Herausgeber

Prof. Dr. Dr. h. c Rolf Arnold

Professor für Pädagogik; Wissenschaftlicher Direktor des Distance and Independent Studies Center (DISC) an der TU Kaiserslautern; systemischer Berater im nationalen und internationalen Rahmen. Schwerpunkte: Berufs- und Erwachsenenbildung, Systemische Pädagogik, Emotionale Bildung, Führungskräftebildung und Interkulturelle Bildung. Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bern, Heidelberg und Klagenfurt sowie an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Veröffentlichungen u. a.: Ich lerne, also bin ich (2. Auflage 2012), Seit wann haben Sie das? (2. Auflage 2012), Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren – 29 Regeln für eine kluge Erziehung (2. Auflage 2014), Wie man führt, ohne zu dominieren (3. Aufl. 2015)

Systemische Pädagogik

Neugierig bleiben. Systemische Pädagogik bei Carl-Auer. Was treibt Menschen zum Lernen an? Was hält sie davon ab? Wie kann eine funktionierende Lehrer-Schüler-Eltern-Beziehung entstehen? Wie gelingen Erziehung und Bildung? Wie misslingen sie? Was sind Kompetenzen und wie lässt sich deren ­Reifung unterstützen? Wie fördert man Persönlichkeiten? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Systemischen Pädagogik. Das Ziel ist ein von wechselseitigem Respekt geprägter Umgang von Schülern, Lehrern, Erziehern und Eltern. Gemeinsames Lernen mit Zuversicht und Spaß, der Blick auf die Potenziale und Fähigkeiten – zwei Grundannahmen der Systemischen Pädagogik. Gleichzeitig ist sich die Systemische Pädagogik der Tatsache bewusst, dass Menschen lernfähig, aber unbelehrbar sind. Welche Konsequenzen sich daraus für gelingende Lern- und Bildungsprozesse für Lehrende bzw. Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter ergeben ist eine wichtige Zukunftsfrage der Systemischen Pädagogik. Der Ansatz der Systemischen Pädagogik verbindet systemtheoretische Erkenntnisse, Sicht- und Handlungsweisen. Mit dem Forschungsstand und den Erkenntnissen der Erziehungswissenschaften und macht sie für den pädagogischen Alltag nutzbar. Auch im familiären Erziehungsalltag lässt sich systemisches Denken und Handeln gut nutzen, ohne Kinder zu disziplinieren oder Ihnen mit Anpassungsfroderungen zu begegnen. Selbstkritische und selbststeuerungsfähige Menschen benötigen sehr spezifische Möglichkeiten der Reifung und Ausenandersetzung beim Aufwachsen. Welche das sind, und wie das gehen kann, zeigen anerkannte Therapeuten, Pädagogen und Berater in den Büchern der Reihe Carl-Auer Lebenslust.

Prof. Dr. Rolf Arnold
Herausgeber der Reihe Systemische Pädagogik

   

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Dipl.-Soz.-Wiss. Torsten Groth

Dozent am Wittener Institut für Familienunternehmen und selbstständiger Organisationsberater. Beratungsschwerpunkte: Langlebigkeit von Familienunternehmen, Familienstrategie und Nachfolgemanagement. Torsten Groth berät Familienunternehmen und Unternehmerfamilien in Führungs- und Organisationsfragen. Zudem ist er als systemischer Berater in der Beraterausbildung und Führungskräfteentwicklung tätig.

