offenheit und neue Arrangements, um keine Chancen zu Inklusion und Exklusion zu verpassen. Hier agiert und reagiert Soziale Arbeit im Schatten und Nachgang der Exklusion verursachenden gesellschaftlichen Teilsysteme. Wir könnten sagen, wir führen den Teilsystemen neues, vielleicht fähigeres und mehr motiviertes Personal zu oder versuchen, für deren bereits exkludiertes Personal andere Inklusionsmöglichkeiten zu finden.

Bezogen auf selbstständig nicht lösbare Probleme der Lebensführung lassen sich die Beratungsformen Sozialer Arbeit zwei unterscheidbaren Handlungsproblemen zuordnen, die maßgeblich für das Entstehen bzw. Wiedereintreten von Hilfsbedürftigkeit sind.

Im ersten Beratungsanlass sind die Möglichkeiten nicht hinreichend bekannt, die in einer Lebenslage bzw. -situation stecken. „Hilf uns, unsere Möglichkeiten zu erkennen und zu vermehren“, könnte unser Wahlspruch lauten. Hierbei geht es nicht nur um reine Information über Möglichkeiten im Sinne von „Informier uns!“ wie eine bloße Kenntnisnahme. Es geht zugleich um die hervortretende Fähigkeit und Bereitschaft, diese Information über Möglichkeiten einzuordnen und so zu verwenden, dass daraus noch mehr Möglichkeiten zur Gestaltung einer wertgeschätzten Lebensführung erwachsen. Für die Berater/innen ist dabei hilfreich im Hinterkopf zu haben, dass Information auf Unterschieden beruhen. Ein Sinnsystem kann nicht informiert werden. Es informiert sich selbst und zwar mithilfe selbst getätigter Unterscheidungen. Deswegen sollte „Informiere uns!“ für Sozialpraktiker/innen bedeuten „Informiere uns, und auch darüber, die Bedeutung dieser Information zu verstehen“. Fachlich kann hier die Unterscheidung von „Information“ und „Metainformation“ als Information über die Information als handlungsleitend abgespeichert werden.

Im zweiten Beratungsanlass liegen Informationen, Beobachtungen und Perspektiven bereits vor. Hier dreht sich Beratung um die Frage, dass noch nicht entschieden werden kann, wie dieses Wissen zu nutzen ist. Als Berater/innen arbeiten wir uns mit den Zu-Beratenden zu Ambivalenzen, d.h. konkreten, sich blockierenden Unterschiedsbildungen, hin. Um die Bereitschaft zu Veränderungen auszuloten, bietet sich die Ambivalenz von Wirklichkeit und Möglichkeit an. Unser Wahlspruch könnte lauten: „Hilf mir, mich zu entscheiden, wie ich mich weiter entwickeln kann!“ Wir halten es für wichtig, von Möglichkeiten statt von Zielen zu sprechen. Da Kommunikation nicht einseitig gestaltbar ist, lassen sich die an Kommunikationen gebundenen Ziele nicht einseitig erreichen. Erreichbar ist nur die Möglichkeit, ein Ziel zu erreichen.

Wir hatten die Möglichkeiten zum Arbeiten mit Repräsentant/innen oder Bodenankern bereits weiter oben beschrieben. Folgende Punkte könnten uns hierbei Orientierung geben, und eigentlich sollte hinter jeden Punkt folgender Zusatz stehen: „Wer beobachtet das so/nicht?“:

  • Der nächste Schritt ist stets der wichtigste! – „Zu welchen Möglichkeiten soll die Hilfe zuerst hinführen?“
  • Auch aus Steinen, die im Weg liegen, lässt sich etwas bauen! – „Welche Hürden liegen im Weg?“
  • Der längere Weg führt schneller in das Ziel! – „Welche Umwege führen in das Ziel?“
  • Wir gehen nicht, um anzukommen, sondern um weiter zu gehen! – „Welche Möglichkeiten lassen sich dort anknüpfen?“

