Gerhard Dieter Ruf

Einführung in die systemische Psychiatrie

119 Seiten, Kt, 14,95 € ISBN 978-3-89670-852-6 Thema: Systemische Therapie und Beratung, Psychiatrie Reihe: Carl-Auer Compact Die systemische Psychiatrie sieht psychische Störungen nicht nur als Krankheit, sondern versteht sie vor dem Hintergrund des jeweiligen sozialen Kontextes auch als Lösungsversuch... Weiterlesen

Die systemische Psychiatrie sieht psychische Störungen nicht nur als Krankheit, sondern versteht sie vor dem Hintergrund des jeweiligen sozialen Kontextes auch als Lösungsversuch für problematische Lebenskonstellationen. Mit dieser ressourcenorientierten Sicht auf Sinn und Funktion von psychischen Krankheiten verlässt sie die Defizitorientierung der traditionellen Psychiatrie.

Gerhard Dieter Ruf stellt in dieser kompakten Einführung die Grundlagen und Prinzipien der systemischen Psychiatrie dar. Anhand der wichtigsten psychiatrischen Störungsbilder stellt er diagnosenspezifische psychosoziale Muster und entsprechende Interventionsmöglichkeiten vor und illustriert sie mit Fallbeispielen. Dabei wird deutlich, dass die systemische Psychiatrie auch bei Störungen, die sonst als chronische Erkrankung mit schlechter Prognose gelten, grundsätzlich zu einer Änderung der Symptomatik beitragen kann.

„Systemisches Denken erlaubt es, die Frage nach Ursachen und Hintergründen zu ergänzen um die Suche nach Bedeutung und Sinn. Auch wenn die ähnlich schwer und endgültig gar nicht zu beantworten ist, erlaubt diese Veränderung eine andere Blickrichtung und auch eine neue Orientierung – auf Genesung.In diesem Sinne kann ich die Einführung in die systemische Psychiatrie von Gerhard Dieter Ruf sehr empfehlen.“

Prof. Dr. Thomas Bock, UKE Hamburg

(Anmerkung von Bock dazu: „Die folgenden drei Abschnitte sind alternativ zu nutzen oder beliebig zu kombinieren. je nach dem, wie lang das Statement sein soll. Der Schlusssatz ist dann anzufügen.“)

Das systemische Denken ist dem trialogischen Handeln verwandt; für manche ist es Basis und der Zugang. Das Prinzip der Allparteilichkeit erlaubt die gleichberechtigte Kommunikation – vorausgesetzt, der Therapeut versteht sich nicht als abgeklärter Manager, sondern als Teilhaber in jeder Hinsicht.

Für den, der systemisch denkt, erweitert sich die Einengung auf Psychopathologie fast von selbst auf anthropologische Aspekte. Die Frage nach dem Auffälligen und Besonderen wird ergänzt um die Suche nach dem Gemeinsamen, das alle Menschen verbindet. In Anbetracht des uns Menschen Möglichen wird Stigmatisierung schwerer – das gilt vor allem für die Psychiatrie selbst.

Gerhard Dieter Ruf, © Iris Bach
© Iris Bach

Gerhard Dieter Ruf, Dr. med., Studium der Medizin in Tübingen, Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie in den Kliniken Ludwigsburg und Weinsberg, Oberarzttätigkeit in Weinsberg, Leitung einer Abteilung der Rhein-Haardt-Klinik Bad Dürkheim, Fachklinik für Suchterkrankungen. Seit 1991 eigene Praxis in Asperg. Systemischer Therapeut (IGST, SG, DGSF), Lehrender (DGSF) am Bodensee-Institut für Systemische Therapie und Beratung. Schwerpunkte: systemische Psychiatrie, systemische Therapie bei psychischen Störungen, Psychotherapie bei Psychosen.

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