#36 Stehvermögen statt Standpunkt?

In Fortsetzung des Gesprächs vom vorigen Dienstag zeigt Ulrich Sollmann, wie sich Erleben bzw. Beteiligtsein in Situationen mit dem Anspruch verbinden lässt, zugleich eine Außenperspektive einzunehmen: Entscheidend ist der Blick auf das, was gerade nicht im Fokus steht, aber das Diskutierte eigentlich trägt. An den Debatten um die Bundeswehr wird z. B. sichtbar, dass viele das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz teilen. Einen solchen Fokuswechsel anzubieten verlangt weniger einen festen Standpunkt als Stehvermögen – einen Stehpunkt, von dem aus Standpunkte besser verstanden und kommuniziert werden können.


Literaturhinweis:
Sollmann, Ulrich: Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Carl-Auer Verlag 2016.
Pörksen, Bernhard und Friedemann Schulz von Thun: Kommunikation als Lebenskunst. Carl-Auer 2016, 2. Aufl.
Reimon, Michel: Starke Signale. Carl-Auer 2025.


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