Management und Organisationsberatung

Agil, selbstorganisiert oder gar holokratisch? In jüngster Zeit sind zahlreiche neue Organisationsansätze in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, die Großunternehmen und ihre Entscheidungsstrukturen alt und behäbig aussehen lassen. Ob diese Ansätze halten, was sie versprechen, und wie sie nachhaltig zu implementieren sind, bleibt in der bisherigen Diskussion noch offen. Zudem gehen aktuelle Anforderungen an Management und Führung weit über das hinaus, was derzeit unter Begriffen wie Agilität, Scrum oder Holocracy diskutiert wird. Die weiterhin zu beobachtende Sehnsucht nach einfachen Rezepten ist nachvollziehbar, und tatsächlich können Ansätze, die das Gewünschte liefern, kurzfristig erfolgreich sein. Die Zeiten, in denen es einfache Antworten auf die vielfältigen Fragen zur Überlebenssicherung einer Organisation und auch zur Steuerung tagtäglicher Entscheidungsprozesse gab, sind jedoch seit Langem vorüber. Der Komplexität, mit der heute alle konfrontiert sind, die in verantwortlichen Funktionen in und mit Organisationen arbeiten – Führungskräfte, Manager, Organisationsberater usw. –, wird man mit Rezeptwissen nicht mehr gerecht. Die Themenreihe Management und Organisationsberatung im Carl-Auer Verlag greift aktuelle Trends in Beratung und Organisation auf, vergisst jedoch nicht die Grundfragen des Organisierens und Entscheidens, die Unternehmen und Organisationen jeden Typs und jedweder Größe für sich angemessen beantworten müssen. Die Autoren der Bücher nutzen dazu die Chancen, die ein theoriegeleiteter „zweiter Blick“ eröffnet. Die neuere soziologische Systemtheorie und systemische Organisationstheorien liefern dafür Konzepte und „Landkarten“, die auch im unübersichtlichen Terrain von Wirtschaft und Organisation Orientierung ermöglichen und Handlungsfähigkeit sicherstellen. Das Ziel der Reihe ist es, empirisch gehaltvolle Forschungen über die Prozesse des Organisierens wie auch theoretisch angemessene Führungs- und Beratungsansätze zu präsentieren. Zugleich sollen bewährte Methoden einer system- und lösungsorientierten Praxis im Kontext aktueller Anforderungen überprüft und neue Ansätze entwickelt werden.

Torsten Groth
Herausgeber der Themenreihe Management und Organisationsberatung

   

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Dr. phil., Dipl.-Psych Christa Hubrig

Christa Hubrig hat als Lehrerin über drei Jahrzehnte Deutsch, Geschichte und Sozialwissenschaft unterrichtet. Als Diplompsychologin ist sie in Gesprächspsychotherapie, systemischer Therapie und Supervision, Hypnotherapie und NLP ausgebildet. Als Beratungslehrerin hat sie in der Schule mit etwa 700 Schülern und ihren Eltern und Lehrern gearbeitet. Seit 1994 hat sie über 400 Lehrerinnen und Lehrer in systemischen Konzepten weitergebildet.

Spickzettel für Lehrer – systemisch Schule machen

»Hast du einen Spickzettel?« Diese Frage kennen wir noch aus der Schulzeit, aus der Schülerperspektive, wenn es darum ging, sich auf Prüfungen und Klassenarbeiten vorzubereiten. Wechseln wir die Rolle und Perspektive und stellen uns auf die andere Seite des Klassenzimmers, auf der die »Wissenden«, d. h. die Lehrer, stehen. Schnell wird deutlich: Bei aller Erfahrung gibt es doch erhebliche »Wissenslücken« im Umgang mit schwierigen Situationen, ob sie nun das Lernen selbst, die Schule als Organisation oder die Beziehungen und das Verhalten der Beteiligten betreffen. Systemisch orientierte Pädagogen können sich hier ruhig und entspannt zurücklehnen, wohl wissend, dass sie selbst »Fragende« sind – Fragende bezüglich passender Antworten auf die sich stets wandelnden und neu entstehenden Konfliktfelder in der Organisation Schule, zwischen Schülern und Lehrern, zwischen Schule und Eltern und auch mit dem politischen Umfeld von Schule. Aus systemischer Sicht sind Schwierigkeiten immer mit Lernchancen verbunden. Wo der Blick vom Problem auf die Lösung wechselt, wo man statt hinderlicher Defizite hilfreiche Ressourcen ins Auge fasst, kommt auch die Haltung in Bewegung. Ein gut platzierter Unterschied zieht dann oft viele positive Änderungen nach sich. Die Bücher dieser Reihe wollen Einladungen sein, sich auf diese andere Sichtweise einzulassen. Sie sollen Lehrern, Erziehern und Schulleitern Methoden und Strategien zum täglichen Handeln anbieten, die Ihnen die Arbeit – und im besten Fall: das Leben – leichter machen. Sie sind auch Rezepte, die man ausprobieren und mit eigenen Zutaten verfeinern kann. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, Erfahren und Ausprobieren!