27 Gedanken zu “65. Leitsatz für eine systemische Soziale Arbeit. Wirth/Kleve: Die postmoderne Ermöglichungsprofession

  1. Ein schöner Beitrag einer wirklich gelungenen Serie.
    Lieber Jan: Ich hatte das ja neulich schon kurz an anderer Stelle angesprochen, mich würde aber auch und gerade im Kontext dieses Artikels Deine/Eure (Ihre natürlich auch, lieber Heiko Kleve) Sicht auf eine Hilfsbedürftigkeit interessieren, die meiner Ansicht nach nicht nur ein Systemisches Problem, sondern ein integraler Systemfehler ist.
    Ich meine die Menschen, deren Dimensionierungsfähigkeit (nicht unbedingt Differenzierungsfähigkeit) dazu führt, dass sie geistig flexibler (gern auch, wer das nicht herablassend findet, „intelligenter“, „kreativer“) sind und deshalb schon in ihren Familien nicht passen, geschweige denn in Schulen, Ausbildungsplätzen, Studien, Arbeitsplätzen. Ich kenne davon einige, deren unglaubliches Potenzial scheinbar keinen Platz in dieser Gesellschaft hat. Das Resultat sind häufig Depressionen, Arbeitslosigkeit, am Ende Hartz IV oder Grundsicherung.

  2. Vielen herzlichen Dank, Gitta!

    Ich persönlich kann mich an deinen Kommentar nur anschließen. Das könnte ein interessantes Thema für ein Buch oder eine Tagung sein, jenseits der funktionalen Versäulung der Disziplinen und Professionen und der anhaltenden Schichtung der Gesellschaft. – Auf den ersten Blick gehe ich davon aus, dass die vielschichtigen Anforderungen an die Lebensführung sehr unterschiedliche Kompetenzen abverlangen, von denen das intellektuelle Potenzial nur eines unter vielen. – Ich stelle mir außerdem probeweise vor, dass die Reflexionsfähigkeit selber Grenzen zieht, die die eigene Lebensführung – von innen heraus – negativ beeinflussen könnten.

  3. Letztlich sind das m.E. Fragen der Perspektive und der Passung. Zudem verweist die Formulierung „geistig flexibler“ auf Bewertungen, die ich relativieren würde. Wenn eine solche „geistige Flexibilität“ vorliegt, könnte diese dann nicht zur Fähigkeit führen, sich flexibel so einzupassen, dass die Erwartungen unterschiedlicher Systeme nicht nur erwartet, sondern auch passgenau als Handlungsvollzüge umgesetzt werden? Die entsprechende Eigenschaft könnte „Anpassungsfähigkeit“ genannt werden – gerade diese sollte doch von den besonders Flexiblen erwartet werden können. Letztlich ist dieses Problem ein klassisch modernes, das etwa von Robert Musil in „Der Mann ohne Eigenschaften“, aber auch von Hermann Hesse in „Steppenwolf“ wunderbar literarisch in Szene gesetzt wurde. Auch die postmoderne Soziale Arbeit 1.0 geht damit einher: mit der These, dass gerade Sozialarbeiter/innen in dieser Weise „geistig flexibel“ sind. Die weitergehende Frage ist jedoch, ob eine solche Flexibilität auch ein Leiden darstellen könnte, weil sie letztlich zur nie endenden Suche führt, soziale Kontexte zu finden, wo auch einmal psycho-emotionale Kongruenz mit den Sozialverhältnissen möglich ist. Aber ist nicht Entfremdung das Grundkonzept moderner Gesellschaft mit ihrer Multiplikation sozialer Kontexte?

  4. @4 Dann haben Sie mindestens zwei Möglichkeiten: (1.) zu versuchen, das Sozialsystem zu verändern, so dass es für sie besser passt oder (2.) sich selbst zu exkludieren.

  5. @5 Das sind hohe Anforderungen. Überleben des Erwünschten?
    Wohin exkludieren?
    Ich sehe da noch eine weitere Möglichkeit, nämlich die einer Gesellschaft, die die Potenziale dieser Menschen erkennt und sich überlegt, wie sie sich ändern/weiterentwickeln kann, um Realisierungsraum zu schaffen.

