Jan Weinhold, Annette Bornhäuser, Christina Hunger-Schoppe, Jochen Schweitzer

Dreierlei Wirksamkeit

Die Heidelberger Studie zu Systemaufstellungen

219 Seiten, 32 Farbabb., Kt, 29,95 € ISBN 978-3-8497-0047-8 Thema: Systemaufstellungen Die Arbeit mit Systemaufstellungen wurde immer wieder kontrovers diskutiert – aber bisher wenig erforscht. An der Universität Heidelberg wurde ihre Wirksamkeit nun erstmals in einer... Weiterlesen

Die Arbeit mit Systemaufstellungen wurde immer wieder kontrovers diskutiert – aber bisher wenig erforscht. An der Universität Heidelberg wurde ihre Wirksamkeit nun erstmals in einer randomisiert-kontrollierten Studie überprüft.

Das Buch stellt den Aufbau und die Ergebnisse der Studie vor, bei der über 200 Teilnehmer von Aufstellungsseminaren befragt wurden. Nach einer Einführung in die Aufstellungsmethode und einer Zusammenfassung existierender Befunde zu ihrer Wirksamkeit beschreiben die Autoren das Studiendesign und die verwendeten Forschungsinstrumente.
In mehreren Kapiteln werden die Ergebnisse verschiedener Teilaspekte vorgestellt, darunter die Wirksamkeit von Aufstellungsseminaren nach einem Jahr.

Abbildungen und Tabellen inklusive statistischer Details ergänzen die Darstellung, die auch für Laien verständlich und nachvollziehbar ist. Nach einer kritischen Diskussion der verwendeten Methodik geben die Autoren abschließend Anregungen für zukünftige Forschungen.

Mit Beiträgen von: Annette Bornhäuser, Diana Drexler, Christina Hunger, Julia Knierim, Theresa Koch, Leoni Link, Andreas Reinhard, Jochen Schweitzer, Julia Thom, Gunthard Weber, Jan Weinhold, Julia-Elisabeth Wolff, Jelena Zwingmann.

„Mit diesem Buch liegt endlich eine wissenschaftlich fundierte Überprüfung der Aufstellungsarbeit vor. Zusammen mit dem methodischen Basiswissen, das ebenfalls vermittelt wird, gewährleistet die Studie einen seriösen Zugang zur Aufstellungsarbeit – und das nicht nur für alle, die an einer entsprechenden Aus- oder Weiterbildung interessiert sind, sondern auch für Skeptiker und unsichere Klienten.

Als Praktiker freue ich mich darüber, dass jetzt das, was ich schon jahrelang erlebe, eine wissenschaftliche Verankerung gefunden hat.“

Wilfried De Philipp, Mitbegründer und Chefredakteur der Fachzeitschrift „Praxis der Systemaufstellungen“


„Als Praktiker der systemischen Aufstellungsarbeit sehe ich den Wert der Heidelberger Studie nicht nur in den positiven Ergebnissen für die Wirksamkeit von Aufstellungen, zu denen sie mit Hilfe ihrer randomisiert-kontrollierten Untersuchungsmethode kommt. Den Autoren gelingt es darüber hinaus, einen Begriffsrahmen zu verwenden, in dem sich unterschiedliche Richtungen der Aufstellungsarbeit angesprochen und vertreten fühlen können. Die Studie ist geeignet, Systemaufstellungen als Verfahren für psychische Gesundheit auch in der Fachwelt Aufmerksamkeit und Geltung zu verschaffen. Die aufstellenden Praktiker kann sie ermuntern, ihre Vorannahmen und ihr methodisches Vorgehen zu reflektieren und allgemeine, mitteilbare Kriterien für die Wirksamkeit ihrer Arbeit zu berücksichtigen.“Jakob Robert Schneider


„Das Buch markiert einen Meilenstein in der Forschung zur Aufstellungsarbeit. Es stellt die Ergebnisse einer relativ groß anlegten, wissenschaftlich-empirischen Studie zur Wirksamkeit von Systemaufstellungen vor. Damit trägt es wesentlich dazu bei, die Aufstellungsarbeit zu versachlichen, zu entmythologisieren und aus ideologisierenden Annahmen zu lösen.“ Dr. Guni Leila Baxa


„Das Buch ‚Zweierlei Glück‘ von Gunthard Weber läutete den Beginn der Verbreitung der Aufstellungsmethode ein. Nun – 20 Jahre später - erscheint mit ‚Dreierlei Wirksamkeit‘ die Auswertung der ersten randomisierten, lang ersehnten Wirksamkeitsstudie zu Systemaufstellungen. Dieses Buch ist ein Meilenstein auf dem Entwicklungsweg der Aufstellungsarbeit und es hat das Potenzial, zu ‚vielerlei Glück‘ auf dem weiteren Weg der Systemaufstellungen beizutragen!“Barbara Innecken

Jan Weinhold

Jan Weinhold, Dr., Diplom-Psychologe; 2002 bis 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Psychologie und im Sonderforschungsbereich 619 „Ritualdynamik“, Universität Heidelberg. Arbeitsgebiete: systemische Therapie/Beratung und Organisationsberatung. Forschungsschwerpunkte: Psychotherapie- und Beratungsforschung, Organisationsforschung, Gesundheitspsychologie/Suchtprävention, Ritual Studies.

Annette Bornhäuser

Annette Bornhäuser, Dr., Dipl.-Psych., Gesundheitswissenschaftlerin; Weiterbildung in Aufstellungsarbeit. 2009–2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg; freiberuflich als Trainerin tätig. Schwerpunkte: Tabakprävention, Burn-out-Prävention, Gelassenheitstraining.

Christina Hunger-Schoppe

Christina Hunger-Schoppe, Dr. phil., Dipl-Psych.; Psychologische Psychotherapeutin, Studium der Psychologie (Dipl.Psych.) und Psychologic and Psychiatric Anthropology (M.Sc.), binationale Promotion (Co-Tutelle) im Bereich interkulturelle klinische Psychologie und Religionswissenschaften (Universität Heidelberg, Pontificia Universidad Católica de Chile), systemische Therapeutin (SG, DGSF) und Lehrtherapeutin für Systemische Therapie (SG). Seit 2010 akademische Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Heidelberg, Konzeption und Leitung verschiedener Wirksamkeitsstudien in der Psychotherapieforschung, Entwicklung von Messinstrumenten zur Erfassung von Veränderungen in sozialen Systemen, Studien zu „psycho-somatischen“ sowie „sozio-kulturellen“ Fragestellungen. Psychologisch-psychotherapeutische Tätigkeiten in der Klinik für Allgemeine Psychiatrie und am Institut für Medizinische Psychologie. Arbeitsschwerpunkte: Systemische Psychotherapie (Einzel- und Mehrpersonensettings), Verhaltenstherapie, Paar- sowie Familientherapie und Supervision.

Jochen Schweitzer

Jochen Schweitzer, Prof. Dr. rer. soc., Dipl.-Psych.; Professor für Medizinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg; Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Schwerpunkte: Kreative Therapiemethoden, Dialog mit anderen Therapieschulen, Familientherapie in Jugendhilfe, Psychiatrie und Psychosomatik, Organisationsentwicklung im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen.

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