Dr. Christa Hubrig
Herausgeberin der Reihe Spickzettel für Lehrer

   

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Prof. Dr. Heiko Kleve

Sozialarbeiter/Sozialpädagoge und Soziologe sowie systemischer Berater (DGSF), Supervisor (DGSv)/systemischer Supervisor (SG), Konflikt-Mediator und Case Manager/Case Management-Ausbilder (DGCC). Professor für soziologische und sozialpsychologische Grundlagen sowie Fachwissenschaft Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Potsdam. Aktuelle Schwerpunkte in Lehre und Forschung: systemisch-konstruktivistisch und postmodern orientierte Theorien und Methoden Sozialer Arbeit. Autor mehrerer Fachbücher und zahlreicher Artikel, u. a. „Aufgestellte Unterschiede“ (2011), „Systemisches Case Management. Falleinschätzung und Hilfeplanung in der Sozialen Arbeit“ (4. Aufl. 2015), „Ambivalenz, System und Erfolg“ (2007).

Systemische Soziale Arbeit

Soziale Arbeit, als Einheit von Sozialarbeit und Sozialpädagogik, kann inzwischen als etablierte Profession und als aufstrebende Disziplin der Sozialwissenschaften gelten. Hinsichtlich der Profession lässt sich die Soziale Arbeit als systemische Praxis beschreiben und erklären sowie mit den vielfältigen Handlungsoptionen systemischer Methodik anreichern. In der Wissenschaft der Sozialen Arbeit sind Systemtheorie und Konstruktivismus als Paradigmen anerkannt.
Systemische und systemtheoretische Konzepte entsprechen den komplexen Aufgabenfeldern und Herausforderungen der Sozialen Arbeit in besonderer Weise. Sie erlauben es, einen Blick zu schulen und zu vertiefen, den die Soziale Arbeit seit jeher einzunehmen versucht: einzelne Menschen bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Lebensführung nicht mit ihren Problemen zu verwechseln. Vielmehr geht es Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in ihrer Unterstützungsarbeit darum, die sozialen Verhältnisse, die systemischen Kontexte einzublenden, die die Verhaltensweisen von Menschen, ihre Eigenschaften und Probleme herausfordern, verfestigen und auch lösen können. Die klassische These, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, lässt sich mit der Systemtheorie nicht nur postulieren, sondern wissenschaftlich darstellen und methodisch so nutzen, dass überraschende Potenziale des Denkens und Handelns kreiert werden können.
Die Reihe Systemische Soziale Arbeit verfolgt das Ziel, die Potenziale und Grenzen der systemischen Sozialarbeitspraxis und Sozialarbeitstheorie auszuloten und weiterzuentwickeln. Dabei sollen das gesamte Spektrum der Sozialen Arbeit, ihre Vielschichtigkeit, ihre zahlreichen Arbeitsfelder und Rahmenbedingungen ausgeleuchtet und methodisch fundiert werden. Damit bieten die Bücher der Reihe praktizierenden Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen sowie Studierenden und Lehrenden Perspektiven an, die den Möglichkeitsraum des Denkens und Handelns nachhaltig erweitern.

Heiko Kleve
Herausgeber der Reihe Systemische Soziale Arbeit

   

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Dr. Hans Lieb

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut; Ausbildung in Verhaltenstherapie, NLP, Gesprächspsychotherapie, Systemtherapie. Lehrtherapeut und Lehrsupervisor in Systemischer Therapie (IFW, A&E und SG) und Verhaltenstherapie (IFKV Bad Dürkheim), Gesprächspsychotherapie, NLP. Psychotherapeut ECP. Langjährige Tätigkeiten in Sucht- und psychosomatischen Kliniken, zuletzt als leitender Psychologe. Praxis in Edenkoben (Rheinland-Pfalz) für Psychotherapie, Paar- und Familientherapie, Supervision (Ausbildung/Einzel/Gruppen/Team). Publikationsschwerpunkte: Ausbildungskonzepte für die Psychotherapie; Bibliotherapie Psychosomatik; Therapieschulenbegegnung; Menschenbilder der Psychotherapieschulen.