  6. @6 Wer ist die Gesellschaft? Peter Fuchs hat mal ein schönes Buch geschrieben mit dem Titel „Die Erreichbarkeit der Gesellschaft“, das von der Unerreichbarkeit der Gesellschaft handelt, die hat nämlich keine Adresse. Was wir ändern können, sind etwa Organisationen oder Familien – diese aber auch nur in den begrenzten Möglichkeiten ihrer je eigenen Autopoiesis. Das, was Sie ansprechen, scheint mir auf das normative Inklusionsideal hinauszulaufen, dass alle Menschen, egal welche konkreten Merkmale sie zeigen, in der Gesellschaft einbezogen werden sollten. Aber wie gesagt, die Gesellschaft ist unerreichbar. Was wir uns überlegen können ist, ob die bestehenden Organisationen (oder Familien) geändert werden sollten oder ob Spezialorganisationen geschaffen werden müssen für die, die ansonsten Schwierigkeiten haben zu inkludieren. Mit zwei Kollegen habe ich dazu mal einen Beitrag geschrieben, der unterschiedliche Formen der Inklusion unterscheidet – verschiedene Grade von der stellvertretenden bis hin zur autonomen Inklusion: Herbert Lüdtke, Willibald Hafner-Laux, Heiko Kleve (2015): Berufsbildungswerke als Institutionen stellvertretender Inklusion – Eine Positionsbestimmung. In: Berufliche Rehabilitation. Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen, 29. Jahrgang, Heft/2015, S. 137 ff. Vielleicht führt das ja in die Richtung, in die Sie gerne wollen.

  7. @7 Zu Gesellschaft, ja, das ist klar, aber wir sind Teil davon, und wir können etwas tun. Wie genau das auslaufen wird, lässt sich nicht vorhersagen, aber machtlos sind wir nicht, und mich interessieren Ihre konkreten Ideen dazu.
    Insofern: Genau, so etwas hatte ich mir erhofft, wobei ich an der Stelle nicht sicher bin, ob ich mit dem Begriff der „Inklusion“ glücklich bin.
    Ich weiß nicht mehr genau, wie Sie den verwenden: mehrseitig? Dann passt das für mich.

    Ich denke hier an Menschen, die sich nicht einpassen lassen (können und wollen), weil sie (worin auch immer) emotional und intellektuell untergehen. Auf viele Künstler trifft das zu, auch auf viele Philosophen und andere Wissenschaftler, die an den Strukturen scheitern, bzw. sich nicht einfügen können (und wollen).
    Für solche Menschen gilt für die Verweigerung, was Sonneborn neulich über die politische Satire gesagt hat: Sie ist Notwehr. Das gilt vermutlich auch für die psychischen Probleme, die daraus resultieren – so jedenfalls das Feedback, das ich dazu häufig bekomme. Die Anzahl derer, die die Stärke haben, selbst dann aktiv zum Veränderer zu werden oder den Ausstieg zu versuchen (in Deutschland ein kaum noch schaffbares Unterfangen, wie ein Bekannter und begnadeter Musiker demonstrieren konnte, der im Wald lebte, bis man ihn zwangsweise in die Psychiatrie einwies …) dürfte doch eher gering sein – ich weiß aus persönlicher Erfahrung, was für teilweise schon übermenschliche Kräfte so etwas verlangt.
    In ein Hartz IV, das sie dazu zu zwingen versucht, in idiotischen Maßnahmen mitzuspielen oder Jobs auszuüben, die sie einfach nur unglücklich machen, passen viele von ihnen nicht hinein.

  8. @8 Grundsätzlich denke ich erst einmal, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der es sehr viele Möglichkeiten gibt trotz individueller Eigenheiten zu existieren. Es gibt eine Vielfalt von Milieues, speziellen Nischen, sozialen Gruppen etc. Die Unterscheidung von Norm und Abweichung ist am Erodieren. Davon handelt übrigens auch die postmoderne Sozialarbeit 1.0. Ich bin in der DDR sozialisiert worden, 20 Jahre habe ich in diesem Land gelebt. Dort gab es eine extreme Unterscheidung von Norm/Devianz, die von der Polizei, von der Psychiatrie, aber auch von vielen Bürgern im Alltag überwacht wurde. Erst die Differenzerfahrung DDR/BRD zeigt mir, welch enorme Freiheit des selbstbestimmten Lebens heute erfahrbar ist. Aber Freiheit ist gebunden, etwa an der Frage, wer sie sich leisten kann. Wer vom Staat abhängig ist, etwa Hartz IV bekommt, der muss sich freilich auf Reziprozität einlassen: Wenn etwas genommen wird, dann muss wohl auch etwas gegeben werden, etwa eine bestimmte Form von Normanpassung. Vielleicht wäre hier das bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung. Aber ich bin da noch etwas skeptisch. Denn Leben ist natürlich immer die Ausbalancierung von Autonomie und Heteronomie, von Selbstverwirklichung und Sozialbeziehung, von Freiheit und Bindung. Ich bin nicht der Meinung, dass wir hier eine Ambivalenzfreiheit anstreben sollten. Denn gerade die Balance zwischen diesen beiden Polen lässt das Soziale und das Selbst wachsen – und das kann auch „wehtun“. Dieser psychische und soziale „Schmerz“ ist vielleicht der Preis, den Selbst- und Sozialentwicklung kosten.

