SOUNDS
OF SCIENCE

Manche Menschen haben ja Sorge, dass man ihnen den Sound klaut. Der Carl-Auer Verlag und die Carl-Auer Akademie zeigen sukzessive auf soundcloud, welchen Sound sie in die Welt gebracht haben – und er wurde angenommen, ob geklaut oder gekauft oder auf andere Art und Weise gut weiter verwendet. Angefangen hat alles mit der Autobahn-Universität: Die Erfindung des Sach-Hörbuchs für unterwegs vor fast 30 Jahren. Das Motto: „Jeder Stau bringt Sie weiter“. Man konnte einfach länger zuhören, was kluge Leute auf Band gesprochen haben. Hier entstanden solche Klassiker wie die legendäre Einführung in die Systemtheorie, die Niklas Luhmann als Vorlesung an der Universität Bielefeld gehalten hat, aufgenommen von der Autobahn-Universität. Diese Vorlesung ist nach wie vor unverzichtbar, was auch die vielen Auflagen beweisen, die die Druckfassung bislang erlebt hat und weiter erlebt. Eine Symphonie scharfen Denkens. Humberto Maturana, der Erfinder des Konzepts der Autopoiesis, ist eine weitere originäre Stimme, die zu hören immer lohnt. Fritz B. Simon hat aktuell mit seinem Buch FORMEN neue Maßstäbe gesetzt, was die Vermittlung systemtheoretischen Denkens und seiner praktischen Vorteile angeht. Simons legendärer Vortrag zur Kunst, nicht zu lernen, gehört ebenfalls zum Carl-Auer-Portfolio auf soundcloud. Zu den Klassikern zählen natürlich auch Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld und Paul Watzlawick. Ihre Lebendigkeit und Frische beweisen die Aufnahmen, die hier zur Verfügung gestellt sind. Für Nachgeborene tönt hier der Klang aus den Pionierjahren systemischen Denkens und Handelns.

NIKLAS LUHMANN

Niklas Luhmann: Einführung in die Systemtheorie

 

Tonaufnahmen von 14 Vorlesungen, die Niklas Luhmann im Wintersemester 1991/92 an der Universität Bielefeld hielt. Titel der Vorlesungsreihe: „Einführung die Systemtheorie“.

Niklas Luhmann
Einführung in die Systemtheorie
334 Seiten, 9 Farbabb., Kt, 7. Aufl. 2017
29,95 €
ISBN 978-3-89670-839-7

Im Unterschied zu allen anderen Einführungen in die Systemtheorie führt hier der Urheber selbst in seine Theorie ein. Die Vorlesung zur Einführung in die Systemtheorie, die diesem Buch zugrunde liegt, zeigt Niklas Luhmann auf dem Höhepunkt seines souveränen Umgangs mit einer anspruchsvollen Theorie und der zu beschreibenden Gesellschaft. Die Einführung wird ihrem Namen auch insofern gerecht, als es Luhmann darum ging, seinem studentischen Publikum ein eigenes Arbeiten mit dieser Theorie zu ermöglichen. Sie ist deshalb eine Fundgrube für einfache Ideen im Umgang mit schwierigen Fragen und bietet eine Palette von Konzepten und Theoremen, die es erlauben, Wahrnehmung, Beschreibung und Denken zu schulen – sowohl für die Beobachtung von Politik und Wirtschaft, Religion und Wissenschaft, Kunst und Erziehung, Familie und Organisation als auch für die Einschätzung aktueller Fragen der Kognitionsforschung, ökologischer Probleme und sozialer Bewegungen. <br/> Das Buch klärt die wichtigsten Grundlagen der allgemeinen und der soziologischen Systemtheorie mithilfe präziser Begriffsvorschläge und einer Fülle von Beispielen. Darüber hinaus dokumentiert es, daß der Witz zu den wichtigsten Ressourcen ernsthafter Theoriearbeit gehört. Keiner von Luhmanns Texten ist so gut verständlich und nachvollziehbar wie dieser.