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Dr. Wilhelm Rotthaus

Hat neben dem Studium der Medizin in Freiburg, Paris und Bonn und dem der Musik in Köln Ausbildungen in klientenzentrierter Gesprächstherapie, klientenzentrierter Spieltherapie und Systemtherapie absolviert. Von 1981 bis 2004 war er Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Rheinischen Kliniken Viersen. Buchveröffentlichungen u. a.: „Wozu erziehen“ (7. Aufl. 2010), „Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ (4. Aufl. 2013), „Ängste von Kindern und Jugendlichen“ (2015) und „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“ (2017).

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Störungen systemisch behandeln

Ursprünglich ein querdenkendes Außenseiterkonzept, hat sich der systemische Ansatz heute in vielen Bereichen der Therapie und der Beratung theoretisch wie praktisch etabliert. Auch Vertreter anderer Schulen bereichert er mittlerweile in ihrer Arbeit. Die Etablierung eines Paradigmas birgt für dieses selbst aber auch Risiken, weil sie stets mit der Verfestigung von Denk- und Handlungsgewohnheiten einhergeht. Die Reihe Störungen systemisch behandeln stellt sich vor diesem Hintergrund zwei Herausforderungen: Nichtsystemischen Behandlern und Vertretern anderer Therapierichtungen soll sie komprimiert und praxisorientiert vorstellen, was die systemische Welt im Hinblick auf bestimmte Störungsbilder zu bieten hat. Innerhalb der Systemtherapie steht sie für eine neue Phase im Umgang mit dem Konzept von »Störung« und »Krankheit«. Historisch gesehen war einer ersten Phase mit erfolgreichen Konzepten zu Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Essstörungen, psychosomatischen Krankheiten und affektiven Störungen eine zweite Phase gefolgt, die geprägt war von einem gezielten Verzicht oder einer definitiven Ablehnung aller Formen störungsspezifischer Codierungen. In jüngerer Zeit wenden sich manche Vertreter der systemischen Welt wieder störungsspezifischen Konzepten und Fragen zu – und werden von anderen dafür deutlich attackiert. Diese neue Welle ist bedingt durch die Anerkennung der Systemtherapie als wissenschaftliches Heilverfahren, durch den Antrag auf deren sozialrechtliche Anerkennung und nicht zuletzt dadurch, dass viele im klinischen Sektor systemisch arbeitende Kollegen täglich gezwungen sind, sich zu störungsspezifischen Konzepten zu positionieren. Die systemische Welt hat hierzu einiges anzubieten. Die Reihe Störungen systemisch behandeln will zeigen, dass und wie die Systemtheorie mit traditionellen diagnostischen Kategorien bezeichnete Phänomene ebenso gut und oft besser beschreiben, erklären und mit hoher praktischer Effizienz behandeln kann. Sie verfolgt dabei zwei Ziele: Zum einen soll systemisch arbeitenden Kollegen das große Spektrum theoretisch fundierter und praktikabler systemischer Lösungen für einzelne Störungen zugänglich gemacht werden – ohne das Risiko, die eigene systemische Identität zu verlieren, im besten Fall sogar mit dem Ergebnis einer gestärkten systemischen Identität. Gleichzeitig soll nicht-systemischen Behandlern und Vertretern anderer Schulen das umfangreiche systemische Material an Erklärungen, Behandlungskonzepten und praktischen Tools zu verschiedenen Störungsbildern auf kompakte und nachvollziehbare Weise vermittelt werden. Verlag, Herausgeber und Autoren bemühen sich, einerseits eine für alle Bände gleiche Gliederung einzuhalten und andererseits kreativen systemischen Querdenkern die Freiheit des Gestaltens zu lassen. An die Stelle der Abgrenzung und der Konkurrenz zwischen den verschiedenen Therapieschulen ist heute der Austausch zwischen ihnen getreten. Die Reihe Störungen systemisch behandeln versteht sich als ein Beitrag zu diesem Dialog.