  9. @9 Ich habe Sie heute eine Integration von Spiral Dynamics in Ihre eigenen Überlegungen erwägen sehen. Vor allem der zweite Teil Ihres @8Kommentars liest sich für mich politisch, um nicht zu sagen parental. Wo würden Sie Ihre Vorstellung in SD einsortieren?

  10. Nachtrag: Diese Entwicklung des Gesprächs kommt für mich etwas überraschend, ich hatte eigentlich auf praktische Ideen gehofft. Sie zeigt aber, wie abhängig Praxiskonzepte vom Modell der Welt sind, insofern verweist die Entwicklung auf das, was wohl zuerst besprochen werden muss?

  11. @10, 11, 12:
    Ja, ich will es gern versuchen.

    Ich bin ohne die Überlegung zur Weltanschauung in die Frage eingestiegen und davon ausgegangen, dass für Sie Hilfsbedürftigkeit wie für mich Freilassen des Hilfsbedürftigen voraussetzt. Das scheint für Sie aber nicht der Fall zu sein?

    Da selbst freischaffende Forscherin und befreundet mit einigen Künstlern, weiß ich, dass Selbstentwicklung und der soziale Beitrag viel leichter fällt/fallen, wenn gewisse Grundbedingungen erfüllt sind und nicht weiter behindern. Mich interessiert die Frage, was wir tun können, um das zu erreichen und so mehr Menschen die Möglichkeit bieten, sich frei und kreativ(er) in Gesellschaft einzubringen. (Ich bin mir dabei dessen bewusst, dass eine solche Voraussetzunglosigkeit der Bedürfniserfüllung wie beim BGE durchaus auch Menschen mitnehmen muss, die überhaupt kein Interesse haben, sich einzubringen und damit würde „Wenn etwas genommen wird, dann muss wohl auch etwas gegeben werden“ als Pression wegfallen.)
    Ich habe aber nicht unbedingt das BGE im Auge, sondern hatte auf Ideen von Ihnen gehofft, wie die soziale Arbeit oder theoretische Überlegungen hier Impulse schaffen könnten.

    Sie schreiben: „Denn Leben ist natürlich immer die Ausbalancierung von Autonomie und Heteronomie, von Selbstverwirklichung und Sozialbeziehung, von Freiheit und Bindung. Ich bin nicht der Meinung, dass wir hier eine Ambivalenzfreiheit anstreben sollten.“

    Die „Ambivalenzfreiheit“, die Sie zu befürchten scheinen, sehe ich nicht. Ich wüsste nicht, wie so etwas überhaupt denkbar wäre. Hier lesen sich Ihre vorsichtigen Überlegungen wie ein Einstieg in eine politische, eine Macht- oder parentale Perspektive, die die Menschen gewissermaßen vor sich selbst zu beschützen versucht? Wer ist das „Wir“? Und wessen „Leben“? Das Leben vieler Künstler hängt massiv davon ab, so autonom wie nur möglich denken und handeln und leben zu können, um eben ihren Beitrag zur Sozialgemeinschaft zu leisten. Meine eigene Arbeit wäre unmöglich in einer abhängigen (Geistes-)Position. Sozialbeziehungen haben eine individuelle Perspektive.