Niklas Luhmann
Einführung in die Theorie der Gesellschaft
336 Seiten, Kt, 2. Aufl. 2009
29,95 €
ISBN 978-3-89670-477-1

Die Bedeutung von Niklas Luhmanns Systemtheorie als Form gesamtgesellschaftlicher Analyse ist unbestritten. Seine Gesellschaftstheorie bildet zusammen mit seiner Organisationstheorie, politischen Theorie und Wissenssoziologie sein herausragendes Werk.
Mit seiner letzten Vorlesung an der Universität Bielefeld verfolgte Niklas Luhmann das Ziel, der modernen Gesellschaft eine Theorie zur Verfügung zu stellen, die ihr neue Spielräume und „Navigationsmöglichkeiten” eröffnet. Durch Rückblenden auf ältere Gesellschaften, ihre Strukturen und ihre Denkweise, arbeitet Luhmann heraus, worin sich die moderne Gesellschaft von allen bisherigen unterscheidet. Parallel dazu beschreibt er die heutige Gesellschaft mit Hilfe von Begriffen, die der Soziologie bis dahin eher fremd waren vornehmlich aus der Systemtheorie aber auch aus der Biologie, aus der Kybernetik oder aus der Kommunikations- und der Informationstheorie.
Luhmann richtet seine Theorie dabei an konkreten empirischen Phänomenen aus – seien es die internationalen Finanzmärkte, Politik, Sprache oder moderne Kommunikationsmedien – und macht sie dadurch plausibel. Im Verlauf der Vorlesung gelingt es ihm so, bestehende Erkenntnis- und Denkblockaden aufzulösen und den Blick auf den Charakter und die Form der gegenwärtigen Gesellschaft freizugeben.

PAUL WATZLAWICK

Paul Watzlawick

 

Watzlawick unterrichtete an der Stanford University, arbeitete als Therapeut und Kommunikationsforscher, beriet Firmen und Konzerne und beschrieb in seinen Büchern Paradoxien und Fallstricke der Kommunikation. Es sind diese Arbeiten, die die praktischen Konsequenzen des konstruktivistischen und systemischen Denkens offenbaren: Man erkennt, wie Leid schaffende Vorstellungen entstehen, sich verhärten und sich dann wieder verflüssigen und auflösen lassen.

Paul Watzlawick, Peter Krieg (Hrsg.)
Das Auge des Betrachters
278 Seiten, 14 Farbabb., Kt, 2. Aufl. 2008
24,95 €
ISBN 978-3-89670-635-5

Der Psychologe Paul Watzlawick und der Dokumentarfilmer Peter Krieg haben unter dem Motto „Das Auge des Betrachters“ Wissenschaftler von Rang eingeladen, den Einfluss des radikalen Konstruktivismus Heinz von Foersters nachzuzeichnen. Dabei entstand ein faszinierender Einblick in den Stand konstruktivistischen Denkens in Soziologie, Biologie, Literaturwissenschaft und Psychologie bis hin zum Journalismus. Die Beiträge erhellen die Fruchtbarkeit der konstruktivistischen Erkenntnistheorie und das Geheimnis ihres Erfolges.

HEINZ VON FOERSTER

Heinz von Foerster

 

Heinz von Foerster (1911–2002) war nach dem Studium der Physik in Wien in verschiedenen Forschungslaboratorien tätig, bevor er 1949 in die USA übersiedelte. An der Universität von Illinois gründete er das inzwischen legendäre Biologische Computer-Laboratorium – die Wiege jener Erkenntnistheorie, die später unter der Bezeichnung „Konstruktivismus“ für Aufsehen sorgen sollte.

Heinz von Foerster, Bernhard Pörksen
Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners
167 Seiten, 5 Fotos, Kt, 11. Aufl. 2015
21,95 €
ISBN 978-3-89670-646-1

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Sind unsere Weltbilder lediglich Erfindungen, oder entspricht ihnen eine äußere Realität? Ist Wahrheitserkenntnis möglich? Es sind diese Fragen, die der Physiker und Philosoph Heinz von Foerster und der Journalist Bernhard Pörksen in ihren Gesprächen debattieren. Gemeinsam erkunden sie die Grenzen unseres Erkenntnisvermögens, diskutieren die scheinbare Objektivität unserer Sinneswahrnehmung, die Folgen des Wahrheitsterrorismus und den Zusammenhang von Erkenntnis und Ethik, Sicht und Einsicht.
Dabei offenbart sich ein Denken, das die Fixierung scheut und die eine, ewig gültige Antwort ablehnt. Und immer wieder geht es in diesen mit leichter Hand formulierten Dialogen um die innere Verbindung zwischen einem faszinierenden wissenschaftlichen Werk und einem ungewöhnlichen und aufregenden Leben.

Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld
Wie wir uns erfinden
250 Seiten, Kt, 5. Aufl. 2014
24,95 €
ISBN 978-3-89670-580-8

Zwei ältere Herren, einer Biophysiker, der andere Psychologe, treffen sich, um über die Vergangenheit zu sprechen. Im Verlauf des Dialogs erkennen sie sich in den Augen des jeweils anderen wieder. In und über die erzählte Geschichte offenbart sich eine ungeahnte Geistesverwandtschaft.
Das könnte eine ganz alltägliche Geschichte sein. Allerdings handelt es sich bei den beiden Protagonisten um die Väter des Radikalen Konstruktivismus. Der Bitte ihres Verlegers, ein Tonband mitlaufen zu lassen, kamen sie gerne nach. Ein Glücksfall, wie sich im Nachhinein herausstellt.
In einem ungemein spannenden, quicklebendigen Dialog werden komplexe wissenschaftliche Fragen auf allgemeinverständliche Weise thematisiert: Was haben Kurzwellen und Kühe gemein? Warum vergräbt das Eichhörnchen eine Nuss? Was verbindet diese Frage mit der folgenden: Was kommt erst: Sprache oder Bewusstsein?

Heinz von Foerster, Monika Bröcker
Teil der Welt
368 Seiten, 36 Farbabb., Kt, 3. Aufl. 2014
29,95 €
ISBN 978-3-89670-557-0

Dieses Buch gilt als Vermächtnis Heinz von Foersters, ein Buch, in das er mit der Unterstützung von Monika Bröcker noch einmal das gesamte Gewicht seines 90-jährigen Lebens gelegt hat. Es vermittelt neben der Lebensgeschichte und den wichtigsten Gedanken des „Sokrates der Kybernetik“ gleichzeitig auch Welt- und Wissenschaftsgeschichte aus erster Hand.
Von Foerster war ein begnadeter Erzähler, und was er nicht von sich aus schilderte, holte Monika Bröcker in den Gesprächspassagen mit ihren gleichermaßen klugen wie einfühlsamen Fragen ans Licht. Fast en passant gelingen den beiden so unterhaltsame Erklärungen auch schwieriger Sachverhalte. Die zahlreichen, z. T. bislang unveröffentlichten Fotografien tragen das Ihre zur Lebendigkeit dieses Buches bei.

ERNST VON GLASERSFELD

Ernst von Glasersfeld

 

Ernst von Glasersfeld, als Österreicher in München geboren, arbeitete bis 1962 als Journalist in Italien. In den Jahren zwischen 1970 und 1987 wandte er sich als Professor für Kognitive Psychologie an der University of Georgia (USA) der Entwicklung der von Piaget begründeten konstruktiven Wissenstheorie zu. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter „Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken“.

Ernst von Glasersfeld
Wege des Wissens
264 Seiten, Kt, 3. Aufl. 2016
29,95 €
ISBN 978-3-8497-0161-1

Unter dem Schlagwort „Konstruktivismus“ ist eine Theorie der Erkenntnis bekannt geworden, die davon ausgeht, dass Wirklichkeit nicht von sich aus da und uns zugänglich ist.
Ernst von Glasersfeld, einer der Begründer des Konstruktivismus, sucht mit diesem Buch, die traditionelle Philosophie aus ihrem dogmatischen Schlummer zu erwecken. Die Welt, die es zu erkennen gilt, liegt aus seiner Perspektive nicht schon fertig vor. Und wir alle sind, so seine Annahme, im Erkennen unvermeidlich Befangene. Eine absolute Realität muss unerkennbar bleiben. Das erkennende Subjekt, so seine These, verfügt nur dann über Wissen, wenn es dieses über eigene Operationen selbst hergestellt hat. Wissen als Resultat eines Erkenntnisprozesses ist demnach nicht ein Abbilden der äußeren Wirklichkeit, sondern eher ein Erfinden von Wirklichkeit.
„Wege des Wissens“ gibt einen repräsentativen Überblick über Ernst von Glasersfelds konstruktivistischen Weg in die Gefilde von Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Die wissenschaftliche Prosa, die Ernst von Glasersfeld hier gelingt, ist eine wundervolle Einladung an all jene, die Lust haben, seine philosophischen Erkundungen nach-zu-denken.

FRITZ B. SIMON

Fritz B. Simon

 

Fritz B. Simon, Dr. med., Univ.-Prof.; Studium der Medizin und Soziologie; Psychiater und Psychoanalytiker, systemischer Therapeut und Organisationsberater. Forschungsschwerpunkt: Organisations- und Desorganisationsprozesse in psychischen und sozialen Systemen. Autor bzw. Herausgeber von ca. 300 wissenschaftlichen Fachartikeln und 30 Büchern, die in 15 Sprachen übersetzt sind.