Dr. Hans Lieb & Dr. Wilhelm Rotthaus
Herausgeber der Reihe Störungen systemisch behandeln

   

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Tom Levold

Jg. 1953, Diplom-Sozialwissenschaftler und systemischer Psychotherapeut, Lehrtherapeut und lehrender Supervisor (SG). Nach langjähriger Leitung des Kinderschutz-Zentrums Köln seit 1989 in freier Praxis als Systemischer Therapeut, Supervisor und Organisationsberater tätig (Institut für psychoanalytisch-systemische Praxis). 1980 Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft für psychoanalytisch-systemische Forschung und Therapie (APF) in Köln, 1993 Mitbegründer und Mitglied des Gründungsvorstandes der Systemischen Gesellschaft (SG). Zahlreiche Veröffentlichungen zur systemischen Theorie und Praxis. Von 1997–2000 Mitherausgeber und Schriftleiter von „System Familie“, 2003 bis 2008 Mitherausgeber von „Psychotherapie und Sozialwissenschaft“, seit 2005 Mitherausgeber von “Kontext”. Mitglied der Editorial Boards von „Familiendynamik“, „Zeitschrift für systemische Therapie“, „systeme“, „Organisationsberatung Supervision Coaching“ sowie des Online-Journals „Ferkel“. Herausgeber von systemagazin

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Systemische Therapie und Beratung

In der roten Reihe präsentiert der Carl-Auer-Verlag grundlegende Texte der systemischen Therapie und Beratung, die seit seiner Gründung einen zentralen Stellenwert im Verlag einnehmen. Im breiten Spektrum dieser Reihe finden sich Bücher über neuere Entwicklungen der systemischen Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Kindern ebenso wie Klassiker der Familien- und Paartherapie aus dem In- und Ausland, umfassende Lehr- und Handbücher ebenso wie aktuelle Forschungsergebnisse. Mit den roten Bänden steht eine Bibliothek des systemischen Wissens der letzten Jahrzehnte zur Verfügung, die theoretische Reflexion mit praktischer Relevanz verbindet und als Basis für zukünftige nachhaltige Entwicklungen unverzichtbar ist. Nahezu alle bedeutenden Autoren aus dem Feld der systemischen Therapie und Beratung sind hier vertreten, nicht zu vergessen viele Pioniere der familientherapeutischen Bewegung. Neue Akzente werden von jungen und kreativen Autoren gesetzt. Wer systemische Therapie und Beratung in ihrer Vielfalt und ihren transdisziplinären und multiprofessionellen Zusammenhängen verstehen will, kommt um diese Reihe nicht herum.

Tom Levold
Herausgeber der Reihe Systemische Therapie und Beratung

   

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Bernhard Pörksen

Jahrgang 1969, studierte Germanistik, Journalistik und Biologie, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Arbeiten zur Skandalforschung (u.a. Der entfesselte Skandal, gemeinsam mit Hanne Detel) sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster (Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners) und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun (Kommunikation als Lebenskunst) bekannt. 2008 wurde er zum »Professor des Jahres« gewählt und für seine Lehrtätigkeit ausgezeichnet.