    Und auch hier:
    „Denn gerade die Balance zwischen diesen beiden Polen lässt das Soziale und das Selbst wachsen – und das kann auch „wehtun“. Dieser psychische und soziale „Schmerz“ ist vielleicht der Preis, den Selbst- und Sozialentwicklung kosten.“

    bekomme ich Probleme und vermute eine eher politische Perspektive. Zunächst einmal bin ich gar nicht so sicher, ob diese von Ihnen als angestrebt oder anstrebenswert zu sehende „Balance“ tatsächlich existiert, bzw. ob das nicht genau anders herum ebenso Sinn ergibt (wir sind schließlich keine Teetassen, in die man Milch einrührt), zum anderen kann jeder frei schaffende Künstler und Forscher bestätigen, dass die Kunst viel freier fließt, wenn eine Grundsicherung vorhanden ist. Und diese Kunst ist ja ein Beitrag zur Gesellschaft, nur ist es ein freiwilliger … Glückliche Künstler sind keineswegs weniger weit entwickelt oder weniger schaffensfroh. Und Schmerz schafft das Leben von sowas von ganz allein, dass wir uns glaube ich nicht weiter darum kümmern müssen, dafür auch noch den Grundstein legen zu müssen?

    So scheint mir hier ein grundlegend weltanschaulicher Unterschied zwischen uns meine Frage in ein völlig neues Licht gerückt zu haben, nämlich die, ab wann das Individuum, das sich sich selbst mehr freischaffend erträumt, sozial das Recht dazu haben darf, das auch unterstützt zu tun. Oder ab wann es sich mit willensmetaphysischer Gewalt selbst aus dem Sumpf zu ziehen hat, weil es ihm an Anpassungswilligkeit gebricht? Dass es für kreativer schaffende Individuen in der DDR noch schwerer war, scheint mir kein Argument dafür, an unseren jetzigen Zuständen keine Kritik zu üben – ist sie doch einer der Beiträge, die Individuen leisten, wenn sie können und dürfen.

    Womit ich dann bei Spiral Dynamics wäre und – um mehr Klarheit zu erlangen, worum es Ihnen geht – fragen möchte, wo Sie Ihre Vorstellung einsortieren würden.
    Dazu möchte ich sagen, dass ich nicht zu denen gehöre, die „je höher, desto besser“ praktizieren. Dass das immer wieder passiert, ist einer der Gründe, warum ich mit dem Modell selbst nicht arbeite.

  12. @13 Ken Robinson: Diesen Vortrag könnte ich immer wieder hören.

    Worauf und/oder auf wen bezieht sich dieser Satz, Jan? : „Theorien, die keine praktische Bedeutung für das Gemeinwohl aufzeigen können, sind für das Gemeinwohl praktisch bedeutungslos.“

    … und so einer der Admins mit liest: Ich muss ständig mein Datenfeld neu ausfüllen, wenn ich einen Kommentar abschicken muss.

  13. @14 Sie äußern sehr viele Thesen und Argumente und ich weiß garnicht, worauf Sie genau fokussieren. Mir ist wichtig zu betonen, dass Sozialität eine Gegenseitigkeit meint, ein Erwidern oder eine Reziprozität. Und alle Seiten der Beziehung dieser Gegenseitigkeit bewerten in eigener Weise, ob sie das nehmen wollen, was ihnen geboten wird – und wenn ja, mit welchen eigenen Antworten sie darauf reagieren. Ich weiß nicht, wo Sie da eine Art „Elternperspektive“ entdecken wollen, die meint, besser zu wissen, was für die oder den anderen nun angemessen erscheint.

    Spiral Dynamics ist für mich eine interessante Perspektive, um Entwicklungslinien zu beschreiben. Nach meiner Erfahrung passt das Modell sehr gut, um sowohl individuelle als auch soziale Bewegungen zu beobachten. Letzlich scheint es um die Frage zu gehen, welche Art von Paradigma etwa in Organisationen zu dominieren versucht: Ist es die Hierarchie, die Rationalität oder der (emphatische) Dialog? Interessant erscheint dann die integrale Vision, mit der angedeutet ist, dass es darauf ankommt, Unterschiedliches zugleich zu leben. Wir brauchen eine ausgewogene Balance von Struktur (Hierarchie, Ordnungen etc.), Rationalität (Bezug auf die Vernunft, um die es gerade geht) und Emphathie (einfühlendes Verstehen im Dialog). Das ist selbstverständlich überhaupt nicht neu, sondern verweist auf die alte Dreiheit von Hand, Kopf und Herz. Allerdings erleben wir oft, dass die Balance dieser drei Aspekte unseres Lebens in unterschiedlichen Kontexten in unterschiedlicher Weise unterminiert wird. Spiral Dynamics ist für mich eine bestimmte Weise, genau dies zu beobachten, zu beschrieben und zu erklären. Und diesbezüglich können wir in der Tat wohl auch eine Höherentwicklung konstatieren. Bereits die humanistische Psychologie, etwa Carl Rogers, hat gesehen, dass Abspaltungen/Ausgrenzungen eher Leid erzeugend sind und dass Integrationen (etwa die Balancen von Kognition, Emotion und Aktion) förderlich sind. Aber das ist freileich eine unendliche Geschichte.

