Sounds of Science / Der Provokative Ansatz

Im Zentrum des Provokativen Ansatzes steht ein LKW … Er steht dort aus zwei Gründen: Zum einen fühlte sich E. Noni Höfner, die große Protagonistin Provokativer Therapie im deutschsprachigen Raum, bei ihrer ersten Arbeit mit Frank Farrelly, dem Begründer des Konzepts und der Methode, wie vom LKW überfahren. Das änderte sich schnell. Nachdem sie erstmal auf den Wagen aufgesprungen war entstand die Idee, wie man den Provokativen Ansatz auf eine griffige Formel bringen kann: Liebevolles Karikieren des Weltbildes des Klienten.

Das L steht für für liebevoll und ist die „absolute, zwingende Basis“, die „unabdingbare Grundlage“ all dessen, was den provokativen Ansatz auszeichnet und ohne das alles andere nicht funktioniert und greifen kann. Klienten werden immer als kompetent, mündig, stark und voller Ressourcen angesehen und angesprochen. Als fähig, ihr Denken, Fühlen und Handeln zu ändern, „und zwar prinzipiell auch alleine, ohne dass sie von Experten in einer Sänfte durch ihre Problemfelder getragen werden“, so die beiden Autorinnen E. Noni Höfner und Charlotte Cordes in ihrer Einführung in den Provokativen Ansatz.

In dem Gespräch, das während des Kinderkongresses in Würzburg aufgezeichnet wurde, gibt das Mutter-Tochter-Gespann ausführlich Auskunft über methodische Zugänge und Voraussetzungen, sowie über mögliche Fallstricke des provokativen Ansatzes. Sie sprechen auch darüber, was den Ansatz so attraktiv und erfolgreich macht: tragfähiger Humor, umfassende therapeutische Kompetenz und besonders die liebevolle Grundhaltung. Die fein und humorvoll erzählten Fallbeispiele unterstreichen dies zusätzlich.