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Systemische Horizonte

Die wilden Jahre des Konstruktivismus und der Systemtheorie sind vorbei. Inzwischen ist das konstruktivistische und systemische Denken auf dem Weg zum etablierten Paradxigma und zur normal science. Die Provokationen von einst sind die Gewiss­heiten von heute. Und lange schon hat die Phase der praktischen Nutzbarmachung begonnen, der strategischen Anwendung in der Organisationsberatung und im Management, in der ­Therapie und in der Politik, in der Pädagogik und der Didaktik. Kurzum: Es droht das epistemologische Biedermeier. Eine Außen­seiterphilosophie wird zur Mode – mit allen kognitiven Fol­gekosten, die eine Popularisierung und praxistaugliche Um­­arbeitung unvermeidlich mit sich bringt. In dieser Situation ambivalenter Erfolge kommt der Reihe Syste­mische Horizonte – Theorie der Praxis eine doppelte Aufgabe zu: Sie soll die Theoriearbeit vorantreiben – und die Welt der Praxis durch ein gleichermaßen strenges und wildes Denken herausfordern. Hier wird der Wechsel der Perspektiven und Beobachtungsweisen als ein Denkstil vorgeschlagen, der Kreativität begünstigt. Es gilt, die eigene Intelligenz an den Schnittstellen und in den Zwi­schenwelten zu erproben: zwischen Wissenschaft und Anwendung, zwischen Geistes- und Naturwissenschaft, zwischen Philosophie und Neurobiologie. Ausgangspunkt der experimentellen Erkundungen und essayistischen Streifzüge, der kanonischen Texte und leichthändig for­mulierten Dialoge ist die Einsicht: Theorie braucht man dann, wenn sie überflüssig geworden zu sein scheint – als Anlass zum Neu- und Andersdenken, als Horizonterweiterung und inspirierende Irritation, die dabei hilft, eigene Gewissheiten und letzte Wahrheiten, große und kleine Ideologien so lange zu drehen und zu wenden, bis sie unscharfe Ränder bekommen – und man mehr sieht als zuvor.

Bernhard Pörksen
Herausgeber der Reihe Systemische Horizonte

   

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Dr. Dirk Rohr

Akademischer Direktor des Arbeitsbereiches Beratungsforschung sowie des Zentrums für Hochschuldidaktik an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. 2004 erhielt er den Ruf auf die „Professur für Kommunikation in pädagogischen Handlungsfeldern“ der Universität Oldenburg. 2006 war er Invited Scientist der Harvard University und der Stanford University. Er ist Gestalttherapeut, Supervisor (DGSv/DGSF) sowie Instituts- und Weiterbildungsleiter „Systemische Beratung“ im koelner-institut.de. Seit September 2016 ist er Sprecher der Fachgruppe Beratung in der DGSF. Ab 2017 ruht sein Amt als wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB), da er in den Geschäftsführenden Vorstand der DGfB gewählt wurde.

Beratung, Coaching, Supervision

Die Bücher der petrolfarbenen Reihe „Beratung, Coaching, Supervision“ haben etwas gemeinsam: Sie beschreiben das weite Feld des „Counselling“. Sie fokussieren zwar unterschiedliche Kontexte – lebensweltliche wie arbeitsweltliche –, deren Trennung uns aber z. B. bei dem Begriff „Work-Life-Balance“ schon irritieren muss. Es gibt gemeinsame Haltungen, Prinzipien und Grundlagen, Theorien und Modelle, ähnliche Interventionen und Methoden – und eben unterschiedliche Kontexte, Aufträge und Ziele. Der Sinn dieser Reihe besteht darin, innovative bis irritierende Schriften zu veröffentlichen: neue oder vertiefende Modelle von – teils internationalen – erfahrenen Autoren, aber auch von Erstautoren.
In den Kontexten von Beratung, Coaching und auch Supervision hat sich der systemische Ansatz inzwischen durchgesetzt. Drei Viertel der Weiterbildungen haben eine systemische Orientierung. Zum Dogma darf der Ansatz nicht werden. Die Reihe verfolgt deshalb eine systemisch-integrative Profilierung von Beratung, Coaching und Supervision: Humanistische Grundhaltungen (z. B. eine klare Werte-, Gefühls- und Beziehungsorientierung), analytisch-tiefenpsychologisches Verstehen (das z. B. der Bedeutung unserer Kindheit sowie der Bewusstheit von Übertragungen und Gegenübertragungen im Hier-und-Jetzt Rechnung trägt) wie auch die „dritte Welle“ des verhaltenstherapeutischen Konzeptes (mit Stichworten wie Achtsamkeit, Akzeptanz, Metakognition und Schemata) sollen in den systemischen Ansatz integriert werden.
Wenn Counselling in der Gesellschaft etabliert werden soll, bedarf es dreierlei: der Emanzipierung von Therapie(-schulen), der Beschreibung von konkreten Kompetenzen der Profession und der Erarbeitung von Qualitätsstandards. Psychosoziale Beratung muss in das Gesundheits- und Bildungssystem integriert werden. Vom Arbeitgeber finanziertes Coaching muss ebenso wie Team- und Fallsupervisionen zum Arbeitnehmerrecht werden (wie Urlaub und Krankengeld). Das ist die Vision – und die politische Seite dieser Reihe.
Wie Counselling die Zufriedenheit vergrößern kann, das steht in diesen Büchern; das heißt, die Bücher werden praxistauglich und praxisrelevant sein. Im Sinne der systemischen Grundhaltung des Nicht-Wissens bzw. des Nicht-Besserwissens sind sie nur zum Teil „Beratungsratgeber“. Sie sind hilfreich für die Selbstreflexion, und sie helfen Beratern, Coachs und Supervisoren dabei, hilfreich zu sein. Und nicht zuletzt laden sie alle Counsellor zum Dialog und zum Experimentieren ein.