  14. @17 Erster Absatz:
    Ich kann mit dem, wie Ihre Formulierungen auf mich wirken, falsch liegen, daher meine vielen Fragezeichen. Welche Gegenseitigkeit? Welches „nehmen wollen, was geboten wird“? Ich bin immer noch bei Menschen, für die die „Angebote“ nicht funktionieren, sondern die sie in eine abhängige Ausweglosigkeit treiben, die ihre Kreativität hemmt, bindet, einfriert oder gar zerstört.

    SD: Danke für Ihre Perspektive dazu. Noch einmal: Wer ist dieses „Wir“, das das braucht und wie soll dieses „Wir“ für eine solche „Balance“ sorgen?

  15. @18 Wenn es um solche Menschen geht, dann versuche ich jetzt ganz konkret zu werden: Wenn die Soziale Arbeit dort etwas tun könnte, dann Gemeinschaften von Gleichbetroffenen und Leuten anzuregen, die sich hier engagieren wollen. Es sollte m.E. um Gemeinschaftsbildung gehen, um das Anregen von Solidarität von Menschen, die offenbar Schwierigkeiten haben, sich den formal organisierten Sozialsystemen „auszuliefern“. Hier wäre m.E. eine Art Empowerment wichtig. Soziale Arbeit regt an, bringt zusammen, aktiviert Gemeinschaftsbildung – lässt dann aber auch wieder los. Es gibt zahlreiche Beispiele, wie das gelingen kann, die Selbsthilfebewegung ist eines davon. Für die postmoderne Sozialarbeit 1.0 ist ohnehin das das Ziel: Helfen mit dem Ziel, die professionelle Hilfe so schnell wie möglich wieder zu beenden, weil sie überflüssig geworden ist. Denn Menschen kommen zusammen und helfen sich gegenseitig. Mein Potsdamer Kollege Frank Früchtel hat das oft und gut beschrieben: Soziale Arbeit sollte soziale Probleme nicht lösen, kann das ohnehin nur äußerst selten, sondern sollte jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um aus der sekundären Sozialität, die Soziale Arbeit bietet, wieder eine primäre Sozialität zu machen, in der Menschen auf Menschen treffen, die sich gegenseitig Vertrauen, Struktur und auch intellektuelles Verständnis geben.

    Zu SD: Dort, wo „wir“ steht, überziehe ich natürlich, ich meine mich/meine Perspektive.

  16. @18 Selfempowerment anregen: thanks, damit kann ich mehr anfangen.
    Das dürfte bei dieser Zielgruppe eine ordentliche Herausforderung sein? Gibt es dafür schon gezielte Konzepte, Modelle, Programme?

    SD: Da bin ich jetzt aber beruhigt 🙂 Ich finde die Vorstellung einer solchen „Balance“ nämlich ganz schrecklich und bin, soweit ich verstanden habe, wovon Sie sprechen, sehr froh, dass sie zumindest in meinem Universum nicht existiert.

  17. @18 Ja, zum Beispiel praktisch und theoretisch zusammengefasst hier: Frank Früchtel u.a. (Hrsg.) (2016): Relationale Sozialarbeit: Versammelnde, vernetzende und kooperative Hilfeformen: https://www.amazon.de/Relationale-Sozialarbeit-Versammelnde-vernetzende-Grundlagentexte/dp/3779923564/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1538326824&sr=8-2&keywords=frank+fr%C3%BCchtel

    SD: Interessant! Meine Erfahrung in Coachingprozessen, Organisationsfragen und Lehrveranstaltungen ist gegenteilig: Je besser es uns allen, die an diesen Prozessen beteiligt sind, gelingt, kognitiv, emotional und aktional präsent zu sein, desto intensiver kommen wir in Kontakt und desto stärker erleben wir Unterschiede im Denken, Handeln und Fühlen – und gerade solche Unterschiede sind doch das Ziel, wenn es um gemeinsames Lernen geht, etwa in der individuellen oder sozialen Unterstützungsarbeit.

