#46 Wem gehört mein Denken?

Wir greifen heute selbstverständlich zur Künstlichen Intelligenz, wenn eine Frage auftaucht – im Gespräch, beim Nachrichtenlesen oder beim Faktencheck. Dabei merken wir oft nicht, was unterbrochen wird: die Beziehung, das gemeinsame Nachdenken, die eigene innere Referenz.


Nicht die Maschine ist das eigentliche Problem, sondern der schleichende Verlust menschlicher Selbstbindung. Je schneller die Antwort kommt, desto weniger Raum bleibt für Unsicherheit, Ambiguität und Eigenaktivität.


In dieser Podcast-Folge sprechen Ulrich Sollmann und Matthias Ohler nicht nur über die Gefahr der wachsenden Täuschung, sondern vor allem über den Verlust einer zentralen Fähigkeit: sich enttäuschen zu können. Denn Enttäuschung ist keine Schwäche, sondern eine Kompetenz – sie schützt unseren Denkraum.


Literaturhinweis
Sollmann, U. (2016): Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Heidelberg (Carl-Auer). 
Hornschuh, M. (2025): Wir geben uns auf. Heidelberg (Carl-Auer). 
Scharmer, O. C. u. K. Käufer (2026): Presencing. Heidelberg (Carl-Auer). 


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