Dr. Dirk Rohr
Herausgeber der Reihe „Beratung, Coaching, Supervision“

   

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Dipl.-Psych., Dipl.-Wi.-Ing. Bernhard Trenkle

Psychologischer Psychotherapeut und Coach mit eigener Praxis in Rottweil; 1984–2003 Vorstandsmitglied der Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose (M. E. G.); Gründungsherausgeber des M.E.G.a.Phon (1984–1998); 1986 Gründer des Milton Erickson Instituts Rottweil; President Elect der International Society of Hypnosis (ISH) und der Milton Erickson Foundation, Phoenix, USA. 1999 erhielt er den Life Time Achievement Award der Milton Erickson Foundation, 2012 den Milton-Erickson-Preis der M. E. G. sowie den Pierre Janet Award for Clinical Excellence der International Society of Hypnosis (ISH), 2016 erhielt er den Nezindlovu Award des Milton Erickson Instituts Südafrika für die Förderung der Hypnose auf dem afrikanischen Kontinent und 2017 den Life Time Achievement Award der Chinese Hypnosis Association.

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Hypnose und Hypnotherapie

Die Hypno- und Psychotherapie von Milton H. Erickson (1901–1980) ­bildet die Grundlage und den Ausgangspunkt vieler moderner Therapieansätze, von systemischer Therapie über lösungsorientierte Konzepte bis hin zu ressourcen- oder potenzialorientiertem Arbeiten. Erickson selbst wollte keine Schule gründen. Er war der Meinung, dass Klienten so indi­viduell sind, dass man für jede Person eine eigene Therapieschule gründen müsste. Eine seiner Töchter wurde einmal gebeten, den Ansatz ihres Vaters zu definieren. Sie hat kurz und knapp geantwortet: Erickson’sche Therapie ist, das zu tun, was wirkt. Diese pragmatische Philosophie spiegelt sich in der kreativen Vielfalt des hypnotherapeutischen Verlagsprogramms wieder. Die Ansätze sind aus der Praxis für die Praxis entwickelt und lassen sich mit einer Vielzahl anderer therapeutischer Verfahren wie Verhaltenstherapie, systemische ­Therapie, Tiefenpsychologie etc. kombinieren. Auch das Spektrum der Anwendungsfelder ist weit gestreut: von Trauma bis chronische Schmerzen, von Tinnitus bis Geburtsvorbereitung, von Mentaltraining im Sport bis zu Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Zum hypnotherapeutischen Spektrum gehört auch der hypnosystemische Ansatz, den ­Gunther Schmidt entwickelt und maßgeblich geprägt hat. Nicht alle hypnotherapeutischen Ansätze gehen auf Milton Erickson zurück. Die Ego-State-Therapie nach John und Helen Watkins bildet die Grundlage von vielem, was in der modernen Traumatherapie eingesetzt wird. Auch dazu bietet das Carl-Auer-Programm die maßgebliche Literatur. Weil mit der Hypnotherapie auch die Kunst der Suggestion verbunden ist, hält das Programm auch mehrere Titel zum ­Thema Kommunikation bereit.

Bernhard Trenkle
Herausgeber der Reihe Hypnose und Hypnotherapie

   

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