  18. @18 schöner Link, danke. Da schaue ich rein.

    SD: Ja, das ist interessant. Ich habe schon häufiger gesehen, dass die Coachingperspektive eine ganz eigene Blickrichtung entwickelt, umso mehr scheint das für individuelle und soziale Unterstützungsarbeit zu gelten. Das (Ihrs) ist ein Handlungsmodell, für das man ausgebildet sein sollte, denke ich.
    Als Generalanweisung scheint es mir nicht zu taugen, und so klangen Ihre Kommentartexte hier für mich wie ein weltanschaulicher Bürstenschnitt für alle.

    Ich würde niemals versuchen, in „uns allen“ zu denken (oder besser, ich tue das nicht mehr aufgrund etlicher Bauchlandungen), und erst recht fiele es mir nicht ein, zu versuchen, in einer Gruppe „in Kontakt“ zu kommen. Ich lebe mittlerweile vielmehr genau die gegenteilige Philosophie, dem Anderen so viel Raum zu lassen, dass er für sich selbst strahlen kann. Auch den Gedanken einer Balance von Kopf, Herz, Hand finde ich interessant für Gruppen, die das auch wollen, aber auf mich wirken meist diejenigen am Spannendsten, die genau das nicht sind: ausgeglichen. Und ich habe in Gruppen erlebt, wie der durchaus professionelle Versuch einer solchen Orientierung dazu führt, dass genau das Ziel, das Sie beschreiben, nicht erreicht wird, sondern ein Plattwalzen individuell unausgeglichener Kraft und Präsenz.
    Ich sehe aber, dass Sie offensichtlich über spezifische eigene Erfahrungen sprechen, die zumindest für mein Gefühl ein wenig in Generalisierungen untergegangen sind.

    Es beginnt, wie so oft, bei unterschiedlichen Sprachen. Sie arbeiten mit Begriffen, die ich so in solchen Zusammenhängen nie verwenden würde, entsprechend unterschiedlich gestalten sich die Weltmodelle. Ich glaube, ich habe noch nie gesagt, dass ich mit jemandem „in Kontakt“ kommen wollte (außer ganz formell) und finde den Gedanken, dass das jemand bei mir versucht, eigenartig bis erschreckend. Ich kann aber nachvollziehen, dass das für Ihre Arbeit bedeutsam ist.

    So habe ich auch mit SD nicht aus der Perspektive von Balance gearbeitet, sondern aus der eines re-entry-Modells, das leider von Vielen missbraucht wird. Seine ursprünglich kulturelle Perspektive wurde privatisiert und zum Modell des „Ich bin Gelb und deshalb weiter“. Die Bedeutung jedes einzelnen Memes in seinem Kontext geht dabei verloren. Meiner Ansicht nach ist SD befleckt und muss immer zuerst geputzt werden (ich habe ein entsprechend allein in Stufen interpretierbares Modell entwickelt, das ich erst vorstellen werde, wenn ich mit den zentralen Artikeln vorher klar gemacht habe: es ist komplexer!). Sicherlich ist es auch kulturell ein Weiterenwicklungsmodell, aber wie sich am Beispiel des Dramas der Inuit und ihrer Zwangsverdänisierung zeigen lässt, ist solch eine Weiterentwicklung keineswegs immer auch ein Segen.

    Aber, ich schweife ab. Sie haben mir meine Eingangsfrage beantwortet, und dafür haben wir eine ziemlich interessante Runde gedreht. Danke.

  19. @22 Ja, ich danke Ihnen für die Möglichkeit, dass wir hier gemeinsam reflektieren konnten und dass dadurch Differenzen sichtbar wurden. Ich bin wohl doch mehr, zumindest dann, wenn es um Praxis geht, bei der humanistischen Psychologie, insbesondere bei Rogers – da geht es sehr viel um Kontakt, der auch Anschlussfähigkeit genannt werden könnte. Und wenn ich mit Aufstellungen arbeite, was ich sehr viel mache, dann multipliziert sich der Kontakt, er wird räumlich erfahren, bekommt körperliche Präsenz, regt bestenfalls tatsächlich Kognition, Emotion und Aktion an. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht – gerade dann, wenn es um Selbst- und Sozialveränderungen geht.