Fritz B. Simon
Die Kunst, nicht zu lernen
176 Seiten, Kt, 6. Aufl. 2014
20,50 €
ISBN 978-3-89670-613-3

In unserem Handeln erleben wir permanent den Unterschied zwischen Absicht und Wirkung, zwischen Wollen und Können. Diese Paradoxien in autonomen Systemen sorgen dafür, dass Erziehen, Kurieren und Regieren zu "unmöglichen” Berufen werden und zeigen dass unsere Vorstellungen von Macht und Ohnmacht revidiert werden müssen.
Fritz B. Simon beschreibt diese Revision aus systemischer Sicht und entfaltet ungewöhnliche Ideen und Anregungen, die unseren Allttag und unser Handeln in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Fritz B. Simon
Die andere Seite der „Gesundheit“
207 Seiten, 32 Farbabb., Kt, 3. Aufl. 2012
24,95 €
ISBN 978-3-89670-817-5

Was ist Gesundheit? Was versteckt sich hinter der klassischen Definition von Gesundheit als „Abwesenheit von Krankheit“? Und reicht diese Definition aus? Wäre dann Krankheit die „Abwesenheit von Gesundheit“? Und was ist das genau? Ähnlich unklar wird es, sobald nach „Heilung“ und „Therapie“ gefragt wird: Jeder scheint zu wissen, was es ist, aber keiner kann es erklären. Fritz B. Simon untersucht in diesem Buch, wie sich solche Uneindeutigkeiten auf Theorie und Praxis im Gesundheitsbereich und nicht zuletzt auf den Umgang mit sogenannten psychosomatischen und psychiatrischen Störungen auswirken. Der Autor stellt die Grundprämissen des vorherrschenden Krankheits- und Gesundheitsdenkens in Frage. Als theoretische Grundlage dienen ihm die Theorie selbstreferentieller Systeme und die Abhandlungen George Spencer-Browns zu den „Gesetzen der Form“. Im Anschluss an die genaue Beobachtung der Kriterien der Phänomene „gesund“ und „krank“ entwirft Simon ein systemtheoretisches Modell von Krankheit und Gesundheit, formuliert eine allgemeine Therapietheorie und leitet daraus Prinzipien für Interventionen in körperliche, psychische und soziale Systeme ab. Dabei gelingt es dem Autor, selbst höchst abstrakte Überlegungen durch humorvoll aus dem täglichen Leben gewählte Beispiele zu veranschaulichen.

HUMBERTO MATURANA

Humberto Maturana

 

Bereits während seines Studiums richtete er seine Aufmerksamkeit auf den Organismus und dessen Umwelt. Ihr Verhältnis zueinander führte ihn zu zentralen Fragen der Erkenntnisfähigkeit des Menschen: Was ist „Kognition“ als biologisches Phänomen? Welche Eigenschaften muss ein System besitzen, damit man es als wahrhaft lebend bezeichnen kann? Können wir klar zwischen lebenden und nicht lebenden Systemen unterscheiden? Maturanas ‚Antworten‘ enthielten genügend Zündstoff, um vertraute Sichtweisen und liebgewonnene Hypothesen zu revolutionieren. So ebnete Maturana dem radikalen Konstruktivismus als erkenntnistheoretisches Modell den Weg. Seine Arbeiten hatten großen Einfluss unter anderem Heinz von Foerster und Niklas Luhmann.

Humberto Maturana, Bernhard Pörksen
Vom Sein zum Tun
223 Seiten, 15 Farbabb., Kt, 4. Aufl. 2018
24,95 €
ISBN 978-3-8497-0249-6

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren es die Physiker, die das naturwissenschaftliche Weltbild revolutionierten. Heute sind es die Biologen, die unser Verständnis der Erkenntnis- und Lebensprozesse radikal verwandeln: Sie ergründen das Geheimnis des Bewusstseins und zeigen, dass der Beobachter und das Beobachtete, das Subjekt und das Objekt, im Akt des Erkennens unauflösbar miteinander verbunden sind. Die Welt, in der wir leben, ist nicht unabhängig von uns; wir bringen sie buchstäblich selbst hervor.
Zu den Protagonisten dieses neuen Denkens in der Naturwissenschaft gehört der berühmte Neurobiologe und Systemtheoretiker Humberto R. Maturana. In Gesprächen mit dem Kommunikationswissenschaftler Bernhard Pörksen erkunden beide die Grenzen unseres Erkenntnisvermögens, diskutieren die Wahrheit der Wahrnehmung und die Biologie der Liebe und entwerfen – konkret, anschaulich und fabulierlustig – eine Anleitung zum systemischen Denken.