Jürg Liechti

Magersucht in Therapie

Gestaltung therapeutischer Beziehungssysteme

247 Seiten, Kt, 24,95 € ISBN 978-3-89670-627-0 Thema: Systemische Therapie und Beratung, Familientherapie und Familienforschung Nicht erst seit den umstrittenen Nacktaufnahmen eines magersüchtigen Models durch den italienischen Benetton-Fotografen Toscani rückt Magersucht immer mehr ins Zentrum der... Weiterlesen

Nicht erst seit den umstrittenen Nacktaufnahmen eines magersüchtigen Models durch den italienischen Benetton-Fotografen Toscani rückt Magersucht immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Fachliteratur setzt sich seit Jahren mit dem Thema auseinander und sucht nach Wegen aus dem oft tödlichen Kreislauf.

Der angesehene Schweizer Arzt und Psychiater Jürg Liechti beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren im Berner „Zentrum für systemische Therapie und Beratung“ mit Magersüchtigen. Mit diesem Buch, das er als eine Art „Kochbuch“ verstanden wissen möchte, gibt er einen aktuellen Überblick über Theorie, klinische und ambulante Therapien bei Anorexia nervosa.

Die Kernthese lautet, dass die Therapie von Magersucht idealerweise systemische, Verhaltens- und Familientherapie kombiniert. Besonderes Augenmerk wird auf die ressourcenorientierte Kontaktaufnahme mit der Patientin und auf die Gestaltung der Beziehungen aller Beteiligten innerhalb der Therapie gelegt.

Anhand vieler Praxisbeispiele werden die Erklärungs- und Veränderungsmodelle sehr detailliert und nachvollziehbar dargestellt. Zahlreiche Dialoge, Fallsituationen und Anwendungsbeispiele veranschaulichen die Therapieprozesse und geben Therapeuten „Rezepte“ für die Behandlung in die Hand.

„Als ausgewiesener Experte legt Jürg Liechti mit diesem Buch ein Meisterwerk zur evidenzbasierten Therapie der Anorexia nervosa vor. Mit seinen vielen Fallbeispielen aus dem klinischen Alltag bietet das Buch einen reichhaltigen Fundus an praktischem Wissen für jede Psychotherapeutin und jeden Psychotherapeuten. Der Autor macht klar: Die Therapie von Patientinnen mit einer Anorexie verpflichtet zu Fürsorge, professionellem Engagement und individueller Beziehungsgestaltung. Ebenso deutlich wird der Leser davon überzeugt, dass eine zeitgemäße und wirksame Therapie der Anorexia nervosa schulenunabhängig ist und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut.“Prof. Dr. med. Roland von Känel, Chefarzt Kompetenzbereich für Psychosomatische Medizin, Universitätsspital Bern

Jürg Liechti, © Konrad Gös
© Konrad Gös

Jürg Liechti, Dr. med.; Studium der Humanmedizin, Experimentellen Medizin, Biologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Systemtherapie. Seit 1985 freiberufliche Praxis in Bern. Lehrbeauftragter für systemische Therapie an den Universitäten Bern, Zürich, Basel. Supervisor in verschiedenen Kliniken. Gründungsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für systemische Therapie und Beratung (systemis.ch). 1995–2012 Ko-Geschäftsleitung des Zentrums für Systemische Therapie und Beratung (ZSB) Bern, das er mitbegründet hat. Veröffentlichungen u. a.: „Magersucht in Therapie“ (2008), „Dann komm ich halt, sag aber nichts“ (3., unveränd. Aufl. 2013). Verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern.

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