  20. @22 Ergänzend noch (vielleicht) eine weitere Differenz: Ich bin auch ein Fan von „Haltung“, von Halt gebenden inneren Einstellungen während der (systemischen) Arbeit. Eine solche Perspektive nennt Fritz Simon die orthopädische Fehlstellung systemischen Arbeitens oder so ähnlich …

  21. @23, 24 Für mich war es ein Augenöffner in Bezug auf Ihr Denken. Mir war da einiges noch nicht wirklich klar, und ich bin im Laufe der Zeit eher in FBS Richtung gedriftet, was wohl damit zu tun hat, dass für mich jedenfalls Freidenken viel Raum braucht. Was mich umgehend die Beine unter den Arm nehmen lässt, sind gruppendynamische Kuschelrunden 😀

    Daher rührte auch meine Frage für die Individualisten, die in dieser Gesellschaft nicht klar kommen, und Ihre Antwort kam unerwarteterweise aus einer Richtung, die sich mir so rein gar nicht erschließen wollte, die sogar anfangs einen unangenehmen Eindruck hinterlassen hat. Dann wurde mir erneut bewusst, wie relevant die Frage der Weltanschauung ist und dass sich mein Eingangsproblem offensichtlich gar nicht ohne sie beantworten lässt. Jeder bringt da sein Modell mit, und das formt eben auch die Vorstellung von Hilfesuchendem und Art der Hilfe.
    Das war gut.

    Ob es sich bei Ihrer Haltung um eine orthopädische Fehlstellung handelt, möchte ich dann doch bezweifeln, immerhin gibt es eine Menge Menschen, für die solch eine Haltung wie Ihre sehr wichtig ist – ich muss ja nicht dazu gehören (außerdem ist auch das eine Haltung). Den unbeteiligten Beobachter gibt es nicht, das weiß jeder Kriegsberichter.

    Ich habe jedenfalls über die Idee des Selfempowerment noch einmal nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie sicherlich auch für Individualisten funktioniert, aber nicht für alle. Ich wüsste gleich mehrere Handvoll Menschen, die einfach nur ein monatliches Grundeinkommen bräuchten, dann könnten sie in Ruhe arbeiten. Ich denke, ihr Wert wird insgesamt noch unterschätzt, auch wenn sich beispielsweise in der integralen Community deutlich zeigt, was diese Menschen alles zu geben haben. Hier profitieren wir alle davon, dass Einzelne, wegen ihrer Andersartigkeit (teilweise unter großen Opfern) neue Wege suchen, die dann am Ende Früchte für alle tragen, ohne dass die Gesellschaft sie in den harten Zeiten gefördert hätte. Darunter sind auch viele, die erst einmal sehr allein arbeiten (müssen), weil sie erst einmal noch aus der Zukunft kommen. Ich finde den Gedanken sehr merkwürdig, dass wir unsere besten Leute im Zweifelsfall allein lassen, später aber gern ihre Früchte mit ernten. Da fehlt mir dann doch die von Ihnen vorgeschlagene Wechselseitigkeit.

    Es würde mich freuen, wenn meine kritischen Ideen/Fragen neue Ideen bei Ihnen auslösen. Um Jan von Wirths Gemeinwohl-Begriff zu verwenden, ist hier noch Raum für wechselseitige Integration.

    Lieben Gruß, danke für das Gespräch und Ihre Vorstellungen
    GP

  22. @25 Liebe Gitta Peyn, ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre ausführlichen und sehr differenzierten Ausführungen. Sie als Blogleserin gewonnen zu haben, freut mich sehr! Ich kann mit Ihren Ideen zur Bedeutung der Individualisten in unserer Gesellschaft sehr mitgehen. Nicht selten ist es ja so, dass wir erst Jahre später merken, was ein Mensch mit seinen Ideen, die in seiner Zeit vielleicht nicht anschlussfähig waren, für die Gesellschaft an Produktivitäts- und Kreativitätskraft erbracht hat. Das Geben und Nehmen, die basale Reziprozität des Sozialen zeigt sich eben nicht selten zeitversetzt.

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