Ein erweitertes Tetralemma der Unternehmerfamilie

Die systemische Beschäftigung mit Unternehmerfamilien lässt sich mit der Struktur des erweiterten Tetralemmas, wie sie von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer vorgeschlagen wird, in für die Forschung und Theoriebildung passende Perspektiven gliedern. Ein kleine Skizze dazu stelle ich hier zur Diskussion: https://heikokleve.wordpress.com/2017/02/11/die-fuenf-seiten-der-unternehmerfamilie-skizze-einer-systemischen-theorie/

2 Gedanken zu “Ein erweitertes Tetralemma der Unternehmerfamilie”

  1. Sinnvolle Differenzierung. Jetzt fehlt der Vergleich bzw. die Unterscheidung zu den „reinen“ Kapitalgesellschaften, die sich vielfach ebenfalls als eingeschworene „Gemeinschaft“, wenn nicht gar „Familie“ betrachten („Ich bin Duponter“, „Ich bin HPler“, „Einmal Daimler, immer Daimler“), und der Vergleich bzw. die Unterscheidung zur „Wirtschaftsgemeinschaft“ Familie, die ebenfalls unter diesen sozialen und wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden kann. In der Familie spielen neben Liebe, Kindern, Auto, Urlaub und Haus auch die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Abhängigkeiten eine große Rolle, auf die die (besitzlosen) Familienmitglieder jedoch weniger Einfluss haben als Familienunternehmer und Manager von Aktienunternehmen.
    Der entscheidende Unterschied zwischen diesen drei „Unternehmensformen“ liegt in den Besitzverhältnissen und in der Verfügungsgewalt über Kapital, Boden, Arbeit und Zeit.

  2. Auf einer höheren Abstraktionsebene stehen die drei Kategorien Ökonomie, Recht und Lebenswelt zur Differenzierung zur Verfügung. Historisch ist eine zunehmende Ökonomisierung im Sinne des Äquivalententauschs zu verzeichnen. Wir denken immer mehr in rationalen Rechnungen, die aufgehen müssen – auch im sozialen Leben.

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